Tarling / Flynn / Mcminn | Bianca Exklusiv Band 172 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 172, 384 Seiten

Reihe: Bianca Exklusiv

Tarling / Flynn / Mcminn Bianca Exklusiv Band 172

Ein Diamant für Kate / Du musst ein Engel sein / Stilles Glück und sanfte Küsse /
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-546-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Ein Diamant für Kate / Du musst ein Engel sein / Stilles Glück und sanfte Küsse /

E-Book, Deutsch, Band 172, 384 Seiten

Reihe: Bianca Exklusiv

ISBN: 978-3-86349-546-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



EIN DIAMANT FÜR KATE von TARLING, MOYRA
Er kann sie nicht sehen, aber er spürt: Sie ist Alles für ihn! Nach einem Unfall ist Marsh erblindet und braucht Hilfe. Er ahnt nicht, dass die Frau, die sich so liebevoll um ihn kümmert, seine Jugendliebe Kate ist. Sie hat ihm verziehen, was damals passierte. Er ihr auch?
DU MUSST EIN ENGEL SEIN von MCMINN, SUZANNE
Wer bist du, Lanie? Ein einsames Herz? Oder eine bezaubernde Betrügerin? Auf jeden Fall ist Lanie in Not, denn sie erwartet ein Kind von Garretts verstorbenem Cousin. Garrett würde ihr zu gerne helfen - aber will sie wirklich ihn, oder nur seine Millionen?
STILLES GLÜCK UND SANFTE KÜSSE von FLYNN, CHRISTINE
Glück im Unglück! Das Auto streikt, ein Tornado naht, und Justin kommt gerade noch bis zur nächsten Farm. Dort trifft er auf Emily: Wunderschön und ganz anders als die Hektik in seinem Leben. Mit ihr verbringt er gerne die Nacht unter einem gemeinsamen Dach.



'Ich wurde in Aberdeenshire in Schottland geboren und wanderte 1968 nach Kanada aus, wo ich meinen Mann kennen lernte. Mittlerweile sind wir 30 Jahre verheiratet und haben zwei erwachsene Kinder. Wir genießen es, das Haus wieder für uns zu haben. Manchmal setzen wir uns spontan in unseren Camper und reisen durch Kanada oder die USA. Schon als Kind habe ich gern gelesen, und als Teenager entdeckte ich dann Romances. Aber erst als meine Kinder eingeschult waren, setzte ich mich hin und schrieb selbst einen Liebesroman. Als ich mein erstes Manuskript bei einem Wettbewerb einreichte, gewann ich zwar nicht, erhielt jedoch einen sehr ermutigenden Brief von einem Lektor. Mein drittes Manuskript wurde dann schließlich von dem Verlag Silhouette gekauft. Dieses Buch wurde sogar 1988 bei einer Autorenkonferenz in Seattle ausgezeichnet. Ich habe mir fest vorgenommen, auch in Zukunft Liebesromane zu verfassen, denn ich bin überzeugt davon, dass Romances vielen Frauen dabei helfen, ihren Alltag stärker, freudiger und optimistischer zu bewältigen und für sich selbst den Zauber der Liebe zu entdecken."
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1. KAPITEL

Justin Sloans Laune war so finster wie die Sturmwolken, die am Himmel von West-Illinois aufgezogen waren. Die Batterie seines Wagens war leer. Und in einem Anflug von Rebellion, den er bereits bedauerte, hatte er sein Handy in seinem Apartment im zweiundfünfzigsten Stock in Chicago gelassen. Da er nicht die Weitsicht gehabt hatte, eine Regenjacke neben seiner Angel und einem zweiten Polohemd einzupacken, würde er bald bis auf die Haut durchnässt sein. Lange konnte es nicht mehr dauern, bis die Wolken sich entluden.

Der Wind wechselte ständig die Richtung und strich über das hohe Gras und die Wildblumen, während er die schmale Landstraße weiterwanderte. Laut Landkarte lag das Städtchen Hancock ungefähr zehn Meilen von der kleinen Brücke entfernt, die er gerade überquert hatte. Also dreißig Meilen näher als die Freeway-Auffahrt, die er am Morgen benutzt hatte, um zu dem Angelplatz zu gelangen, von dem ein Klient ihm erzählt hatte. Angeln zu gehen war ihm um sechs Uhr morgens, als er schlaflos an seine Decke starrte, als gute Idee erschienen. Fünf Stunden später wünschte er sich jedoch, er hätte sich entschlossen, seine Schlaflosigkeit mit Joggen an den Ufern des Michigan-Sees zu bekämpfen.

Die gleiche innere Unruhe, die ihn dazu veranlasst hatte, die Stadt zu verlassen, quälte ihn immer noch. Aber er hatte rausfahren müssen. Das Bedürfnis, einmal alles hinter sich zu lassen, war einfach zu groß gewesen. Diese Unruhe, dieses seltsame Unbehagen hatte ihn bei dem Abendessen befallen, das zu seinen Ehren gegeben worden war, und war seitdem nie mehr ganz verschwunden.

Die Straße vor ihm führte jetzt eine sanfte Anhöhe hinauf und machte dann eine scharfe Kurve nach rechts. Links von der Straße sah er ein Haus.

Das bescheidene alte Farmhaus lag einige hundert Meter von der Straße entfernt. Es hob sich fast gespenstisch weiß gegen die dunkelgrauen Wolken ab, die sich am Himmel zusammengezogen hatten. Der einzige Schmuck dieses Relikts aus dem letzten Jahrhundert war ein Blumenkasten mit roten Geranien vor einem Fenster. Auf der rechteckigen Veranda mit dem schlichten Holzgeländer war nirgendwo eine Blume oder ein anderer Farbtupfer zu sehen. Dafür wies der Garten, der das Haus umgab, eine unglaubliche Vielzahl von Grünschattierungen auf. Etwas weiter hinten sah er ein Maisfeld und einen großen Gemüsegarten. Eine Windmühle, deren Flügel im Wind klapperten, wachte über einen Schuppen und ein Hühnerhaus.

In der Hoffnung, telefonieren zu können, lief er über die kiesbedeckte Einfahrt auf das Haus zu und entdeckte eine Frau, die gerade in einem Gewächshaus verschwand. Vierzig Meter von dem Haus entfernt blieb er stehen. Die junge Frau war wieder aufgetaucht. Mit ihrem knöchellangen blauen Kleid ging sie auf ein Gestell zu, auf dem Kästen mit Setzlingen standen.

Sie schien schlank und biegsam wie eine Weide, als sie sich vorbeugte, zwei Kästen aufnahm und wieder auf das Gewächshaus zuging. Zarte Strähnen flachsblonden Haares hatten sich aus dem Zopf gelöst, der ihr fast bis zur Taille reichte. Durch den Wind umgaben sie ihren Kopf wie einen Heiligenschein. Aber vor allem erregte die Art und Weise, wie der auflebende Wind ihr Kleid gegen ihren Körper presste, seine Aufmerksamkeit.

Erst der Gedanke, dass sie wahrscheinlich nur halb so alt wie er war, brachte ihn dazu, den Blick von ihren weiblichen Kurven zu nehmen. Was er brauchte, war die Hilfe des Farmers. Die siebzehnjährige Tochter des Mannes mit den Blicken auszuziehen, würde ihm kaum sein Entgegenkommen sichern. Und da jetzt auch noch ein Blitz den immer dunkler werdenden Himmel durchzuckte, würde er die Gastfreundschaft des Mannes nicht aufs Spiel setzen.

„Ist Ihr Dad irgendwo in der Nähe?“, rief er, bevor ein gewaltiger Donnerschlag die Fensterscheiben des Hauses zum Klirren brachten.

Es war schwer zu sagen, ob sie wegen des Donners oder wegen seines unerwarteten Erscheinens den Kopf hochriss und erschrocken eine Hand an den Hals legte. Auf jeden Fall war sie so auf ihre Arbeit konzentriert gewesen, dass sie Justin noch nicht einmal hatte kommen hören.

Aber ihre Pflanzen schienen ihr offensichtlich wichtiger als alles andere zu sein. Denn sie fasste sich rasch wieder und verschwand im Gewächshaus.

„Großartig“, murmelte er und schaute sich nach jemandem um, der ein wenig entgegenkommender war.

Aber es gab nirgendwo auch nur ein Zeichen von einem anderen Menschen. Im Haus brannte kein Licht. Er fragte sich, ob vielleicht noch jemand im Gewächshaus war, und schaute durch ein mit Plastikfolie bedecktes Fenster, die der immer stärker werdende Wind bereits an einigen Stellen losgerissen hatte. Das Knattern des milchigweißen Materials verband sich mit dem Schlagen der schneeweißen Laken, die fast vom Wind von der Leine abgerissen wurden.

Doch er sah nirgendwo ein Zeichen, das die Anwesenheit eines anderen Menschen angezeigt hätte.

Da er nicht in der Stimmung war, zu warten, bis es ihr gefiel, seine Anwesenheit zu registrieren, trat er in das Gewächshaus ein.

„Hören Sie. Es tut mir sehr leid, wenn ich Sie stören muss, aber leider startet der Motor meines Wagens nicht. Meine Batterie hat mich im Stich gelassen. Er steht nicht weit von hier“, erklärte er, während sie wieder hinauslief, ohne ihm einen Blick zu schenken. „Ist Ihr Vater in der Nähe?“, rief er. „Ich bräuchte einen Wagen zum Überbrücken.“

Sie nahm rasch zwei weitere Kästen mit Setzlingen von dem Gestell. „Mein Vater lebt nicht hier.“

Sie hatte ihn endlich angeschaut, und Justin wusste nicht, was ihn mehr durcheinander brachte, ihre sanfte Stimme, ihr leichter Akzent oder die engelhaften Züge ihres Gesichtes. Ihre Augen waren so blau wie ein Sommerhimmel, und ihre Haut wirkte so zart, dass er sich zusammenreißen musste, um sie nicht zu berühren.

Dann fiel sein Blick auf ihre schönen vollen Lippen. Ihre Sinnlichkeit war so unerwartet wie die Unschuld, die diese junge Frau ausstrahlte.

Genauso wie das Verlangen, das sich jetzt in ihm ausbreitete.

Sie senkte rasch den Blick und griff zu einem weiteren Kasten.

„Was ist mit Ihrem Ehemann?“, fragte er und schaute auf ihre Hand. Sie schien doch älter zu sein, als er zuerst angenommen hatte, und konnte gut verheiratet sein. Allerdings sah er keinen Ring an ihrer Hand. „Kann er mir helfen?“

Sie versuchte einen dritten Kasten, neben den beiden, die sie bereits unter den Armen trug, zu balancieren und warf ihm einen verlegenen Blick zu. „Nein. Das kann er nicht.“

Schließlich gab sie ihren Versuch auf, stellte den dritten Kasten wieder ab und ging mit den anderen beiden auf das Gewächshaus zu.

„Kann ich wenigstens bei Ihnen telefonieren?“

Er ergriff rasch den Kasten, den sie nicht hatte tragen können, und noch einen weiteren und lief ihr nach.

„Hier gibt es kein Telefon“, erklärte sie. „Das nächste befindet sich auf der Clancy-Farm. Sie liegt ein Stückchen weiter die Straße hinauf hinter der Kurve. Aber wahrscheinlich treiben die Clancys gerade ihre Kühe ein. Sie werden bis Hancock laufen müssen, um zu telefonieren.“

„Gibt es denn nichts, was näher liegt? Eine Tankstelle vielleicht?“

„Nur in Hancock.“

„Und wo ist die nächste Nachbarfarm?“ Er könnte bis zu dem Städtchen joggen. Er lief vier Mal in der Woche. Aber zehn Meilen in strömendem Regen zu laufen, war nicht gerade seine Idealvorstellung von einer Freizeitbeschäftigung. „Ich würde nur ungern bis auf die Haut durchnässt werden“, gab er zu. „Dieser Himmel sieht aus, als wenn er schon bald seine Schleusen öffnen würde.“

Er lächelte verlegen. „Ich bin von Chicago zum Angeln hierher gekommen“, erklärte er. Er wollte ihr zu verstehen geben, dass er nicht irgendein Verrückter war, der Farmerfrauen auflauerte. „Ich habe mir diesen Tag extra dafür freigehalten“, bemerkte er und fragte sich, warum sie so in Eile war, die Pflanzen ins Gewächshaus zu bringen. Er hatte immer geglaubt, Regen würde Pflanzen gut tun. „Dann habe ich bemerkt, dass das Wetter sich änderte und wollte nach Hause fahren, aber meine Batterie ist leer. Ich hatte dummerweise das Licht brennen lassen.“

Sie antwortete weder, noch verlangsamte sie den Schritt, als sie das Gewächshaus erreicht hatten. Da er nicht sicher war, ob er ihr folgen sollte – oder ob sie ihm überhaupt zuhörte –, stellte er seine Kästen nur auf dem nahe gelegenen Tisch ab und ging dann wieder zum Ausgang hinüber. Dann sah er zu, wie sie seine Kästen zu den anderen stellte und dann wieder hinauslief.

Er schaute ihr stirnrunzelnd zu und lief ihr dann nach. „Hören Sie, ich sehe, dass Sie sehr beschäftigt sind, aber ich brauche nur eine Überbrückung. Falls es hier ein Fahrzeug gibt …“

„Was ist eine Überbrückung?“

„Durch ein Überbrückungskabel kann ich die Batterie meines Wagens mit Hilfe eines anderen Fahrzeuges aufladen.“

Seine Antwort schien ihr nicht ganz klar zu sein, aber sie forderte auch keine weitere Erklärung. „Es gibt hier kein Fahrzeug“, war alles, was sie sagte.

„Noch nicht einmal einen Traktor?“, rief er ihr hinterher.

Nein, es gab auch keinen Traktor. Das erklärte sie ihm, als die ersten dicken Regentropfen auf sie niederfielen. Ein weiterer Blitz durchzuckte den Himmel, und dann verwandelten sich plötzlich die Tropfen in erbsengroße Hagelstücke. Die Frau, die das Gestell mit den Kästen wieder erreicht hatte, beugte sich über ihre Pflanzen, um sie vor den Eisstückchen zu schützen.

„Diese Clancy-Farm“, sagte er und nahm selbst zwei weitere Kästen auf. „Wie weit ist sie...



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