Taylor / Lancaster / Roberts | Romana Exklusiv Band 385 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 385, 448 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

Taylor / Lancaster / Roberts Romana Exklusiv Band 385


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3295-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 385, 448 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

ISBN: 978-3-7515-3295-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



KLASSENTREFFEN - LIEBE INBEGRIFFEN von TAYLOR, BRYONY

Als Single zum Klassentreffen auf Santorin? Unmöglich! Also bittet Valentina kurzerhand den attraktiven Barkeeper Viktor, sie zu begleiten. Sie spielen allen das perfekte Liebespaar vor - doch schon bald ist die Leidenschaft für Valentina mehr als nur ein Spiel ...

LAVENDELDUFT UND SÜSSE KÜSSE von LANCASTER, PEGGY

In der malerischen Provence begegnet Rebecca dem geheimnisvollen Landgutbesitzer Jean. Eigentlich ist er der Feind ihrer besten Freundin. Aber seine Küsse sind so süß wie der Duft des Lavendels. Bald geschieht etwas, woran Rebecca nicht mehr geglaubt hat: Sie verliebt sich!

VERLIEBT IN DEN ITALIENISCHEN PLAYBOY von ROBERTS, PENNY

Er ist ein Playboy und ein gemeiner Betrüger! Laura will unbedingt beweisen, dass der Millionär Valentino di Felci das Tiramisurezept ihres Vaters gestohlen hat. Deshalb ist sie nach Florenz gekommen - und bestimmt nicht, um sich in Valentino zu verlieben ...



Während andere kleine Mädchen davon träumen, Prinzessin zu sein, wollte Bryony Taylor immer nur eines werden: Schatzsucherin. Diesen Traum gab sie auch als junge Frau nicht auf, und so reiste sie mit gerade einmal neunzehn Jahren in die Karibik, um tauchen zu lernen. Einen Goldschatz fand sie dabei zwar nicht, dafür aber die Idee für ihren ersten Roman. Diesen schrieb sie nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatstadt London in nur wenigen Monaten und reichte ihn mit klopfendem Herzen bei einem Verlag ein - mit Erfolg.

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1. KAPITEL


„Sie haben sich alle über mich lustig gemacht. Können Sie sich vorstellen, wie demütigend das für mich gewesen ist? Ich war damals fünfzehn und steckte mitten in der schlimmsten Phase der Pubertät. Mit allem Drum und Dran, wenn Sie verstehen, was ich meine.“

Erwartungsvoll schaute Valentina über den Rand ihres Ouzo-Glases hinweg den attraktiven Mann hinter dem Tresen an. Hörte man nicht immer, dass Barkeeper die billigeren Therapeuten waren?

Nun, dieser hier war für ihren Geschmack vielleicht einen Tick zu schweigsam, aber dafür sah er besser aus als der Psychologe, zu dem sie nach der Trennung von Vasili versuchsweise gegangen war. Und kompetenter war er wahrscheinlich auch.

Ob sie immer schon ein Kontrollfreak gewesen sei, hatte der Psychologe sie doch tatsächlich gefragt. Als hätte sie jemals versucht, Vasili an der kurzen Leine zu halten!

Vielleicht war sie manchmal ein klitzekleines bisschen anhänglich gewesen. Und es hatte ihr nicht besonders gefallen, wenn Vasili nach der Arbeit allein mit seinen Jungs ausgehen wollte.

Aber das war doch wohl nichts Ungewöhnliches. Als Paar unternahm man schließlich Dinge zusammen – nicht voneinander getrennt. Die Tatsache, dass er eben das nicht zu wollen schien, hatte sie als Zeichen für seine schwächer werdenden Gefühle gewertet. Und sie hatte Recht behalten: Drei Wochen vor der geplanten Hochzeit ließ er sie einfach so für eine andere sitzen.

Ausgerechnet jetzt!

Sein Timing hätte wirklich kaum schlechter sein können.

Ohne auch nur zu ihr aufzublicken, polierte der Barkeeper seine Longdrink-Gläser auf Hochglanz. Valentina verstand das als Aufforderung, weiterzusprechen.

„Wissen Sie, ich wollte es diesen Leuten einfach mal so richtig zeigen. Ich hab mich seitdem nämlich echt verändert.“ Sie stürzte den Rest ihres Drinks hinunter. „Aber meinen schönen Plan kann ich jetzt wohl vergessen. Ohne einen Verlobten zum Angeben brauche ich gar nicht erst beim Klassentreffen aufzutauchen.“

Zum ersten Mal zeigte der Mann hinter der Theke einen Hauch von Interesse. „Wenn das so ist, warum nehmen Sie dann nicht einfach jemand anderen mit? Gutaussehende Typen gibt es doch wie Sand am Meer. Oder muss er neben Modelmaßen auch noch Grips besitzen?“

Sie verzog das Gesicht. Nach vier Ouzo fühlte sie sich schon mehr als ein bisschen beschwipst – sonst trank sie so gut wie nie. Vielleicht hätte sie den letzten Drink besser weglassen sollen.

Der Ton, den ihr Gegenüber anschlug, schmeckte ihr nicht. Sie unterzog den Barkeeper daraufhin einer genaueren Betrachtung.

Schlecht sah er ja wirklich nicht aus, das musste sie zugeben. Dunkles Haar, funkelnde schwarze Augen und ein olivfarbener Teint. Seine Nase war ein wenig zu groß und nicht ganz ebenmäßig, was ihm allerdings eine etwas aristokratische Ausstrahlung verlieh und seiner Attraktivität daher keinen Abbruch tat.

Sie krauste die Stirn. „Warum fragen Sie? Melden Sie sich etwa freiwillig für den Job?“

„Ich?“ Er sah sie an, und sie hielt dem intensiven Blick aus seinen kohlschwarzen Augen stand.

„Warum denn nicht?“ Hatte sie das eben wirklich gesagt?

Nachdem er den ersten Schreck überwunden hatte, lachte er auf. „Das soll wohl ein Scherz sein?“

Sie zuckte mit den Schultern. Wenn sie darüber nachdachte, kam ihr der Gedanke gar nicht so abwegig vor. Mit diesem Mann würde sie bei ihren alten Schulfreundinnen sicher Eindruck machen, und auf den Kopf gefallen schien er auch nicht zu sein. Außerdem war es ja eigentlich seine Idee gewesen.

Vielleicht war ihr erhöhter Alkoholpegel schuld, aber sie hielt diesen Plan plötzlich für eine gute Idee. Auf jeden Fall war er besser als alles, was sie bisher hatte vorweisen können – nämlich nichts.

Niente.

Nada.

Nothing.

Rien.

Sie stützte sich mit den Ellbogen auf den Tresen und musterte den Barkeeper von oben bis unten – oder zumindest bis so weit unten, wie sie ihn sehen konnte. Eigentlich war er wirklich perfekt. Und eines stand fest: Ihre alte Intimfeindin Katina, die sich immerzu über sie lustig gemacht und sie aufgezogen hatte, würde sich ganz schön umgucken, wenn sie mit ihm beim Klassentreffen auftauchte.

Valentina nickte, wie um sich selbst zuzustimmen. Sie hatte seit ihrem Schulabschluss vor fünf Jahren gute fünfzehn Kilo abgenommen, trug inzwischen eine stylische Kurzhaarfrisur und modische, figurbetonte Kleidung. Wenn sie in den Spiegel blickte, sah sie eine vollkommen neue Valentina vor sich. Hätte sie auch noch den richtigen Mann an ihrer Seite, dann würden ihre früheren Peinigerinnen ganz grün werden vor Neid.

Das hatte ihr Plan auch vorgesehen. Aber Vasili musste ja alles kaputtmachen. Ihre Beziehung und nebenbei auch die Hoffnung, es ihren ehemaligen Schulkameradinnen so richtig zu zeigen. Doch nun tat sich ihr überraschend eine ungeahnte Möglichkeit auf.

Unter normalen Umständen hätte sie vermutlich ihren besten Freund Yiannis gefragt. Der war zwar schwul, aber das musste ja niemand erfahren. Doch Yiannis befand sich auf einer Partykreuzfahrt mitten auf dem Mittelmeer und stand daher nicht zur Verfügung. Das Klassentreffen sollte schon am kommenden Wochenende stattfinden, ihr Flug ging bereits morgen. Ihr blieb also keine Zeit, einen geeigneten Ersatz aufzutreiben.

Der Barkeeper erschien ihr da geradezu ideal. Es musste ihr nur noch gelingen, ihn zu überzeugen.

Und das sollte doch wohl möglich sein, oder etwa nicht? Immerhin bot sie ihm einen kostenlosen Urlaub auf einer der schönsten Inseln Griechenlands an – etwas, das ein Mann in seiner Position, der sich mit einem mickrigen Gehalt und Trinkgeldern durchschlagen musste, sicher nicht jeden Tag erlebte.

„Kein Scherz“, entgegnete sie mit einiger Verspätung. „Es ist mir vollkommen ernst. Ich lade Sie ein, mit mir nach Santorin zu fliegen. Wir werden in einem Vier-Sterne-Hotel wohnen, selbstverständlich all-inclusive. Sie müssen sich über keinerlei Kosten Gedanken machen. Alles, was ich im Gegenzug von Ihnen erwarte, ist, dass Sie meinen Verlobten spielen.“

Er hob eine Braue. „Das ist alles?“

„Ja. Das ist alles.“ Sie strahlte ihn an.

Er lachte leise. „Für Sarkasmus sind Sie wohl nicht sonderlich empfänglich, wie? Vielen Dank für Ihr freundliches Angebot, aber nein danke.“

Enttäuscht verzog sie das Gesicht. „Warum denn nicht? Ich meine, klingt das denn überhaupt nicht verlockend für Sie? Als Barkeeper verdient man doch sicher auch nicht das große Geld. Da ist ein Urlaub …“

Kurz glaubte sie, so etwas wie Ärger in seinem Blick aufflackern zu sehen, woraufhin sie verstummte. Doch schon im nächsten Moment wirkte er wieder völlig gelassen. Er schien sogar leicht zu lächeln.

Als er plötzlich nickte, war Valentina so überrascht, dass sie beinahe hintenüber vom Barhocker gefallen wäre.

„Stimmt“, hörte sie ihn sagen. „Ein Urlaub würde mir eigentlich ganz gut tun. Wissen Sie, was? Ich bespreche das noch rasch mit meinem Chef, und wenn er einverstanden ist, bin ich dabei.“

Es dauerte eine Weile, bis sie seine Worte verarbeitet hatte. Dann verzogen sich ihre Lippen zu einem Lächeln. „Na, das ist ja ganz fantastisch!“, rief sie und kramte einen verknitterten Zettel aus ihrer Handtasche. Ehe sie sich auf die Suche nach einem Kugelschreiber machen konnte, hielt er ihr bereits einen hin, was sie ungemein charmant fand. Sie kritzelte ihre Adresse und ihre Handynummer auf das Papier und schob es ihm über den Tresen hin. „Unser Flug geht morgen Mittag um eins, melden Sie sich also rechtzeitig bei mir, damit ich das Ticket noch auf Ihren Namen umschreiben lassen kann. Sonst muss ich davon ausgehen, dass Sie es sich anders überlegt haben.“

„Würde mir nicht im Traum einfallen“, sagte er – und sie hegte den starken Verdacht, dass er es wieder sarkastisch meinte.

Sie ging darüber hinweg. „Wunderbar“, sagte sie. Als er gerade nach dem Zettel griff, legte sie ihre Hand auf seine und tätschelte sie. „Sie werden es ganz bestimmt nicht bereuen, das versichere ich Ihnen. Und jetzt hätte ich gern die Rechnung, wenn es Ihnen nichts ausmacht.“

Sie bezahlte und glitt vom Barhocker.

Auf dem Weg nach draußen stellte sie fest, dass vier Gläser Ouzo es nicht unbedingt leichter machten, auf hohen Absätzen zu laufen.

Als Valentina am nächsten Morgen erwachte, wollte sie am liebsten sterben. Oder vielleicht schon tot sein. Alles war besser als diese Kopfschmerzen.

Stöhnend drehte sie sich im Bett um. Sie hatte einen scheußlichen Geschmack im Mund, und in ihren Schläfen hämmerte es unaufhörlich. Als sie sich aufsetzte, rollte eine Welle der Übelkeit über sie hinweg, und auf dem Weg zur Toilette konnte sie nur eines denken: Nie wieder einen Tropfen Ouzo!

Eine Stunde, eine Dusche und zwei Schmerztabletten später hatte sie endlich ihre letzten Sachen in den Koffer gepackt und war bereit, ein Taxi zu rufen und sich zum Flughafen bringen zu lassen. Sie hatte eigentlich noch Zeit, aber sie musste sich eingestehen, dass sie ziemlich aufgeregt war.

Nicht zum ersten Mal überlegte Valentina, ob es wirklich eine gute...



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