Taylor / McArthur / Roberts | Julia Ärzte Spezial Band 2 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 400 Seiten

Reihe: Julia Ärzte Spezial

Taylor / McArthur / Roberts Julia Ärzte Spezial Band 2

Kleines Herz in Not
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0860-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Kleines Herz in Not

E-Book, Deutsch, Band 2, 400 Seiten

Reihe: Julia Ärzte Spezial

ISBN: 978-3-7515-0860-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Kleines Herz in Not

SIE HABEN EINE TOCHTER, DR. ADAM! von JENNIFER TAYLOR
Nur einer kann die leukämiekranke kleine Hannah retten: ihr Vater Dr. Adam Knight. Er weiß jedoch nicht, dass er eine Tochter von der verstorbenen Claire hat, bis deren Schwester Beth es ihm sagt. Sofort ist er zur Knochenmarkspende bereit. Hilft Beths Liebe ihm, die schwere Zeit zu überstehen?

EIN BABY FÜR DR. JAKE von FIONA MCARTHUR
Wie Feuer und Wasser sind die temperamentvolle Hebamme Poppy und der konservative Kinderarzt Dr. Jake Sheppard. Trotzdem sind sie verrückt nacheinander. Als sie ein Baby erwartet, ist sie glücklich, er aber voller Sorge. Er fürchtet, dass es bei der Geburt schwere Komplikationen gibt!

DIR GEHÖRT MEIN HERZ von ALISON ROBERTS
Schwester Jessica lebt nur für ihren kleinen Sohn Ricky - sie hat keine Augen für ihren verliebten Kollegen Joe. Erst als der Rettungssanitäter sein Leben riskiert, um ihren Jungen aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes zu befreien, merkt sie, wie viel auch er ihr bedeutet ... Zu spät?



Jennifer Taylor ist Bibliothekarin und nahm nach der Geburt ihres Sohnes eine Halbtagsstelle in einer öffentlichen Bibliothek an, wo sie die Liebesromane von Mills & Boon entdeckte. Bis dato hatte sie noch nie Bücher aus diesem Genre gelesen, wurde aber sofort in ihren Bann gezogen. Je mehr Bücher Sie las, desto mehr wollte Sie selber welche schreiben. So entstand ihr erstes Buch 'Bilder einer Liebe', das prompt im September 1988 veröffentlicht wurde. Daraufhin schrieb sie 20 weitere klassische Liebesromane. Dann entdeckte die Autorin Medical Romances, als sie in der Bücherecke ihres Supermarktes stöberte. Sie war sofort gefesselt von der Mischung aus moderner Medizin und emotionsgeladener Romantik und beschloss selber einen Ärzteroman zu schreiben. 1998 wurde schließlich 'War alles Lüge, Dr. Matthew?' veröffentlicht. Seither hat Jennifer Taylor 40 Medical Romances geschrieben, aber sie verspricht, dass sie noch viele Geschichten im Kopf hat, die nur darauf warten, erzählt zu werden. Jennifer Taylor lebt in einem kleinen Dorf im wunderschönen Nordwesten von England. Ihre Familie ist inzwischen erwachsen und sie und ihr Mann nutzen die Zeit, um Reisen zu unternehmen. Zu Hause verbringen sie Zeit im Garten, gehen mit ihrem Hund 'Toby' spazieren oder genießen es einfach, nach einem netten Essen mit Freunden am Tisch zu sitzen und sich zu unterhalten.
Taylor / McArthur / Roberts Julia Ärzte Spezial Band 2 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Elizabeth Campbells Hände zitterten, als sie nach dem Telefonhörer griff. In wenigen Sekunden würde sie ihr Versprechen brechen! Nicht irgendein Versprechen, sondern das feierlichste Versprechen, das sie jemals in ihrem Leben gegeben hatte! Vor sieben Jahren hatte sie ihrer Schwester Claire schwören müssen, dass sie niemals versuchen würde, mit Adam Knight in Kontakt zu treten! Mit gemischten Gefühlen hatte sie damals Claires Wunsch erfüllt und ihr Wort gehalten.

Bis heute. Bis jetzt.

Ihre meergrünen Augen verdunkelten sich, als sie begann, die Nummer zu wählen. Es war nicht einfach gewesen, ihn ausfindig zu machen. Adam Knight schien wie vom Erdboden verschluckt! Resigniert hatte sie die Suche einstellen wollen, als ihr gestern Abend der Zufall zu Hilfe kam. Sie hatte sich noch einmal in Claires alte Kalendernotizen vertieft und dabei seine damalige Telefonnummer entdeckt!

Beth machte sich keine Illusionen. Es war eher unwahrscheinlich, dass sie ihn nach all den Jahren unter der angegebenen Nummer erreichen würde, aber wie die Dinge standen, musste sie nach jedem Strohhalm greifen, der sich bot! Für Zimperlichkeiten war es zu spät …

Nachteilig war, dass sie fast nichts über Adam Knight wusste. Claire hatte ihr seinerzeit nur ein paar spärliche Informationen gegeben und ihn später nie mehr erwähnt. Beth wusste, dass sich die beiden in einer Londoner Klinik während ihrer Praktikumszeit begegnet waren.

Adam war nicht ihre große Liebe gewesen. Daran hatte Claire nie Zweifel gelassen. Nach einer kurzen Affäre hatten sich ihre Wege wieder getrennt. Ein paar Monate später hatte sie ihm einen Brief geschrieben, auf den nie eine Antwort erfolgt war.

Beth stockte der Atem, als die Verbindung hergestellt und das Telefon zu läuten begann. Plötzlich überfielen sie heftige Zweifel. Konnte sie Adam Knight um Hilfe bitten, sollte er tatsächlich den Hörer abnehmen? Hatte er nicht durch sein jahrelanges Schweigen sein Desinteresse klar und deutlich zum Ausdruck gebracht?

„Ja?“

Die Stimme war tief, männlich und sehr ungeduldig. Beth nahm allen Mut zusammen.

„Ich … ich … kann ich Adam Knight sprechen?“

„Am Apparat. Allerdings bin ich im Begriff, das Haus zu verlassen. Ich bin in großer Eile. Ich habe eine halbe Minute Zeit, Ihnen zuzuhören. Mehr nicht.“

„Oh … dann versuche ich es später noch einmal“, stammelte Beth verwirrt. Sie konnte immer noch nicht fassen, dass er tatsächlich am Apparat war!

„Ein guter Vorschlag. Sollte ich nicht da sein, dann hinterlassen Sie Ihre Nummer auf dem Anrufbeantworter. Ich werde Sie gelegentlich zurückrufen. Auf Wiederhören.“

Er hatte aufgelegt, noch bevor sie etwas sagen konnte. Beth holte tief Luft. Was für ein Start! Sie runzelte nachdenklich die Stirn. Nicht sehr viel versprechend die Art und Weise, wie er sie abgefertigt hatte! Andererseits entsprach sein Verhalten dem, was sie erwartet hatte. Ein liebenswürdiger, entgegenkommender, aufgeschlossener Adam Knight hätte sie mehr verwundert!

Sie ging ins Schlafzimmer, um sich für die Arbeit fertig zu machen. Seit einem Monat war sie als Krankenschwester in der großen Hausarztpraxis von Dr. Wright in Winton beschäftigt. Sie liebte ihren neuen Job und war glücklich, dass sie die Stelle bekommen hatte. Sie hatte sich sofort nach Erscheinen der Anzeige darum beworben, um so rasch wie möglich ihren alten Arbeitsplatz, die kardiologische Abteilung der St. Jude Klinik, verlassen zu können. Mit dem neuen Job in Winton war auch eine Dienstwohnung über der Praxis verbunden, was in ihrer Situation von unschätzbarem Wert war. In der Stadt hätte sie sich allenfalls ein kleines Single-Apartment leisten können. Aber sie brauchte mehr Platz, ein gemütliches, geräumiges Zuhause, wenn Hannah kam …

Sie band ihr schulterlanges rotblondes Haar im Nacken zusammen und griff nach der Fotografie im Silberrahmen, die vor ihr auf der Frisierkommode stand.

Hannah! Das Bild ihrer Nichte war vor einem Jahr aufgenommen worden. Ein glückliches, strahlendes Mädchen lächelte ihr entgegen, das stolz sein neues blaues Kleid mit den gelben Blümchen vorführte! Ihr zartes Gesicht mit den großen blauen Augen war umrahmt von einer dichten dunklen Lockenpracht.

Seufzend stellte Beth das Bild zurück an seinen Platz. Es tat weh, das Foto der strahlenden Hannah zu betrachten, das so wenig mit der Realität von heute zu tun hatte. Aber es half ihr auch, sie in ihrem Entschluss zu bestärken, mit Adam Knight in Verbindung zu bleiben. Sie würde ihn nach der Arbeit wieder anrufen. Diesmal würde sie sich nicht abspeisen lassen, sondern dafür sorgen, dass er sich anhörte, was sie ihm mitzuteilen hatte!

Mit diesem Vorsatz verließ Beth ihre Wohnung und lief die Treppen hinunter in die Praxis. Es war kurz vor acht, und Christopher Andrews, der Juniorpartner von Dr. Wright, saß schon an seinem Schreibtisch. Beth wunderte sich nicht darüber. In der vergangenen Woche hatte es in der Praxis einen ernsten Zwischenfall gegeben. Jonathan Wright war notfallmäßig in die Klinik eingeliefert worden, wo er sich einer lebensrettenden Bypassoperation unterziehen musste. Der Vorfall war für alle ein Schock gewesen. Niemand hatte geahnt, dass Jonathan leidend sein könnte. Er war stets gut gelaunt, tatkräftig, belastbar, ein engagierter Arzt, dem nichts zu viel schien.

„Guten Morgen, Chris! Haben Sie Neuigkeiten von Jonathan?“, fragte Beth.

Chris war Ende Dreißig und nach Aussagen von Eileen Marshall, der Praxissekretärin, mit seinem Beruf verheiratet. Zum ersten Mal fiel Beth auf, wie blass und müde er an diesem Morgen aussah.

„Laut Klinik den Umständen entsprechend“, sagte Chris achselzuckend. „Wir wissen beide, was das heißt, nicht wahr?“

Beth nickte. „Alles und nichts. Ich habe selbst auf der kardiologischen Station gearbeitet und diesen Satz oft benutzt. Er ist unverfänglich und nach allen Seiten offen, nicht wahr?“

„So ist es!“ Chris sah auf. „Es kommt mir vor, als ob Sie schon immer zu unserem Team gehört haben, Beth“, bemerkte er. „Sie haben sich problemlos eingefügt und machen Ihre Sache sehr gut. Das hat Jonathan noch letzte Woche zu mir gesagt. Vermissen Sie manchmal Ihren alten Arbeitsplatz?“

„Überhaupt nicht! Auch ich fühle mich in der Winton-Praxis wie zu Hause, obwohl ich erst vier Wochen hier bin. Hoffentlich kommt Dr. Wright wieder auf die Beine!“

Chris nickte sorgenvoll. „Das hoffen wir alle. Aber wir müssen mit Monaten rechnen. Wenn überhaupt …“

„Werden wir einen Vertreter bekommen?“

„Auf jeden Fall! Allein kann ich das nicht schaffen! Dafür ist die Praxis zu groß.“ Er sah auf. „Mary hat schon Schritte unternommen und ihren Neffen gebeten, für seinen Onkel einzuspringen. Er soll bereits unterwegs sein.“

„Jonathan und Mary haben einen Neffen, der Arzt ist? Das trifft sich gut, nicht wahr?“

„Ja, er war bis jetzt im Ausland, hat in Ruanda und Indien für die Weltgesundheitsorganisation gearbeitet. Ich habe ihn flüchtig kennen gelernt, als ich hier anfing. Damals war er auf Heimaturlaub. Ein sympathischer Typ, seinem Onkel sehr ähnlich. Belastbar, tüchtig und engagiert.“

„Das glaube ich sofort! Wer sich für die Dritte Welt einsetzt, muss harte Bedingungen auf sich nehmen.“

„Absolut! Es wird eine große Umstellung für ihn sein. Aber auch bei uns gibt es genug zu tun!“ Chris fuhr sich über die Augen. „Ich zähle die Stunden bis zu seinem Eintreffen. Die Praxis könnte gut drei Ärzte beschäftigen, ohne dass Langeweile aufkäme, hab ich recht?“

Er hatte recht! Als die Sprechstunde begann, war das Wartezimmer bis auf den letzten Platz besetzt, sodass Eileen noch ein paar Ersatzstühle aufstellen musste.

An diesem Vormittag kam Beth nicht mehr zum Nachdenken. Ein Patient folgte dem nächsten. Da war der dreizehnjährige zuckerkranke Junge, der an einem Schulungsprogramm für Diabetiker teilnahm und nun mit ihrer Hilfe lernte, sich die lebensnotwendigen Insulinspritzen selbst zu geben. Auch der alte Mr. Kent, der seit Wochen mit einem offenen Bein kämpfte, musste täglich begutachtet und frisch verbunden werden. Hinzu kamen die vielen Patienten, für die Chris Blutabnahmen, Gewichts- und Blutdruckkontrollen verordnet hatte. Kurzum, über Langeweile konnte Beth nicht klagen!

Sie wollte sich gerade einen Kaffee gönnen, als Eileen sie bat, sich um das weinende Kind zu kümmern, das gerade mit einem blutenden Knie von seiner Großmutter in die Praxis gebracht worden war.

„Was ist passiert?“, fragte sie auf dem Weg in ihr Zimmer.

Mrs. Thomas machte ein unglückliches, besorgtes Gesicht. „Ich war mit Michael im Park. Plötzlich rannte er los, stolperte und fiel hin. Auf den Kiesweg. Er hat sich das rechte Knie aufgeschlagen. Ich habe mir die Wunde angesehen und viele kleine Steinchen entdeckt. Das ist der Grund, warum ich in die Praxis gekommen bin. Die Wunde ist tiefer, als ich dachte, und ich traue mir nicht zu, die Steinchen selber zu entfernen.“

Beth nickte verständnisvoll, hob den Jungen hoch und setzte ihn auf die Untersuchungsliege. „Ich weiß, dass es wehtut, Michael, aber du brauchst keine Angst zu haben. Ich werde dein Knie säubern, und nachher bekommst du einen schönen dicken Verband!“

Der kleine Junge hörte auf zu weinen. Er sah Beth mit großen Augen an. Dann nickte er zustimmend. Seine Großmutter lächelte erleichtert. „Ich habe ihn nur eine Sekunde aus den Augen gelassen“, erklärte sie schuldbewusst.

...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.