E-Book, Deutsch, 240 Seiten
Tepperwein Der Tepperwein Gesundheits-Kompass
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7494-9540-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Ratgeber für ein rundum gesundes und zufriedenes Leben
E-Book, Deutsch, 240 Seiten
ISBN: 978-3-7494-9540-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Gesundheit ist unser höchstes Gut und das sollten wir hegen und pflegen, um es zu bewahren. In diesem Ratgeber gibt Kurt Tepperwein dem Leser selbst erprobte, wertvolle Tipps weiter, die für Wohlbefinden und Vitalität sorgen. Nicht nur der Körper braucht Zuwendung: Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit. Wer das erkennt,kann auf allen Ebenen im Einklang sein. In einem Gesundheits-ABC finden Sie praktischen Tipps zum Thema Bewegung, Entgiften und Fasten, Schönheit, Ernährung und vieles mehr. Humor und Leichtigkeit begleiten diesen Ratgeber, der durch seine Einfachheit besticht und die Lust erweckt, das Gelesene umgehend in sein Leben zu integrieren. ---Wer zu seiner Mitte zurückfindet, wird sich in seiner Haut wohler fühlen und zufriedener, entspannter und ausgelassener sein.---
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Bewegung einmal anders
(oder Fitness für Faule und Vielbeschäftigte)
Nur dreißig Minuten täglich reichen aus, um den Körper in Schuss zu halten. Auch Sie wissen, dass Bewegung für den Körper gut ist. Doch der »Bewegungsdruck« kann schnell mal in Frust und Ablehnung ausarten, wenn man wenig Freizeit zur Verfügung hat, wenn man einfach noch nicht das Richtige für sich gefunden hat oder wenn man so gar keine Lust hat, den Körper in Schwung zu bringen. Was optimal zu einem passt, ist gar nicht so einfach herauszufinden, denn man würde ja ..., wenn da nicht das Wetter wäre, der Sport, der einem Spaß machen würde, nicht so kostspielig und nicht noch Wichtigeres zu tun wäre. Weil ..., , überhaupt ... und aber ...
Wer regelmäßig spazieren geht und nicht so sportbegeistert ist, macht ja etwas für seine Gesundheit. In der Natur umherzulaufen, ist natürlich immer schöner und angenehmer, als unnatürliche Bewegungen in einem Fitnessstudio zu praktizieren und dabei die Fototapete mit Palmen anzustarren.
Wenn Sie bereits eine Sportart ausüben, dann wissen Sie sicher das Notwendigste darüber und wir möchten Sie hier auch nicht damit langweilen, unzählige Sportarten aufzuzählen, an denen Sie wahrscheinlich gar keinen Gefallen finden werden. Ob Sie nun gerne Rad fahren oder joggen, schwimmen oder Ski fahren, jede Sportart hat durchaus ihren Reiz und trägt, gezielt und bewusst angewandt, zur Gesundheit bei. Was aber tun, wenn einem weder diese noch weitere Sportarten Freude bereiten? Vielleicht greift man dann gerne auf Sprüche zurück wie »Sport ist Mord«, oder wie der englische Staatsmann Winston Churchill einst sagte, als man ihn nach dem Rezept für ein langes Leben fragte: »No sports!« Wobei das aber nicht ganz richtig ist, denn Sir Winston Churchill bezog seine Aussage ausschließlich auf Mannschaftssportarten, die wettkampforientiert waren. Er war keineswegs grundsätzlich gegen Sport und alle, die sich diesen Satz zum Leitsatz gemacht haben, können jetzt, nach dieser Erklärung, auch nicht mehr wirklich darauf zurückgreifen.
Jüngere Menschen haben oft den Drang, sich »auszupowern«, wenn sie durch Schule/ Ausbildung/ Arbeit in ihrer Beweglichkeit einschränkt sind. Das lässt bei den meisten aber mit jedem Jahr mehr, doch rapide nach und Sport beschränkt sich dann oft nur noch darauf, Sport im Fernsehen zu sehen. Leistungssport ist jedoch kein Vorbild, denn einseitiges und zu intensives, oft unnatürliches Training schadet dem Körper und, nicht zu vergessen, die Verletzungsanfälligkeit ist enorm. Bleibende Schäden sind durchaus kein Einzelfall. Außerdem reduziert Hochleistungssport die Leistungsfähigkeit der Körperabwehr und das bedeutet eine höhere Anfälligkeit für Krankheiten.
Räkeln und strecken Sie sich doch mehrmals am Tag. Abschauen können Sie das bei Katzen, denn die haben die Angewohnheit oder besser gesagt den Urinstinkt, sich ständig zu räkeln und zu strecken. Ihr ungewolltes Fitnessprogramm erstreckt sich nach allen Richtungen, und das mehrmals am Tag. Dieses Strecken, das wir nach längerem Liegen oft unbewusst tun, sieht zwar easy aus, doch es ist kaum zu glauben, welche enorme Wirkung es hat. Nehmen wir einmal an, Sie würden sich bei jeder Gelegenheit strecken. Es könnte gut sein, dass man Sie etwas fragend ansehen würde, doch das Ergebnis könnte sich sehen lassen. Das Verlangen, sich zu strecken, hat der Mensch unterdrückt, aber die Katze genießt es in vollen Zügen und deswegen ist es dort auch effektiv. Es ist ein natürliches Verhalten, das einfach geschieht. Der Mensch hingegen, der um dieses Wissen weiß, streckt sich, weil es ihm sein Kopf sagt, und dadurch entsteht eine komplett unnatürliche Bewegung. Instinktiv Muskelgruppen anzuspannen, ist _ vom Bewegungsablauf zwar dasselbe, wie seine Muskeln gezielt anzuspannen, von der Wirkung her ist das aber absolut nicht dasselbe. Gekünsteltes kann nie mit Natürlichem gleichziehen. Ein Bild von Schiele kann so kopiert sein, dass es beinahe nicht auffällt, und doch liegen beim Verkaufspreis Welten dazwischen.
Schon als Kinder wurden wir dazu aufgefordert, still zu sitzen. Schon dort wurde ein natürlicher Drang unterdrückt, bis er eines Tages abgestorben ist. Erwecken wir diesen Drang wieder und beginnen wir, uns nach Lust und Laune zu strecken, vielleicht beginnen Sie dort, wo Sie für sich sein können. Menschen, die viel Zeit mit sich verbringen, werden sich hier leichttun.
E.A. Müller vom Max-Planck-Institut entdeckte 1950, dass, wenn man alle Muskeln gleichzeitig anspannen würde, neunzig Sekunden am Tag ausreichen würden, um nicht an Muskelmasse zu verlieren. Experten sagen heute, dass unsere Muskeln in Form bleiben, wenn wir sie neunzig Sekunden am Tag anspannen würden. Wenn wir also zum Beispiel dreimal am Tag für dreißig Sekunden oder sechsmal am Tag für fünfzehn Sekunden unsere Muskeln anspannen, dann ist zumindest das Pensum erfüllt, um nicht an Muskelkraft zu verlieren. Und sechsmal für fünfzehn Sekunden ist doch eher gemacht als einmalig neunzig Sekunden.
Welche Stellung Sie auch immer gerade eingenommen haben, kosten Sie diese aus, indem Sie sich einer Streckdehnung hingeben und sie so lange wie möglich halten. Aber immer schön natürlich bleiben! Es ist nicht anstrengend, tut nicht weh und benötigt kein kompliziertes Fitnessgerät. Wenn Sie das einen Tag lang durchziehen und nicht der große Sportler sind, werden Sie sehen, dass sogar ein leichter Muskelkater die Folge sein kann. Sitzen Sie am Schreibtisch, dann strecken Sie, so weit Sie können, ab und zu Ihre Hände in die Höhe. Dehnen Sie sich nach links und nach rechts und fühlen Sie sich dabei so richtig entspannt und rundum wohl. Strecken Sie sich immer und überall, jederzeit. Denken Sie nicht daran, sich zu strecken, tun Sie es einfach. Nach dem Aufwachen, wenn Sie sich bücken, um etwas aufzuheben, beim Aussteigen aus dem Auto oder dem Bus oder nach jeder Mahlzeit. Verlängern Sie jede Couchbewegung ins Unendliche und tun Sie es nicht nur für mehr Geschmeidigkeit, Entspanntheit und Körperbewusstsein im Leben, sondern einfach, weil Ihnen danach ist.
Diese neunzig Sekunden sind gut investiert, um sich genussvoll und ungeniert zu strecken, denn wenn Sie eine Woche »gar nichts tun«, verlieren Sie dreißig Prozent der Muskelmasse. Machen Sie es den Katzen nach und widmen Sie sich dieser sehr aufwandarmen »Leichtfitness«, die zwar noch nicht als Sport bezeichnet werden kann, aber durchaus Wirkungen hat, die man zumindest kennen sollte, wenn das Wort Bewegung in einem unangenehme Gefühle auslöst.
Wenn Katzen-Yoga mit Strecken und Räkeln verbunden wird, dann kann man das Wort zumindest einordnen. Aber was bitte ist Katzen-Twist? Haben Sie schon einmal eine Katze tanzen gesehen? Nein? Ich auch nicht - so direkt. Doch Katzen haben eine wunderbare Angewohnheit, plötzlich wie wild durch die Wohnung zu springen. Man könnte meinen, sie wurden von einer Biene gestochen, und etwas erstaunt über diesen plötzlichen »Ausbruch« findet man es vielleicht doch etwas verrückt. Auch Kinder springen plötzlich umher, von einen Bein auf das andere, und machen oft ganz seltsame Bewegungen. Ja, es mag etwas eigen aussehen, wenn Sie im Kaufhaus plötzlich wie ein wildgewordenes Huhn zwischen den Regalen umherspringen, doch seien Sie einmal ganz ehrlich, ist Ihnen nicht auch manchmal danach, Ihre Freude auch körperlich auszudrücken? Wenn man so richtig fröhlich ist, was wäre es, einfach laut zu jubeln und zu jauchzen, Luftsprünge zu machen und einfach nur ausgelassen zu sein?
Ertappen Sie sich auch dabei, dass Sie sich zuerst umsehen, bevor Sie jemanden umarmen oder wenn Sie irgendetwas tun möchten, wonach Ihnen plötzlich ist, und dabei die ganze Spontanität flöten geht? Sie müssen ja nicht gleich mit dem nächstbesten Passanten auf der Straße einen Walzer tanzen, doch zugegeben, die Vorstellung hat schon ihren Reiz. Mit Katzen-Twist ist also nichts anderes gemeint, als öfter mal seinen Emotionen freien Lauf zu lassen und einfach das zu tun, was einem so in den Sinn kommt und wozu es einen übermannt. Das kann auch Schmerz oder Kummer sein, der durch einen Heulausbruch über Sie kommt und sich durch Tränen befreit. Emotionen unterdrücken, ja, das können wir alle sehr gut und das wurde uns ja auch immer wieder vermittelt. Erlauben Sie sich einfach hier und da mal, das zu tun, wonach Ihnen ist, und wenn Sie sich dabei unwohl fühlen, dann setzen Sie sich ins Auto und drehen Sie die Musik auf, dann wird auch lautes Schreien Ihr Geheimnis bleiben.
Verbinden Sie den Lauf durch den Wald doch einmal mit:
- Kräuterkunde
- Geräusche raten
- Baum- und Pflanzenwissen-Test etc. (eventuell Buch mitnehmen)
- Fotografieren Sie »die schönste Vielfalt« der Welt: Mutter...




