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Thacker | Drei Kids und ein Daddy zum Heiraten | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Bianca

Thacker Drei Kids und ein Daddy zum Heiraten


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7337-3067-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-7337-3067-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Diese Kids brauchen einen Daddy.' Der Arzt Riley McCabe glaubt an einen Scherz seiner Kollegin Amanda, als kurz vor Weihnachten drei süße Kids für ihn im Krankenhaus abgegeben werden. Zum Spaß macht er Amanda einen Heiratsantrag, schließlich brauchen die Kids auch eine Mommy! Doch statt dem Spiel ein Ende zu machen, trumpft Amanda auf und sagt Ja. Ehe Riley sich versieht, singt er nicht nur Wiegenlieder am Weihnachtsbaum. Überraschend spürt er auch das unwiderstehliche Verlangen, Amanda unterm Mistelzweig in seine Arme zu ziehen. Dabei war doch alles nur ein Scherz, oder?



Cathy Gillen Thacker ist eine Vollzeit-Ehefrau, - Mutter und - Autorin, die mit dem Schreiben für ihr eigenes Amusement angefangen hat, als sie Mutterschaftszeit hatte. Zwanzig Jahre und mehr als 50 veröffentlichte Romane später ist sie bekannt für ihre humorvollen romantischen Themen und warme Familiengeschichten. Wenn sie schreibt, ist ihr größter Wunsch zu unterhalten und mit ihren Worten aufzubauen. 'Menschen den Mut und die Kraft zu geben, zu träumen.' Ihre Bücher erscheinen zahlreich auf Bestseller - Listen und sind in 17 Sprachen übersetzt und in 35 Ländern in der ganzen Welt veröffentlicht.

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1. KAPITEL

Amanda Witherspoon hatte bereits gehört, dass Riley McCabe ins texanische Laramie zurückgekehrt war, um dort eine Stelle im städtischen Krankenhaus anzutreten. Mit eigenen Augen sah sie den gut aussehenden Familienarzt jedoch erst Freitagnachmittag, als er in den Personalraum der Abteilung für Kindermedizin gestürmt kam.

Vierzehn Jahre waren seit ihrer letzten Begegnung vergangen, doch Rileys Wirkung auf sie war noch immer dieselbe. Ein einziger Blick in seine hypnotischen bernsteinfarbenen Augen genügte, um ihren Puls zum Rasen zu bringen und ihre Gefühle in schwindelerregende Höhen zu katapultieren.

Schon bei seinem Weggang auf das College war er eins dreiundachtzig gewesen – seitdem war er sogar noch gewachsen.

Damals hatten seine sonnengebleichten hellbraunen Haare in alle Richtungen abgestanden. Jetzt hatte er eine kultiviertere Frisur, ordentlich nach links gescheitelt und lässig zur Seite gekämmt. Sein schlanker Körper kam in dem Hemd, dem Sweater mit V-Ausschnitt und den Jeans bestens zur Geltung. Stramm, gesund – und zum Niederknien sexy.

Mit jeder Faser ein erwachsener Mann, der genau wusste, wer er war und was er vom Leben zu erwarten hatte. Außerdem war er einer, mit dem man sich ungerne anlegte.

Die Festtagsmusik aus den Lautsprechern und der Weihnachtsbaum in der Ecke verstärkten Amandas Gefühl, einen wahr gewordenen Traum zu erleben.

Hätte sie es nicht besser gewusst, sie hätte Riley McCabes Rückkehr in ihr Leben für das beste aller denkbaren Weihnachtsgeschenke gehalten. Dazu bestimmt, ihr immer langweiligeres und unbefriedigenderes Leben aufregender zu gestalten. Derartige Dinge passierten Amanda jedoch nie.

„Nimm bitte zur Kenntnis, dass ich nicht lache“, knurrte Riley McCabe, während er Amanda so nahe kam, dass sie den Duft seiner Seife und die kühle Frische seines Rasierwassers riechen konnte.

„Nimm zur Kenntnis: Ich auch nicht“, gab Amanda trocken zurück. Dabei fragte sie sich, was der als raffinierter Witzbold berüchtigte Mann nun wieder im Schilde führte.

Er reckte sein attraktives Kinn kampfeslustig nach vorne und hob tadelnd die dichten, glatten Augenbrauen. „Ich dachte, wir hätten das hinter uns gelassen.“

„Was hinter uns gelassen?“, fragte sie, bemüht darum, nicht zu krächzen, was mit ihrer trockenen Kehle nahezu unmöglich war.

„Die dummen Streiche! Aber du konntest es einfach nicht lassen, nicht wahr?“

Amanda ließ das Sandwich, von dem sie noch keinen einzigen Bissen genommen hatte, sinken und nahm einen großen Schluck aus ihrer Diät-Limo. „Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wovon du sprichst“, entgegnete sie kühl.

War das nur der Beginn eines seiner üblichen Tricks, mit dem er ihre Aufmerksamkeit erregen wollte?

„Ach nein?“, gab er herausfordernd zurück.

Und wieder spürte sie ein leichtes Misstrauen in sich aufsteigen. Amanda fand, dass ihm seine Körpergröße in diesem Moment einen ungerecht großen Vorteil verschaffte. Deshalb schob sie ihren Stuhl zurück und richtete sich langsam auf.

Eindringlich wurde ihr bewusst, dass er sie noch immer um gut fünfzehn Zentimeter überragte – jeder einzelne davon war so männlich und verwegen wie seine attraktiven Lippen. „Ich dachte, dass du deine Stelle erst am zweiten Januar antrittst.“ Sie sprach deutlich gelassener als sie sich fühlte.

Riley stand jetzt genau vor ihr, die Arme vor der Brust verschränkt, jede Faser seines Körpers gespannt und bereit zum Gefecht. „Das stimmt nicht.“

„Aha?“ Sie ignorierte den scharfen Blick aus seinen braunen, von langen Wimpern umrahmten Augen, die sie um den Verstand zu bringen drohten. „Wie kann ich dir denn einen Streich spielen, wenn ich nicht einmal weiß, dass du schon da bist?“

„Weil du wusstest, dass ich heute anfange, mein Büro einzurichten.“

Amanda holte tief Luft, hob den Kopf und funkelte Riley an. „Das wusste ich ganz bestimmt nicht!“

Hätte sie allerdings gewusst, dass er mit seinen Sticheleien genau da weitermachen wollte, wo sie vor Jahren aufgehört hatten, dann hätte sie einen Streich durchaus in Erwägung gezogen. Das einzige, das sie diesem ruchlosen Missetäter nie überlassen würde, war ein wie auch immer gearteter Sieg.

Riley beugte sich noch etwas weiter vor und kam ihr dabei so nahe, dass sie sich hätten küssen können. „Hör zu, Amanda, und zwar genau: Du kannst gerne das Unschuldslamm spielen, aber bei mir beißt du damit auf Granit. Und zwar genauso“, warnte er noch eindringlicher, „wie mit deinem jüngsten Streich.“

Amanda sah ihn herausfordernd an. „Ich sage es noch ein einziges Mal“, sagte sie, als würde sie sich mit dem Dorftrottel unterhalten. „Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst. Doktor McCabe. Entschuldige mich nun bitte. Ich habe nur eine Dreiviertelstunde Pause und würde jetzt gerne zu Mittag essen.“

Riley sah sie provozierend an, was ihr Misstrauen nur verstärkte. „Ich lass dich nur allzu gerne in Ruhe, sobald du sie abgeholt hast.“

Amanda blinzelte, verwirrter denn je. „Wen ‚sie‘?“

Riley ging zur Tür und riss sie auf.

Und dahinter erwartete sie die Überraschung ihres Lebens.

Hätte Riley dem erstaunten, verständnislosen Blick seiner ehemaligen Gegenspielerin geglaubt, dann hätte er angenommen, dass Amanda Witherspoon wirklich nichts mit dem Tumult unten in der Lobby des Krankenhauses zu tun hatte.

Doch vier Jahre High-School-Rivalität hatten ihn gelehrt, dass niemand einen solchen Streich besser planen und ausführen konnte als diese attraktive Frau, die ihm gerade gegenüberstand.

Amanda starrte auf den Drillings-Kinderwagen, der gerade von zwei ehrenamtlichen Helfern im Collegealter geschoben wurde. Bei den beiden handelte es sich um Rileys einundzwanzigjährige Schwester Laurel und ihre Freundin, die angehende Medizinstudentin Micki Evans.

Amandas Blick wanderte zu den drei festlich gekleideten Kindern. „Das sind keine Patienten, nehme ich an.“

Riley schenkte den drei Kindern ein beruhigendes Lächeln. Er hatte keine Ahnung, wem sie gehörten. Allerdings waren sie zuckersüß. Der Säugling – Cory – hatte kurze dunkle Haare und neugierige Augen, die so dunkelblau waren, dass sie mit Sicherheit irgendwann braun werden würden.

Amber, das Kleinkind, war so gut wie kahl. Ihre dünnen blonden Haare bedeckten ihren Kopf nur notdürftig. Dafür hatte sie ein ansteckendes Lächeln und ein sonniges, unbekümmertes Gemüt.

Chloe, die Vorschülerin, besaß eine wild gelockte, hellbraune Mähne, die ihr bis auf die Schultern fiel, und hellblaue Augen, die sogar noch schelmischer blitzten als die von Riley zu dessen Glanzzeiten.

Um herauszufinden, was hier vorging, hatte Riley versucht, mit ihnen zu sprechen – leider ohne Erfolg.

Das Baby gluckste nur. Das Kleinkind brabbelte zufrieden aber unverständlich vor sich hin. Und die Vorschülerin schwieg so beharrlich, als sei das Ganze ein Spiel, für das Riley allerdings keine Nerven hatte.

Missmutig wandte er sich wieder Amanda zu. Er konnte durchaus verstehen, dass sie ihre alte Rivalität wieder aufwärmen wollte. Auch wenn sie für solchen Schabernack schon etwas zu alt waren.

Rileys Leben war nie aufregender gewesen als damals, als sie die Geduld und das Können des anderen regelmäßig auf die Probe gestellt hatten.

Dieser Streich war für seine Begriffe jedoch weit von einem akzeptablen Verhalten entfernt. Und er war fest entschlossen, Amanda Witherspoon das wissen zu lassen.

„Laurel und ich haben sie vor einem der Eingänge gefunden, als wir heute Morgen zum Dienst erschienen sind“, piepste Micki Evans.

„Am Kinderwagen klebte ein Umschlag, der an Riley adressiert war“, fügte Rileys jüngere Schwester Laurel hastig hinzu. „Und nur um das klarzustellen: Ich glaube nicht, dass du etwas damit zu tun hast, Amanda.“

„Danke“, gab Amanda zurück.

„Ich aber schon“, schimpfte Riley. Und es machte ihn stinkwütend. Ganz egal, wie attraktiv Amanda Witherspoon über die Jahre geworden war. Oder wie bezaubernd sexy sie in ihrer hellblauen Schwesterntracht aussah. Mit den lässig zu einem Pferdeschwanz gebundenen Haaren und den vereinzelten helleren Strähnen, die ihr Gesicht umrahmten, wirkte sie wie die Unschuld vom Lande.

Doch Riley wusste es besser. In ihren großen türkisfarbenen Augen blitzte ein Feuer und eine Verwegenheit, die ihn davor warnten, auf ihre weichen, weiblichen Lippen, ihr stolzes Kinn und die kecke, ebenmäßige Nase hereinzufallen.

Das Leuchten ihrer hellen Haut schien von innen zu kommen und ihre blassen Wangen nahmen eine rosige Farbe an. All das hieß jedoch nicht, dass man ihr auch nur das geringste Vertrauen entgegenbringen konnte. Nicht, wenn es dabei um ihn ging.

Und genau deshalb hatte Riley sich geschworen, sich von ihren mittlerweile üppigen Rundungen, der beneidenswert schlanken Taille und den verführerisch geschwungenen Hüften nicht ablenken zu lassen. Ganz zu schweigen von ihren geschmeidig eleganten Bewegungen. Auch durfte er nicht darüber nachdenken, ob ihre nun von einer Hose verborgenen Beine noch immer so muskulös und sexy waren wie in seiner Erinnerung.

Er war nicht hier, um sie anzumachen, sondern um sie zu tadeln.

Auch wenn sie nicht aussah, als wolle sie ihre Tat gestehen.

„Kann ich den Zettel mal sehen?“

Neugierig, wie dieser Streich wohl weitergehen würde, verzog Riley grimmig die...



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