THE INNER UNIVERSE LTD | Destination Ego | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 258 Seiten

THE INNER UNIVERSE LTD Destination Ego

Von einer außergewöhnlichen Reise in eine unbekannt-vertraute Welt
1. Auflage 2022
ISBN: 978-1-7399292-3-7
Verlag: THEINNERUNIVERSE LTD
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Von einer außergewöhnlichen Reise in eine unbekannt-vertraute Welt

E-Book, Deutsch, 258 Seiten

ISBN: 978-1-7399292-3-7
Verlag: THEINNERUNIVERSE LTD
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Tom ist Mitte 30 und hasst Yoga. Sein spirituelles Interesse breitet sich in analytisch-intellektuellen Gesprächen aus. Ein Freund argumentiert ihn daher in einen Workshop hinein, bei dem es um Gefühle geht. Dort lernt er Manú kennen, die ihn mit ihrer offenherzigen, witzigen Art herausfordert, sich emotional und intellektuell zu zeigen. Gibt es so etwas wie spirituelle Energie? Und, wenn ja, ist das auch Strom? Im besonderen Maße beschäftigt sie die Frage: Ist das Ego ein Etwas, das mein ganzes Drama alleine inszeniert? Diese Frage fordert von Tom, eine weitreichende Entscheidung zu treffen. Doch was hat Manú damit zu tun? Toms Welt scheint stillzustehen, als er dem Unmöglichen begegnet. Was sind das für Wesen, so fremd-vertraut, die es gar nicht geben kann? Und doch begegnen sie ihnen auf ihrer Reise. Bald schon häufen sich die Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Was ist da los und warum kann nur Tom die Dinge geraderücken?

Tom Millar (36) ist Berater für professionelles Hotelmanagement, Dozent und Kontrolleur für die Hotelklassifizierung in Deutschland. Er lebt in Berlin, wo er sein Interesse an Spiritualität vertiefen konnte. Seine Reisen in Asien führten Tom auch nach Thailand, wo er Aspekte der buddhistischen Lehre und verschiedene Meditationstechniken kennenlernte. Gleichzeitig ist er skeptisch, wenn es um das Konzept Yoga geht, wie es in der westlichen Welt in Erscheinung tritt. Das Schreiben ist durch Zufall in Toms Leben gekommen. Er hat sich darüber zuvor nie Gedanken gemacht. Doch verschiedene Umstände haben dies geändert und er nahm einfach mal einen Stift in die Hand und begann, etwas zu Papier zu bringen. Schnell war klar, sich mit Kommunikationstechniken auszukennen hilft wenig, wenn es um das Erzählen einer Geschichte geht. Eine Herausforderung. Umso dankbarer ist er mit Dirk einen hilfreichen Mitstreiter für sein erstes Buch - Destination Ego - gefunden zu haben. So sprang er ins kalte Wasser, denn es fühlte sich so an, dass es wertvoll ist, diese Geschichte zu erzählen.
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Zielgruppe


Zielgruppen: Spirituell und an Selbstentwicklung interessierte LeserInnen

Das Buch ist für Menschen geschrieben, die sich selbst besser verstehen lernen wollen. Sie sind offenherzig für heiter-analytische Gedankenspiele zur menschlichen Psyche und bereit, dafür in eine phantastisch anmutende Welt abzutauchen. Unsere Leser sind zwischen 20 und 55 Jahre alt, Single oder leben in einer Paarbeziehung ohne Kinder. Sie interessieren sich für spirituelle Themen und praktizieren eine Form von Balance-Übung (Yoga, Meditation, Chi Gong). Überwiegend akademisch gebildet, an Nachhaltigkeit und teilweise an bewusster Ernährung interessiert, besuchen sie Workshops zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und Achtsamkeit. Sie lesen oder hören Bücher und Podcasts, lieben Natur, leben jedoch in der Stadt. Große Offenheit und Interesse sehen wir vor allem bei jüngeren Menschen, die auf der Suche nach ihrem Weg sind.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vorwort

Teil I: (Ein)Blick ins Alltägliche

Kap. 1 Bevor alles begann
Kap. 2 Wie alles begann
Kap. 3 Energie hier und da
Kap. 4 Glaube, eine Brücke zur Erkenntnis

Kap. 5 Vom Ego zum Nichtwissen
Kap. 6 Traum Medi Geburtstag

Teil II: Inneres Universum – Eine unbekannt-vertraute Welt

Kap. 7 Offenbarung
Kap. 8 Wo bin ich und wenn ja – Warum?
Kap. 9 Als gäb’s kein Morgen
Kap. 10 Markttreiben
Kap. 11 Creative-Future-Talk

Kap. 12 Dicke Luft

Teil III: Ein Ende – Oder zwei

Kap. 13 Manú im Spiegel des Sees
Kap. 14 Auf ein Wort oder zwei
Kap. 15 Was hab ich zu verlieren?
Kap. 16 Die Veränderung zu sein
Kap. 17 Im Bad der Wandlung
Kap. 18 Und dann…?

Gedanken vom Autor
Anmerkungen
Der Autor und sein Co-Creator


WIE ALLES BEGANN


Ich schäle Karotten. In der kleinen Seminarküche herrscht reges Treiben, denn das Mittagessen soll in einer Dreiviertelstunde fertig sein. Vier Leute schnippeln, hacken und rühren in Töpfen – und kosten für den Feinschliff.

Unter anderem ist da eine pink-braune, in den Beinen weit ausfallende, meditationstaugliche Hose, die aufgrund der schnellen Bewegungen ihrer Besitzerin wild hin und her wippt. Dazu ein schokoladenbraunes Top, das keck unter dem T-Shirt hervorschaut. „It‘s never wrong to do the right thing”, steht auf dem Shirt. Drin steckt eine junge Frau, die auf höchst amüsante Weise das Treiben in der Küche kommentiert. Es ist nicht ganz auszumachen, ob sie zu sich selbst oder zur Küche spricht. Das animiert mich, immer wieder eine passende Bemerkung fallen zu lassen. Mit der Zeit entsteht daraus ein fast drehreifes Bühnenprogramm, wäre da nicht der Termindruck für die Mittagszeit, der uns hin und wieder zur Disziplin mahnt.

„Wollen Madam mir bitte die Gurke reichen?“

„Sehr wohl, Euer Durchlaucht.“

Es blödelt beschwingt vor sich hin.

Dann gibt es Mittagessen und nach einer kurzen Pause sind alle wieder im Seminarraum, bereit für die nächste Übung. Jeder sucht sich einen Partner. Bei mir ist es ein Walter. Wir beginnen, uns lautstark zu beschimpfen. Erst finde ich das noch lustig, doch nun beleidigt mich mein Gegenüber so sehr, dass in mir wirklich so etwas wie Wut aufkommt. Ich zwinge mich, auch meinerseits energischer zu reagieren, werde aber immer wieder von diesem peinlich–berührt–sein zurückgehalten. Auch finde ich es reichlich albern, hier völlig sinnlos durch die Gegend zu schreien. Mein Gegenüber scheint dafür gemacht zu sein, denn er steigert sich gerade in einen Wutrausch hinein, den ich mit meiner vergleichsweise milden Gegenwehr wohl noch anfeuere: „Findest du das etwa witzig, du Arschloch?“

Gerade will auch ich aufdrehen, denn das Arschloch hat gesessen, da stoppt uns der Seminarleiter und bittet um absolute Stille. Wir sollen diese Wutenergie nun im Tanz zum Ausdruck bringen. Ein Schauer läuft mir über den Rücken. Wirkliche Wut hab ich nun auf Erik, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass ich mich in dieser Lage befinde. Ich bewege mich irgendwie mechanisch und kämpfe gegen den Drang an, einfach zu verschwinden.

Die Frau aus der Kochküche geht voll ab. Unglaublich, das sieht auch noch gut aus. Ich möchte nicht wissen, was ich hier für eine Figur abgebe. Mein Schweißaustritt passt jedenfalls besser zu ihrem Tanz als zu meinem.

Erik würde das, was ich hier gerade erlebe, grenzerfahrend nennen, geht mir plötzlich durch den Kopf. So läuft das Seminar bereits seit gestern, hier am Rande der Alpen. Zwei Tage hab ich noch vor mir, aber jetzt bin ich erst einmal erleichtert, dass die Musik verstummt. Lange nicht mehr habe ich mich so auf eine 15-minütige Meditation gefreut. Wir sollen den empfundenen Gefühlen nachspüren und sie wertschätzen. Mir läuft in den ersten fünf Minuten noch spürbar der Schweiß am Körper runter, dann wird es ruhiger, ich auch.

Mein Blick wandert nach draußen. Der ehemalige Dreiseitenhof bietet Platz für Seminar- und Gästehaus, eine kleine Solawi-Gemüse-Landwirtschaft, eine Katze, 26 Hühner und sieben Laufenten, die alle nicht für die Schlachtung vorgesehen sind. Menschen gibt es natürlich auch. Zwölf Persönlichkeiten, die voller Motivation daran arbeiten, zusammen Klarheit und Menschlichkeit zu kultivieren. Das beeindruckt mich.

Ich erinnere mich an einen Besuch in dieser Gemeinschaft im vergangenen Jahr. Wie soll’s anders sein, Erik hat mir auch dort assistiert. Zumindest ist mir dadurch der Rahmen vertraut, in dem die gemeinsame Versorgung, offene Gespräche und eine sonst selten anzutreffende Wertschätzungskultur gang und gäbe sind. Ich fühle mich wohl in solchen Lebensrahmungen, bin zugleich skeptisch, wenn es um allzu abhängige Entscheidungsfindung geht und das persönliche Leben sehr vom gemeinschaftlichen Interesse bestimmt wird.

Im Seminarraum schließt sich gerade das Übungsfeld. Nachdem ich nun doch mehr als erwartet meine Wut gezeigt und damit wohl auch “meinen Ängsten schreiend Raum gegeben habe”, wie es in der Seminarleitersprache heißt, fühle ich mich jedenfalls gut, nein, sehr gut und freue mich auf das, was kommt.

All dies lässt mich am Ende des Tages reichlich erschöpft zurück und ich verspüre früh den Wunsch, mein budgetbedingtes Mehrbettzimmer aufzusuchen. Als ich die Treppe in die erste Etage des Gästehauses hinaufgehe, steht da die Frau aus der Küche.

„Na, fertig für die Schäfchen?“, fragt sie mich ganz unverhofft. Ich war gerade noch damit beschäftigt mir zu überlegen, was ich wohl sagen könnte.

„Auf jeden Fall. Und du?“

„Erst noch ein wenig lesen und runterkommen.“

In meinem Kopf arbeitet es noch um eine nächste Frage zu finden. Wo sie herkommt hat sie bei der Vorstellungsrunde nicht gesagt, oder?

„Dann gute Nacht. Schlaf gut.“ Sie schaut mich kurz an und verschwindet dann in einem der wenigen Einzelzimmer.

Wie heißt sie eigentlich? Hat sie schon andere Seminare dieser Art besucht? Von wem stammt der Spruch auf ihrem T-Shirt? Jetzt purzeln die Fragen nur so daher.

Das gleichmäßige Grunzen, das ich nun aus meinem Zimmer vernehme, bringt mich auf die Idee, meiner Waschtasche einen zweiten Besuch abzustatten. Mit Ohrstöpseln ausgestattet lädt die Welt der Träume mich dann auf eine abenteuerliche Reise ein.

Auch in den wenigen Einzelzimmern sind die Nächte kurz und die Träume intensiv, was mir die „Frau aus der Küche und von der Treppe” am nächsten Morgen bestätigt. Morgens um Punkt sieben Uhr sitzen wir alle wieder bei der Meditation zusammen. Anschließend Gymnastik, nach einigen Barfußrunden im taufrischen Gras geht es dann zum Frühstück.

Haferschleim nennt sich treffend die geschmacksneutrale zähfließende Masse auf meinem Teller. Buddha hat sein Leid bis zur Spitze getrieben, um Selbsterfahrungen zu machen. Jesus litt, und das nicht nur am Kreuz, sondern auch in ganz irdischen Lebenssituationen. Seltsame Gedanken an diesem Morgen, aber sie helfen mir irgendwie, den Haferschleim mit etwas Akzeptanz anzureichern und mich zum Ende des Frühstücks erneut auf den Seminartag zu freuen.

Wie ich später erfahre, liegen die Haferschleim-Empfindungen der „Frau aus der Küche und von der Treppe” - es wird Zeit, dass ich ihren Namen in Erfahrung bringe - an diesem Morgen nicht so weit weg von den meinen. Doch nun geht es direkt los mit dem Thema Traurigkeit und einer ersten Übung, bei der ich mein energetisches Zentrum in meiner Mitte ‚halten’ soll. Die Mitte befindet sich etwas unterhalb vom Bauchnabel, wie Joshua, der Seminarleiter, uns an seinem Sixpack kurz zeigt. Wir sollen uns einen Gegenstand vorstellen, der das energetische Zentrum repräsentiert. Ich wähle eine Mango.

Wenn einige der weiblichen Seminarteilnehmerinnen Bewunderung für diesen Sixpack zeigen, indem sie verträumt daher schauen, geben sie dann ihr ‚Zentrum‘ an den holden Jüngling ab? Wir sollen das nun paarweise üben, mit der Zentrumsverschiebung, damit wir das in Zukunft mitbekommen. Achim, meine nicht ganz freiwillige Partnerwahl, soll allen möglichen Quatsch machen und ich muss dabei aufpassen, dass mein Zentrum unterhalb vom Bauchnabel bleibt.

Mein Gegenüber albert ungeschickt vor mir herum. Das beeindruckt mich wenig und ich kann meine Aufmerksamkeit gut auf der Mango halten. Doch die Tatsache, dass sein Billigparfum den halben Raum erfüllt, schnürt mir den Hals zu und ich kann schon bald an nichts anderes mehr denken. Möglicherweise ist mir dabei mein ‚Zentrum‘ entwischt. Es liegt zumindest der Verdacht nahe, wenn ich Joshua richtig verstanden habe.

Die Pause kommt mir gelegen, ich gehe kurz nach draußen. Als ich zurückkomme, steht die „Frau aus der Küche und von der Treppe” am Eingang zum Seminarraum.

„Wie heißt du nochmal?“, frage ich und nehme einen großen Schluck aus dem vollen Wasserglas.

„Manú. Und du, Tom?“

Ich hole Luft und lasse sie mit einem Lachen rechtzeitig wieder raus, bevor ich ihr auf den Leim gehe. Allerdings hat dieser Überraschungsangriff meine weiteren Fragen weggespült, die ich mir schon zurechtgelegt hatte. „Hast du das mit dem Zentrum verstanden?“, frage ich nach einer gefühlten Ewigkeit.

„Ja.“

Dann geht es auch schon weiter mit dem Seminar und die anderen Teilnehmer drängen uns sanft in den Raum zurück. Ich trinke noch schnell das Wasser aus und setze mich.

„Lade deine Tränen ein“, beginnt Joshua mit sanft-melancholischer Stimme die Meditation. Es wird still und ich fange an zu schwitzen.

„Ein Kind, das lachend über die Wiese tanzt. Ist das dein Vater, der so glücklich schaut?“

Mucksmäuschenstill ist es in der Runde.

„Es ist die Liebe, die in dir wohnt, das Kinderlachen, folge ihm. Siehst du das Kind dort in der Wiese stehen? Geh hin und nimm es an die Hand.“

Neben mir nehme ich ein leises Schluchzen war. Ich atme tief ein und halte die Luft an, mein Herzschlag wird lauter. Auch wird das Sitzen unbequem und ich bekomme das Bild von meinem Vater nicht aus dem Kopf. Er...



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