E-Book, Deutsch, Band 1
Reihe: Verliebt an der Ostsee-Reihe
Thomas Die kleine Boutique am Meer
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98998-125-6
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Ein Küsten-Liebesroman
E-Book, Deutsch, Band 1
Reihe: Verliebt an der Ostsee-Reihe
ISBN: 978-3-98998-125-6
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Tauche ein in einen turbulent-romantischen Ostsee-Liebesroman – perfekt für alle, die sich ans Meer träumen möchten
Auf dem Rückflug ihres Urlaubes lernt Katja den charismatischen Hotelmanager Sebastian kennen. Dank einer witzigen Verwechslung gibt er sich kurzerhand als ihr Freund aus und erobert damit ihr Herz im Sturm. Zu dumm, dass die Zollkontrolle am Flughafen Katja zwingt, sich abrupt von Sebastian zu verabschieden. Und das, wo sie noch nicht mal seinen vollständigen Namen kennt. Aber das Universum lässt sie nicht im Stich. Absolut unerwartet steht er plötzlich vor ihrer Tür im Ostseebad Warnemünde und die Anziehung zu ihm entflammt erneut. Als wäre ihr Glück nicht genug, rückt ein Lottogewinn ihren großen Traum von einer eigenen Modeboutique in greifbare Nähe. Katja rollt die Ärmel hoch und macht sich mit Hammer und Farbeimern daran, ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Doch plötzlich geben sich die nicht enden wollenden Katastrophen die Klinke in die Hand und auch Sebastian scheint nicht der Traumtyp zu sein, für den sie ihn hält …
Alle Bände der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.
Weitere Titel in der Reihe
(ISBN: 9783989987852)
(ISBN: 9783690903097)
Erste Leser:innenstimmen
„Eine wundervolle Liebesgeschichte über Liebe, Vertrauen und die Kraft, sich selbst treu zu bleiben.“
„Besonders hat mich beeindruckt, wie Katja trotz aller Hindernisse für ihren Traum kämpft und letztendlich zu sich selbst findet. “
„Eine Wholesome Romance, die zeigt, dass wahre Liebe nicht immer einfach ist, aber dennoch jeden Sturm überwinden kann.“
„Doris R. Thomas hat es geschafft, mich mit ihren Worten zu fesseln und mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen, die ich so schnell nicht vergessen werde.“
Doris R. Thomas wohnt im schönen Oberbayern und ist hauptberuflich im Controlling und Human Resources tätig. Wenn sie nicht gerade hoffnungslos romantische Liebesromane schreibt oder liest, reist sie gerne an die Schauplätze ihrer Romane. Mit ihren Büchern möchte sie die Herzen ihrer Leser:innen genauso berühren wie die Zuschauer:innen, die sie als Laienschauspielerin auf der Bühne begeistert.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 2
Die Durchsage des Kapitäns weckt mich. Mein Rücken ist steif und schmerzt. Gähnend ziehe ich die Schlafmaske ab und kneife die Augen zusammen. Die Flugroute auf dem Bildschirm zeigt an, dass wir Bulgarien bereits hinter uns gelassen haben.
Mit dem Nackenkissen um den Hals dehne ich mich in jede Richtung. Der Mittelsitz neben mir ist unbesetzt. Also greife ich nach meiner Handtasche auf dem Boden und lege sie darauf ab. Auf dem Gangplatz sitzt ein Mann im Businessoutfit. Die Beine von sich gestreckt blättert er in einem internationalen Wirtschaftsblatt.
Moment mal! Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und bemühe mich, ihn nicht anzustarren. Ist das nicht der bargeldlose Kreditkartenbesitzer aus dem Duty-free-Shop? Selbst von der Seite erinnert er mich an Markus.
Im Nullkommanichts richte ich mich auf, schlage die Beine übereinander und gebe mir Mühe, eine damenhaftere Position einzunehmen. Okay, der Schmollmund ist übertrieben. Du meine Güte, warum sind meine Hände so schwitzig?
Er faltet seine Zeitung zusammen und lächelt mich an. Um seine Augenwinkel bilden sich die attraktiven Fältchen, die mir vorhin schon aufgefallen sind.
»Na? Ausgeschlafen?« Er wirft einen Blick auf das pinkfarbene Nackenkissen, das bestimmt ziemlich unsexy an meinem Hals hängt.
Hektisch zerre ich es herunter.
Seine Augen werden größer und er scheint mich zu erkennen. »Ach … Sie? Das ist ja eine Überraschung.«
»Was für ein Zufall, nicht wahr?« Ich lächle zaghaft und atme tief durch. Habe ich etwa Mundgeruch?
»Ein schöner Zufall«, antwortet er mit einem Zwinkern. Dann mustert er meine gebräunten Arme. »Sie waren im Urlaub, stimmt’s?«
»Ja, ich habe eine Rundreise von Bangkok über Chiang Mai und zuletzt Khao Lak gemacht.« Ich versuche, möglichst locker zu wirken, doch bin mir sicher, ich klinge wie bei einem Vorstellungsgespräch. Nervös streiche ich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Bestimmt sieht meine Frisur aus, als hätte ich stundenlang mit einem Staubsauger gekämpft.
»Haben Sie auch den Khao-Sok-Nationalpark besucht?«
Ich nicke.
»Da war ich schon zwei Mal.« Er reicht mir eine aufgeklappte Pralinenschachtel. »Mögen Sie?« Die Ärmel seines weißen Hemdes sind hochgekrempelt und bringen seine durchtrainierten Unterarme voll zur Geltung. Mit diesem Aussehen könnte er locker als Model für Designerklamotten arbeiten.
Ich zwinge mich, meine Konzentration auf die schokoladenen Kunstwerke zu lenken. Sie sind fast zu schade, um sie zu vernaschen. Trotzdem suche ich mir ein Stück aus Vollmilchschokolade aus. »Danke!« Ich stecke mir die Praline komplett in den Mund. »Hmm, göttlich!«, sage ich stöhnend. Damit meine ich nicht nur die Praline.
»Ich liebe sie.«
Ich reiße die Augen auf und die Süßigkeit bleibt mir beinahe im Hals stecken. Habe ich mich verhört? Meine Wangen werden heiß.
Er räuspert sich. »Ich meine die Pralinen.« Nun wirkt er etwas verlegen und reibt sich den Nacken.
Wie konnte ich nur annehmen …
»Übrigens … ich bin Sebastian.«
Ich wische die Hand an meiner Jeans ab und reiche sie ihm. »Und ich bin Katja.« Sein Händedruck ist kräftig und angenehm kühl.
Er beißt in eine Praline aus Zartbitterschokolade, auf die ein filigranes Muster gezeichnet ist. »Die gibt es nur an Bord. Jedes Mal, wenn ich fliege, genehmige ich mir eine Packung.«
»Reist du oft?« Genüsslich lecke ich mir über die Lippen, während er mir erneut die Pralinenschachtel über den Mittelplatz reicht.
»Ja, ich bin ständig auf Reisen.«
Sofort schießt mir Julian durch den Kopf. Auch er war zuletzt nur noch unterwegs. Ohne Rücksicht auf unsere Beziehung hat er sich letzten Endes nach Singapur abgesetzt. Wegen seiner Karriere. Ihm war völlig egal, was aus uns … was aus mir werden würde. Noch heute versetzt es mir einen Stich, wenn ich an unsere unerwartete Trennung denke.
, schlug er mir als einzige Alternative vor.
Spinnt der? Hat er wirklich geglaubt, ich lasse alles stehen und liegen und folge ihm mir nichts dir nichts auf seinen Selbstverwirklichungstrip?
»Und du?« Sebastian sieht mich interessiert an und eine seltsame Wärme erfasst mich.
»Ich?«
»Ja, reist du viel?«
Energisch schüttle ich den Kopf, so als könnte ich damit die Gedanken an Julian von mir abschütteln. »Nein, eher nicht. Nur im Urlaub.«
Er lacht auf. »Urlaub? Könnte ich auch mal wieder brauchen.«
»Was machst du denn beruflich?«
»Ich bin Hotelmanager bei einer Luxushotelkette.« Aus seinem Mund hört sich dieser wahnsinnig aufregend klingende Job überhaupt nicht überheblich an. Ich linse auf sein Handgelenk, an dem, wie ich vermutet habe, keine sündhaft teure Designeruhr hängt. Im Gegenteil, er macht einen bodenständigen Eindruck auf mich.
»Wir haben ein paar Anlagen in Deutschland und einige auf allen Kontinenten verstreut. Deshalb bin ich hier Stammgast.« Er klopft mit den Handflächen auf die Armlehnen seines Sitzes. »Mein zweites Zuhause sozusagen.«
Verstohlen mustere ich seinen teuer aussehenden Anzug. Obwohl er mir keinen Anlass dazu gibt und absolut sympathisch wirkt, fühle ich mich neben ihm plötzlich mickrig und klein. Bestimmt interessiert er sich nicht für eine unbedeutende Frau wie mich. Und ganz sicher kennt er jede Flugbegleiterin beim Vornamen. Ich kann förmlich vor mir sehen, wie er in lauen Sommernächten in einem der Hotels am Infinitypool steht und mit einem Cocktail in der Hand über seinen anstrengenden Arbeitstag plaudert. Womöglich umringt von Pin-up-Girls, deren Körper genauso makellos und perfekt geformt sind, wie sein nackter Oberkörper. Ich wette, dass sich unter seinem figurbetonten Hemd ein definierter Body versteckt.
»Und was machst du beruflich?«, reißt er mich aus meinen Gedanken.
»Ich arbeite als Einkäuferin für eine Möbelhauskette in Rostock.«
»Ah ja. Aus der Gegend bin ich auch.«
Am liebsten würde ich nachfragen, wo er genau wohnt, aber das käme mir zu forsch vor.
»Macht dir der Job Spaß?
»Ja, schon«, antworte ich gedehnt und wiegle ab, ob ich ihn fragen soll. »Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich das bis zur Rente durchhalte. Mein größter Traum ist eine eigene Modeboutique.« Ich halte inne und fasse es nicht, dass ich gerade einem wildfremden Menschen meinen innigsten Wunsch verraten habe. Außer meiner besten Freundin Annabel weiß nämlich niemand davon.
»Und was hindert dich daran, deinen Traum in die Tat umzusetzen?«
»Keine Ahnung, die Selbstständigkeit ist ein riesiger Schritt. Da gehört schon einiges dazu.« Dass ich so ein Vorhaben niemals finanziell stemmen könnte, behalte ich für mich. Wenn ich an meinen Kontostand denke, wird mir übel.
Er sieht mich eindringlich an. »Ich finde, man sollte alles dafür tun, seine Träume zu verwirklichen. Sonst ist man auf Dauer nicht glücklich.« Erneut reicht er mir die Pralinenschachtel.
Ich hänge an seinen Lippen, bis wir abrupt aus unserem Plausch gerissen werden.
»So schnell sieht man sich wieder.«
Mein Sitznachbar schreckt bei dieser schrillen Stimme auf und zieht die Pralinenschachtel unmittelbar zurück.
Steffi, die ich im Duty-free-Shop erfolgreich abwimmeln konnte, hat mich entdeckt. Mit einem Blick auf meinen Sitznachbarn schlägt sie die Handflächen zusammen. »Das gibt es ja nicht.« Ihre Augen leuchten wie ihre wasserstoffblondierten Haare. »Du bist doch nicht etwa Julian?«
Ich verschlucke mich an der Praline und bekomme einen Hustenanfall. Warum habe ich Julian vor ihr erwähnt? Aber ich konnte ja nicht ahnen … Um die gestrige Demütigung von mir abzuwenden, behauptete ich, ohne groß darüber nachzudenken, dass ich sehr wohl vergeben wäre. Leider fiel mir spontan nur der Name meines Ex-Freundes ein.
Sebastian schüttet mir Sprudelwasser in den leeren Colabecher.
Hastig trinke ich ein paar Schlucke.
»Ich war überzeugt davon, dass Katja mich verschaukeln wollte, als sie mir von ihrem supertollen Freund vorschwärmte.« Sie schenkt ihm ein aufgesetztes Zahnpastalächeln und zieht an mich gewandt, eine ihrer perfekt gezupften Augenbrauen nach oben.
Ich stecke in der Klemme. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich die Ausführungen über meinen Freund maßlos übertrieben und ihn als megatollen Traumtypen beschrieben habe. Hörbar sauge ich die Luft ein.
Sebastian dreht sich zu mir und runzelt die Stirn.
Mein Herz klopft wie verrückt.
Nun zwinkert er mir vielsagend zu, setzt ein charmantes Lächeln auf und wendet sich an Steffi. »Wie du siehst, existiere ich tatsächlich.« Als wäre es das Normalste der Welt, greift er nach meiner Hand.
Ich bekomme Schnappatmung und wieder spüre ich die Ruhe, die er ausstrahlt. Und es ist, als würde sie auf mich überschwappen.
Er schenkt mir einen Blick, wie ich ihn mir früher von Julian gewünscht hätte.
Mir wird heiß, und der Schweiß rinnt über meinen Rücken.
Einen Augenblick später zieht er seine Hand zurück und streckt sie Steffi entgegen. »Nett, dich kennenzulernen.«
Kurzerhand packe ich meine Tasche, stelle sie auf den Boden und rutsche auf den Platz neben Sebastian. Nicht, dass sie noch auf die Idee kommt, sich zwischen uns zu zwängen.
»Hat Katja dich gestern Abend im Hotel versteckt, oder wo kommst du plötzlich her?«
Nach einem kurzen Zögern antwortet er. »Nein, ich war geschäftlich in Hongkong und bin extra für meine Süße einen Umweg geflogen, um mit ihr zusammen nach Hause zu fliegen.« Er grinst breit. »Wir feiern gerade unser Wiedersehen.« Er hält die Pralinenschachtel wie zum...




