E-Book, Deutsch, Band 4, 624 Seiten
Reihe: Kyle & Jason
Thomas Kyle & Jason: The Power of Love
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-96089-146-8
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 4, 624 Seiten
Reihe: Kyle & Jason
ISBN: 978-3-96089-146-8
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Immer wieder quälen Jason Alpträume vom Angriff auf Kyle, der von seinem Vater wegen seiner Homosexualität verprügelt und fast umgebracht wurde. Doch kaum schlägt Kyle die Augen wieder auf, nagen Zweifel an ihm, ob ihre Liebe diesen Schicksalsschlag überstehen kann. Und so dauert es über drei Monate, bis Jason endlich begreift, dass seine Bedenken nicht nur völlig unbegründet sind, sondern ihr Leben und auch der intensive Sex, der sie von Anfang an verbindet, sogar noch erfüllter und spannender wird. Kyles Ideen in dieser Hinsicht überraschen Jason anfangs, aber wie schon viele Male zuvor ist er gerne bereit, mit Kyle Neuland zu betreten. Am Ende wird klar, dass die Macht der Liebe in jeder Beziehung stärker ist, als jeglicher Hass. Bisher von Andy D. Thomas erschienen: Kyle & Jason - The Beginning Kyle & Jason - Threesome Dave & Jessie - Healing
Autoren/Hrsg.
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16 Stunden zuvor
Jason Montgomery und David Hanks waren die Inhaber dreier Kampfsportstudios, die jeweils Karate, Taekwondo und Jiu Jitsu anboten. Außerdem gab es in jedem Studio zusätzlich ein Physiotherapie-Angebot, was das Konzept noch attraktiver machte. Jason war ferner der alleinige Inhaber einer landesweiten Kette von fast achtzig regulären Fitness-Studios und somit ein ziemlich wohlhabender Mann.
Anfang nächsten Jahres planten er und Dave ein viertes Studio zu eröffnen, das sich rein auf Selbstverteidigungskurse spezialisierte, ohne dabei auf eine bestimmte Kampfsportart fixiert zu sein. Deshalb trafen sie sich heute mit zwei befreundeten Polizisten, Daniel Peters und Mario Leonardo, die ihren Dienst zum Herbst quittieren und bei ihnen als Teilhaber einsteigen würden.
Nach dem Treffen, das ganz in der Nähe von Kyles Zuhause stattfand, würde er Kyle mit zu sich nach Hause nehmen, wie jedes Wochenende, und Dave würde seinerseits seinen Freund Jessie abholen.
An diesem Freitagabend, kurz nach sechs Uhr abends, saßen sie also mit Daniel und Mario in einem Café und besprachen Strategien bezüglich des neuen vierten Studios. Brainstorming. Und nachdem sie bereits zwei Stunden diskutiert hatten, waren sie eigentlich soweit fertig. Sie hatten gerade gezahlt, als Jasons Handy klingelte.
Er grinste, als er Kyles Lächeln auf dem Display sah, das längst sein erstes Foto von seinen nackten Bauchmuskeln ersetzt hatte. „Der Junge kann wirklich Hellsehen“, sagte er und ging ran. „Hey, Süßer, wir …“
„Jay! Er bringt mich um!“, stieß Kyle mit vor Panik bebender Stimme hervor. „Bitte hilf mir! Er weiß es!“
Jason erstarrte. „WAS?“ Er war aufgesprungen, während die anderen drei mit besorgten Mienen zu ihm aufsahen. Dann hörte er eine Männerstimme Was zum Teufel? rufen.
Klick. Die Verbindung wurde unterbrochen.
Jason rief sofort zurück. Zweimal wurde er weggedrückt. Beim dritten Mal kam er durch.
„KYLE!“, schrie er außer sich.
„Damit wird gleich ein für alle Mal Schluss sein!“, hörte er eine wütende Stimme in sein Ohr brüllen. „Denn ich werde jetzt zu Ende bringen, was ich angefangen habe! Hör genau zu!“
Dann hörte Jason Kyles Schrei.
„Gnade dir Gott!“, schrie Jason ins Telefon und erntete nur ein hämisches Lachen, bevor die Verbindung erneut unterbrochen wurde.
„Brennon versucht Kyle umzubringen!“ Jason war kreidebleich und sah gehetzt von einem zum anderen. Alle drei waren inzwischen ebenfalls aufgesprungen.
„Wo? Schnell! Kommt!“, rief Mario und rannte voraus zum Wagen.
„Nicht weit von hier, drei Blöcke die Straße runter!“, presste Jason hervor. „Wir müssen uns beeilen! Ruf den Notarzt!“
„Und Verstärkung!“, ordnete Mario an, während sein Freund und Kollege das Blaulicht aufs Dach knallte und einen Notruf absetzte. Gleichzeitig schoss der Wagen davon.
Sie kamen mit quietschenden Reifen vor Kyles Haus zum Stehen. In der Ferne konnten sie bereits Blaulichter sehen. Der Notarzt würde ebenfalls gleich hier sein.
Jason rannte, drei Stufen auf einmal nehmend, voraus in den dritten Stock; Dave und die beiden Polizisten folgten ihm.
Sie klingelten Sturm.
„Geh zur Seite, wir treten sie ein!“, befahl Daniel, doch in diesem Moment öffnete Kyles Mutter die Tür.
„Was wollen …“, begann sie, doch schon ertönte ein verzweifelter Schrei und ein Brüllen.
Jason rammte sich seinen Weg frei, gefolgt von den anderen. Er ahnte, wo er hinmusste, doch Kyles Zimmertür war verschlossen.
„Machen Sie auf, Polizei!“, brüllte Mario, doch Jason konnte nicht warten und trat die Tür selbst mit einem gezielten Tritt auf.
„NEIN!“ Seine Stimme überschlug sich.
Brennon kniete über Kyle und Jason sah das Messer blitzen.
Kyles Schrei ging ihm durch Mark und Bein, als Brennon es ihm in den Körper rammte. Sekundenbruchteile später traf ihn Jason mit einem gezielten Tritt gegen die Schulter und Brennon flog seitlich von Kyle weg. Das Messer jedoch blieb grotesk in Kyles Oberkörper stecken.
Mario und Daniel waren sofort bei Brennon und hatten ihn in Sekundenschnelle unter Kontrolle.
Zeitgleich stürzten Dave und Jason zu Kyle, der entsetzlich zugerichtet war.
Kurz darauf rannten noch drei Polizisten herein, gefolgt von zwei Notärzten.
„Nehmt die Frau fest!“, rief Mario, als sie Brennon Handschellen anlegten.
„Keine Sorge, schon geschehen, sie wollte gerade abhauen!“
„Sie sind verhaftet wegen versuchten Mordes an Kyle Brennon.“
„Er verdient diesen Namen nicht!“ Brennons Stimme überschlug sich.
„Sie haben das Recht zu schweigen, alles was Sie von jetzt an sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden! Sie haben das Recht auf einen Anwalt, wenn Sie sich keinen Anwalt leisten können, wird Ihnen einer vom Staat gestellt.“
„Ich brauch keinen Scheiß-Anwalt!“, schrie Brennon. „Ich brauch' mehr Zeit, um das zu Ende zu bringen, was ich angefangen habe!“
„Jay“, murmelte Kyle mit blutüberströmtem Gesicht.
„Ich bin hier!“ Jason war neben ihm auf die Knie gefallen. „Es wird alles gut! Nicht bewegen, bleib ganz ruhig!“ Doch der letzte Satz war eher überflüssig, denn Kyle war in keiner Verfassung, sich auch nur ein klein wenig zu rühren.
Kyle röchelte und drohte immer wieder, das Bewusstsein zu verlieren. Seine Hände, Arme sowie seine Schulter und sein Oberkörper waren mit mehreren Schnittwunden verletzt. Sein Gesicht war geschwollen und blutig. Platzwunden am Haaransatz, an der Lippe. Blutergüsse.
„Er hatte bereits zwei gebrochene und eine angebrochene Rippe von einem Unfall!“, sagte Jason hastig und gepresst in Richtung der Sanitäter.
„Daher die Manschette?“, fragte einer und meinte damit eine den unteren Brustkorb umspannende Neoprenmanschette.
„Ja!“
„Vielleicht hat ihm das das Leben gerettet“, murmelte der andere und fixierte das Messer, das noch in Kyle steckte. Dann kümmerte er sich zusammen mit seinem Kollegen darum, die verschiedenen Blutungen unter Kontrolle zu bekommen.
„Hat er dich getreten? Sieh mich an Kyle! KYLE!“, schrie Jason, doch Kyle antwortete nicht mehr.
„Hören Sie!“, fauchte Brennon in Richtung der Sanitäter. „Dieser elendige Wichser hat mir den Arm gebrochen! Können Sie sich den gefälligst mal ansehen?“
Jason sprang auf und ging Brennon an, noch bevor irgendjemand eingreifen konnte. „Dein Sohn stirbt vielleicht und du Drecksau …“
Einer der Beamten konnte gerade noch verhindern, dass Jason zuschlug.
„Das ist nicht mehr mein Sohn!“, schrie ihn Brennon an.
„Sag wenigstens, ob du ihn getreten hast!“, mischte sich Dave ein.
Doch Brennon grinste nur mit Genugtuung. „Nicht nur einmal! Und wenn ihr mich noch zwei Minuten mit ihm allein lassen würdet, dann könnte ich zu Ende bringen, was ich angefangen habe!“
Jason sprang ihn erneut an. Ein Schlag. Ein einziger Schlag und dieses widerwärtige Dreckschwein war tot!
Zwei Polizisten und Dave waren nötig, um ihn von Kyles Vater wegzureißen, sodass nur Brennons Hemd zerriss.
Dave packte Jason energisch an den Schultern und knallte ihn gegen die Wand. „Zwing mich nicht, dir wehzutun!“
Jasons Augen irrten wild umher, als Kyle von den Notärzten auf die Trage verladen wurde.
„Du verstehst das nicht!“
„Ach, ich versteh das nicht?“
„Er … er wollte ihn umbringen!“
Dave drückte ihn erneut gegen die Wand. Sein Gesicht nur wenige Zentimeter von Jasons entfernt. „Du wirst keine Selbstjustiz üben, wie mein Vater!“, sagte er eindringlich. „Du wirst dich nicht ins Gefängnis davonstehlen! Du wirst für Kyle da sein! Sie werden alles tun, um ihn durchzubringen!“
Er spürte, wie Jason aufgab, und sah stattdessen Tränen der Verzweiflung in seine Augen treten.
„… das heißt also, dass Sie zugeben, dass Sie Ihren Sohn angegriffen haben?“, hörte er einen der Polizisten sagen.
„Angegriffen?“, höhnte Brennon. „Ich wollte ihn verdammt noch mal umbringen!“, schrie er. „Mein Sohn, eine Gott verdammte Drecks-Schwuchtel! Abschaum! Und dieser Wichser da ist an allem schuld!“ Das ging in Jasons Richtung und Dave musste ihn schon ziemlich grob anpacken, damit er sich nicht losriss.
Dave löste sich von Jason und kam dicht zu Brennon. „Du bist die Drecksau! Der Abschaum! Die Mutter des Jungen vor seiner Zimmertür zu ficken ist wohl moralisch, was?“
„Das hat er getan?“, fragte einer der Polizisten mit einem Kopfschütteln.
„Ja, und vermutlich nicht nur einmal!“
Dave konnte sich gerade noch wegducken, als Brennon versuchte, ihm ins Gesicht zu spucken.
„Sobald ich wieder draußen bin, bring ich ihn um!“, fauchte Brennon.
Diesmal war es Jason der Dave zurückhielt.
Währenddessen zeterte...




