Thomas | Patrouillenschiff P-47: Teil 5 & 6 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 240 Seiten

Reihe: Patrouillenschiff P-47

Thomas Patrouillenschiff P-47: Teil 5 & 6

"Dämonen" und "Akis Kampf"
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-948987-19-0
Verlag: mainebook Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

"Dämonen" und "Akis Kampf"

E-Book, Deutsch, Band 3, 240 Seiten

Reihe: Patrouillenschiff P-47

ISBN: 978-3-948987-19-0
Verlag: mainebook Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Patrouillenschiff P-47' ist eine 'Space Opera' im Stil klassischer Heftromane, aufgeteilt in sechs Episoden: Der Angriff, Gegen die Zeit, Meuterei, Zwischen den Fronten, Dämonen und Akis Kampf. Dieses E-Book enthält die Episoden 5 'Dämonen' und 6 'Akis Kampf'. Klimatische Katastrophen haben die Natur des Planeten Yama zerstört. Ein Bürgerkrieg tobt um die letzten Wasserreserven. Der blutjunge Soldat Aki Baku sehnt sich nach Frieden. Um eine neue Wasserquelle für seine Heimat zu finden, stiehlt er das legendäre Patrouillenschiff P-47 und bricht zu den Sternen auf. Begleitet wird Aki von seinen besten Freunden Tara und Riko, dem stummen Wissenschaftler Pyke, einem zwielichtigen Ex-General namens Ty Sorro sowie der Androidin Nava. Gemeinsam begegnen sie zahlreichen Gefahren auf ihrem Weg durch die Weiten des Weltraums... Alle weiteren Episoden liegen ebenfalls als E-Books vor.

Kurt Thomas ist das Pseudonym des Frankfurter Journalisten und Autors Marc Rybicki. Unter dem Künstlernamen Martin Olden veröffentlichte er bereits zahlreiche Krimis. Mit 'Patrouillenschiff P-47' gibt er sein Debüt im SF-Genre.
Thomas Patrouillenschiff P-47: Teil 5 & 6 jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1


Der Raumhafen von Ambrakia war ein kastenförmiger Stahlbau, der ein Stück außerhalb der Kuppelstadt lag. Seine Panorama-Fenster und das Tonnendach bestanden aus durchsichtigem Panzerglas zum Schutz vor der mörderischen Sonne. Klimaanlagen vertrieben die Hitze aus der Abflughalle, in der es bereits am frühen Morgen geschäftig zuging. Frachter wurden entladen und mit neuer Ware bestückt, Patrouillenschiffe schwärmten aus, private Fähren starteten oder kehrten zurück. An Bord befanden sich wohlhabende Adelige, die es bevorzugten, auf diese Art von einem Stadtstaat zum anderen zu reisen, anstatt ein Solarmobil oder die Magnetschwebebahn zu benutzen. Rund um die Abflugbuchten tummelten sich die Passagiere und die Hafen-Crew, meist Roboter und Androiden. Unter den Menschen trugen einige die dunkelblaue Uniform der Nord-Allianz, andere zivile Kleidung, die vom Arbeitsoverall bis zum feinen Anzug reichte. Sie stammten aus allen Teilen Yamas. Man sah mandeläugige Tasianer, großgewachsene Rukovaren, dunkelhäutige Hullus sowie blonde und blauäugige Fisken, deren Wurzeln ursprünglich im Westen gelegen hatten.

Von klimatischen Katastrophen aus ihren Heimatregionen vertrieben, waren die diversen Volksgruppen in den Norden und Süden geflohen. Seinerzeit hatten Flüchtlinge und Einheimische die historische Chance gehabt, zu einer großen Menschenfamilie zusammenzuwachsen. Gemeinsam hätten sie an einem Strang ziehen können, um die Umwelt des Planeten doch noch zu retten. Die Gelegenheit war leichtfertig von ihnen verspielt worden. Vielmehr hatten sie sich in kleinliche Kulturkämpfe und Fehden verstrickt, bis hin zu einem nicht enden wollenden Bürgerkrieg um die knappen Wasserreserven. Ehe der verheerende Konflikt vorüber wäre, würden wahrscheinlich die letzten Quellen versiegt sein.

Diesen trüben Gedanken hing Baron Abas Yuri nach, als er aus seinem Bürofenster auf die Menschenmenge hinunter blickte. Der Besitzer des Raumhafens war ein hagerer Mann von sechzig Sonnenjahren, dessen faltiges Gesicht von einem dunkelbraunen Backenbart eingerahmt wurde. Eine Haarsträhne der gleichen Farbe hing ihm wie ein Fragezeichen in die Stirn. Als Baron von Ambrakia gehörte er zum Kreis der Aristokraten, die mit der Strategin Manouk Dara über die Geschicke der Nord-Allianz berieten. Abas Yuri schätzte Daras Intelligenz und Besonnenheit. Er teilte ihre Ansicht, dass Hetzer und Hitzköpfe wie Kail Basco eine Schande für den Adelsstand waren. Schon nach seinem verwerflichen Angriff auf Zivilisten in Edon hätte man ihm sämtliche Titel aberkennen müssen. Sein Privatkrieg gegen die Baku-Familie, der ihn dazu veranlasst hatte in den Weltraum zu desertieren, schlug dem Fass den Boden aus. Yuri schwor sich, Basco für seine Schandtaten zur Verantwortung zu ziehen, sollte er jemals wieder einen Fuß auf Yamas Erde setzen.

Ein Räuspern seines Besuchers erinnerte den Baron daran, sich wieder jenem Mann zu widmen, der vor seinem Schreibtisch saß. Er hieß Sal Kurao, war der ehemalige Aufseher eines Gefangenenlagers und nahm auf Yuris Sympathieskala den ungefähr gleichen Rang ein wie Basco.

»Wenn ich Sie richtig verstanden habe, wollen Sie dem Kriegsdienst entgehen, indem Sie eine leitende Position in meinem Betrieb einnehmen«, fasste Yuri zusammen, der an der Schreibtischkante stehen blieb und auf den fettleibigen, verschwitzten Bittsteller herabsah.

»Ich bin kein Drückeberger«, verteidigte sich Kurao. Seine Füße scharrten nervös über das Linoleum-Parkett. »Ich denke nur, mein Talent zum Organisieren ist bei Ihnen besser aufgehoben, als wenn ich`s an der Front vergeude und einen Haufen Blechköpfe rumkommandiere.«

Abas Yuri sog scharf die Luft ein. »Roboter und Androiden, die Sie so despektierlich als Blechköpfe bezeichnen, bilden den Großteil meines Personals. Sie verdienen unseren Respekt wie jeder menschliche Arbeiter.«

»Aber sicher, ganz klar.« Kuraos Doppelkinn wackelte bei jedem unterwürfigen Kopfnicken. »Im Lager hab ich gut mit einem aus der 19er Serie gearbeitet.«

»Ich bezweifle, dass die Maschine Ihre Neigung zur Brutalität teilte. Mir sind Geschichten über Sie zu Ohren gekommen …«

»Alles übertrieben«, warf der Menschenschinder ein.

»Damit wir uns recht verstehen«, hob der Baron an, »bei mir ist kein Platz für einen Mann, der Vergnügen daraus zieht, eine Peitsche zu schwingen.«

»Sehe ich genau wie Sie, Exzellenz. Bin von Natur aus ein friedlicher Typ, wissen Sie? Im Lager hab ich halt gemacht, was nötig war, um für Ordnung zu sorgen.«

Ein Lächeln zuckte um Yuris runzligen Mund. »Dennoch gelang es einem Kommando der Süd-Allianz, die Gefangenen zu befreien, weshalb man Sie entlassen hat. Vorher ließen Sie es zu, dass Captain Baku an Baron Basco ausgehändigt wurde, obwohl es gegen die Vorschriften verstieß.«

»Hab gedacht, das hätte seine Richtigkeit. Weil Basco einer von Ihren Leuten ist.«

»Von meinen Leuten?« Der Hafen-Besitzer hob eine Augenbraue. »Wie darf ich das verstehen?«

»Na ja … adlig eben. Und ich find`s ungerecht, dass ich für Bascos Fehler bestraft worden bin. Aber was will ich machen?«, sagte Sal Kurao mit einem Achselzucken. »Ich gehör zum einfachen Volk. Da weiß man von Geburt an, was man wert ist. Mein Vater hat kein Stück Land gehabt, kein Vermögen geerbt. Ein teure Ausbildung ist für mich nicht drin gewesen. Ich bin ein Arbeiter und werde als Arbeiter sterben, es sei denn, ich überzeuge durch Leistung und steige auf. Was mir nicht gelingen wird, wenn mir keine der hohen Herrschaften eine zweite Chance gibt.«

Den versteckten Vorwurf hätte Yuri überhört, wäre er nicht berechtigt gewesen. Das verstaubte Gesellschaftssystem im Norden bedurfte einer baldigen Reform. Eine Aufgabe, die mindestens so schwer werden würde wie die gerechte Verteilung des Wassers.

»In diesem Punkt stimme ich mit Ihnen überein, Sal. Einem , um es einmal so zu nennen, stehen die Gruppen der Besitzlosen ohne Perspektive gegenüber. Es kann nicht angehen, dass die Zukunft der Menschen davon bestimmt wird, in welche Klasse sie hineingeboren wurden. Ich will mit gutem Beispiel vorangehen und Sie fair behandeln.« Der Aristokrat setzte sich hinter den Schreibtisch und nahm ein Dokument zur Hand.

»Ich stelle Sie als Kontrolleur der Lagerabteilung ein. Unter einer Bedingung – dieses lassen Sie künftig zuhause.« Ein knochiger Finger zeigte auf die Laserpistole an Kuraos Gürtel.

Während Sal Kurao den Anstellungsvertrag unterzeichnet, schritten zwei seiner früheren Opfer durch den Raumhafen. Roi Baku und Bero Mook. Um ihre Handgelenke waren Elektrofesseln geschlungen, damit man sie für Kriegsgefangene hielt. Links und rechts von ihnen liefen Major Zhandu, der in einer Nord-Uniform steckte, und der Androide Serva. Die vorbeihuschenden Passanten beachteten die Gruppe kaum. Ab und zu blieb ein neugieriger Blick an Captain Baku hängen. Das vernarbte Gesicht des legendären Raumschiffkommandanten war aus den IntraNetzwerk-Nachrichten bekannt.

»Da vorne ist es«, sagte Zhandu. Die elektronische, rotschimmernde Linse in seiner rechten Augenhöhle richtete sich auf Abflugbucht 12 B. In den Verankerungsschienen am grauen Aluminiumboden war ein ausgemusterter Astrokreuzer befestigt. Das Museumsstück sah aus wie ein altertümliches Flugzeug, mit Aussichtsfenstern an den Seiten und Flügeln am Heck. Vor fünfundzwanzig Sonnenjahren hatte es reiche Urlauber zu einer Besichtigungsrunde um den Mond geflogen. Inzwischen diente der Astrokreuzer bloß noch als Ausflugsziel für Schulklassen. Seiner äußeren Erscheinung nach war er alt, abgenutzt und langsam wie eine rheumatische Schnecke. Doch Professor Hiro hatte in Roi Bakus Auftrag einen Positronen-Antrieb eingebaut, der den Triebwerken der Patrouillenschiffe um Lichtjahre überlegen war.

An einem Computerterminal vor der Bucht 12 B verrichtete ein rundlicher, kurzbeiniger Roboter seinen Dienst. Die Maschine hatte dafür Sorge zu tragen, dass kein Unbefugter Zugang zu der Antiquität erhielt.

»Ein Modell aus der 17er Serie«, sagte Serva mit Blick auf den Roboter. »Der Apparat wird uns keine Schwierigkeiten bereiten. Er ist eine primitive Rechenmaschine wie alle von seiner Sorte.«

»Wie redest du denn über deinen Verwandten?«, schmunzelte Roi.

Die menschenähnlichen Augen in Servas bleichem Gesicht musterten ihn streng. »Mit diesem Ding habe ich so wenig gemein wie Sie mit einem Spielzeugsoldaten, Captain. Ich bin ihm bei weitem überlegen. Das ist keine Anmaßung meinerseits, sondern ein Fakt.«

rümpfte die Nase. »Für mich bist du ein Blechotto, genau wie der da.«

»In meiner...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.