Thompson | Zurück in den Armen des Playboys | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Thompson Zurück in den Armen des Playboys


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-7633-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-7633-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Seidige Haut, ein sinnlicher Mund ... Tanner Redmond kann die hinreißende Jordana einfach nicht vergessen. Aber warum geht ihm die kühle Schönheit seit ihrem atemberaubenden One-Night-Stand aus dem Weg? Der Playboy ist wild entschlossen, sie zurückzuerobern ...



Nancy Robards Thompson, die bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde, lebt in Florida. Aber ihre Fantasie lässt sie Reisen in alle Welt unternehmen - z. B. nach Frankreich, wo einige ihrer Romane spielen. Bevor sie anfing zu schreiben, hatte sie verschiedene Jobs beim Fernsehen, in der Modebranche und in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie studierte Journalismus, musste jedoch feststellen, dass ihr die Tätigkeit als Reporterin nicht liegt. Erst das Schreiben von Liebesromanen machte sie rundum glücklich und zufrieden.

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1. KAPITEL

20. April 2012

Tanner Redmond hatte bisher an den Grundsatz geglaubt, dass alles, was einen nicht tötete, einen härter machte. Die Tatsache, dass er nach allem, was er durchgemacht hatte, immer noch lebte, bewies, dass er hart im Nehmen war. Warum glaubte er dann, dass ein Kind sein Verderben bedeuten konnte?

Er parkte vor Jordana Fortunes Wohnung in Buckhead, einem Stadtteil von Atlanta, und blieb einen Augenblick im Wagen sitzen. Nur mühsam bezwang er die Wut, die in ihm brodelte, seit er vor weniger als vierundzwanzig Stunden mit ihr telefoniert hatte. Mit den Fingern trommelte er auf das Lenkrad. Hatte sie wirklich vorgehabt, ihm dieses Geheimnis vorzuenthalten? Woher nahm sie das Recht dazu?

Nachdem ihr Gespräch ohne Ergebnis geblieben war, hatte er sich sofort in ein Flugzeug von Red Rock nach Atlanta gesetzt. So leicht würde er sich nicht abspeisen lassen. Er würde ihr unmissverständlich klarmachen, dass er nicht davonlief.

Entschlossen löste er den Sicherheitsgurt und sprang aus dem Auto. Eiligen Schrittes legte er den Weg zur grünen Eingangstür des zweistöckigen, eleganten Backsteingebäudes zurück. Er ergriff den Messingtürklopfer und ließ ihn dreimal kräftig gegen die Tür fallen. Es war kurz vor sieben, noch früh am Morgen, sein Plan war, sie abzufangen, bevor sie zur Arbeit ging. Sie hatte keine Ahnung, dass er kam. Er hatte sie nicht vorgewarnt, um zu vermeiden, dass sie ihm auswich. Sie sollte sich dem Geheimnis stellen, das sie bereits seit vier Monaten vor ihm hatte.

Wenn ihm ihre Cousine Victoria nicht erzählt hätte, dass er Jordana dringend anrufen müsste, hätte er bis heute nicht gewusst, dass die Frau, die ihn nach einer Nacht abserviert hatte, mit seinem Kind schwanger war.

Als die Tür sich öffnete, wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Da stand eine verdammt hübsche Jordana und starrte ihn fassungslos an. Bei ihrem Anblick – ungeschminkt und mit nassem Haar – wusste er nicht, ob er sie küssen oder mit der Faust durch die Wand schlagen wollte.

Sie zog den Gürtel ihres Morgenmantels enger und verschränkte die Arme vor der Brust. Diese beschützende Geste lenkte seine Aufmerksamkeit auf ihren Bauch, der keine Anzeichen einer Schwangerschaft zeigte, was bei dem großen Bademantel, den sie trug, nicht verwunderlich war. Er verhüllte die Rundungen, die sich seit jener Nacht in der Jagdhütte in sein Gedächtnis gebrannt hatten. Langsam glitt sein Blick zurück auf ihr Gesicht.

Mit einem Mal wurde ihm klar, dass Jordana Fortune in einer völlig anderen Liga spielte. Ihre Eltern besaßen mehr Geld als die europäischen Königsfamilien, und allein schon ihr Auftreten, diese Mischung aus Anmut und unnachgiebiger Strenge, machte ihn sprachlos.

So wie in dem Moment, als sie sich mit einem Handschlag und einem nüchternen „Danke für alles“ nach der ersten und einzigen Nacht, in der sie miteinander geschlafen hatten, von ihm verabschiedet hatte. Das war in jener Nacht gewesen, als der Tornado Red Rock und Teile von San Antonio zerstört hatte.

Seitdem war nichts mehr wie vorher. Die Tatsache, dass er noch in diesem Jahr Vater werden würde, veränderte alles komplett. Es machte ihm Todesangst, da sein eigener Erzeuger in der Beziehung versagt hatte. Tanner schob diesen Gedanken in die hinterste Ecke seines Gedächtnisses, dorthin, wo er die vagen Erinnerungen an den Mann verstaut hatte, der einst sein Vater gewesen war. Er schwor sich, dass er immer zu seiner Familie stehen würde.

„Tanner! Was machst du denn hier?“

„Ist das eine ernsthafte Frage?“ Seine Stimme klang rau, er krächzte fast. „Du bist mit meinem Kind schwanger, Jordana. Ich wollte dein Gesicht sehen, wenn du mir erzählst, wie lange du das noch vor mir verheimlichen wolltest.“

Jordana seufzte tief. Vorsichtig schaute sie nach links und rechts. Er konnte nicht deuten, ob ihre Reaktion auf Resignation oder Furcht – wenn ja, wovor? – hinwies. Befürchtete sie, dass die Nachbarn ihr kleines Geheimnis entdeckten?

„Komm rein.“

Sie trat einen Schritt zur Seite und winkte ihn hinein. Er betrat den Parkettboden im Eingang und schaute sich in der teuer eingerichteten Wohnung um. Hohe Decken und Wände in kraftvollen Farben, an denen Gemälde hingen. Der Anblick erinnerte ihn an einen Schnappschuss aus einer dieser Einrichtungszeitschriften. Allmählich drang das erste Tageslicht durch die großen Fenster, die einen wuchtigen Kamin einrahmten. Einladend und elegant. So wie Jordana. Von der Kronprinzessin der Familie, der das erfolgreiche Unternehmen Fortune South gehörte, hatte er nichts anderes erwartet.

„Okay. Es tut mir leid, Tanner. Anscheinend hast du unser gestriges Gespräch missverstanden. Du hättest nicht kommen müssen.“

Sie schloss die Tür, ließ aber die Hand auf dem Türgriff, als nähme sie an, er würde nicht lange bleiben. „Du hast keinerlei Verpflichtungen gegenüber diesem Kind. Weder brauche ich noch möchte ich deine Hilfe. Ich dachte, das hätten wir geklärt.“

Ihre kühlen Worte waren wie ein Schlag ins Gesicht. „Ich bin nicht deinetwegen hier“, entgegnete er. „Ich bin wegen meines Kindes hier. Und ich habe vor, jeden seiner Schritte im Leben zu begleiten.“

Sie erblasste. „Seines Lebens?“ Mit der rechten Hand strich sie über ihren Bauch. „Woher weißt du, dass es ein Junge wird?“

„Das weiß ich nicht, aber ich habe vor, dabei zu sein, wenn wir das herausfinden, sowie bei jedem anderen Fortschritt im Leben unseres Kindes. An diesen Gedanken solltest du dich besser gewöhnen.“

Er selbst war nur von seiner Mutter großgezogen worden, die manchmal zwei Jobs gleichzeitig hatte, um ihnen ein Dach über dem Kopf und eine Mahlzeit auf dem Tisch zu sichern. Das hatte sie verdammt gut gemacht. Der Versager von einem Vater hatte nicht einen Cent Unterhalt gezahlt. Es war offensichtlich, dass Jordana seine finanzielle Unterstützung nicht brauchte, aber die Vorstellung, dass sie ihn bei der Erziehung des Kindes nicht dabeihaben wollte, traf ihn ins Mark. Sein eigener Vater hatte in seinem Leben und in dem seiner Geschwister durch Abwesenheit geglänzt, daher nannte er ihn nur den Samenspender. Soweit es ihn betraf, hatten Männer die Bezeichnung Vater oder Dad nur dann verdient, wenn sie ihre Rolle und die damit verbundene Verantwortung ernst nahmen. Er hatte sich immer geschworen, für seine Kinder da zu sein, sobald die Zeit für Kinder gekommen war.

So schnell hatte er allerdings nicht damit gerechnet. Seit er vor sieben Jahren die Air Force verlassen hatte, war er mit seiner Firma, der Redmond Flugschule, verheiratet. Obwohl er irgendwann, in ferner Zukunft, Kinder haben wollte, hatte er eine eigene Familie bisher nicht geplant. Die bescherte ihm nun der spontane und ungeschützte Sex mit Jordana, den sie in der Nacht des Wirbelsturms hatten, als sie Trost und Wärme in den Armen des anderen gefunden hatten. Eins hatte zum anderen geführt und … nun ja, wer spielt, der zahlt.

„Das ist der denkbar schlechteste Augenblick für diese Frage, das ist mir klar, aber hast du nicht verhütet, als wir …?“ Wie dumm von ihm. Das ging ihm auf, kaum dass er die Worte ausgesprochen hatte. Er sah die Bestätigung in ihrem Blick, in dem Traurigkeit und Niedergeschlagenheit aufblitzten. Sie zuckte die Achseln und führte ihn ins Wohnzimmer.

„Setz dich, Tanner. Ich brauche eine Tasse Tee, bevor ich mich um diese Uhrzeit mit dir befassen kann. Tee oder Kaffee?“

Er schaute sie an. Mit ihm befassen? „Kaffee. Aber momentan möchte ich keinen.“

Sie erwiderte seinen Blick. „Wie trinkst du ihn?“

„Ich will dir keine Umstände machen.“

„Ich koche eh welchen. Daher machst du mir weniger Umstände, wenn du einfach auf meine Frage antwortest.“

Die Frau war unglaublich dickköpfig. „Gut. Dann bitte schwarz.“ Zumindest würde er ihre Aufmerksamkeit für die Dauer einer Tasse Kaffee haben, die er langsam trinken würde. Er schaute Jordana nach, wie sie barfuß und hüftschwingend in Richtung Küche verschwand.

Als sie außer Sicht war, machte er es sich in einem der geblümten Ohrensessel bequem und strich sich durchs Haar, das er kurz geschoren trug. Wie hatte er nur so blöd nach ihrer Verhütung fragen können? Normalerweise hatte er keinen ungeschützten Sex. In letzter Zeit hatte er so viel zu tun gehabt, dass es kaum Gelegenheit für geschützten Sex gegeben hatte. Aus offensichtlichen Gründen schlief er nie ohne Kondom mit einer Frau, aber verflucht, Jordana war so initiativ gewesen. So traumhaft fordernd und nachgiebig. Nur ein toter Mann hätte sie abweisen können.

Sobald er an ihre gemeinsame Nacht dachte, regte sich sein Verlangen. Er atmete tief durch und unterdrückte diese Empfindung. Ihr Anblick nach all den Monaten erinnerte ihn daran, wieso er ihr nicht hatte widerstehen können. Mit ihren blonden schulterlangen Haaren und ihrer natürlichen Schönheit war sie verflucht verführerisch, und trotz des Schlamassels, in dem sie steckten, begehrte er sie.

Er beugte sich vor und stützte die Ellbogen auf den Knien ab. Vielleicht gab es nur einen schmalen Grat zwischen Liebe und Hass. Verlangen und Hass, korrigierte er sich rasch. Er kannte sie nicht gut genug, um in sie verliebt zu sein, gleichgültig, wie sein Körper auf sie reagierte, doch er hasste sie nicht. Er war durcheinander und wütend wegen des Verlaufs der Dinge. Das hatte ihn auf diese Formel gebracht. Seine Gefühle liefen gerade ziemlich aus dem Ruder, aber eins wusste er genau. Er hasste die Art und Weise, wie Jordana ihre Schwangerschaft vor...



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