Das alte Rom und die Macht
Buch, Deutsch, 112 Seiten, Format (B × H): 217 mm x 305 mm, Gewicht: 805 g
ISBN: 978-3-8053-5338-0
Verlag: wbg Philipp von Zabern
Vorurteile, sagt schon der römische Autor Publilius Syrus, sind eine schlimme Sache. Ihnen fehlt das Urteil. Wie wahr! Und schlimm ist auch, dass sie dennoch mit wirklichen, seriösen Urteilen verwechselt werden. Das geschieht sogar in der Wissenschaft, die doch auf das Gewinnen richtiger Urteile angewiesen ist. Zu den Aufgaben eines Wissenschaftlers muss daher gehören, dass er Vorurteile bekämpft und zu bekämpfen hilft, die sein eigenes Fachgebiet betreffen. Das ist allerdings nicht leicht. Vorurteile haben ein zähes Leben. Am wohlsten scheinen sie sich dann zu fühlen, wenn sie sich sogar schon im Allgemeinwissen eingenistet haben. Ob sie daraus je wieder zu entfernen sind, lässt sich nur feststellen, indem man es versucht. Der Kampf gegen Vorurteile und der Versuch, sie aus dem allgemeinen Bildungsbestand zu entfernen, gilt in diesem Buch historischen Vorstellungen, die sich mit dem alten Rom verbinden.
Autoren/Hrsg.
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Weitere Infos & Material
6 VORURTEILE UND GESCHICHTE – Ein Vorwort
7 Über Vorurteile und historische Korrektheit
10 Und warum dieses Buch?
11 HERRSCHSUCHT OHNE ENDE? – Roms Weg zur Weltmacht
11 Herrschaft ohne Herrschaft? Die Einigung Italiens
16 Herrschaft wider Willen? Die ersten römischen Provinzen
19 Herrschaft ohne Grenzen? Das Reich der späten Republik
25 Herrschaft der Welt? Das Reich der Kaiserzeit
29 Ein Schlusswort zur Rolle der Herrschsucht
31 HERRSCHAFT DURCH UNTERDRÜCKUNG? – Oder: Das Römische Reich als multi-ethnische Nation
31 Roms Provinzen sind nicht 'Kolonien'
34 Ein Engel zieht Bilanz. Wie gut war Roms Provinzverwaltung?
35 'Mildere Himmel'. Romanisierung und Selbst- Romanisierung
42 Aus Untertanen werden Bürger. Romanisierung als Politikfeld
45 Das Kaiserszepter im Tornister. Romanisierung und politische Mitbestimmung
47 Romanisierung als Halbwahrheit. Das Phänomen der Interkulturation
53 Integration als Gewinn und als Verlust
54 Alle waren Römer. Das Reich als multi-ethnische Nation
55 DEN KRIEG 'IN DEN GENEN'? – Das Klischee vom Militarismus der Römer
57 Soldaten Roms und Römer als Soldaten
59 Die Römer als 'Besatzungsmacht'
61 Die Römer und der Krieg
62 Roms vergessener Pazifismus
63 Ein Altar für den Frieden
65 Der Frieden der 'Soldatenkaiser'
66 WEINEN ECHTE RÖMER NICHT? – Von Strenge, Milde und Brutalität
66 Heroische Männer – heroische Frauen
67 Von Strenge und Sanftmut
69 Gute Lehrer strafen wenig
70 Von Macht und Fürsorge
75 Die Rolle der Gewalt
88 Naturbeherrschung und Kulturlandschaft
96 RESÜMEE
98 ANHANG
98 Anmerkungen
102 Abgekürzt zitierte Literatur
108 Register
111 Bildnachweis
111 Adresse des Autors




