Tjagvad | Fort Lake | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 560 Seiten

Tjagvad Fort Lake

Band 1 & 2 | Die mitreißende New-Adult-Romance-Dilogie von Bestsellerautorin Tess Tjagvad erstmals in einem Band
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98952-091-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Band 1 & 2 | Die mitreißende New-Adult-Romance-Dilogie von Bestsellerautorin Tess Tjagvad erstmals in einem Band

E-Book, Deutsch, 560 Seiten

ISBN: 978-3-98952-091-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Die bewegende College-Romance »Fort Lake« von Tess Tjagvad jetzt als eBook-Sammelband bei dotbooks. Kat startet ihr Studium an der Fort Lake University mit dem Wunsch, ihre schmerzliche Vergangenheit zu vergessen und unauffällig durch ihre Prüfungen zu kommen. Diese Pläne geraten ins Wanken, als sie den attraktiven Carter trifft. Obwohl er ein Frauenheld ist, fühlt sie sich unerwartet stark zu ihm hingezogen, weshalb die beiden sich immer näherkommen. Im Laufe eines Praktikums offenbart Kat ihm schließlich ihr größtes Geheimnis. Doch als die Vergangenheit droht, sie einzuholen, sieht Kat nur einen Ausweg: Ihre Beziehung mit Carter muss enden. Nur wie kann man jemanden vergessen, den man gar nicht vergessen will? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der gefühlvolle Sammelband »Fort Lake« von Autor. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Tess Tjagvad, geb. 1995, ist gelernte Floristin, studiert aber derzeit Germanistik. Unter dem Pseudonym »barelines« avancierte sie auf Wattpad zur #1-Autorin mit u?ber einer halben Million Reads. Tess läuft ständig mit Musik im Ohr herum. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, vertreibt sie sich die Zeit beim Kraftsport oder bei Spaziergängen in der Natur. Die Autorin auf Instagram: instagram.com/tesstjagvad Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin ihre »Fort Lake«-Reihe mit den Romanen »Ich kann dich fühlen« und »Ich kann nicht vergessen« sowie ihre »Circus Grenaldi«-Reihe mit den Romanen »Reach for the Stars« und » Go up in Flames«.
Tjagvad Fort Lake jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


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Kapitel 1


Kat

Man sollte meinen, dass ich mittlerweile ans Umziehen gewöhnt wäre. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass ich etwas oder jemanden zurücklasse. Trotzdem fühlt sich dieser Umzug bedeutender an. Richtiger.

Das liegt nicht nur daran, dass ich dieses Mal freiwillig umziehe, sondern vor allem daran, dass ein Studium an der Fort Lake University immer ein großer Traum von mir gewesen ist.

Und heute soll er sich endlich erfüllen.

Ich stehe auf dem Parkplatz direkt neben dem imposanten Hauptgebäude der FLU, die für die nächsten vier Jahre mein Zuhause sein wird, und komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Alles ist so … riesig. Fast schon einschüchternd.

Die Innenflächen meiner Hände sind schwitzig und mein Herz klopft in einem Tempo, das unter anderen Umständen vermutlich besorgniserregend wäre.

Mom ist bereits dabei, meine Sachen auszuladen, die wir zuvor teils sorgsam, teils wahllos in den Kofferraum gequetscht haben. Bevor ich ihr zur Hand gehe, lasse ich einen letzten flüchtigen Blick über den Parkplatz schweifen, auf dem sich lauter Studentinnen und Studenten tummeln. Die meisten von ihnen interessieren sich nicht für die Neuankömmlinge, anderen hingegen ist deutlich anzusehen, wie genervt sie von der Schar neuer Freshmen sind.

»Hast du heute noch vor, mir zu helfen?« Moms Stimme reißt mich aus meinen Gedanken.

Ich murmele eine undeutliche Entschuldigung und krabbele ins Auto, um die letzten zwei Umzugskartons nach vorne zu ziehen.

»Mein Mädchen wird studieren«, höre ich sie hinter meinem Rücken sagen. »Ich kann’s immer noch nicht fassen. Die erste Akademikerin in unserer Familie! Deine Grandma wäre vor Stolz geplatzt.«

Ich richte mich auf und sehe sie an. »Noch habe ich nicht mal angefangen, Mom. Freu dich also nicht zu früh.«

»Zu spät, ich freue mich doppelt – für uns beide.« Grinsend greift sie nach meinem Koffer, während ich die Kartons aufeinanderschichte und auf den Arm nehme.

Zum Glück besitze ich nicht viel Zeug, das ich brauche.

Wir begeben uns auf den Weg zum Wohnheim, das schätzungsweise sieben Gehminuten vom Hauptcampus entfernt liegt. Der gesamte Gebäudekomplex der FLU wurde im palladianischen Stil gebaut. Bodentiefe Fenster mit Efeuranken und weiße Steinsäulen zieren die rötliche Fassade.

Ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, aber in echt sieht es noch beeindruckender aus als auf meinen Flyern.

»Zum Wohnheim geht’s da lang«, sage ich und deute auf den rechten Pfad. Mom, die ebenfalls ins Schwärmen geraten ist, nickt und folgt mir.

Der lang gezogene Häuserblock des Wohnheimes besteht aus zwölf Einheiten, die »Portale« genannt werden. Dort sind alle Erstsemester untergebracht. Was mir an diesen Häusern besonders gut gefällt, ist die Geschlechtertrennung. Auch wenn ich – zu meinem Entsetzen – auf einigen Internetseiten lesen musste, dass der Wohnheimleiter das nicht immer so genau nimmt.

Wir kommen vor einer halb geöffneten Zimmertür mit der Nummer 11 zum Stehen. Ich gebe ein Seufzen von mir und drehe mich zu meiner Mom um. »Ich denke, ab hier komme ich alleine klar.«

Sie verzieht das Gesicht und versucht, an mir vorbei durch den schmalen Spalt zu linsen, um ihre Neugier zu befriedigen. Vergeblich.

»Na schön«, murmelt sie und breitet ihre Arme aus. Sie weiß, dass ich Umarmungen eher über mich ergehen lasse, als dass ich sie genießen würde. Doch dieses Mal erwidere ich sie, weil ich weiß, dass sie mir fehlen wird.

»Das Haus wird so schrecklich leer sein ohne dich. Mach mich stolz, in Ordnung?«

»Ich versuch’s, Mom.« Ich löse mich von ihr. »Und ja, ich werde mich regelmäßig melden.«

»Das ist gut.« Sie ringt sich ein Lächeln ab und kämpft dabei mit den Tränen. »Und mach mir keine waghalsigen Sachen, hörst du?«

»Ja, Mom.«

»Ich will dich hier nicht wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus abholen müssen.«

Meine Augenbrauen schießen in die Höhe. »Alkoholvergiftung?«

»Was denn?« Sie verschränkt die Arme vor der Brust. »Denkst du, ich habe keine Ahnung von Studentenpartys? Noch bist du nicht einundzwanzig, denk dran.«

Ich verkneife mir ein Augenrollen.

Einerseits bin ich gerührt davon, dass sie sich um mich sorgt, da es Zeiten gab, in denen es sich nicht so angefühlt hat. Andererseits ist ihre Sorge an dieser Stelle vollkommen überflüssig. Partys und Alkohol habe ich längst hinter mir gelassen.

»Du treibst dich zu oft in Internetforen herum«, sage ich.

»Pass einfach auf dich auf.« Sie tätschelt mir den Kopf. »Ich werde dich vermissen.«

»Ich dich auch. Mach’s gut, Mom.«

Schweren Herzens wendet sie mir den Rücken zu und steuert den Ausgang an. Ich schaue ihr nach, bis sie hinter der Flügeltür verschwunden ist. Dann atme ich scharf ein und betrete das Zimmer vor meiner Nase.

Der Raum ist spärlich eingerichtet. Er besitzt ein eckiges Sprossenfenster in der Mitte und links und rechts davon jeweils ein Halbhochbett. Daneben stehen Schreibtische aus dunklem Eichenholz, die aussehen, als hätten sie ihre beste Zeit schon hinter sich. Das würde zumindest den Geruch nach altem Gemäuer erklären, der in der Luft liegt.

Auf der rechten Seite des Zimmers hat sich meine Mitbewohnerin ausgebreitet. Sie steht mit dem Rücken zu mir und verstaut, wild vor sich hin wippend, ihre Kleidung in dem Kleiderschrank. Die großen Kopfhörer auf ihren Ohren deuten darauf hin, dass sie Musik hört und ihr Umfeld ausgeblendet hat. Ich könnte sie anticken und mich vorstellen. Oder aber ich warte einfach ab, was passiert.

Ich stelle die Kartons auf dem Schreibtisch ab, hole meine Koffer von draußen rein und gehe zu dem anderen Bett, um meinen Rucksack darauf abzulegen. Dieser scheint allerdings nicht richtig verschlossen gewesen zu sein, weshalb Sekunden später meine Haarbürste mitsamt meinen Büchern, Tampons und einer Sonnenbrille polternd auf dem Boden landet.

Ich wusste schon immer, wie man einen gelungenen Auftritt hinlegt.

Das Mädchen zuckt zusammen und fährt herum, um mich mit großen Augen anzublinzeln.

»Hey …«, murmele ich.

Ihre Miene klärt sich und plötzlich strahlt sie über das ganze Gesicht. »Jeez, endlich! Ich hatte schon Sorge, ich müsste meine Zeit hier allein totschlagen!«

Meine erste Intuition sagt mir, dass ich sofort zur Verwaltung gehen und ein anderes Zimmer verlangen sollte. Auch ohne dass ich bisher ein Wort mit ihr gewechselt hätte, wird deutlich, dass wir nicht unterschiedlicher sein könnten.

Sie scheint ein Faible für pinken Lippenstift zu haben, der zwar hervorragend zu ihrer Bettwäsche passt, aber auf Kriegsfuß mit ihrer Haarfarbe steht. Die ist nämlich, passend zu ihren Sommersprossen, kupferrot.

Um sie nicht länger ungeniert anzustarren, nicke ich ihr mit einem gezwungenen Lächeln zu und begebe mich in die Hocke, um meine Sachen aufzusammeln, die quer auf dem Boden verstreut liegen.

Als sich ihre Stiefel in mein Sichtfeld schieben, hebe ich den Kopf.

»Ich bin übrigens Vic. Na ja, eigentlich Victoria, aber du merkst selbst, wie langweilig das klingt.« Sie lacht und streckt mir ihre Hand entgegen. »Und du bist?«

Eindeutig überfordert, denke ich.

Dennoch ergreife ich ihre Hand. »Katherine Mason.« Damit es nicht so verkrampft wirkt, schiebe ich noch ein lässiger klingendes »Kat« hinterher.

»Freut mich wirklich«, sagt Vic. »Ich war ziemlich aufgeregt, was das angeht. Klar, wir haben Fragebögen ausgefüllt, aber wer weiß schon, mit was für Leuten die einen hier ins Zimmer stecken, stimmt’s?«

»Richtig …« Sie ist der lebende Beweis dafür, dass diese Bögen bei der Einteilung keine große Rolle gespielt haben können.

»Keine Sorge, wir werden mit Sicherheit gut miteinander auskommen. Ich bin recht unkompliziert.«

»Tatsächlich?« Ich hebe eine Augenbraue.

Wieso kaufe ich ihr das nicht ab?

Wegen ihrer offenherzigen Art, mit der sie mich an Tiffany, meine damalige beste Freundin aus Gaithersburg, erinnert?

Zugegeben, früher hätten wir uns ähnlich sein können, aber inzwischen ziehe ich es vor, mich unter Menschen zu bewegen, die sich eher am Rande der Bildfläche bewegen. Auf diese Weise läuft man keine Gefahr, unfreiwillig zum Gesprächsthema zu werden.

Vic zwinkert mir zu. »Wirst schon sehen. Soll ich dir beim Auspacken helfen? Ich bin fast fertig.«

Ich schaue zu meinen Sachen und wieder zu ihr zurück.

Bevor ich aus dem Auto gestiegen und damit das Studium angetreten bin, habe ich mir nicht nur vorgenommen, meine Vergangenheit ein für alle Mal hinter mir zu lassen, sondern auch an meiner Grundeinstellung zu arbeiten. Wenn ich nicht vorhabe, meine Zeit hier künftig allein zu verbringen, sollte ich mich also um etwas mehr Enthusiasmus bemühen, was das Kontakteknüpfen angeht.

Deshalb fasse ich mir ein Herz und nicke. »Warum nicht?«

Meine Vermutung, dass Vic eine aufgeschlossene und verrückte Persönlichkeit ist, hat sich in der letzten Stunde bestätigt. Sie redet ohne Punkt und Komma, und sobald ich mich nur kurz auf etwas anderes konzentriere, habe ich das Gefühl, die Hälfte davon nicht mitbekommen zu haben.

Ich erfahre, dass sie und ihre Familie aus North Carolina kommen, dass sie ein Geschichtsfreak ist und Archäologie studieren will, dass sie auf Indie-Rock und Krimiserien steht und ihr Geld am liebsten für neue Kleidung ausgibt.

Gerade hilft sie mir dabei, meine Klamotten in den Kleiderschrank zu räumen, als sie einen braunen Faltenrock in die Höhe...



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