E-Book, Deutsch, 208 Seiten
Tubali Die sieben Chakra-Tage
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-89060-491-6
Verlag: Neue Erde
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Energiearbeit im Rhythmus der Woche
E-Book, Deutsch, 208 Seiten
ISBN: 978-3-89060-491-6
Verlag: Neue Erde
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Shai Tubali ist ein internationaler Vortragsredner, Autor und spiritueller Lehrer. Er ist eine der führenden Autoritäten in Europa auf dem Gebiet der Chakren und des feinstofflichen Körpers und hat zwölf Bücher veröffentlicht. Shai Tubali ist auch als akademischer Forscher an der Universität von Leeds tätig und hat mehrere meditationsbasierte therapeutische Methoden entwickelt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Einleitung
Teil 1: Grundlagen
Kapitel I:
Chakren und Wochentage
Kapitel II:
Chakren und menschliche Bedürfnisse
Kapitel III:
Chakra-Persönlichkeitstypen und der Sieben-Tage-Zyklus
Teil 2: Die Chakra-Tage
Kapitel 1: Montag:
Das Wurzelchakra am Tag der Erdung aktivieren
Kapitel 2: Dienstag:
Das Sakralchakra am Tag der Freude aktivieren
Kapitel 3: Mittwoch:
Das Nabelchakra am Tag der Kraft aktivieren
Kapitel 4: Donnerstag:
Das Herzchakra am Tag der Liebe aktivieren
Kapitel 5: Freitag:
Das Halschakra am Tag des Ausdrucks aktivieren
Kapitel 6: Samstag:
Das Stirnchakra am Tag der Weisheit aktivieren
Kapitel 7: Sonntag:
Das Scheitelchakra am Tag des Geistes aktivieren
Zum Schluss
Bibliographie
Endnoten
Über den Autor
I
Chakren und Wochentage
In diesem Buch geht es um die Verbindung zweier alter Traditionen: der Sieben-Tage-Woche und des Chakren-Systems; zwei Traditionen, die vielleicht aufeinander bezogen sind.
Die erste Tradition, der Zyklus der Sieben-Tage-Woche, begann vor etwa 2.600 Jahren und wird bis heute fast überall befolgt: sechs Tage Arbeit und ein Tag Ruhe. Dieses Konzept, das weder natürlich noch selbstverständlich ist, stammt aus dem Judentum, das einen sechstägigen Zyklus ins Leben rief, der im Sabbat gipfelte. Im zweiten Jahrhundert vor der Zeitrechnung wurde unabhängig davon der astrologische Sieben-Tage-Zyklus entwickelt, der sich auf die sieben Planeten bezieht und den Samstag als ersten Tag der Woche betrachtet. Den heute vorherrschenden Sieben-Tage-Zyklus (von Montag bis Sonntag) verdanken wir der Kirche, die die jüdische und die astrologische Woche miteinander verband und aus religiösen und politischen Gründen den ersten Tag der jüdischen Woche – den Sonntag – zu einem eigenen »Hochtag« machte.2
Die zweite Tradition, das Chakren-System, entstand ebenfalls vor etwa 2.600 Jahren, erstmals erwähnt in den hinduistischen Upanishaden und 400 Jahre später in den Yoga Sutras von Patanjali.3 Diese frühen Theorien des feinstofflichen Körpers und seiner Energiezentren oder psychischen Bewusstseinszentren blühten besonders in der späteren Tradition des tantrischen Yoga in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends auf. Damals gab es viele Chakren-Systeme – von einem eher bescheidenen System mit fünf Chakren bis hin zu einundzwanzig –, aber um das fünfzehnte Jahrhundert herum wurde das Sieben-Chakren-Modell zum vorherrschenden System. Mit Hilfe des Orientalisten John Woodroffe und einiger Okkultisten wurde dieses System zu der in der westlichen Welt übernommenen Version, die auch als Leiter der seelischen Entwicklung gesehen wurde.4
Ich hoffe, du hast inzwischen die gemeinsame Basis dieser beiden Traditionen erkannt: den Zyklus der Sieben. Dieser gemeinsame Grundgedanke scheint die sieben Tage und die sieben Chakren mühelos miteinander zu verbinden: sieben Tage für sieben Chakren und andersherum.
Doch bevor wir uns auf diese »Hochzeit« stürzen, sollten wir uns die Grundlagen des Chakren-Systems genauer ansehen.
Was sind Chakren?
Der früheste bekannte Hinweis auf die Chakren in der dokumentierten Geschichte des alten Indien ist dieses Zitat:
[Einige] haben [den Herrn der Liebe] gesehen, wie er auf seinem Wagen reitet, mit sieben Farben als Pferde und sechs Rädern, die die wirbelnden Speichen der Zeit darstellen.5
Das Zitat ist metaphorisch gemeint: Das wahre Selbst in uns fährt auf seinem Wagen mit sieben Farben als Pferde und sechs Rädern. Aber was ist der Wagen, auf dem es mit Weisheit fährt?
Chakren sind Teil einer größeren Entdeckung, die von den alten Sehern in Indien gemacht wurde. Vor mehr als 2.500 Jahren erkannten sie, dass jeder von uns zwei Körper hat. Der erste ist der leicht wahrnehmbare physische Körper und der zweite ist der feinstoffliche oder Energiekörper – der Wagen unseres wahren Selbst. Obwohl jeder unserer Körper seine eigene Anatomie und Physiologie hat, sind die beiden eng miteinander verflochten und haben sogar einige gemeinsame Merkmale.
Der feinstoffliche Körper besteht aus Tausenden von flexiblen und hohlen Kanälen, die die Alten Nadis (wörtlich: »ein Fließen«) nannten. Tatsächlich gehen die tantrischen Schriften davon aus, dass dieses hochkomplexe Netzwerk nicht weniger als 72.000 Nadis enthält! Dieses Netzwerk kann mit unserem physischen Nervensystem verglichen werden, aber seine Funktion ist eine ganz andere: Nadis leiten subtile Energien und Kräfte, etwa Prana (Lebenskraft), die unsere mentale und spirituelle Existenz möglich machen und aufrechterhalten.
Glücklicherweise wird von uns nicht erwartet, dass wir uns des gesamten Netzes bewusst sind. Innerhalb dieser komplexen Struktur sind nur drei wirklich entscheidend, da sie den Fluss des Prana und des Bewusstseins in allen anderen Nadis sowie das Erwachen unseres spirituellen Bewusstseins regeln: der zentrale Kanal (oder Sushumna) und die beiden Seitenkanäle (Pingala und Ida genannt), die sich in einer schlangenartigen Bewegung um ihn herumwinden. Der gerade Zentralkanal verläuft in der Nähe der Vorderseite der Wirbelsäule und wird in der Tat als das energetische Rückgrat betrachtet, das die gesamte Struktur unseres feinstofflichen Körpers trägt. Wie Bäche, die von einem großen Fluss abzweigen und wieder zu ihm zurückkehren, um sich mit ihm zu vereinen, haben die beiden Seitenkanäle sechs Berührungspunkte entlang des Zentralkanals. An genau diesen Punkten befinden sich die ersten sechs Chakren. Die Chakren sind kleinere Kanäle, die an verschiedenen Punkten entlang des zentralen Kanals abzweigen und Räder oder Wirbel bilden (Chakra bedeutet wörtlich übersetzt »Rad«). Wenn man dann noch bedenkt, dass die drei Hauptkanäle in sechs dieser Kraftpunkte zusammenlaufen, versteht man, warum die Chakren als wichtige Energieknotenpunkte angesehen werden. Wie viele Chakren es gibt, hängt davon ab, ob man zwei oder mehr dieser Energiezentren als ein einziges Zentrum betrachtet oder ob man einige von ihnen in Unterzentren aufteilt. Dies ist der Grund für die verschiedenen Chakren-Systeme, die manchmal aus fünf, sechs, acht oder sogar einundzwanzig Chakren bestehen. Die am meisten verbreitete Einteilung ist jedoch das Sieben-Chakren-System, und die Gründe dafür werden im letzten Abschnitt dieses Kapitels erläutert. Die spezifischen Orte der Chakren variieren ebenfalls je nach Tradition, obwohl sie sich nie dramatisch unterscheiden. Oft wird der genaue Ort des Chakras von der Tradition bestimmt, um deren Schüler zu bestimmten Ergebnissen zu führen.
Häufige Chakra-Missverständnisse
Es gibt zwei wichtige Missverständnisse über die Lage und Eigenschaften der Chakren. Erstens wird allgemein angenommen, dass sich die Chakren im vorderen Teil des Körpers, nahe der Haut, befinden. Es stimmt zwar, dass sie dort am unmittelbarsten zu spüren sind, aber in Wirklichkeit handelt es sich nur um die Kontaktzentren oder Triggerpunkte der Chakren, die Kshetra genannt werden. Diese Kontaktpunkte sind von Bedeutung, denn sie sind die Stellen, an denen die Chakren mit der Außenwelt in Berührung kommen, und daher die Schicht, die emotional herausfordernde Situationen oder äußeren Druck am stärksten erlebt. Der eigentliche Sitz der Chakren befindet sich jedoch im Inneren des zentralen Kanals, der Sushumna, nahe der Vorderseite der Wirbelsäule. Bei der Meditation über ein Chakra ist es daher am effektivsten und kraftvollsten, sich mit der Aufmerksamkeit von der Vorderseite zur Körpermitte zu bewegen und dort mit der Kraft des Chakras in Kontakt zu treten.
Eine zweite Quelle der Verwirrung ist der weitverbreitete Glaube, dass Chakren bestimmte Farben und Formen haben. Viele versuchen, die Farbe Grün in ihrem Herzchakra oder die Farbe Lila in ihrem Stirnchakra zu identifizieren. Und die Verwirrung wächst, weil unterschiedliche Traditionen unterschiedliche Farben nahelegen, auf die man sich konzentrieren sollte! Der Grund für diesen Unterschied ist einfach: Jede Tradition knüpft bestimmte Visualisierungen, Mantras, Silben oder Farben an diese Energiezentren, mit der Absicht, die Aktivität des Chakras zu verstärken, seine schlummernden Kräfte zu erwecken oder seine subtile Bewusstseinsschicht zum Zwecke der spirituellen Entwicklung freizusetzen. Der bekannte Ansatz, der die sieben Chakren mit den sieben Farben des Regenbogens in Beziehung setzt, ist rein metaphorisch.
Es ist schön, das Chakren-System damit zu vergleichen, wie sich weißes Licht durch ein Prisma in sieben Farben bricht, aber lasse dich nicht beirren, wenn du diese Farben in deinen Chakren nicht finden kannst. In diesem Buch biete ich dir an, die Regenbogenfarben und das, was traditionell »Saatklänge« genannt wird, zu verwenden, um deine tägliche Chakra-Praxis zu verbessern, aber denke daran, dass dies nur Methoden sind, keine Beschreibungen. Die Saatklänge (Beej-Mantras), die aus der Welt des tantrischen Hinduismus stammen, sind Schwingungen, die durch die Stimme erzeugt werden: Jeder der sieben Klänge wird verwendet, um ein bestimmtes Chakra zu stimulieren.
Die Rolle der Chakren
Die Chakren sind nicht nur mechanische Leiter und Regulatoren feinstofflicher Energien. Was sie wirklich wichtig macht, ist die Tatsache, dass sie als Zentren des Austauschs zwischen den physischen, energetischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Schichten unseres Seins fungieren. Chakren schaffen Kontaktpunkte zwischen diesen Dimensionen und ermöglichen den Übergang von Energie von einer Dimension zur anderen.
So besitzen die Chakren beispielsweise die Fähigkeit, feinstoffliche Energien in physische Energien umzuwandeln und andersherum. Diese einzigartige Position an der Schnittstelle zwischen dem physischen...




