Tück | Erinnerung an die Zukunft | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 760 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm

Tück Erinnerung an die Zukunft

Das Zweite Vatikanische Konzil
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-451-80034-4
Verlag: Verlag Herder
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Das Zweite Vatikanische Konzil

E-Book, Deutsch, 760 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm

ISBN: 978-3-451-80034-4
Verlag: Verlag Herder
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das II. Vaticanum hat das Selbstverständnis der katholischen Kirche erneuert und eine dialogische Öffnung zur Moderne vollzogen. Das große und erfreulich positive Echo, das der vorliegende Band gefunden hat, ist Anlass für diese aktualisierte und um einige Beiträge erweiterte Neuauflage. "Hier kommt der neueste Stand der Forschung zur Sprache. Studierende und Lehrende der Theologie werden auf dieses Kompendium kaum verzichten können." (S. Pemsel-Maier)

Tück Erinnerung an die Zukunft jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


… in mundo huius temporis …


Die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils im kulturellen Transformationsprozess der Gegenwart: Das Textcorpus des Zweiten Vatikanischen Konzils ist ein konstitutioneller Text des Glaubens

Peter Hünermann, Tübingen

Zur Eröffnung des Wiener Symposions „Erinnerung an die Zukunft“ möchte ich einige Gedanken über „die Bedeutung des II. Vatikanums im kulturellen Transformationsprozess der Gegenwart“ vortragen und mit einer Vorbemerkung beginnen, die das Konzil als ein gefährliches Unternehmen kennzeichnet.

Ich möchte dies in wenigen Strichen begründen.

  1. Wir stehen nicht nur in Europa, sondern in ähnlicher Weise in Kanada und den USA wie in den lateinamerikanischen Ländern in einer tiefgreifenden Kirchenkrise. Es zerbröselt gleichsam der Sockel, auf dem das Glaubensleben der Menschen, die Kirche, in den zurückliegenden Jahrhunderten gebaut war. Der rapide Rückgang der Gottesdienstbesucher, das Ausscheren der jüngeren Bevölkerungsschichten aus dem Überlieferungsprozess des Glaubens, sind beängstigend. Der Schrumpfungsprozess der geistlichen Berufungen in Korrelation zu den katholischen Bevölkerungszuwächsen ist inzwischen zu einem immensen Problem geworden. Das Konzil war angetreten unter der Hoffnung auf ein neues Pfingsten. Ist nicht das Gegenteil der Fall?
  2. Darüber hinaus ziehen sich – quer durch die Gemeinschaft der Glaubenden – scharfe Auseinandersetzungen um das Verständnis des Konzils. Sie sind wie trennende Gräben in der kirchlichen Landschaft. Was steht in kathpedia, der von Linz aus gesteuerten katholischen Enzyklopädie nicht alles zu lesen! Es hat mir die Sprache verschlagen.
  3. Nach der Ansprache Papst Benedikts in Freiburg, einer Begegnung mit hochengagierten Christen, Männern und Frauen, hatte man den Eindruck: Es gibt keinen Dialog in der Kirche. Kirche wird administriert. In diesem Kontext die Bedeutung des Konzils in einem Vortrag erörtern: Ein gefährliches, weil der akuten Gefahr von Missverständnissen, Verwirrungen, Streitereien ausgesetztes Unternehmen.
  4. Hinzu kommt, dass das Corpus der Konstitutionen, Dekrete und Erklärungen des Zweiten Vatikanischen Konzils keineswegs in allem völlig ausgeglichen und transparent ist. Um ein Bild zu gebrauchen: Das Konzil hat den riesigen Acker, Gottes Saatfeld, umgebrochen, aber die Schollen liegen noch groß und schwer da. Es muss geeggt und gesät werden, damit der Acker Frucht trägt. Von daher die gesteigerte Gefährlichkeit des Versuchs, in einem Beitrag die Bedeutung des II. Vatikanums mit seinen vielen Dokumenten im unübersichtlichen kulturellen Transformationsprozess der Gegenwart zu umreißen.1

Dieses Unternehmen trägt nur Frucht, wenn wir uns gemeinsam einlassen auf die Regel, die Ignatius von Loyola am Beginn seines Exerzitienbüchleins dem, der die Exerzitien gibt, und dem Exerzitanten ans Herz legt: „… dass jeder gute Christ bereitwilliger sein soll, die Behauptung des Nächsten zu retten als sie zu verdammen; und wenn er sie nicht retten kann, so frage er, wie er sie verstehe …“. Nur so kann die Isolierung, können die Sprachlosigkeiten, die Unterstellungen von Einseitigkeiten und Missverständnissen überwunden werden.

Wir beginnen mit einer These, welche die Überschrift des Vortrages erläutert und die Gliederung anzeigt:

Dem Zweiten Vatikanischen Konzil kommt in der Abfolge der Konzilien eine eigene Stellung zu:

Veranlasst durch die Moderne,

stellt das Zweite Vatikanische Konzil eine theologische Besinnung auf die gesamte Traditionsgeschichte der Kirche dar,

konzentriert in zwei Reihen von Eckpunkten.

Dadurch wird die Katholizität der Kirche in neuer Weise aufgedeckt.

Die einzelnen Zeilen geben jeweils die Abfolge der Argumentation wieder.

Wir beginnen mit der ersten Zeile:

1. „Dem Zweiten Vatikanischen Konzil kommt in der Abfolge der Konzilien eine eigene Stellung zu“


Christoph Theobald hat in seiner großen fundamentaltheologischen Untersuchung „La réception du Concile Vatican II“2 seinen ersten Teil überschrieben: „Qu’est-ce que c’est qu’un concile?“ Seine These lautet: Der Streit um das Zweite Vatikanische Konzil beruht darauf, dass die Identität, das eigene Profil des Konzils nicht erkannt ist. So arbeitet er auf den ersten einhundert Seiten seines Werkes zunächst das unterschiedliche Profil der für Ost und West gemeinsamen Konzilien von Nikaia bis ins 9. Jahrhundert aus, deren Ziel jeweils die Überwindung einer Häresie war und die Wiedergewinnung des consensus antiquitatis sowie des vertikalen und zeitgenössischen Konsensus. Dies ergibt einen anderen Typus von Konzilien als in den mittelalterlichen Generalsynoden, in denen es wesentlich um die Reform der Kirche an Haupt und Gliedern geht, und zwar in je unterschiedlicher Weise von der cluniazensischen Reform bis zu den Konzilien von Konstanz, Basel, Ferrara-Florenz. Trient und das I. Vatikanum bilden demgegenüber nochmals je eigene Gestalten. Und das Zweite Vatikanische Konzil?

2. „Veranlasst durch die Moderne“


Im Vorwort und in der expositio introductiva in Gaudium et spes (GS 1–3 u. GS 4–10) charakterisieren die Konzilsväter in prägnanter Weise die sachliche Veranlassung des Konzils: „Heute befindet sich das Menschengeschlecht in einer neuen Epoche seiner Geschichte, in der sich tiefgehende und rasche Veränderungen Schritt für Schritt über den gesamten Erdkreis ausbreiten“ (GS 4,2). In GS 5,1 wird diese Neuprägung so charakterisiert: „Die heutige Unruhe der Herzen und die Veränderung in den Lebensbedingungen sind mit einer umfassenderen Umwandlung der Dinge verbunden (ampliori rerum transmutatione connectuntur), durch die bewirkt wird, dass bei der Ausbildung des Geistes die mathematischen und die Naturwissenschaften bzw. vom Menschen selbst handelnden Wissenschaften in der Ordnung des Handelns oder die aus diesen Wissenschaften hervorgehenden technischen Fertigkeiten ein wachsendes Gewicht erlangen. Dieser wissenschaftliche Geist formt die kulturelle Anschauung und die Denkweisen anders als früher. Die technischen Fertigkeiten schreiten so weit voran, dass sie das Antlitz der Erde umformen. … Auch über die Zeiten weitet der menschliche Geist gewissermaßen seine Herrschaft aus: Über die Vergangenheit mit Hilfe der historischen Erkenntnisse über die Zukunft durch Prognose und Planung. In ihrem Fortschritt verhelfen Biologie, Psychologie und Sozialwissenschaften nicht nur den Menschen zu einer besseren Erkenntnis seiner selbst, sondern sie helfen ihm auch, unter Anwendung technischer Methoden auf das Leben der Gesellschaften unmittelbar Einfluss auszuüben“.

Diese Auswirkungen von Wissenschaft, Forschung, Technik, die damit verbundenen Produktions- und Wirtschaftsformen, die enormen Machtzuwächse verwandeln nicht nur das traditionelle Ethos, sie betreffen ebenso den Glauben und das religiöse Leben. Auf der einen Seite, so konstatiert Gaudium et spes, „läutert das schärfere Urteilsvermögen das religiöse Leben von einem magischen Weltverständnis“. „Andererseits aber entfernen sich breite Volksmassen praktisch von der Religion“ (GS 7).

Es ist erstaunlich, wie genau die Konzilsväter die Situation charakterisiert haben. Sie haben die zahlreichen Systeme vor Augen, in denen Menschen in globaler Weise zu leben beginnen: Wirtschaftssysteme, Bildungssysteme, Rechtssysteme, die Systeme der Arbeit, Gesellschaftssysteme, Staatssysteme, die das Leben der Menschen vermitteln und von Grund auf verändern. Diese Systeme prägen das Leben, weil hier hochkomplexe, aus vielen Teilen und Momenten bestehende Organisationsstrukturen gebildet sind, die mit wissenschaftlichen Begriffen fassbar sind. Mit der traditionellen Ontologie ist diese Realität nicht mehr zu fassen. Was die Konzilsväter nicht zu Stande bringen, ist die philosophisch-begriffliche Analyse dieses radikal veränderten Lebenskontextes. Sie haben nur sehr anfängliche Kenntnisse von Kant, Fichte, Schelling, Hegel,3 von Maréchal und Blondel, von Husserl und Heidegger4. Sie sind weitgehend geprägt von der Neuscholastik und vertraut mit einer Theologie, die ganz selbstverständlich als wissenschaftliches Instrumentar die aristotelischen Begriffe „Wesen“ bzw. „natura“, „Substanz“, „Bewegung“, „Ursache“, „Ziel“ gebrauchte, wobei der Prototyp des Seienden, das analogatum princeps, der natürliche Gegenstand ist. Mit diesem Begriff war seit der griechischen klassischen Philosophie die Vorstellung von einer gestuften Rangfolge der Naturen verbunden. Das formale Prinzip Gott zu denken nach Art der via eminentiae ist von Anselm formuliert worden: Id quo maius cogitari nequit. Und noch bei Descartes wird Gott substantia infinita genannt, Spinoza spricht von Deus sive substantia, und für Leibniz ist Gott die unendliche Monade im Unterschied zu den anderen Monaden.

Die Aneignung des transzendentalen und phänomenologischen Denkens5 wie die Durchdringung des modernen Systemdenkens, die damit verknüpfte gründende Funktion der Freiheit im Bezug auf alle Regelsetzung – nun nicht aus der Sicht der Philosophie – vielmehr aus der Sicht des Glaubens und der Theologie steht noch ganz in den Anfängen. Karl Rahner sucht in seiner Dissertation „Geist in Welt“ im Ausgang von Thomas von Aquin einen Zugang dazu. Die „katholische Heideggerschule“, repräsentiert etwa durch Max Müller, Johannes B. Lotz, Bernhard Welte, Gustav Siewerth,...


Schönborn, Christoph
Christoph Kardinal Schönborn, geb. 1945, ist Mitglied des Dominikanerordens und seit 1995 Erzbischof von Wien. Er war Sekretär der Redaktions-Kommission für den Katechismus der Katholischen Kirche und ist Mitglied der Kongregationen für die Glaubenslehre, für die Orientalischen Kirchen und für das Katholische Bildungswesen. 1998 bis 2020 war er Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Schönborn nahm an den Bischofssynoden 2014 und 2015 teil. 2015 war er Moderator der deutschen Sprachgruppe

Gabriel, Ingeborg
Ingeborg G. Gabriel ist emeritierte Professorin für Sozialethik am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Universität Wien.

Prügl, Thomas
Thomas Prügl, geb. 1963, ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Wien.

Söding, Thomas
Thomas Söding, geb. 1956, Dr. theol., Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Berater der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz, seit 2021 Vizepräsident des Zentralkomitees deutscher Katholiken und Vizepräsident des Synodalen Weges, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Künste Nordrhein-Westfalen.

Tück, Jan-Heiner
Jan-Heiner Tück, Dr. theol, wurde 1967 geboren und ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er ist Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift „Communio“ und des OnlinePortals www.communio.de; Initiator der Wiener Poetikdozentur „Literatur und Religion“; Mitglied der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Theologischen Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz. Vielfältige Veröffentlichungen unter anderem zum Austausch mit der Gegenwartsliteratur sowie Diskussionsbände mit Jan Assmann. Zuletzt erschienen: „Gelobt seist du, Niemand“. Paul Celans Dichtung – eine theologische Provokation, 3. Auflage, Freiburg 2023 sowie Crux. Über die Anstößigkeit des Kreuzes, 2. Auflage, Freiburg 2023.

Reikerstorfer, Johann
Johann Reikerstorfer, geb. 1945, Dr. phil., Dr. theol., emeritierter o. Universitäts-Professor, 1979-2011 Vorstand des Instituts für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, seit 1994 enge wissenschaftliche Kooperation mit Johann Baptist Metz.

Pock, Johann
geboren 1965, Priester der Diözese Graz-Seckau, Lizentiat in Bibelwissenschaften in Rom, Promotion in Graz, Habilitation in Tübingen, Professor für Pastoraltheologie und Homiletik (2007–2010 in Bonn, seit März 2010 in Wien).

Kasper, Walter
Walter Kasper, geb. 1933, Professor für Dogmatik, 1989-1999 Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 1999 nach Rom berufen, 2001 zum Kardinal erhoben, bis 2010 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.

Schlosser, Marianne
Marianne Schlosser, Dr. theol. habil., Professorin für Theologie der Spiritualität an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien

Jäggle, Martin
Martin Jäggle, geb. 1948, Dr. theol., Professor für Religionspädagogik und Katechetik an der Universität Wien.

Fürlinger, Ernst
Ernst Fürlinger, geb. 1962, Dr. theol., Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Religionspädagogik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Schwienhorst-Schönberger, Ludger
Ludger Schwienhorst-Schönberger, geb. 1957, Dr. theol., 2007-2022 Professor für Alttestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Pittl, Sebastian
Sebastian Pittl lehrt Theologie an der Universität Tübingen.

Hünermann, Peter
Peter Hünermann (1929-2025), Prof. Dr. Dr. h.c., nach Studien der Philosophie und Theologie in Rom, München und Freiburg Professor für Dogmatik in Münster und Tübingen. Mitbegründer und langjähriger Präsident der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie.

Moga, Ioan
Ioan Moga, geboren 1979, ist Assoziierter Professor für Orthodoxe Theologie am Institut für Historische Theologie der Universität Wien und Koordinator des dortigen orthodoxen Ausbildungsschwerpunkts im Bereich Religionspädagogik.

Gerhards, Albert
Albert Gerhards, geb. 1951, ist emeritierter Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Geschichte, Theologie und Praxis der Liturgie, Ökumene, Kirchenmusik, Kirche und Kunst, Judentum und Christentum.

Tück, Jan-Heiner
Jan-Heiner Tück, Dr. theol, wurde 1967 geboren und ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er ist Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift „Communio“ und des OnlinePortals www.communio.de; Initiator der Wiener Poetikdozentur „Literatur und Religion“; Mitglied der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Theologischen Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz. Vielfältige Veröffentlichungen unter anderem zum Austausch mit der Gegenwartsliteratur sowie Diskussionsbände mit Jan Assmann. Zuletzt erschienen: „Gelobt seist du, Niemand“. Paul Celans Dichtung – eine theologische Provokation, 3. Auflage, Freiburg 2023 sowie Crux. Über die Anstößigkeit des Kreuzes, 2. Auflage, Freiburg 2023.

Feulner, Hans-Jürgen
Hans-Jürgen Feulner, geboren 1965, Studium der Philosophie, Theologie und Philologie des christlichen Orients in München, Kaslik (Libanon), Rom, Wien und Tübingen; seit 2002 Universitätsprofessor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der Katholisch- Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Appel, Kurt
Kurt Appel, geb. 1968, Dr. phil. Dr. theol., Studium der Katholischen Theologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik an der Universität Wien, seit 2011 Professor für Theologische Grundlagenforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, seit 2010 Gastprofessor an der Facoltà Teologica dell´Italia Settentrionale, seit 2010 Sprecher der interdisziplinären Forschungsplattform „Religion and Transformation in Contemporary European Society“ an der Universität Wien

Kühschelm, Roman
Roman Kühschelm, geb. 1952, ordentlicher Universitätsprofessor Mag. Dr., Institut für Bibelwissenschaft / Abteilung Neues Testament, Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien.

Polak, Regina
Regina Polak wurde 1967 geboren und ist Universitätsprofessorin für Praktische Theologie und Interreligiösen Dialog an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Interreligiöser Dialog, Werteforschung, Religion und Migration, sowie Fragen einer Kirche im Umbruch. Jüngste Publikation: „Values – Politics – Religion: The European Values Study. In-depth-Analysis – Interdisciplinary Perspectives – Future Prospects“. Springer (open access) 2023.

Hoping, Helmut
Helmut Hoping, geb. 1956, Dr. theol. habil., Professor em. für Dogmatik und Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg i.Br.

Schelkshorn, Hans
Hans Schelkshorn, Dr. theol. und Dr. phil., habilitierte 2007 an der Universität Wien. Dort ist er seit 2019 als Universitätsprofessor für Philosophie am Institut für interkulturelle Religionsphilosophie der Katholisch-theologischen Fakultät angestellt.

Theobald, Christoph
Christoph Theobald SJ, geb. 1946, Dr. theol., Dr. h. c. mult. ; Professor i.R. (vormals für Systematische Theologie, Fundamentaltheologie und Dogmatik an den Facultés Loyola – Paris); Inhaber des Karl Rahner Lehrstuhls der Facultés Loyola und Leiter der Französischen Rahner-Ausgabe ; Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Istituto per le scienze religiose (Bologna, Italien); Herausgeber der Reihe Unam Sanctam bei den Éditions du Cerf; Mitglied der theologischen Kommission der römischen Synode über die Synodalität.

Langthaler, Rudolf
Rudolf Langthaler, geb. 1953 in Amstetten (Niederösterreich); Studium der Philosophie, Katholischen Theologie und Germanistik. Promotion zum Dr. phil 1978; Habilitation in Philosophie an der Universität Wien 1988. Professor für Philosophie an der Katholischen Privatuniversität Linz von 1991–1999; 1999-2018 o. Univ.-Prof. für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Koch, Kurt
Kardinal Kurt Koch wurde 1950 geboren und war von 1995 bis 2010 Bischof von Basel. Zuvor war er Professor für Dogmatik und Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Luzern. 2010 wurde er zum Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt, er leitet das Dikasterium bis heute.

Schockenhoff, Eberhard
Eberhard Schockenhoff (1953-2020), Dr. theol., war Professor für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, von 2001 bis 2016 Mitglied des Nationalen bzw. Deutschen Ethikrats, seit 2009 ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und seit 2010 Mitglied in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.  Seine profilierten Beiträge zu innerkirchlichen Fragen und Problemstellungen fanden durchweg Widerhall in Kirche und Theologie. Als wichtiger Brückenbauer unterstützte er nachdrücklich den Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland. Durch sein Engagement im Nationalen bzw. Deutschen Ethikrat erlangte er durch seine Beiträge zu Fragen der Lebensethik Bekanntheit weit über die Fachgrenzen hinaus und trat als eloquenter Gesprächspartner in den verschiedenen Kontexten in Erscheinung.Schockenhoff zählte zu den produktivsten und meistgelesenen theologischen Autoren der Gegenwart, der seine verlegerische Heimat im Verlag Herder gefunden hatte. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: Zur Lüge verdammt? Politik, Medien, Medizin, Justiz, Wissenschaft und die Ethik der Wahrheit (2000/2005), Wie gewiss ist das Gewissen? (2003), Grundlegung der Ethik (2007/2014), Theologie der Freiheit (2007), Ethik des Lebens (2009/2013), Chancen zur Versöhnung? Die Kirche und die wiederverheirateten Geschiedenen (2011), Erlöste Freiheit – Worauf es im Christentum ankommt (2012), Die Bergpredigt (2014), Kein Ende der Gewalt? Friedensethik für eine globalisierte Welt (2018) und Frieden auf Erden? Weihnachten als Provokation (2019).Seine postum veröffentlichte Sexualethik Die Kunst zu lieben. Unterwegs zu einer neuen Sexualethik (2021) stößt im Kontext der Debatten des Synodalen Weges auf breite Resonanz und wird von wichtigen Fachvertretern als Referenzwerk und Pflichtlektüre (Konrad Hilpert) gewürdigt. Schockenhoffs wichtige Impulse für eine erneuerte, menschenfreundliche Moralverkündigung wirken fort. Seine eigene Stimme und Präsenz wird in den aktuellen kirchlichen Auseinandersetzungen jedoch schmerzlich vermisst.

Fuchs, Ottmar
geb. 1945, war Professor für Pastoraltheologie und Kerygmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät Bamberg und später Professor für Praktische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Autor zahlreicher pastoraltheologischer Veröffentlichungen. Zuletzt erschien sein Buch „Ihr aber seid ein priesterliches Volk“. Ein pastoraltheologischer Zwischenruf zu Firmung und Ordination.

Jan-Heiner Tück, Dr. theol, wurde 1967 geboren und ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er ist Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift „Communio“ und des OnlinePortals www.communio.de; Initiator der Wiener Poetikdozentur „Literatur und Religion“; Mitglied der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Theologischen Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz. Vielfältige Veröffentlichungen unter anderem zum Austausch mit der Gegenwartsliteratur sowie Diskussionsbände mit Jan Assmann. Zuletzt erschienen: „Gelobt seist du, Niemand“. Paul Celans Dichtung – eine theologische Provokation, 3. Auflage, Freiburg 2023 sowie Crux. Über die Anstößigkeit des Kreuzes, 2. Auflage, Freiburg 2023.

 Kurt Appel, geb. 1968, Dr. phil. Dr. theol., Studium der Katholischen Theologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik an der Universität Wien, seit 2011 Professor für Theologische Grundlagenforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, seit 2010 Gastprofessor an der Facoltà Teologica dell´Italia Settentrionale, seit 2010 Sprecher der interdisziplinären Forschungsplattform „Religion and Transformation in Contemporary European Society“ an der Universität Wien

Albert Gerhards, geb. 1951, ist emeritierter Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Geschichte, Theologie und Praxis der Liturgie, Ökumene, Kirchenmusik, Kirche und Kunst, Judentum und Christentum.

Ernst Fürlinger, geb. 1962, Dr. theol., Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Religionspädagogik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Ingeborg G. Gabriel ist emeritierte Professorin für Sozialethik am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Universität Wien.

Helmut Hoping, geb. 1956, Dr. theol. habil., Professor em. für Dogmatik und Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg i.Br.

Peter Hünermann (1929-2025), Prof. Dr. Dr. h.c., nach Studien der Philosophie und Theologie in Rom, München und Freiburg Professor für Dogmatik in Münster und Tübingen. Mitbegründer und langjähriger Präsident der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie.

Martin Jäggle, geb. 1948, Dr. theol., Professor für Religionspädagogik und Katechetik an der Universität Wien.

Walter Kasper, geb. 1933, Professor für Dogmatik, 1989-1999 Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 1999 nach Rom berufen, 2001 zum Kardinal erhoben, bis 2010 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.

Kardinal Kurt Koch wurde 1950 geboren und war von 1995 bis 2010 Bischof von Basel. Zuvor war er Professor für Dogmatik und Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Luzern. 2010 wurde er zum Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt, er leitet das Dikasterium bis heute.

Roman Kühschelm, geb. 1952, ordentlicher Universitätsprofessor Mag. Dr., Institut für Bibelwissenschaft / Abteilung Neues Testament, Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien.

Rudolf Langthaler , geb. 1953 in Amstetten (Niederösterreich); Studium der Philosophie, Katholischen Theologie und Germanistik. Promotion zum Dr. phil 1978; Habilitation in Philosophie an der Universität Wien 1988. Professor für Philosophie an der Katholischen Privatuniversität Linz von 1991–1999; 1999-2018 o. Univ.-Prof. für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Ioan Moga, geboren 1979, ist Assoziierter Professor für Orthodoxe Theologie am Institut für Historische Theologie der Universität Wien und Koordinator des dortigen orthodoxen Ausbildungsschwerpunkts im Bereich Religionspädagogik.

Sebastian Pittl lehrt Theologie an der Universität Tübingen.

geboren 1965, Priester der Diözese Graz-Seckau, Lizentiat in Bibelwissenschaften in Rom, Promotion in Graz, Habilitation in Tübingen, Professor für Pastoraltheologie und Homiletik (2007–2010 in Bonn, seit März 2010 in Wien).

Regina Polak wurde 1967 geboren und ist Universitätsprofessorin für Praktische Theologie und Interreligiösen Dialog an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Interreligiöser Dialog, Werteforschung, Religion und Migration, sowie Fragen einer Kirche im Umbruch. Jüngste Publikation: „Values – Politics – Religion: The European Values Study. In-depth-Analysis – Interdisciplinary Perspectives – Future Prospects“. Springer (open access) 2023.

Thomas Prügl, geb. 1963, ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Wien.

Johann Reikerstorfer, geb. 1945, Dr. phil., Dr. theol., emeritierter o. Universitäts-Professor, 1979-2011 Vorstand des Instituts für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, seit 1994 enge wissenschaftliche Kooperation mit Johann Baptist Metz.

Hans Schelkshorn, Dr. theol. und Dr. phil., habilitierte 2007 an der Universität Wien. Dort ist er seit 2019 als Universitätsprofessor für Philosophie am Institut für interkulturelle Religionsphilosophie der Katholisch-theologischen Fakultät angestellt.

Marianne Schlosser, Dr. theol. habil., Professorin für Theologie der Spiritualität an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien

Eberhard Schockenhoff (1953-2020), Dr. theol., war Professor für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, von 2001 bis 2016 Mitglied des Nationalen bzw. Deutschen Ethikrats, seit 2009 ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und seit 2010 Mitglied in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.  

Seine profilierten Beiträge zu innerkirchlichen Fragen und Problemstellungen fanden durchweg Widerhall in Kirche und Theologie. Als wichtiger Brückenbauer unterstützte er nachdrücklich den Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland. Durch sein Engagement im Nationalen bzw. Deutschen Ethikrat erlangte er durch seine Beiträge zu Fragen der Lebensethik Bekanntheit weit über die Fachgrenzen hinaus und trat als eloquenter Gesprächspartner in den verschiedenen Kontexten in Erscheinung.

Schockenhoff zählte zu den produktivsten und meistgelesenen theologischen Autoren der Gegenwart, der seine verlegerische Heimat im Verlag Herder gefunden hatte. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: Zur Lüge verdammt? Politik, Medien, Medizin, Justiz, Wissenschaft und die Ethik der Wahrheit (2000/2005), Wie gewiss ist das Gewissen? (2003), Grundlegung der Ethik (2007/2014), Theologie der Freiheit (2007), Ethik des Lebens (2009/2013), Chancen zur Versöhnung? Die Kirche und die wiederverheirateten Geschiedenen (2011), Erlöste Freiheit – Worauf es im Christentum ankommt (2012), Die Bergpredigt (2014), Kein Ende der Gewalt? Friedensethik für eine globalisierte Welt (2018) und Frieden auf Erden? Weihnachten als Provokation (2019).

Seine postum veröffentlichte Sexualethik Die Kunst zu lieben. Unterwegs zu einer neuen Sexualethik (2021) stößt im Kontext der Debatten des Synodalen Weges auf breite Resonanz und wird von wichtigen Fachvertretern als Referenzwerk und Pflichtlektüre (Konrad Hilpert) gewürdigt. Schockenhoffs wichtige Impulse für eine erneuerte, menschenfreundliche Moralverkündigung wirken fort. Seine eigene Stimme und Präsenz wird in den aktuellen kirchlichen Auseinandersetzungen jedoch schmerzlich vermisst.

Christoph Kardinal Schönborn, geb. 1945, ist Mitglied des Dominikanerordens und seit 1995 Erzbischof von Wien. Er war Sekretär der Redaktions-Kommission für den Katechismus der Katholischen Kirche und ist Mitglied der Kongregationen für die Glaubenslehre, für die Orientalischen Kirchen und für das Katholische Bildungswesen. 1998 bis 2020 war er Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Schönborn nahm an den Bischofssynoden 2014 und 2015 teil. 2015 war er Moderator der deutschen Sprachgruppe

Ludger Schwienhorst-Schönberger, geb. 1957, Dr. theol., 2007-2022 Professor für Alttestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Thomas Söding, geb. 1956, Dr. theol., Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Berater der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz, seit 2021 Vizepräsident des Zentralkomitees deutscher Katholiken und Vizepräsident des Synodalen Weges, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Künste Nordrhein-Westfalen. 

Christoph Theobald SJ, geb. 1946, Dr. theol., Dr. h. c. mult. ; Professor i.R. (vormals für Systematische Theologie, Fundamentaltheologie und Dogmatik an den Facultés Loyola – Paris); Inhaber des Karl Rahner Lehrstuhls der Facultés Loyola und Leiter der Französischen Rahner-Ausgabe ; Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Istituto per le scienze religiose (Bologna, Italien); Herausgeber der Reihe  Unam Sanctam bei den Éditions du Cerf; Mitglied der theologischen Kommission der römischen Synode über die Synodalität.

Hans-Jürgen Feulner, geboren 1965, Studium der Philosophie, Theologie und Philologie des christlichen Orients in München, Kaslik (Libanon), Rom, Wien und Tübingen; seit 2002 Universitätsprofessor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der Katholisch- Theologischen Fakultät der Universität Wien.

geb. 1945, war Professor für Pastoraltheologie und Kerygmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät Bamberg und später Professor für Praktische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Autor zahlreicher pastoraltheologischer Veröffentlichungen. Zuletzt erschien sein Buch „Ihr aber seid ein priesterliches Volk“. Ein pastoraltheologischer Zwischenruf zu Firmung und Ordination.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.