Tzschaschel | Wie war das noch? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 480 Seiten

Reihe: Arkana

Tzschaschel Wie war das noch?

Schulwissen, neu aufpoliert
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-641-05808-1
Verlag: Goldmann
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Schulwissen, neu aufpoliert

E-Book, Deutsch, 480 Seiten

Reihe: Arkana

ISBN: 978-3-641-05808-1
Verlag: Goldmann
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Vergessenes Schulwissen leicht verständlich aufgefrischt

Mendel’sche Gesetze? Prozentrechnen? Die Gründung Roms? Wie war das noch ...? Nützliches Schulwissen unterhaltsam und leicht verständlich aufzufrischen und damit die ein oder andere Lücke in der Allgemeinbildung zu schließen steht im Fokus dieses Buches. Von Deutsch über Biologie bis hin zu Kunst und Musik erläutert P.M.-Redakteur Martin Tzschaschel kompetent und unterhaltsam alles Wissenswerte. Was einen in diesem Buch nicht erwartet: Alles, was schon in der Schule langweilig war und die Ahnung hervorrief, das brauche ich nie wieder.
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Deutsch


Grammatik und Co.: Eigentlich ganz einfach


»Ich liebe Dir. Ich liebe Dich. Wie man das schreibt, das weiß ich nicht. Ist die Grammatik auch nicht richtig, ich liebe Dir, und das ist wichtig.« So kann man es natürlich sehen. Aber fühlt man sich nicht doch besser, wenn man weiß, was richtig und was falsch ist? Und ist es nicht sogar ein bisschen peinlich, wenn selbst hochbezahlte Manager ihre Briefe »mit freundlichen Grüssen« (statt »Grüßen«) beenden? Womöglich schreiben sie auch noch ihrer Geliebten: »Ich küße Deine Füsse« – aber vielleicht fällt der das ja nicht einmal auf.

Es richtig zu machen, ist gar nicht schwer, wie die folgenden Seiten zeigen – gerade die Frage, ob man ein Wort mit »ss« oder mit »ß« schreibt, muss man sich nie wieder stellen, wenn man die kinderleichte Regel auf Seite 32 gelesen hat. Neben solchen Grundlagen der Rechtschreibung finden Sie in diesem Kapitel auch Wichtiges zu Grammatik und Zeichensetzung. Und am Ende folgen ein paar typische Deutschfehler sowie Tipps, wie man sie vermeiden kann.

Was Ihnen in diesem Kapitel erspart bleibt:

All das, was schon in der Schule langweilig war und die Ahnung hervorrief: Das brauche ich nie wieder. Zum Beispiel Textinterpretationen, Erörterungen und Gliederungen. Was ebenso fehlt, sind abstrakte Regeln, die sich kein normaler Mensch merken kann (»Im Plural dekliniert man meist stark wie nach Adjektiven ohne vorangehendes Pronomen«).

Grammatik: Imperativ, Infinitiv und Co.


Wer mit der deutschen Sprache aufgewachsen ist, macht sich über ihre Grammatik meist keine Gedanken – oder nur vorübergehend, wenn die Schule es verlangt. Man spricht so, wie man es von klein auf gelernt hat, nämlich nach dem Gefühl. Und darauf kann man sich ja meist verlassen. Aber nicht immer, und manchmal wüsste man vielleicht auch gerne genauer, was man da eigentlich spricht oder schreibt. Deshalb beginnt dieses Kapitel mit einer Übersicht über die wichtigsten Begriffe.

Buchstaben


a, e, i, o, u sind Vokale (auch Selbstlaute oder tönende Buchstaben genannt); ä, ö, ü sind Umlaute. Alle anderen Buchstaben sind Konsonanten. Eine Sonderstellung nimmt das Y ein: Es kann als Vokal (Sylt, Lydia) und als Konsonant (Yacht) verwendet werden.

Wortarten: Das Verb (Tätigkeitswort)


Die Grundform eines Verbs nennt man Infinitiv (z. B. gehen, essen, schlagen)

Aktiv: Ich schlage.
Passiv: Ich werde geschlagen.
Indikativ (Wirklichkeitsform): Der Koch arbeitet schnell.
Konjunktiv (Möglichkeitsform): Er sagt, er arbeite schnell.
Imperativ (Befehlsform): Sei still! Arbeite!

In den Wörtern kaufen und Kaufvertrag ist »Kauf« der Wortstamm. Er kann mit einem Präfix (Vorsilbe) erweitert werden: einkaufen, Verkauf. Und er kann mit einer Endung versehen werden, dem Suffix: kaufte, käuflich.

Transitive Verben können die Passivform bilden: essen – der Kuchen wird gegessen; lieben – sie wird geliebt.

Intransitive Verben haben kein Passiv: gehen, arbeiten, sterben (die Passivform »gegangen werden« gibt es nicht).

Die Zeiten


Präsens (Gegenwart): Ich gehe.

Imperfekt (einfache Vergangenheit): Ich ging.

Perfekt (vollendete Vergangenheit): Ich bin gegangen.

Plusquamperfekt (Vorvergangenheit): Ich war gegangen.

Futur I (Zukunft): Ich werde gehen.

Futur II (vollendete Zukunft): Ich werde gegangen sein.

Es gibt starke und schwache, regelmäßige und unregelmäßige Verben. Was ist der Unterschied? Häufig werden schwache Verben mit regelmäßigen gleichgesetzt und starke Verben mit unregelmäßigen – doch das ist nicht ganz richtig:

Starke Verben enden im Perfekt mit »…en« (ich habe gesungen); sie verändern ihren Wortstamm (ich singe – ich sang). Eselsbrücke: Die starkEN VerbEN endEN im Perfekt auf -EN.

Schwache Verben enden im Imperfekt mit »…te« (schenkte, wanderte) und im Perfekt mit »…t« (geschenkt, gewandert).

Wenn sie ihren Wortstamm behalten, sind sie regelmäßige Verben (ich schenke – ich schenkte). Wenn sie ihren Wortstamm verändern, sind sie unregelmäßige Verben (ich denke – ich dachte).

Die Verben »haben« und »sein« nennt man Hilfsverben, weil sie einem »richtigen« Verb (Vollverb) helfen und allein noch keinen Sinn ergeben: Ich bin gelaufen, er hat gelacht. In manchen Fällen können sie aber auch zum Vollverb werden (Sie hat kein Geld; das Hemd ist schön.).

Verbformen, die wie ein Adjektiv verwendet werden, nennt man Partizip. Es gibt sie als Partizip der Gegenwart (Partizip Präsens): fließend, erwachend, laufend. Und als Partizip der Vergangenheit (Partizip Perfekt): geflossen, erwacht, gelaufen.

Es gibt sechs Verben, mit denen man keine Befehlsform bilden kann: können, wollen, sollen, dürfen, müssen, mögen. Dies sind Modalverben.

Ihnen folgt fast immer ein Vollverb: Ich will gehen; ihr könnt kommen.

Indirekte Rede: habe, hätte — oder wie?


Mit der indirekten Rede gibt man Äußerungen wieder, ohne sie wörtlich zu zitieren. Am besten wählt man den einfachen Konjunktiv (Möglichkeitsform), damit liegt man immer richtig: Paul sagt, ihm habe der Film gefallen; Lena beteuerte, sie sei nicht am Tatort gewesen; Anja meint, sie finde den Sonnenschirm zu groß.

Ebenso ist der Konjunktiv II möglich. Mit ihm lässt sich das Gesagte besser anzweifeln: Der Verkäufer sagt, der Teppich wäre ein Schnäppchen (statt »der Teppich sei ein Schnäppchen«). Außerdem kann man mit dieser Möglichkeitsform ausdrücken, dass etwas irreal, also nicht wirklich oder nur vorgestellt ist: Paul sagt, ihm hätte der Film gefallen, wenn ihm nicht mittendrin schlecht geworden wäre.

Wortarten: Das Substantiv (Hauptwort)


Hierzu gehören Personen und Gegenstände (Kind, Tisch), aber auch Namen (Schweiz) und abstrakte Dinge (Glück). Jedes Substantiv hat ein Geschlecht: der (männlich), die (weiblich) oder das (Neutrum = sächlich).

Singular (Einzahl): das Kind
Plural (Mehrzahl): die Kinder

Es gibt vier Fälle, in denen ein Hauptwort stehen kann. Am leichtesten erkennt man sie, wenn man danach fragt:

  1. Frage: Wer? Antwort: das Kind = Nominativ
  2. Frage: Wessen? Antwort: des Kindes = Genitiv
  3. Frage: Wem? Antwort: dem Kind = Dativ
  4. Frage: Wen oder was? Antwort: das Kind = Akkusativ

Hier ein Beispielsatz, in dem alle vier Fälle vorkommen: Er (Nominativ) sieht das Kind (Akkusativ), wie es mit dem Ball (Dativ) des Hundes (Genitiv) spielt.

Ein Substantiv wird auch Nomen genannt. Geschlecht heißt auch Genus. Singular und Plural sind der Numerus. Der Fall, in dem ein Wort steht (z. B. Genitiv) wird auch als Kasus bezeichnet.

Wortarte: Der Artikel (Begleiter/Geschlechtswort)


Man unterscheidet zwischen bestimmtem Artikel (das Kind) und unbestimmtem Artikel (ein Kind).

Wortarten: Das Pronomen (Fürwort)


Pronomen benutzen wir ständig. Ohne sie würden die meisten Sätze seltsam klingen: Der Mann geht vor dem Haus des Mannes spazieren, weil der Hund des Mannes Bewegung braucht. Stattdessen sagen wir: Der Mann geht vor seinem Haus spazieren, weil sein Hund Bewegung braucht. »Seinem« und »sein« sind Pronomen.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Pronomen, unter anderem Personalpronomen (wir, euch), Reflexivpronomen (sich, z. B. er wäscht sich), Possessivpronomen (sie zeigen Besitz an, zum Beispiel mein, euer), Demonstrativpronomen (sie weisen auf etwas hin, z. B. dieses, jene, diejenigen), Relativpronomen (sie leiten Relativsätze ein, z. B. »Pech, das unvermeidlich ist«).

Das lateinische Wort »pro« heißt »für«. Ein Pronomen ist also ein Wort, das für ein Nomen (Hauptwort) steht. Es ersetzt das Hauptwort.

Wortarten: Adjektiv (Eigenschaftswort) und Adverb (Umstandswort)


Ein Adjektiv beschreibt meist die Eigenschaft eines Hauptworts:...


Tzschaschel, Martin
Martin Tzschaschel, Jahrgang 1954, schreibt als leitender Redakteur beim Wissensmagazin P.M. über medizinische und psychologische Themen und ist Autor des Buches "Wie war das noch? Schulwissen neu aufpoliert".



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