Liebe Besucherinnen und Besucher,
aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, 975 Seiten
Reihe: SAP Press
Utecht / Zierau SAP für Energieversorger
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-8362-8190-4
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Herausforderungen, Lösungsarchitekturen, Werkzeuge
E-Book, Deutsch, 975 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-8190-4
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Erfahren Sie, welche SAP-Lösungen Sie dabei unterstützen, den Herausforderungen in der Energiewirtschaft zu begegnen. Dieses Buch zeigt, wie Sie mit aktuellen SAP-Technologien wie HANA, Cloud Platform und Leonardo eine zukunftsfähige IT-Infrastruktur aufbauen. Entscheider, IT-Manager und Berater lernen, wie sie den Vertrieb, das Verteil- und Übertragungsnetz, den Messstellenbetrieb sowie die Energieerzeugung neu ausrichten können, um die Digitalisierung und die Energiewende zu meistern.
Aus dem Inhalt:
- SAP HANA
- SAP Cloud Platform
- SAP Leonardo
- SAP Hybris Cloud Portfolio/SAP Hybris Revenue Cloud
- SAP S/4HANA (On-Premise, Hybrid, Cloud)
- Cloudangebot zur Marktkommunikation
- Verteilnetz und Infrastrukturmanagement
- Intelligente Messsysteme/Messstellenbetrieb
- Kapital-, Portfolio- und Projektmanagement
- Instandhaltung/Asset Management
- Risikomanagement und Regulation im Energiehandel
- Vereinfachung der Netznutzungsrechnung
- Cloud 4 Energy
- Personalprozesse mit SAP SuccessFactors
- SAP Ariba und SAP Fieldglass
- Sicherheit, Berechtigungen und Datenschutz
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Geleitwort von Dr. Frank Schmidt: Wandel zu gestalten erfordert faire Partnerschaften ... 25
Geleitwort von Bernd Leukert: Software wird zur Strategie ... 27
Vorwort und Danksagung ... 29
Einleitung ... 33
1. Der Versorgungsmarkt im Wandel ... 41
1.1 ... Geschichtlicher Hintergrund ... 41
1.2 ... Kohle- und Kernkraft ... 44
1.3 ... Liberalisierung der deutschen Energiewirtschaft ... 45
1.4 ... Konsequenzen der Liberalisierung ... 47
1.5 ... Die Energiewende ... 54
1.6 ... Der Kunde und der Mitarbeiter ... 60
1.7 ... Veränderung der Geschäftsmodelle, neue Marktteilnehmer ... 63
1.8 ... Trends in der Versorgungsindustrie ... 70
1.9 ... Ausblick auf aktuelle und zukünftige Technologien ... 86
2. SAPs Antwort auf die Herausforderungen im Versorgungsmarkt ... 103
2.1 ... Lösungsübersicht und technische Sicht ... 107
2.2 ... Integration der Komponenten ... 110
2.3 ... Die neue vertriebliche Ausrichtung eines Versorgers ... 111
2.4 ... Cloud-Ausrichtung eines Versorgers für den Netzbereich ... 119
2.5 ... Neue Cloud-Optionen frühzeitig miteinbeziehen ... 126
2.6 ... Lösungen für Lieferanten ... 126
2.7 ... Lösungen für das Netz ... 128
2.8 ... Lösungen für die Erzeugung ... 130
2.9 ... Lösungen für Messstellenbetreiber ... 132
2.10 ... Transformation in eine neue Welt ... 134
3. Die Innovationsplattform als Basis der Veränderung ... 137
3.1 ... Historie und Erfahrungen mit In-Memory ... 139
3.2 ... Komponenten und Architektur der SAP-HANA-Plattform ... 140
3.3 ... SAP IQ ... 164
3.4 ... SAP Sybase ASE ... 166
3.5 ... SAP Vora ... 167
3.6 ... SAP Data Hub ... 169
3.7 ... SAP EIM ... 170
3.8 ... Sicherheitsfunktionen in SAP HANA ... 175
3.9 ... Analysewerkzeuge und Präsentationsebene ... 177
3.10 ... Die SAP Cloud Platform ... 179
4. Der digitale Kern als Unternehmensgedächtnis ... 229
4.1 ... Geschäftsprozesse in SAP S/4HANA Utilities umsetzen ... 229
4.2 ... SAP S/4HANA Finance ... 244
4.3 ... SAP S/4HANA Logistics ... 249
4.4 ... SAP-Fiori-Apps ... 256
4.5 ... Nutzung von Plattformdiensten in der Anwendung ... 265
4.6 ... Beschleunigung durch native SAP-HANA-Fähigkeiten ... 265
4.7 ... Operatives Reporting mit CDS Views ... 266
4.8 ... Customer-Management-Integration in S/4HANA Utilities ... 269
4.9 ... Ausblick auf SAP S/4HANA Utilities ... 271
4.10 ... SAP S/4HANA Cloud ... 272
5. Anpassungen beim Lieferanten -- der Kunde im Fokus ... 289
5.1 ... Das Commodity-Geschäft (Energie) -- Skalierung und Profitabilität ... 292
5.2 ... Neue Produkte/neue Vertriebskanäle ... 297
5.3 ... Neue Dienstleistungen ... 299
5.4 ... Den Kunden kennen und die Marke treiben ... 300
5.5 ... Betrachtung der Wertschöpfungskette und Business Capabilities -- Kernaufgaben des Lieferanten ... 301
5.6 ... Überblick der SAP-Hybris-Lösungen zur Adressierung der Kernanforderungen ... 302
5.7 ... Digitales Marketing und Customer Journey mit SAP Hybris Marketing ... 304
5.8 ... Zusätzliche Vertriebskanäle mit SAP Hybris Commerce erschließen ... 312
5.9 ... SAP Hybris Cloud for Sales: Vertriebsunterstützung aus der Cloud ... 336
5.10 ... SAP Hybris Cloud for Service: Kundeninteraktion aus der Cloud ... 365
5.11 ... Neue Geschäftsmodelle erfordern neues Denken in der Abrechnung -- mit SAP Hybris Revenue Management ... 381
5.12 ... SAP Hybris Billing für erweiterte Abrechnungsszenarien ... 399
5.13 ... Konvergenz der Industrien: SAP Big Data Margin Assurance ... 411
5.14 ... SAP Customer Engagement Center und Multichannel-Callcenter ... 421
5.15 ... Ausblick auf die Produktdatenbank ... 423
6. Veränderungen beim Verteilnetzbetreiber -- die Effizienz im Mittelpunkt ... 427
6.1 ... Herausforderungen im Infrastrukturmanagement ... 430
6.2 ... Neues Denken: Einführung und Betreiben von Flexibilitätsoptionen ... 434
6.3 ... Synergien nutzen: Dienstleistungen für Dritte ... 437
6.4 ... Betrachtung von Wertschöpfungskette und Business Capabilities: Kernaufgaben des VNBs ... 438
6.5 ... Asset-Management ... 439
6.6 ... Asset Information Governance ... 494
6.7 ... Vorhersagende Instandhaltung (Predictive Maintenance) ... 496
6.8 ... SAP Environment, Health, and Safety Management ... 509
6.9 ... Abbildung weiterer Anforderungen des Verteilnetzbetreibers ... 519
7. Die Rolle des Übertragungsnetzbetreibers -- Datendrehscheibe der Zukunft ... 521
7.1 ... Anforderungen an Kapital-/Portfolio- und Projektmanagement ... 523
7.2 ... Infrastrukturmanagement ... 526
7.3 ... Datendrehscheibe ÜNB ... 527
7.4 ... Regulatorik/Anreizregulierung ... 528
7.5 ... Beschaffung von Regelenergie auf Auktionen ... 529
7.6 ... Betrachtung der Wertschöpfungskette und Business Capabilities: Kernaufgaben der ÜNBs ... 532
7.7 ... Portfolio- und Projektmanagement für Investitionsprojekte ... 533
7.8 ... Abbildung weiterer Anforderungen des Übertragungsnetzbetreibers ... 542
8. Der Messstellenbetreiber -- neue Ausgestaltung einer bekannten Aufgabe ... 545
8.1 ... Ausgestaltung der Marktrolle des MSBs ... 548
8.2 ... Die Funktion des Gateway-Administrators ... 552
8.3 ... Roll-out-Planung und -Umsetzung ... 555
8.4 ... Der Betrieb der Messstelle: umfangreiche Ausgestaltung ... 556
8.5 ... Wertschöpfungskette und Business Capabilities: Kernaufgaben des Messstellenbetreibers ... 558
8.6 ... Roll-out intelligenter Messsysteme und moderner Messeinrichtungen umsetzen ... 559
8.7 ... Beispiel: Betrieb eines iMSBs und GWAs ... 563
8.8 ... Umsetzung von Prozessen im Messstellenbetrieb ... 573
8.9 ... Umsetzung von Prozessen der Gateway-Administration ... 580
8.10 ... Umsetzung der Sicherheitsanforderungen ... 584
8.11 ... Ausblick ... 586
9. Die Erzeuger -- von zentral zu dezentral, von fossil zu erneuerbar ... 589
9.1 ... Optimierung bei Wartung und Instandhaltung ... 592
9.2 ... Die Betriebskosten im Auge behalten ... 593
9.3 ... Kapital-, Portfolio- und Projektmanagement bei Zu- und Rückbau ... 595
9.4 ... Aufbau virtueller Kraftwerke und Vermarktungsmodelle ... 595
9.5 ... Erweiterte Geschäftsfelder: Von Kooperationen zu neuen Angeboten ... 597
9.6 ... Betrachtung der Wertschöpfungskette und Business Capabilities: Kernaufgaben im Erzeugungsbereich ... 598
9.7 ... Intelligente Überwachung, Instandhaltung und Echtzeitsteuerung von Windenergieanlagen ... 600
9.8 ... Abbildung weiterer Anforderungen des Erzeugungsbereichs ... 608
10. Der Handel -- spezialisierter Teil der Wertschöpfungskette ... 611
10.1 ... Risikomanagement und regulatorische Vorschriften ... 613
10.2 ... Volatilität am Markt ... 616
10.3 ... Kooperationen und Dienstleistungen ... 617
10.4 ... Wertschöpfungskette und Business Capabilities -- Kernaufgaben des Handels ... 621
10.5 ... Beispielarchitekturen zur Umsetzung von Prozessen im Handelsbereich ... 622
11. Service und Dienstleistungsbereich ausbauen ... 631
11.1 ... Kernanforderungen eines Dienstleisters ... 633
11.2 ... Wertschöpfungskette und Business Capabilities für Dienstleister ... 635
11.3 ... Umsetzung der Anforderungen in eine Lösungsarchitektur ... 636
12. Effizienz bei unternehmensübergreifenden Aufgaben -- neue Ansätze der Digitalisierung ... 641
12.1 ... Akzeptanz der unterstützenden IT-Systeme bei Endanwendern ... 644
12.2 ... Anforderungen an die IT ... 646
12.3 ... Anforderungen der Geschäftsführung und Führungskräfte aus dem Fachbereich umsetzen ... 648
12.4 ... Simplifizierte Ansätze für die Marktkommunikation ... 661
12.5 ... eDocuments als Plattform zum elektronischen Austausch von Rechnungen? ... 673
12.6 ... Versorgerspezifisches Reporting mit SAP BW/4HANA ... 677
12.7 ... Regulatorisches Reporting neu denken ... 689
12.8 ... Simplifizierung der Netznutzungsrechnung? Ein Diskussionsansatz ... 696
12.9 ... Geschäftsmodelle mit SAP-Leonardo-Mobilitätslösungen umsetzen ... 703
12.10 ... SAP Cloud for Energy: Energielogistik mit neuer Ausrichtung ... 711
12.11 ... SAP Leonardo Blockchain: Innovationsbeschleuniger für die Versorger ... 718
12.12 ... Machine Learning in der Versorgungsindustrie ... 731
13. Querschnittfunktionen im Unternehmen -- die digitale Ende-zu-Ende-Betrachtung ... 739
13.1 ... Anforderungen in der Beschaffung ... 739
13.2 ... SAP Ariba -- die Beschaffung auf neue Beine stellen ... 742
13.3 ... SAP Fieldglass -- Unternehmensbelegschaft um externe Arbeitnehmer ergänzen ... 769
13.4 ... Anforderungen einer modernen Personalwirtschaft ... 773
13.5 ... Betriebsmodelle und Bereitstellungsmodelle für das SAP-HCM-Portfolio ... 796
13.6 ... Zur SAP-HCM-Strategie von SAP ... 799
14. Datenschutz und Datensicherheit als ganzheitliche Unternehmensaufgabe ... 801
14.1 ... EU-Datenschutzgrundverordnung im Kontext der SAP-ERP-Lösungen ... 803
14.2 ... Ziele des Datenschutzes ... 804
14.3 ... Datenarten und Zugriffsberechtigungen ... 807
14.4 ... Datenschutz durch SAP ILM ... 809
14.5 ... Governance, Risk Management and Compliance in der IT ... 822
14.6 ... Risiken gewachsener Identitäts- und Berechtigungsvergaben ... 824
14.7 ... Digitale Identitäten ... 827
14.8 ... Lebenszyklus einer Identität: Identity Management ... 835
14.9 ... Wenn Regeln verletzt werden: Systemangriffe ... 844
14.10 ... UI-basierter Datenschutz ... 852
15. Nächste Schritte für den Wandel ... 859
15.1 ... Entwurf, Planung, Implementierung und Wartung von Unternehmensarchitekturen: Exkurs zu TOGAF ... 859
15.2 ... Leitfaden zur Modellierung von Anforderungen: das Domänenmodell ... 863
15.3 ... Strategischer Ansatz einer Transformations-Roadmap ... 885
15.4 ... SAP-S/4HANA-Umsetzungs-Roadmap ... 898
15.5 ... SAP-S/4HANA-Migration ... 911
15.6 ... Unterstützende SAP-Tools für die Transformation ... 914
16. Schlussbetrachtung ... 921
A. Abkürzungsverzeichnis ... 925
B. Literaturverzeichnis ... 945
C. Die Autoren ... 953
Index ... 961
Einleitung
Als die Diskussion rund um die Digitalisierung begann, sind viele IT-Abteilungen von ihren Geschäftsführungen aufgefordert worden, eine gleichlautende Strategie und Roadmap für das Unternehmen vorzulegen. Digitalisierung, so die Begründung, sei schließlich ein IT-Thema und müsste von der zuständigen Fachabteilung gelöst werden. Die Diskussionen hierzu sind in der Energiewirtschaft die letzten zwei Jahre sehr ernsthaft geführt worden. Einzelne Initiativen wurden identifiziert und sollten mit einem kurz- bzw. mittelfristigen Business Case unterlegt werden. Eine langfristige und strategische Sichtweise fehlte oftmals. Hinzu kamen und kommen eine Reihe gesetzlicher Anforderungen, die es umzusetzen gilt. Die Bindung von Investitionsmitteln und Ressourcen ist die Folge. Gleichzeitig sahen sich die Fachabteilungen mit einem dynamischen Marktumfeld und erheblichen Anforderungen an alte und potenziell neue Geschäftsmodelle konfrontiert. Fachbereichsentscheidungen wurden an der IT vorbei getroffen, um schnell die kurzfristigen Anforderungen umzusetzen. Es wurden neue Vorgehensmodelle eingeführt, um die Schwächen der Organisation zu nivellieren. Die Stichworte Agilität und Flexibilität wurden überstrapaziert.
Neue Lösungen und Technologien in der Informationsverarbeitung unterstützten die Wahrnehmung scheinbar einfacher Lösungen. Diese Beschreibung markiert die Eckpunkte einer Situation, in der sich viele Unternehmen der deutschen Energiewirtschaft befinden – tiefgreifende Veränderungen in den Unternehmen der Versorgungsindustrie, rasanter Fortschritt in der IT-Technologie und umfangreiche regulatorische Änderungen und Eingriffe in die Leitplanken des Marktes. Abbildung 1 zeigt die betrieblichen Herausforderungen der Digitalisierung; Abbildung 2 die sich ändernden Rahmenbedingungen.
Abbildung 1 Auswirkungen der Digitalisierung (Quelle: SAP)
Und so bewegen sich die Versorger in einer Zieltrias unternehmerischen Handelns (siehe Abbildung 3). Diese Entscheidungen müssen sich drei wesentlichen Fragestellungen unterwerfen: der Umsetzung der regulatorischen Anforderungen, der Kostenoptimierung innerhalb aller Unternehmensbereiche und dem Erschließen neuer Geschäftsfelder. Das Ganze findet vor dem Hintergrund eines bereits deutlich angespannten Finanzrahmens statt. Die Veränderungen der letzten Jahre haben ihre Spuren hinterlassen.
Die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen ist hierbei unstrittig. Werden die geforderten Marktregeln nach Verordnungslage sowie die gesetzlichen Anforderungen, zu denen auch Sicherheit und Datenschutz gehören, nicht erfüllt, können die Unternehmen kurz- bis mittelfristig schlicht nicht am Marktgeschehen teilnehmen oder gehen ein hohes finanzielles Risiko ein.
Abbildung 2 Digitalisierung in der Versorgungswirtschaft (Quelle: SAP)
Durch den gesteigerten Wettbewerbsdruck, das Wegbrechen traditioneller Teile der Wertschöpfungskette, aber auch gesetzliche Eingriffe sind die Unternehmen gefordert, jegliche Prozesse auf Einsparungen hin zu durchleuchten. Investitionen werden sich an den gestiegenen Anforderungen an die Effizienz messen lassen müssen.
Abbildung 3 Zieltrias der Versorger für unternehmerisches Handeln
Zudem hat die Suche nach neuen Geschäftsfeldern, die die wegbrechenden Umsätze und Gewinnbeiträge aus gewohnten Unternehmensbereichen kompensieren sollen, längst begonnen. Um neue Dinge mit überschaubaren Aufwand auszuprobieren, werden Modelle gesucht, die Flexibilität bieten, aber bestehende und gut etablierte Unternehmensprozesse nicht gefährden (siehe Abbildung 4).
Abbildung 4 Umdenken bei Geschäftsmodellen und Geschäftsprozessen (Quelle: SAP)
In der Umsetzung ihrer Entscheidungen sind die Unternehmen jedoch nicht ganz frei von äußeren Einflüssen. Rechtliche Rahmenbedingen, der Wandel in der Informationstechnologie wie auch in der Versorgungsindustrie bzw. bei versorgungsrelevanten Technologien sowie der Wettbewerb aus fremden Branchen sind zu beachtende Einflussgrößen.
Schaut man sich demgegenüber einschlägige Begriffsdefinitionen der Digitalisierung an, kommen diese im 21. Jahrhundert zu dem Schluss, dass sie von disruptiven Technologien, innovativen Geschäftsmodellen sowie Automatisierung, Flexibilisierung oder auch Individualisierung geprägt sind. Diese Epoche der IT-Entwicklung folgt der Automatisierung von Unternehmensprozessen durch Bürokommunikation und ERP-Systeme in den letzten Jahrzehnten.
SAP stellt sich dieser Herausforderung auch in der Versorgungsbranche und verfolgt die Vision für ein modernes, zukunftssicheres Unternehmen (siehe Abbildung 5) mit ganzheitlichen Lösungen, kombiniert mit höherer Flexibilität.
Abbildung 5 Verbindung vom Transaktionssystem und Innovationssystem im modernen Unternehmen (Quelle: SAP)
Mit der Skizzierung eines bimodalen IT-Modells unterstützt SAP die Transformation der Unternehmen in ein datengetriebenes, digitales und serviceorientiertes Wirtschaftsumfeld.
Genau den hier skizzierten Spannungsbogen sollen die beiden Bücher SAP S/4HANA Utilities. Das Handbuch für Energieversorger und das hier vorliegende SAP für Energieversorger. Herausforderungen, Lösungsarchitekturen, Werkzeuge aufgreifen.
Das Buch SAP S/4HANA Utilities beschäftigt sich mit dem Modus 1. Der digitale Kern umfasst SAP-Lösungskomponenten für hochgradig automatisierte und standardisierte Kernprozesse mit langen Innovationszyklen. Hier stellt SAP mit SAP S/4HANA Utilities ein neues, modernes ERP-System inklusive Industriekomponente zur Verfügung. SAP S/4HANA verknüpft jegliche Geschäftsprozesse, die in einem Unternehmen anfallen, und nutzt Echtzeitinformationen (Real-time Analytics) zur gezielten Prozessoptimierung und -automatisierung.
Ausgehend von den derzeitigen Landschaften rund um ein SAP ERP mit SAP for Utilities für die wichtigsten kaufmännischen Prozesse werden neue und bekannte Funktionalitäten des zukünftigen digitalen Unternehmensgedächtnisses beschrieben. Getätigten Investitionen der Vergangenheit wird Rechnung getragen, indem ein klarer Pfad aufgezeigt wird. Zudem wird mit neuen Funktionalitäten auf die heutigen Anforderungen reagiert. Mit SAP S/4HANA Utilities existiert ein wesentlicher Grundstein für die Digitalisierung und wird ein erster großer Schritt in der Transformation gegangen. Das Buch erscheint im August 2018 bei SAP PRESS.
Dieses Buch, SAP für Energieversorger, greift die Gesamtarchitektursicht im Zusammenspiel von Modus 1 und Modus 2 auf. Erweiterungen für neue, differenzierende Geschäftsmodelle und schnell anpassbare Prozesse werden in der Digital Innovation Platform umgesetzt. Auf Basis der SAP Cloud Platform stellt SAP eine Vielzahl von Software-as-a-Service-(SaaS-)Anwendungen bereit, die die schnelle Einführung sowie den kosteneffizienten Betrieb neuer Geschäftsprozesse ermöglicht und mit bestehenden Prozessen integriert. Darüber hinaus bietet sie eine ideale Basis für strategische, kundenspezifische oder partnergetriebene Softwareerweiterungen. Beispiele und Anregungen finden Sie hier ebenso.
Die Digitalisierung geht einher mit disruptiven Technologien, der Erweiterung von Geschäftsmodellen und einer flexiblen Unternehmensarchitektur. In unterschiedlicher Detailtiefe wird beschrieben, wie die einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette sukzessive durch Ergänzung Ihrer Landschaft auf die Veränderungen reagieren können.
Beide Bücher bilden eine Einheit. Sie stellen die Komplexität, die Herausforderungen, aber auch Wege zur schrittweisen Umsetzung dar. Sie nehmen die individuellen Anforderungen der Kunden auf, berücksichtigen deren individuelle Geschwindigkeiten und zeigen Optionen zur Umsetzung. Sie sind zugleich Einladung zur Diskussion, um diesen Wandel gemeinsam zu gestalten. Gerade wenn wir gemeinsam den Weg in die Digitalisierung beschreiten, sind links und rechts des Weges noch viele neue, unbekannte Herausforderungen zu erwarten. Eine klare Vision hilft jedoch, den inneren Kompass nicht zu verlieren.
Aufbau des Buches
Kapitel 1, »Der Versorgungsmarkt im Wandel«, beschreibt ausgehend von den historischen Wurzeln die sich ändernden Rahmenbedingungen, wie sie bis heute massiv auf den Versorgungsmarkt einwirken. Sie sind die Basis für die Notwendigkeit der Neuausrichtung der deutschen Versorger. Diese Veränderung stellt neue Anforderungen an eine unterstützende IT-Infrastruktur. SAP reagiert auf diese Anforderungen und richtet seine Planungen daraufhin aus. Diese werden in Kapitel 2, »SAPs Antwort auf die Herausforderungen im Versorgungsmarkt«, skizziert. Grundlage einer sich ändernden Anwendungs- und Unternehmenslandschaft ist die darunterliegende Plattform. Diese Basis bestehender und zukünftiger Innovationen werden in Kapitel 3, »Die Innovationsplattform als Basis der Veränderung«, aufgegriffen.
Vor...




