Buch, Deutsch, 212 Seiten, Format (B × H): 128 mm x 187 mm, Gewicht: 264 g
Reihe: edition
Buch, Deutsch, 212 Seiten, Format (B × H): 128 mm x 187 mm, Gewicht: 264 g
Reihe: edition
ISBN: 978-3-944359-82-3
Verlag: Schruf & Stipetic
Dezember 1993 bis März 1994. In Serbien herrscht Isolation und Rezession infolge der Sanktionen gegen das Milosevic-Regime.
Obwohl die Zeiten hart sind, streift der Autor täglich durch Belgrad, notiert seine Beobachtungen und was die Leute ihm von sich erzählen. Es entsteht das Tagebuch eines Winters, eine Liebeserklärung an Belgrad.
Zielgruppe
Wer sich für Südosteuropa, insbesondere Serbien,
Weitere Infos & Material
„Ein Winter in Belgrad“ entstand 1993/1994, in einer Zeit von Depression und Hyperinflation. „Ich ernährte mich von Maisbrei und Sauerkraut“, sagt Srdan Valjarevic selbst über diese Zeit.
Vier Monate lang streift er durch seine Stadt, jeden Tag hält er drei Beobachtungen fest – mal sind es Assoziationen und Bilder, unkommentiert wie durch den Blick einer Kamera, mal hintergründige Alltagsgeschichten und Alltagsdramen, aber auch gesellschaftliche, politische und philosophische Überlegungen. Daneben lässt er auch andere Belgrader zu Wort kommen. „Dieses Buch hat vierzig Helden und sechs Ehrengäste“, schreibt Valjarevic. Die HeldInnen sind vierzig junge Menschen, die er zu ihrem Leben, ihren Ängsten und Träumen befragt und die ihm ihre Geschichte erzählen. Die Ehrengäste sind bekannte KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, die uns und dem Autor einen ganz privaten Vortrag schenken.
Valjarevic zeichnet ein Panorama der Stadt Belgrad unter dem Miloševic-Regime, er schildert den allgemeinen gesellschaftlichen Stillstand und die Perspektivlosigkeit der damaligen Jugend in ihrem ganzen Ausmaß. Valjarevics Tagebuch zeigt auf lakonische und doch zugewandte Art, wie seine Mitmenschen in dieser Situation ihren Alltag meistern.
Susanne Böhm




