Veryan | Scotland Lovesong - Ein unverschämter Gentleman | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 445 Seiten

Reihe: Scotland Lovesong

Veryan Scotland Lovesong - Ein unverschämter Gentleman

Roman - Band 6 | »Bridgerton« trifft »Outlander« in dieser großen Schottlandsaga
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96655-967-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman - Band 6 | »Bridgerton« trifft »Outlander« in dieser großen Schottlandsaga

E-Book, Deutsch, Band 6, 445 Seiten

Reihe: Scotland Lovesong

ISBN: 978-3-96655-967-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eine Lady spielt mit dem Feuer: Der Liebesroman »Scotland Lovesong - Ein unverschämter Gentleman« von Patricia Veryan jetzt als eBook bei dotbooks. An der stürmischen Küste Englands, 1746 ... Die junge Lady Rosamond ist auf einer dringlichen Mission: Zur Ehrenrettung ihrer Familie reist sie aus Frankreich in ihre Heimat Sussex zurück. Was hat sich ihre törichte Cousine bloß dabei gedacht, Hals über Kopf mit einem Mann zu verschwinden? Dieser Skandal muss schnellstmöglich unter den Teppich gekehrt werden! Vor lauter Aufregung ist Rosamund jedoch unachtsam, stürzt auf der Überfahrt - und sinkt ausgerechnet dem ebenso anmaßenden wie bärbeißigen Schiffsarzt Robert Victor in die Arme. Die Bezeichnung »Gentleman« verdient er ganz sicher nicht, denkt sich Rosamund naserümpfend - dummerweise ist er aber der Einzige, der ihr bei ihrer Mission in England noch helfen könnte ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Liebesroman »Scotland Lovesong - Ein unverschämter Gentleman« von Patricia Veryan wird alle Fans von Marion Chesney und Julia Quinn begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Patricia Veryan (1923-2009) ist das Pseudonym der englischen Schriftstellerin Patricia Valeria Bannister. Sie wurde in London geboren, siedelte aber nach dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika um. Dort lebte sie viele Jahre in Kalifornien und Washington, wo sie auch mit dem Schreiben ihrer historischen Liebesromane begann. Diese gehören heute zu Klassikern in diesem Genre und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Patricia Veryan wurde für ihr gesammeltes Werk zudem mehrfach mit dem Romantic-Times-Award und dem »Silver Loving Cup« von Liebesroman-Legende Barbara Cartland ausgezeichnet. Bei dotbooks veröffentliche Patricia Veryan ihre »Scotland Lovesong«-Reihe: »Ein Ball um Mitternacht« »Eine Reise in die Highlands« »Ein Dandy zum Verlieben« »Ein englischer Sommerball« »Einen Liebe in North Downs« »Ein unverschämter Gentleman« »Eine stürmische Reise« Sowie ihre nachfolgende »Scotland Kisses«-Reihe: »Eine bezaubernde Lady« »Eine charmante Diebin« »Ein unerhörter Skandal« »Das Geheimnis des Gentleman« »Das Lächeln einer Lady« »Eine charmante Intrige« Und ihre »Regency Dreams«-Reihe: »Ein Lord in Somerset« »Eine Lady in Sussex«
Veryan Scotland Lovesong - Ein unverschämter Gentleman jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Herbst 1746

Ganz Paris wußte, daß die Comtesse Maria de Fontblanque untröstlich war. Die Comtesse, eine große, mollige und reiche Witwe, stammte aus England, was bedauerlich war. Trotz dieses Makels war sie jedoch äußerst beliebt, denn sie war warmherzig, so großzügig, wie man es nur sein kann, und gab beim geringsten Anlaß eines ihrer berühmten Feste. Die feine Gesellschaft von Paris bedauerte die Comtesse daher ehrlich in ihrem Jammer, als sie ihren Freunden seufzend mitteilte, ihre Schwägerin und ihre Nichte, die zu Besuch bei ihr waren, müßten nach England zurückkehren. Als sie hinzufügte, sie werde ihren Verwandten zu Ehren einen improvisierten Abschiedsball geben, spitzte die feine Gesellschaft von Paris die Ohren, und Modistinnen und Manteauschneiderinnen machten ausgezeichnete Geschäfte, wenn sie auch in großer Hast arbeiten mußten.

Der Ball fand am Freitag, den 2. September, im Hôtel de Fontblanque statt, und jeder, der in Paris jemand war, zählte zu den Gästen. Doch auch einige gesellschaftliche Niemande waren eingeladen. Zu diesen gehörte ein englischer Captain. Er war jung und nicht sehr groß, hatte aber eine gute Figur. Seine Galauniform saß tadellos an den breiten Schultern, die Kniehosen umspannten muskulöse Beine. Ansonsten sah er durchschnittlich aus: Sein gepudertes Haar war dicht, aber straff nach hinten gebunden und umrahmte ein ebenmäßig geschnittenes Gesicht, in dem vor allem die eisigen blauen Augen und der schmale Mund über seinem eigensinnigen Kinn auffielen. Man würde kaum erwarten, daß er den jüngeren Ehrengast mit Beschlag belegte, aber dennoch war es so. Captain Jacob Holt hatte sich die Hand Miss Rosa Albrittons für das Menuett gesichert, und diese entzückende Schönheit hatte offensichtlich Gefallen an ihm gefunden, denn ihre dunkelblauen Augen leuchteten fröhlich, und als die letzten Takte gespielt wurden, lächelten ihre vollen roten Lippen vergnügt. Der rosafarbene Satin ihres Kleides mit dem breiten Reifrock bauschte sich um sie, als sie knickste; der galante Captain verbeugte sich und führte sie vom Tanzboden.

»Zwei ganze Jahre?« fragte sie mit ihrer leisen, angenehmen Stimme. »Nein, ich glaube, Sie wollen mir einen Bären aufbinden. Sicherlich hat man Ihnen doch wenigstens einen freien Tag in dieser langen Zeit bewilligt? Es wäre sonst zu grausam!«

»Grausam war es allerdings.« Er seufzte betrübt. »Daher bitte ich Sie um die Erlaubnis, Sie ans Büfett führen zu dürfen. Ich fühle, daß Sie einem einfachen Soldaten freundlich gesonnen sind. Einige Augenblicke der Unterhaltung mit einer so hübschen Lady werden mich für meinen selbstlosen Dienst am Vaterland mehr als entschädigen.«

Seine Augen blickten sie schelmisch an. Ein Lächeln zuckte um seinen Mund, und sie lachte vergnügt. »Wie kann ich solchen Schmeicheleien widerstehen? Und ich will nicht leugnen, daß ich die Gentlemen, die in der Armee dienen, sehr bewundere. Mein Papa ist Colonel, wissen Sie, wenn auch nicht mehr im aktiven Dienst.«

»Tatsächlich! Und ich habe auch gehört, daß Sie mit einem Glückspilz von Offizier verlobt sind.« Der Captain spürte, daß Miss Albrittons Hand auf seinem Arm zusammenzuckte, und als er aufsah, blickte ihr zartes Gesicht kummervoll. Bevor er etwas sagen konnte, hatten sie den Rand des Tanzbodens erreicht und wurden sofort umringt. Große junge Herren, prächtig gekleidet in Samt und Brokat, mit verwegenen Schönheitspflästerchen und wallenden Perücken, ergingen sich begeistert über Miss Albrittons zarten, hellen Teint, ihre kleine, aber wohlgeformte Gestalt, ihr glückliches Naturell und ihre reizenden Manieren. Schmachtend bewunderten sie ihre üppigen Locken, die in der Sonne wie Gold glänzten, wenn sie nicht gepudert waren. Herren mittleren Alters, die gedacht hatten, gegen Schönheit gewappnet zu sein, erklärten sich zu Sklaven ihrer zierlichen Gestalt und waren bezaubert von ihrem trillernden Lachen. Ältere Aristokraten mit blitzenden Juwelen an den zarten Händen, umgeben von der Aura des Reichtums, erklärten, sie langweilten sich entsetzlich, wenn die strahlende junge Schönheit aus England mit ihrer stets fröhlichen Laune nicht anwesend sei, und beschworen Mademoiselle Albritton, sie zu erretten. Alle baten um die Ehre, Mademoiselle Albritton zum Büfett zu begleiten. Und alle erhielten dieselbe Antwort. Sie fühle sich geehrt, sie wäre entzückt, aber — als sie lächelte, waren Grübchen auf ihren Wangen zu sehen, die trotz ihrer enttäuschenden Antwort Gefallen fanden — sie habe bereits Captain Holt versprochen, daß er sie begleiten dürfe.

Protestierend wurde sie von ihren übrigen Verehrern umringt. Andere Gäste drängten herein. Ladies mit zierlichen Taillen und den abgeflachten, breiten Reifröcken, die der letzte Schrei waren, das Haar zu kunstvollen Turmbauten frisiert, fächelten sich kokett Luft zu und drückten ihr tiefes Bedauern aus, daß die liebe Rosamond Paris so bald verlassen müsse. Eine einschüchternde Herzogin erklärte, sie sei im Dezember in England, und die très jolie Mademoiselle Albritton müsse sie unbedingt in ihrem Londoner Haus besuchen. Ein Admiral in eleganter Uniform bat Mademoiselle und ihre charmante Tante um die Ehre, ihn auf seinem Landschloß zu besuchen.

Captain Holt, der ihr höflich gefolgt war und den Schmeicheleien zuhörte, wartete geduldig. Erst als er sie die anmutig geschwungene Treppe hinunter in den Speisesaal geführt und einen Platz an einem Seitentischchen ausfindig gemacht hatte, konnte er hoffen, für einige Augenblicke ihre ungeteilte Aufmerksamkeit für sich zu haben.

Als er mit zwei gefüllten Tellern vom Büfett zurückkam, fand er seine Dame bereits wieder belagert vor, und er mußte ihre Bewunderer sehr entschieden von seinem Platz weisen.

»Puh!« rief er, als er sich endlich setzen konnte. »Ich fürchtete schon, man würde Sie entführen, Ma’am.« Miss Albrittons azurblaue Augen blitzten ihn über den Fächer hinweg an, und der Captain teilte mit, die Hummerbrötchen habe man ihm als ausgezeichnet empfohlen. »Ich hoffe, es stimmt«, fuhr er fort, »so daß Sie beeindruckt von meiner Klugheit sind, weil ich sie mitgebracht habe, und mir vergeben.« Die Lady schloß den Fächer und zog die Brauen hoch. Er zuckte die Achseln. »Ich glaube, ich war vorhin etwas taktlos. Vielleicht ist Ihre Verlobung — noch nicht offiziell?«

Wieder schwand ihr Lächeln und machte einem traurigen Gesichtsausdruck Platz, der die schalkhafte Fröhlichkeit aus ihren Augen verbannte. Sie senkte das Käsebrötchen, das sie gerade probieren wollte, und starrte es an. »Meine Verlobung«, erklärte sie ruhig, »wurde durch den Tod beendet, bevor sie offiziell angekündigt worden war.«

Entsetzt rief er: »Oh — gütiger Himmel! Ich hatte nicht die leiseste Ahnung! Liebe Ma’am, ich bitte Sie um Verzeihung! Ich hätte niemals etwas erwähnt, das —«

Sie sah zu ihm auf. »Nein, bitte, machen Sie sich keine Gedanken. Hal ist vor fünf Monaten gefallen. Man vergißt nicht, aber der Schmerz ist nicht mehr so bitter.«

Nachdenklich sagte er: »April? Sie sagten — gefallen. War er in Culloden, Ma’am?«

»Ja.« Sie preßte die Lippen zusammen. »Dieser niederträchtige Aufstand! Wie konnte Prinz Charles so närrisch sein zu glauben, er könne die Regierung stürzen — wie konnte er so viel Tod und Leid verursachen! Unfaßbar!« Ihre Finger krampften sich zusammen, und das Käsebrötchen zerbrach.

Errötend hob sie die Krümel auf und war dankbar, daß der Captain ihre Verlegenheit nicht noch erhöhte, indem er ihr half. Er tat, als habe er ihr Mißgeschick nicht bemerkt, und konzentrierte sich auf ein Hummerbrötchen, während er gerechterweise betonte, daß auch die Jakobiten gelitten hätten. »Die Jakobiten, die Culloden überlebt haben, werden immer noch gehetzt und getötet, als seien sie Tiere. Einige erreichen nach monatelanger Flucht und unter schrecklichen Entbehrungen die Küste, werden aber im letzten Moment, bevor sie ein Schiff nach Frankreich besteigen können, noch gefaßt und vor ein Erschießungskommando gestellt. Oder — schlimmer.«

»Sie verdienen es, wie schrecklich es auch sein mag«, erklärte sie hitzig. »Sie haben es sich selbst zuzuschreiben!«

Ein junger Gentleman, der mit einem Freund in ihrer Nähe saß, drehte sich um und sah sie an. Sie erinnerte sich an ihn, weil er ihr beim Empfang der Gäste aufgefallen war; sie war der Meinung gewesen, er sei nach einem auffallenden Beau der bestaussehende Mann der Gesellschaft. Nicht größer als der Captain, aber schlanker gebaut. Er bewegte sich mit katzengleicher Anmut, abgesehen von einem leichten Hinken. Ein Engländer. Robert Sowieso. Heute abend war sein Haar natürlich gepudert, aber seinem Teint nach zu schließen mußte er helles Haar haben, und seine Augen waren von einem schönen Dunkelgrau. Diese Augen blickten nun eisig, und sein Mund, den sie für einen so jungen Mann auffallend bitter fand, wirkte bitterer denn je. Eine Augenbraue hatte er verächtlich hochgezogen, was sie sofort erboste. Ohne ihn weiter zu beachten, wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Captain zu.

»Ich nehme an, aus dem Mund einer Lady klingen solche Worte sehr hart«, gab sie zu, »aber ... wenn Sie wüßten, wie ich sie verabscheue! Harold war der beste, sanfteste junge Mann, den man sich denken kann. Ich werde — niemals — verzeihen —« Ihre Stimme brach. Rosamonds Lippen zitterten. Sie senkte den Blick und konzentrierte sich auf einen Krümel des zerdrückten Brötchens.

Man könnte vermuten, der Captain werde nicht weiter auf einem so quälenden Thema bestehen, aber anscheinend mangelte es ihm dafür an Einfühlungsvermögen. »Natürlich können Sie ihnen...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.