E-Book, Deutsch, Band 24, 192 Seiten
Reihe: Erotika-Reihe
Virginia
1. Auflage 2018
ISBN: 978-87-11-71718-9
Verlag: SAGA Egmont
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 24, 192 Seiten
Reihe: Erotika-Reihe
ISBN: 978-87-11-71718-9
Verlag: SAGA Egmont
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
In jungen Jahren zum Freudenmädchen ausgebildet, pflegt sie mit Madam auch lesbische Liebe; als sie im Widerstreit nymphomanischer Triebe und dem Entsetzen vor der eigenen Begierde in einer Kutsche flieht, werden die scheuenden Pferde von einem jungen Adeligen gebändigt, der sie zu seiner Geliebten macht.-
Autoren/Hrsg.
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Zwei Männer kamen wiegenden Schritts die Falmouth-Street entlang; sie schienen keine Eile zu haben. Ihre Augen unter den schmierigen Mützenschirmen linsten in die Gegend. Einer der beiden blieb stehen und lauschte. In der Ferne, jenseits der nebelfeuchten Dächer, schlug eine Uhr. „Jetzt ist es soweit“, sagte der Mann. Er spähte die düstere, von rußgeschwärzten Hauswänden gesäumte Straße hinunter, dorthin, wo sie eine Biegung machte, und die Dächer über ihr aneinanderzustoßen schienen. Schmutzige Nebelschwaden zogen über die Rauchfänge.
Der kleinere Mann nickte und drückte sich an eine Ziegelmauer. Er drehte sich um und beobachtete nervös eine Kutsche mit blauem Dach, die ihnen, von einem glattgestriegelten braunen Pferd gezogen, langsam nachgefahren kam. Der Kutscher hockte in seinem Mantel regungslos auf dem Bock und ließ die beiden Männer nicht aus den Augen.
Ein Passant torkelte vorbei, musterte die zwei Kumpane neugierig und verschwand in einem Haus. Ein paar Kinder, die sich vor Kälte in ihre Kragen duckten, liefen eilig vorüber. Irgendwo in einem der Häuser hustete ein Mann.
„Da ist sie!“ sagte der eine plötzlich.
Sein Begleiter warf einen kurzen Blick auf das schlanke Mädchen, das vor ihnen aufgetaucht war, und wandte sich gleich wieder ab. Das Mädchen, das ein kleines in Zeitungspapier gehülltes Paket trug, kam ihnen flotten Schritts entgegen.
Der Große machte eine fast unmerkliche Kopfbewegung und zwinkerte dem Kutscher zu. Der zog kurz an den Zügeln. Das Pferd spitzte die Ohren und verfiel in eine schnellere Gangart.
„He, Fräulein!“ sagte der Große. Er steckte einen Zigarrenstummel in den Mund und wandte ihr sein grinsendes Gesicht zu. Er hatte schütteres schwarzes Haar und buschig gesträubte Augenbrauen. „Haben Sie Feuer?“
Das Mädchen blieb nicht stehen. Sie sah die beiden nur an und wäre rasch an ihnen vorbeigegangen, hätten sie sich nicht, flink wie Buschklepper, auf sie gestürzt Der eine hielt ihr mit seiner schmutzigen Hand den Mund zu. Der andere umklammerte ihre Schenkel, und so schleppten sie sie zu der Kutsche. Der Kutscher bleckte grinsend die Zähne und langte seitlich hinunter zum Türgriff; die Tür flog auf. Im nächsten Augenblick war sie drinnen, die beiden Männer warfen sich auf sie, die Tür knallte zu, und schon rasselte die Kutsche davon.
Das Mädchen hatte nicht einmal Zeit gehabt, einen Hilfeschrei auszustoßen, so schnell war alles vor sich gegangen. Niemand schien den Vorfall bemerkt zu haben, niemand verfolgte sie.
Keuchend machten sie es sich in der engen Kutsche bequem. Einer der Männer hatte das Mädchen auf seinen Schoß gezerrt. Ihre verzweifelten Versuche, sich zu befreien, waren vergeblich. Rücksichtslos hielt er sie in seinem Griff. Währenddessen lugte der andere mit einem Ausdruck grimmigen Triumphes aus dem kleinen, ovalen Rückfenster.
„Wir haben die Sache goldrichtig aufgezogen, Runt“, sagte er. „Und dazu auch noch was Properes erwischt.“ Er bilckte dabei mit schmierigem Grinsen auf das verängstigte Mädchen; sein Gesicht war nur wenige Zentimeter von dem ihren entfernt.
„Stellen Sie sich nicht so an, Fräuleinchen, weh tun werden wir Ihnen schon nicht.“
„Himmel!“ stieß Runt hervor. „Er steht mir! Halt ihre Beine, Mack!“
„Du wirst ihn da nicht reinstecken“, knurrte Mack ihn an. „Spider hat sich das ausdrücklich verbeten.“
„Ach, zum Teufel mit Spider. Der ist doch nicht hier, Mack.“
„Nein, habe ich gesagt“, zischte Mack, während er das Mädchen musterte. „Nein! Es hat keinen Sinn, das Risiko auf sich zu nehmen. Du kannst genug andere Puppen haben. Außerdem sieht die hier so aus, als ob sie noch eine Jungfrau wäre.“
Er grinste Virginia niederträchtig an und ließ seine Hände über ihre samtweichen Schenkel gleiten. Die Kutsche stieß und schaukelte. Das Getrappel der Pferdehufe dröhnte schmerzhaft in Virginias Ohren. Die schmalen Räder knirschten, als Kies und Dreck unter ihnen wegspritzten. Sie versuchte von Mack abzurücken, was ihr aber schon wegen der Enge des Raumes nicht gelang.
Um sie am Schreien zu hindern, hielt Runt mit den Händen ihren Mund so fest umklammert, daß ihre Wangen schmerzten. Sie versuchte vergeblich, ihn in die Hand zu beißen. Es gelang ihr auch nicht, einen der beiden Ganoven zu treten. Sie hatte nur soviel Spielraum, daß sie sich etwas hin und herwinden konnte. Gott, was mochten diese beiden Halunken bloß von ihr wollen.
Plötzlich begriff sie, was dieser Runt gemeint hatte, als er sagte: „Er steht mir.“
Sie konnte es unter sich fühlen. Etwas Hartes stieß gegen sie. Sie wußte, daß es sein Penis war, und sie fürchtete sich noch mehr. Ihr fielen die Gerüchte ein, die seit einiger Zeit über Mädchenhändler in Umlauf waren und überall das Lieblingsthema bildeten. Weiße Mädchenhändler sollten in diesem Teil Londons ihr Unwesen treiben. Solchen war sie nun in die Hände gefallen, sie war jetzt ganz sicher.
Das Herz schlug ihr bis zum Hals bei diesem Gedanken. Sie fühlte sich schwach und hilflos. Erst allmählich beruhigte sie sich und langsam gewann sie wieder etwas Zuversicht.
Runt hielt sie zwar fest im Griff, aber er machte wenigstens nicht mehr den Versuch, sie zu vergewaltigen. Vielleicht war alles gar nicht so schlimm, wie sie glaubte. Was würde ihre Mutter wohl dazu sagen? Virginias Eltern waren alte und sehr arme Leute.
Sie hörte auf, sich zu wehren und versuchte jetzt, herauszufinden, wohin die Fahrt ging. Doch da die Fenster der Kutsche verhängt waren, konnte sie nichts erkennen. Nur einige Zentimeter über ihrem Kopf, zwischen den Füßen des Kutschers, sah sie einen schwachen Streifen Tageslicht.
Nach einer Weile öffnete sich an dieser Stelle eine kleine Klappe und der Kutscher rief zu ihnen herunter:
„Alles in Ordnung bei euch?“
„Alles klar, Jocko.“
Runts Penis attackierte sie noch immer. Er hatte sich mittlerweile vorgearbeitet und war jetzt zwischen ihre Hinterbacken geraten. Sie hatte es nicht verhindern können. Nur die Röcke trennten sie noch von dem Angreifer.
„Wirklich Mack, sie ist schon eine Wucht!“
Mack knurrte: „Klar ist sie das. Genau deshalb haben wir sie uns ja auch geschnappt. Mein Gott, Runt, dein ganzer Verstand steckt in deinem Schwanz!“
Virginia errötete. Sie wußte, was mit „Schwanz“ gemeint war. Unflätige Ausdrücke waren ihr nicht fremd. Aber selbst die übelsten Kerle der Falmouth-Street gaben auf ihre Worte acht, wenn Mädchen dabei waren, es sei denn, sie kannten sie sehr gut – so gut, wie sie Godfrey kannte, den Jungen, mit dem sie sich regelmäßig traf. Godfreys Schwanz hatte sie schon berührt, ja, sie hatte ihn sogar schon in der Hand gehalten.
Aber mit dem von Runt wollte sie nichts zu tun haben. Vorsichtig nahm Runt die Hand von ihrem Mund. „Sie werden doch nicht schreien, Fräuleinchen?“
Virginia schnappte nach Luft. Ihre Kieferknochen schmerzten von dem Druck seiner Finger. Sie schüttelte den Kopf. Seine Hand blieb nahe bei ihrem Mund, und sie wußte, daß er sofort zuschlagen würde, wenn sie schrie.
Mack grinste sie boshaft an. „Der kleinste Schrei, Mädchen, und wir stecken dir einen Schwanz in den Mund, verstanden?“
Sie schauderte. „Ja.“
„Wie heißt du?“
„Virginia.“
„Virginia heißt du?“ Mack schien interessiert. „Was für’n Zufall! Das süßeste Häschen in Bainbridge Wells hieß auch Virginia, Virginia Parker. Fickte wie ‘ne besoffene Ziege.“
In der schaukelnden Kutsche kam sein Gesicht ganz nahe an das des Mädchens heran. „Schon mal gefickt worden, Fräuleinchen?“
Virginia senkte errötend den Kopf.
„Besorgen wir es ihr doch, Mack“, drängte Runt. „Himmel, ich hab’ schon ganz das Gefühl, als ob ich ihn drin hätte.“ Mit Schwung rammte er seinen Penis in ihr Hinterteil, so daß sie in die Höhe fuhr. Seine Hände griffen nach ihren Brüsten.
„Mach nur so weiter!“ sagte Mack unwillig. „Spider wird’s dir schon zeigen. Wenn er dich feuert, soll’s mir egal sein.“ Runt ließ ein mißvergnügtes Grollen hören. Aber seine Hände kneteten weiter ihre Brüste. Ihr Jammern und ihre Versuche, ihn durch Kratzen und Beißen daran zu hindern, konnten ihn nicht davon abbringen.
Inzwischen ging die Fahrt durch unzählige Straßen und Gäßchen. Die Häuserwände warfen das Echo der Pferdehufe vielfach zurück. Virginia, die an sich diesen Teil der Stadt gut kannte, hatte bald keine Ahnung mehr, wo sie sich befand. Da die Sicht nach draußen versperrt war, war es ihr unmöglich, die Fahrtrichtung festzustellen. Gerade rumpelte die Kutsche über eine Brücke. Dann ging es über Kopfsteinpflaster weiter. Mehr konnte sie nicht herausfinden. Sie gab es daher auf, sich weiter darauf zu konzentrieren.
Die Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde. Runt hatte inzwischen aufgehört, mit seinem Penis auf sie einzustoßen. Er begnügte sich nun damit, ihn an ihren Schenkeln zu reiben und mit ihren Brüsten zu spielen. Virginia blieb nichts anderes übrig, als ihn gewähren zu lassen.
Mack grinste von Zeit zu Zeit zu ihr hinüber. Auf ihr Jammern und Fragen antwortete er nur: „Du wirst schon noch früh genug merken, was los ist, Mädchen.“
Sie bogen in einen Hof mit Stallungen ein. Jocko sprang sofort vom Kutschbock und öffnete ein großes Tor. Virginia nahm das jedenfalls an, denn sie hörte Türangeln quietschen. Dann fuhr die Kutsche in das Innere eines Gebäudes.
„In Ordnung“, rief Jocko mit gedämpfter Stimme. Dann hörte sie, wie das Tor zugeschlagen und verriegelt wurde. Virginia schauderte. Sie waren offensichtlich am Ziel angelangt. Was mochte sie wohl jetzt...




