Vlcek | Perry Rhodan 2001: Odyssee eines Mutanten | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2001, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Vlcek Perry Rhodan 2001: Odyssee eines Mutanten

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2000-7
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"

E-Book, Deutsch, Band 2001, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2000-7
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Von Yorname nach Terra - ein junger Mann denkt ans Land Dommrath Auf der Erde und den Tausenden von Planeten in der Milchstraße, auf denen Menschen leben, schreibt man das Jahr 1303 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - das entspricht dem Jahr 4890 alter Zeit. Seit dem Ende des Konstituierenden Jahres gehört die Milchstraße zur Koalition Thoregon, jenem Zusammenschluß von sechs Superintelligenzen, der künftig für Frieden und Unabhängigkeit in diesem Bereich des Kosmos stehen soll. Als Sechster Bote von Thoregon ist Perry Rhodan gewissermaßen das Bindeglied zwischen der Menschheit und den Superintelligenzen sowie den anderen Völkern des Galaxienbundes. Als einziger Terraner kann er die mysteriöse Brücke in die Unendlichkeit benutzen. Leider entspricht die Lage innerhalb der Menschheitsgalaxis nicht den Zielen Thoregons. Vor allem das aggressiv auftretende Kristallimperium dehnt seine Macht immer weiter aus. Zuletzt besetzten mehrere zehntausend Kampfraumschiffe das kleine Sternenreich der Topsider, gewissermaßen direkt 'vor der Haustür' der Terraner. Eine viel größere Gefahr scheint sich aber hinter dem Namen Morkhero Seelenquell zu verbergen. Was sich hinter dieser Geistesmacht verbirgt, kann nur ein junger Mann ahnen. Trim Marath erlebt die ODYSSEE EINES MUTANTEN...

ERNST VLCEK Ernst Vlcek ist 1941 in Wien geboren. Nach der Schulausbildung und Absolvierung einer kaufmännischen Lehre war er in verschiedenen manuellen Berufen tätig. Schon in jungen Jahren begeisterte sich der Autor für die Science Fiction. Eine seiner ersten Kurzgeschichte hatte den Titel 'Es kommt eine kleine Überraschung'. Für Ernst Vlcek bot sich zunächst die Möglichkeit, seine Werke innerhalb des Fandoms zu veröffentlichen. 1966 erschien sein erster Roman 'Der kosmische Vagabund', weitere Veröffentlichungen folgten. Zwei Jahre später ergab es sich für den Österreicher, bei den PERRY RHODAN-Taschenbüchern mitzuschreiben. Mit diesem erfolgreichen Roman 'Planet unter Quarantäne' (46) schaffte er den Einstieg in die PERRY RHODAN-Heftserie. Sein erster Roman war 'Die Banditen von Terrania'. 1970 folgte der Einstieg bei ATLAN, parallel dazu konzipierte er mit seinem Schriftstellerkollegen Kurt Luif die Horrorserie 'Dämonenkiller'. In den darauffolgenden Jahren seines Schaffens entwickelte er den bekannten SF-Zyklus 'Sternensaga'. 1980 wurde ihm die Exposéarbeit der Fantasyserie 'Mythor' anvertraut und auch an 'Dragon' hat er mitgearbeitet. Bei PERRY RHODAN stieg er ab 'Der gute Geist von Magellan' (1211) mit Thomas Ziegler in die Exposéarbeit ein. Zwei Jahre später bekam er mit Kurt Mahr einen neuen Exposéautor zur Seite gestellt, auf den Robert Feldhoff folgte. Auf dem PERRY RHODAN WeltCon 2000, erklärte er seinen Rücktritt aus der Exposé-Redaktion, im Jahre 2004 schließlich zog er sich schließlich auch aus dem Autorenteam zurück - in einen von eigenen schriftstellerischen Projekten Ruhestand. Am Vormittag des 22. April 2008 ist der ehemalige PERRY RHODAN-Chefautor Ernst Vlcek unerwartet in Wien gestorben.
Vlcek Perry Rhodan 2001: Odyssee eines Mutanten jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1.


Elara Marath lebte in ständiger Sorge um ihren Sohn. Dabei schien an diesem 2. Oktober 1285 NGZ alles mit ihm ihn Ordnung gewesen zu sein.

Elara hatte eine leichte Geburt, und Doc Ed bestätigte nach der ersten Untersuchung des Babys, dass es ein kerngesunder Junge sei. Elara und Netah konnten sich zuerst nicht über einen Namen einigen und entschieden sich dann für Trim; nach Trimotheus Ackaren, einem von Elaras fernen Vorfahren, der zu Monos' Zeiten gelebt hatte.

Den ersten Schock bekam Elara, als Doc Ed ihr so schonend wie möglich eröffnete, dass Trim farbenblind war und sich daran vermutlich auch nichts ändern ließ.

»Es handelt sich nicht um ein Augenleiden, was sich heutzutage relativ unkompliziert beheben ließe«, erklärte ihr der Hausarzt, »sondern um eine genbedingte Störung des zerebralen Sehzentrums. Hat einer deiner Vorfahren an Achromatopsie gelitten, Elara? Oder gab es in Netahs Verwandtschaft einen solchen Fall?«

Elara konnte das mit gutem Gewissen verneinen. Auch Netah konnte sich nicht an einen Fall von Farbenblindheit in seinem Stammbaum erinnern.

»Kannst du denn überhaupt nichts für unsern Trim tun?«, wollte Elara verzweifelt wissen.

»Das lässt sich erst in ein oder zwei Jahren sagen«, wich Doc Ed aus. »Ich selbst bin auf diesem Gebiet nicht sehr bewandert, aber ich werde mich umhören.«

»Ich bitte dich inständig, alles zu unternehmen, damit Trim wieder sehen kann«, flehte Elara. Das entsprach gar nicht ihrer Art, denn sie war eine starke Frau. Aber Trim war ihr und Netahs Wunschkind, und sie liebten ihn über alles. Als sie Doc Eds seltsamen Blick merkte, berichtigte sie sich: »Ich meine, richtig sehen, in aller Farbenpracht, die das Universum zu bieten hat.«

»Ich werde mich dafür stark machen«, versprach Doc Ed. Er hieß mit vollem Namen Eduard Wirsung und war Doktor für allgemeine Medizin, aber auf Yorname nannten ihn alle nur Doc Ed.

Yorname war ein unbedeutender Planet: kurze Sommer, harte Winter und stürmische Zwischenjahreszeiten. Zwar nur 1246 Lichtjahre in Richtung der galaktischen Southside von Terra entfernt, galt Yorname dennoch als »Hinterwäldlerwelt«, deren Name kaum jemand in der Zivilisation geläufig war.

Es war eine Kolonialwelt ohne Reichtümer; sie besaß so geringe strategische oder wirtschaftliche Bedeutung, dass LFT und Kosmische Hanse es unterlassen hatten, hier Stützpunkte zu errichten.

Elara lebte dennoch gerne hier. Sie liebte die raue Natur mehr als zivilisatorische Annehmlichkeiten. Sie war Netah spontan hierhergefolgt, als er tollpatschig um ihre Hand angehalten hatte. Nach ihrer Heirat hatte er ihr gestanden, dass er nur aus dem einen Grund nach Terra gekommen war: nämlich, um sich nach einer Braut umzusehen. Er hatte zu diesem Zweck zum ersten Mal seine Heimatwelt verlassen, und es sollte gleichzeitig das letzte Mal sein.

Elara hatte damals seine Naivität belächelt, ausgerechnet auf Terra mit seinen verwöhnten Frauen auf Brautschau zu gehen. Aber gab ihm die Tatsache, dass er dort in ihr eine Frau fürs Leben gefunden hatte, nicht recht?

Netah bewirtschaftete eine kleine Farm und vertrieb nebenbei landwirtschaftliche Geräte. Dieser Nebenjob füllte ihn bald so sehr aus, dass er die meiste Zeit auf Yorname unterwegs war, und so fiel der Löwenanteil der Farmarbeit Elara zu. Ihr machte es nichts aus, körperlich gefordert zu werden, aber sie litt darunter, dass die andere Hälfte des Bettes so viele Nächte leer blieb.

Netah versprach Besserung. In dieser Nacht beschlossen sie, ein Kind in die Welt zu setzen. Und das klappte quasi auf Anhieb.

Doch nach der Geburt des Jungen begann ihr Glück zum Albtraum zu werden. Doc Eds unumstößliche Diagnose, dass Trim die Welt nur schwarzweiß sehen würde, versetzte ihnen einen tiefen Schock. Nicht, dass sie beide Trim nicht trotzdem über alles geliebt hätten. Sie bedauerten nur, dass er mit diesem Makel würde leben müssen.

Es kam schlimmer. Trim, der in den ersten Wochen mit der Zufriedenheit eines umsorgten Babys still vor sich dahingedämmert hatte, bekam plötzlich sporadisch Schreianfälle. Diese häuften sich in einem beängstigenden Maße, wurden heftiger und ausdauernder, bis sie schließlich zu nicht enden wollenden Weinkrämpfen ausarteten.

Er verweigerte oft die Nahrungsaufnahme. Einmal schien er fast an Elaras Brust zu ersticken, so sehr hatte er sich festgesaugt. Danach entschloss sie sich schweren Herzens, ihm das Fläschchen zu geben. Auch das wurde immer mehr zur Tortur für beide, und danach sah die Wiege wie ein Schlachtfeld aus, auf dem mit Nährbrei gekämpft worden war.

Wenn Trim schließlich vor Erschöpfung einschlief, schlug er unruhig um sich und stieß wimmernde Laute aus. Elara brach es beim Anblick des verkrampft zuckenden Menschenbündels schier das Herz.

Doc Ed untersuchte Trim sehr genau, konnte jedoch keinerlei physische Mängel an ihm feststellen – abgesehen davon, dass er ihm leicht unterernährt erschien. Aber ihm war klar, dass etwas mit dem Kleinen nicht stimmen konnte.

»Ich kann leider nicht eruieren, was in Trims Kopf vor sich geht, welche Dämonen ihn plagen«, sagte er bekümmert. »Darum schlage ich vor, dass du ihn in eine moderne Klinik zur Beobachtung bringst. Am besten nach Mimas. Dort hat man die nötige Technik, um ihn nach allen Regeln der Kunst zu durchleuchten.«

»Nie und nimmer!«, lehnte Elara heftig ab. Sie schauderte bei dem Gedanken, ihren Jungen roboterhaften Medizinern zu überlassen, um ihn nach »allen Regeln der Kunst« durch deren sterile Diagnosefabrik schleifen zu lassen. Sie kannte Mimas. Nicht als Patientin, nur als Exkursionsteilnehmerin, aber das reichte ihr. »Ich stecke Trim in keine solche moderne Folterkammer. Lieber versuche ich, ihm durch Liebe und Zuneigung zu helfen.«

Diesem Argument hatte Doc Ed nichts entgegenzuhalten.

Trims Zustand besserte sich allmählich. Es gab Phasen, da verhielt er sich tagelang völlig normal. Er nahm mit Heißhunger seine Nahrung zu sich, schlief ruhig und ausgiebig, wie es bei einem Kleinkind seines Alters zu sein hatte, und widmete sich sogar dem Spielzeug, mit dem Elara oder Netah ihn köderten.

Einmal brachten sie ihn sogar dazu, ein fröhlich glucksendes Babylachen von sich zu geben. Aber das gelang ihnen nur dieses eine Mal. Trim blieb ein Wesen, das aus irgendwelchen Gründen außerstande war, herzliches Lachen von sich zu geben.

Die Phasen, in denen sich Trim ruhig verhielt, wurden länger. Doch stets wenn Elara Hoffnung hatte, dass sein Zustand sich dauerhaft normalisiert haben könnte, bekam er einen Rückfall. Trims Anfälle änderten sich. Er schrie und weinte nicht mehr so herzzerreißend wie früher, sondern klagte wimmernd, als weine er in sich hinein, anstatt seinen Seelenschmerz in die Außenwelt zu entlassen.

Doc Ed war mit Trims Entwicklung überaus zufrieden. Der Arzt beglückwünschte Elara zu ihrem Entschluss, ihn mit ihrer Zuneigung und Aufopferungsbereitschaft zu behandeln, anstatt ihn der Heilmaschinerie einer Klinik zu überantworten.

Dass ihre Entscheidung richtig gewesen war, das stand außer Frage. Aber sie fragte sich besorgt, ob Trims Zustand sich wirklich besserte oder ob er vielleicht zu lernen begann, sich der Welt zu verschließen und seine Probleme, welcher Art sie auch immer waren, in sich selbst zu verarbeiten.

Trim lernte sehr rasch, was von einem hohen Intelligenzgrad zeugte. Das erleichterte Elara, und Netah war überzeugt, dass sich alles zum Guten wenden würde.

Als Trim zu sprechen begann, da legte Elara größten Wert darauf, ihm möglichst rasch zu einem großen Wortschatz zu verhelfen und ihm auch die richtige Aussprache einzudrillen. Sie ging erst gar nicht auf sein Babygelalle ein, sondern sprach mit ihm fast wie mit einem Erwachsenen. Das tat sie nicht ganz ohne Hintergedanken. Eines Tages wollte sie ihn darüber ausfragen, was ihn während seiner Anfälle denn so fürchterlich plagte.

Aber Trim ließ sich nicht mehr gehen, würgte alles in sich hinein, schluckte es tapfer – oder ängstlich? – hinunter. Wurde er darauf angesprochen, bestritt er zornig, dass ihm etwas Kummer beschere.

»Ich liebe dich doch über alles, Trim«, sagte sie mit tränenerstickter Stimme und versuchte ein vertrauenerweckendes Lächeln. »Mit mir kannst du über alles sprechen, was dich bedrückt.«

In Trims schmalem Gesicht zuckte es, aber es schien, dass er seine Empfindungen nicht zeigen konnte, sosehr er sich auch bemühte.

»Ich liebe dich auch, Ma«, sagte er in feierlichem Ernst und hob hilflos die Schultern, wie er es von den Erwachsenen abgeschaut hatte. »Aber wie soll ich es dir sagen?« Er drehte sich um und ging davon.

»Versuch es doch wenigstens, Trim!«, rief sie ihm nach. »Bitte!«

Aber sie hätte ebenso gut die Wand vor sich anflehen können. War Trim denn gefühlsarm? Nein, das glaubte sie nicht.

Es war wenige Wochen nach dieser missglückten Aussprache, als sie eines Nachts feststellte, dass Trim nicht in seinem Bett war. Sie fand ihn im Garten. Er stand mit geschlossenen Augen wie in Trance da. Die windige Herbstkälte schien ihm nichts anzuhaben, obwohl er nur mit seinem Nachthemd bekleidet war.

Elara stürzte zu ihm, um ihn durch ihre Umarmung zu wärmen und diesem Zustand der geistigen Abwesenheit zu entreißen. Sie war in diesem Moment hysterisch vor Angst, dass sie ihn verlieren könnte.

Es gelang ihr tatsächlich, ihn aus diesem tranceartigen Zustand zu holen. Aber er gebärdete sich dabei wie verrückt. Er schlug um sich und schrie. Trim riss sich von ihr los und wich von ihr ab. Dabei schleuderte er ihr mit sich aufgeregt überschlagender Stimme anklagende Worte entgegen, die sie nicht verstehen...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.