E-Book, Deutsch, Band 2035, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Wade Glutheiße Küsse - eiskaltes Herz
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-2199-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2035, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2199-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Nur aus geschäftlichem Kalkül will Milliardär Royce Brazier einen Wohltätigkeitsball veranstalten. Aber die Eventplanerin Jasmine verlangt, dass er sich ernsthaft mit den Menschen auseinandersetzt! Dass Jasmine so sexy ist, macht alles nur noch schlimmer: Ihr Lachen weckt eine Sehnsucht in Royce, ihre glutheißen Küsse bringen sein kaltes Herz zum Schmelzen. Royce fühlt sich entsetzlich verwundbar ...
Als Jugendliche erstaunte Dani Wade die Mitarbeiter der örtlichen Bibliothek regelmäßig. Sie lieh sich wöchentlich bis zu zehn Bücher aus - und las diese dann tatsächlich bis zu ihrem nächsten Besuch. Sie stellte sich gerne vor, selbst in der Rolle der weiblichen Heldin zu stecken. Vielleicht gelingt es ihr auch deshalb heute so gut, ihren eigenen Figuren Leben einzuhauchen ... Ihre Geschichten regen zum Mitfiebern an, ihre Helden sind zum Verlieben, ihre Romane die reinste Achterbahn der Gefühle! Die geborene Südstaatlerin ist ihrer Heimat treugeblieben, heute lebt sie mit ihrem Ehemann, ihren zwei Kindern, zwei Hunden und einer mürrischen Katze zusammen in Alabama, USA und nutzt jede freie Minute in ihrem chaotischen Alltag, indem sie an ihren Romanen arbeitet.
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1. KAPITEL
„Kann ich mich darauf verlassen, dass Sie diese Besprechung streng vertraulich behandeln werden?“
„Selbstverständlich“, erwiderte Jasmine Harden. Das hatte sie allerdings noch nie einem potenziellen Kunden versprechen müssen.
„Dann will ich aufrichtig sein.“
Jasmine beobachtete Royce Brazier, wie er in Anzug und Krawatte vor ihr hin- und herlief. Die deckenhohen Fenster seines Büros boten einen wunderbaren Ausblick auf den Fluss und zudem die perfekte Kulisse. Bildschön – die Aussicht und der Mann. Als er einen Moment lang stehen blieb, bemerkte sie direkt über dem Kragen etwas auf seinem Nacken. War das etwa ein Tattoo?
Rasch senkte sie den Blick. Sie wusste genau, dass man ihr jede Emotion vom Gesicht ablesen konnte. Rasch legte sie wieder einen professionellen Gesichtsausdruck auf.
„Außerdem“, fuhr er fort und sah sie an, „wüsste ich ja, woher es käme, wenn etwas durchsickern würde, oder?“
Okay, Royce machte es ihr ziemlich leicht, sich wieder aufs Geschäftliche zu konzentrieren.
„Meine Transportfirma hat sich zwar ausgesprochen gut entwickelt, aber ich möchte mein Unternehmen auf eine neue Ebene anheben. Dafür will ich die Aufmerksamkeit einer bestimmten Familie auf mich ziehen, mit der ich hoffentlich ein großes Auftragsvolumen vereinbaren kann.“ Royce runzelte die Stirn. Jasmine konnte seinen Gedankengang fast sehen. „Diese Familie ist sehr selbstlos, deshalb möchte ich eine Benefizaktion organisieren, die ihr sicher gefallen wird.“
„Also geht es dabei ausschließlich ums Geschäft?“ Auch wenn sie seine Motive nachvollziehen konnte, war die Schlussfolgerung etwas ernüchternd. Dem heißen Geschäftsmann fehlte es offensichtlich an Herz …
„Ja, es ist eine reine Geschäftsangelegenheit. Ich schreibe den Scheck aus, Sie machen die Arbeit.“
Eine reizende Einstellung. Auch wenn Jasmine ständig mit hochrangigen Geschäftsleuten dieser Stadt arbeitete, war ihr noch nie jemand mit einem derart berechnenden Vorschlag begegnet. „Warum ich?“, fragte sie ruhig.
„Ich habe mich umgehört.“ Er starrte sie so unverhohlen an, dass ihr ein paar sehr wenig geschäftsmäßige Dinge in den Sinn kamen. „Man kennt Sie gut in den Kreisen, die ich ansprechen will, und Ihre Kunden haben eine hohe Zufriedenheitsrate. Wir arbeiten mit einigen derselben Anbieter zusammen. Den besten in Savannah.“
Sollte sie sich durch sein Lob nicht besser fühlen?
„Mein Assistent hat großartige Rückmeldungen über Sie erhalten. Sie sind die Nummer eins der Veranstaltungsplaner in der Region. Ich arbeite nur mit den Besten der Besten zusammen. So kann ich darauf vertrauen, dass der Job zu meiner Zufriedenheit erledigt wird.“
Musste er so attraktiv sein? Ein attraktiver Automat. Der kurze Blick auf sein Tattoo hatte sie vermuten lassen, das interessante Dinge unter seiner glatten Oberfläche steckten. Sie musste kurz auflachen, als sie ihn sich in ihrer überschäumenden Fantasie kurz als Roboter vorstellte.
„Gibt es ein Problem?“ Er zog die Brauen zusammen, als ob er sie verdächtigte, sich über ihn lustig zu machen.
„Nein, nein.“ Wenigstens hatte sie nicht gekichert. „Können Sie mir sagen, was für eine Art von Wohltätigkeitsveranstaltung Sie im Sinn haben?“, fragte sie ihn, um bei der Sache zu bleiben.
„Nein. Suchen Sie sich etwas aus, das Sie für angemessen halten.“
Jasmine blinzelte. Alles in dieser Besprechung lief völlig anders, als sie es gewohnt war.
„Ich brauche einfach eine Veranstaltung, die beachtenswert und angemessen ist“, fuhr er fort. „Die Familie scheint sich in mehreren karitativen Vereinen zu engagieren. Oh, und ich brauche das Ganze in weniger als zwei Monaten.“
Halleluja! „Dann glauben Sie also, dass ich Wunder vollbringen kann?“
Dieses Mal ließ er sich tatsächlich zu einem winzigen Lächeln herab. „Das hoffe ich doch. Andernfalls hat die Veranstaltung keinen Einfluss mehr auf mein Angebot. Kann ich auf Sie zählen?“
Jasmine überdachte ihre Unterhaltung. Nein. Nein. Und nochmals nein. „Hören Sie, ich glaube nicht, dass ich die Richtige dafür bin.“ Oder, offen gesagt, für diesen Auftraggeber. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass die Arbeit mit ihm ein einziger Tanz auf einem Minenfeld werden würde. Bei dem derzeitigen Tumult in ihrem Leben konnte sie nicht auch noch einen schwierigen Chef gebrauchen.
Er starrte sie an. „Wieso nicht?“
Du bist zu schön, zu geschäftstüchtig und zu anmaßend für dieses ganze Unterfangen. Nur konnte sie das nicht laut sagen.
Jasmine dachte angestrengt nach. Sie hatte schon viel über Royce Brazier gehört, ihn aber trotz ihrer häufigen Zusammenarbeit mit Savannahs Elite noch nie zuvor getroffen. Er war einer der jüngsten Milliardäre der Stadt, was er sich dank seiner Hingabe für sein schnell wachsendes Transportunternehmen selbst erarbeitet hatte. Er hatte den Ruf eines abgebrühten, fokussierten Geschäftsmanns und nahm nur selten am sozialen Leben teil. Sie beschlich das Gefühl, dass er diese Veranstaltungen ausschließlich besucht hatte, um seine Geschäftskontakte pflegen.
Sein Auftreten war gebieterisch, sein Aussehen glatt und professionell. Und zwar so glatt, dass sie ihm gern – nur so zum Spaß – sein perfekt frisiertes blondes Haar zerzaust hätte. Auch Jasmine war ein Profi, doch manchmal fühlte sie sich, als ob sie ein Rudel Katzen bändigen müsste, insbesondere seit es Rosie gab. Sie befürchtete oft, dass man es ihr ansah.
„Hören Sie …“ Wie konnte sie sich Royce gegenüber nur verständlich machen? „Mir ist klar, dass Wohltätigkeitsveranstaltungen gute Presse und Mundpropaganda mit sich bringen. Doch meine sind dafür bekannt, Herzensangelegenheiten zu sein.“
„Gut. Dann können Sie meiner Ihr Herz geben.“
Wie sollte sie ihm nur erklären, dass sie beide nicht zusammen passten? Zu ihrer Erleichterung klingelte da sein Telefon.
„Ja, Matthew?“, fragte er über den Lautsprecher.
„Verzeihen Sie die Störung, Sir, aber Ihr Anwalt hat gerade die Einigung erzielt, die Sie angestrebt haben.“
„Darum muss ich mich kurz kümmern“, erklärte Royce. „Entschuldigen Sie mich kurz.“
„Kein Problem.“ Ein paar Minuten würden ihr guttun, um sich zu sammeln.
Als sie sich in Royce’ Büro umsah, fiel ihr auf, dass es keinerlei persönliche Dinge beherbergte. Es gab keine Bücher oder Zeitschriften. Keine Bilder von seiner Familie oder von ihm mit Freunden. Das gerahmte Foto eines großen Gebäudes zierte eine Wand.
Jasmine konnte sich ein derart unpersönliches Umfeld für sich nicht vorstellen. Es gab viele Menschen, die ihr etwas bedeuteten, aber ihre Familie war ihre wichtigste Stütze. Nur wenige kannten sie als Mensch hinter der öffentlichen Person. Nachdem sie als Teenager ihre Eltern verloren hatte, wäre sie am Boden zerstört, wenn sie noch ein weiteres Familienmitglied verlieren würde.
Ihr war bewusst, dass sie die Veranstaltung planen sollte – schließlich war das ihr Job –, aber sein völliger Mangel an persönlichem Interesse oder Leidenschaft war entmutigend. Auch wenn es wohltätige Zwecke gab, bei denen der Spender nicht besonders involviert sein musste, wollte sie so nicht arbeiten.
Aber wie konnte sie ihn davon überzeugen, eine aktivere Rolle zu spielen?
„Also, was sagen Sie?“ Royce’ glattes Lächeln bei seiner Rückkehr wirkte so unwiderstehlich, dass sich ihr die Brust zusammenzog. Jasmine traf viele mächtige, attraktive Männer in ihrem Job, aber Royce nahm den Spitzenplatz unter ihnen ein. Und wie sie damit umgehen sollte, wusste sie auch noch nicht. „Wollen wir über den Vertrag sprechen?“
Jasmine nickte und zwang sich zu einem neutralen Gesichtsausdruck. „Schon … aber ich habe auch ein paar Bedingungen.“
Royce Brazier musterte die Frau vor sich mit Besorgnis, auch wenn er zu smart war, um es sich anmerken zu lassen. Jasmine wirkte nicht wie eine Feilscherin. Sie schien das genaue Gegenteil der Halsabschneider zu sein, mit denen er sonst täglich zu tun hatte. Warum also bemerkte er einen Anflug von Härte in ihren kornblumenblauen Augen?
„Es ist ein bisschen ungewöhnlich für einen Eventplaner, Forderungen zu stellen, oder?“
Herausfordernd zog sie eine Augenbraue hoch, aber angesichts der fest verschränkten Hände in ihrem Schoß hatte er den Eindruck, dass ihre Tapferkeit nur gespielt war.
„Das ist tatsächlich nicht meine normale Vorgehensweise, aber jeder hat so seine Richtlinien.“
Keine Entschuldigung. Das gefiel ihm. „Nennen Sie Ihren Preis.“
„Oh, es geht nicht um den Preis, sondern um Ihren Einsatz.“
Royce war zu gefangen von ihrer Schönheit, um alle Hinweise zu verarbeiten. „Ich kann nicht folgen.“
„Ich übernehme Ihre Veranstaltung gern, und ich habe auch schon ein paar tolle Ideen. Und verstehen Sie mich nicht falsch … So viel Freiheit ist der Traum eines jeden Eventplaners. Aber wie gesagt, ich habe gewisse Ansprüche und Vorstellungen. Hier geht es nicht darum, was am leichtesten für mich ist … oder für Sie. Ein Vertrag würde Ihr Mitwirken bei jedem Schritt erfordern.“
„Wir können telefonisch in Verbindung bleiben.“ Obwohl ihm ein Treffen mit ihr nicht schwerfallen würde. Diese blauen Augen und ihr feingliedriger Körperbau waren etwas, das Royce zum ersten Mal seit langer, langer Zeit von seiner Firma...




