Walker | Die Sterne einer dunklen Nacht - Töchter der Freiheit | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 475 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Walker Die Sterne einer dunklen Nacht - Töchter der Freiheit


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-7350-8
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 475 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7517-7350-8
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Amerika, 1864: Aufgrund des Bürgerkriegs stranden immer mehr Heimatlose auf Birch-Island-Plantation, darunter sogar elternlose Kinder. Annie, die Hauslehrerin der Williams, nimmt sich der Kleinen an. Zudem versucht sie, manchmal unter Einsatz ihres Lebens, die Plantage am Laufen zu halten. Das Gelbfieber grassiert auf den umliegenden Plantagen, und dann treffen auch noch beunruhigende Nachrichten über Annies heimlichen Verlobten David Williams ein, der als Feldchirurg in der Armee dient ...

In Kansas ist Annies Schwester Sophia auf sich gestellt, da ihr Mann und die anderen Farmer in die Mühlen des Bürgerkriegs geraten sind. Aus der Not heraus schließen sich die Frauen der Region zusammen. Doch selbst in der Gemeinschaft des großen Farmhauses entstehen Spannungen, die das fragile Gleichgewicht bedrohen ...

»Die Sterne einer dunklen Nacht« ist der siebte Band der emotionalen, mehrbändigen Familiensaga rund um den amerikanischen Bürgerkrieg, in der sich abgrundtiefer Hass, ein gnadenloser Krieg und unmenschliche Ungerechtigkeiten mit der großen Liebe, tiefgehender Freundschaft und den kleinen Freuden des Lebens die Hand reichen.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Hinter dem Namen Noa C. Walker verbirgt sich das Autorenehepaar Elisabeth und Christoph Büchle. Elisabeth ist das "Gesicht" des Autorenduos und brachte bereits als Kind unzählig viele kleine Geschichten zu Papier. Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau im Groß- und Außenhandel und wurde anschließend noch examinierte Altenpflegerin. Im Jahr 2005 schickte sie ihr erstes Manuskript an einen Verlag, aus dem ihr Debütroman wurde.

Christoph ist Pädagoge und begeisterter Sportler. Von Beginn an war er maßgeblich am Autorenalltag beteiligt. Elisabeth und Christoph sind seit 30 Jahren verheiratet, haben fünf Kindern und vier Enkelkinder. Ihr Markenzeichen sind gut recherchierte, romantische und äußerst spannende Romane, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Gleich mehrere ihrer Romane standen in den Top Ten der BILD-Bestsellerliste.

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Im Laufe des 7. Mai lieferten sich die beiden Armeen kleinere, beinahe motivationslos wirkende Gefechte in der Wilderness, beeinträchtigt durch enge Bewegungsräume, eingeschränkten Sichtkontakt und unzählige Bachläufe mit sumpfigen Ufern.

In Davids Feldlazarett herrschte die nach einer Schlacht übliche Geschäftigkeit. Die Ärzte arbeiteten routiniert, und David war erleichtert, dass er sich an diesem Tag um die Verletzungen kümmern konnte, die keiner Säge bedurften. Er ließ inzwischen verstorbene Männer abholen und wünschte sich, mehr Trost spenden zu können.

Prüfend sah er sich um. Der blonde Soldat, der vermutlich aus den Reihen der Unionsarmee stammte, war nicht mehr unter den Verletzten. Lag er bei denen, die auf eine Amputation warteten? David hob den Kopf und blinzelte in die brütend heiße Sonne. Warum nur beschäftigte ihn das Schicksal dieses Unbekannten?

Er wusch sich das Gesicht, die Hände und die Arme, ehe er zu dem Zelt ging, in dem und vor dem die Amputationen stattfanden. Er sah Cobb, Miles und Sounders, irgendwo war sicher auch ihr Vorgesetzter Hunter McGuire. Obwohl kaum älter als David, war McGuire einst von Stonewall Jackson zum Obersten Feldarzt des 2. Korps der Nordvirginia-Armee ernannt worden.

David musterte die hier liegenden Männer, die auf ihre Operation warteten. Einige unter ihnen kannte er, was noch mehr Trauer in sein Herz spülte. Schließlich ging er auf einen Soldaten mit hellen Locken zu, bemerkte aber schnell, dass es nicht der Gesuchte war. Auf seinem Gesicht spiegelte sich seine Pein, vermutlich wusste er, dass er beide Beine verlieren würde.

Gleich darauf sah David einen älteren Soldaten, dem ein Messer im Brustkorb steckte, seine Hände umfassten noch den Griff. Fliegen krabbelten über sein Gesicht mit dem weit offenen Mund. Umgehend rief er zwei junge Männer aus dem Sanitätskorps herbei, damit sie den Toten wegbrachten.

»Er hat es richtig gemacht. Aber ich habe nicht den Mut dazu«, murmelte eine Stimme neben David. Erschüttert wandte er sich um und setzte seinen Weg fort.

»Verdammt noch mal, Williams!«, bellte Sounders herüber. »Haben Sie nichts anderes zu tun, als hier herumzulungern? Irgendwo gibt es bestimmt noch einen Tisch.«

David ignoriert den Arzt, der wie so oft betrunken lallte.

»Suchen Sie jemanden, Doc Williams?« McGuire, angetan mit einer tadellosen Uniform, stand plötzlich neben ihm.

»Ich hatte einen Verwundeten gefunden, der unter seiner grauen Uniformjacke eine blaue trug.«

McGuire deutete mit dem Kopf in Richtung der Versorgungswagen. »Wir haben ihn abseits unter Bewachung gestellt, da wir nicht wissen, ob der Kerl von militärischer Bedeutung für uns ist. Sobald unsere eigenen Leute versorgt sind, wird ihm das Bein abgenommen.«

David bedankte sich und ging hinüber zu den hintereinander aufgereihten Wagen. Dort wucherte Unterholz, ein einzelner Wächter saß auf einem Findling bei dem reglos auf dem Boden liegenden Verwundeten in der Uniform der Unionskavallerie.

»Doc?« Der Soldat sprang auf und grüßte vorschriftsmäßig. David nickte ihm zu und kniete sich neben das noch immer blutende Bein des Mannes. Der Verband war nur nachlässig angebracht, die Kopfverletzung hatte man offenbar ignoriert. »Was soll denn das?«, brummte er und löste die blutdurchtränkten Tücher.

»Doc Sounders meinte, wenn der Billy Yank hier verblutet, hätte er schon einen Patienten weniger.«

Mit einem Blick auf das fremde und doch seltsam vertraute Gesicht erhob sich David. »Ich bin gleich wieder hier. Die Ärzte sind noch beschäftigt, falls trotzdem jemand diesen Mann holen kommt, sagen Sie bitte, dass ich mich bereits um ihn kümmere.«

»Aye, Sir.«

David hastete zu Fisher zurück und erkundigte sich bei ihm, ob alles in Ordnung sei, was dieser bestätigte. Also holte David seinen Instrumentenkasten und Verbandsmaterial, kniete sich neben den Kavalleristen der Union und versorgte zuerst die blutende Kopfverletzung, in der sich bereits Ungeziefer einzunisten versuchte.

»Sie kennen den Mann, Doc?«, fragte der Wächter.

David nickte unverbindlich und wandte sich dem Oberschenkel mit den beiden eingedrungenen Kugeln zu.

»Kann ich vielleicht helfen, Doc?«

»Kommen Sie herüber und halten Sie die Wunde auf. Nehmen Sie aber vorher Wasser aus meiner Flasche und waschen Sie sich die Hände.«

Mit dem Wachhabenden hatte David einen tatkräftigen Helfer an seiner Seite. Die eine Kugel konnte er problemlos entfernen, die zweite hatte jedoch den Oberschenkelknochen getroffen. Er entfernte das Geschoss und musterte die Verletzung. Der Mann hatte gute Chancen, ohne eine Amputation zu genesen, es sei denn, die Wunde würde sich infizieren.

»Warum ist er nicht wach, Doc?«, fragte sein Helfer.

»Vermutlich ist er hart auf den Kopf gestürzt«, murmelte David und konzentrierte sich darauf, die Beinwunde zu schließen. Während er einen festen Verband anlegte, kam McGuire herüber. Er musterte erst den Gefangenen, dann seinen Arzt und wandte sich wortlos ab. Im Gras kniend sah David seinem Vorgesetzten nach. Ein unbehagliches Gefühl beschlich ihn, allerdings hatte McGuire ihn nicht abgezogen. Hieß dies, dass er sein eigenmächtiges Handeln durchgehen ließ?

»Ich habe einen Cousin und einen Schwager bei den Yankees, Doc. Ich weiß nicht, ob sie überhaupt noch am Leben sind.« Der Soldat betrachtete seine blutbefleckten Hände.

»So geht es vielen von uns.«

»Ja, und es ist erschreckend, wenn wir verletzte Yankees nicht ebenso gründlich behandeln wie unsere eigenen Männer.«

»Das liegt mehr an der mangelnden Zeit und an fehlender medizinischer Ausstattung als an der Einstellung der Ärzte.«

»Ja, Sir«, erwiderte der Soldat zaghaft, wohl weil er befürchtete, dass er sich gerade unbeliebt gemacht hatte.

David säuberte seine Instrumente und versuchte, dem Bewusstlosen etwas Wasser einzuflößen. Sich nähernde Schritte ließen ihn aufsehen. Zwei Männer aus dem Sanitätskorps trugen einen Tisch herbei, der von getrocknetem Blut überzogen war. Hinter diesem kamen zwei weitere Sanitäter. Sie schleppten einen heftig um sich schlagenden Lieutenant in der blauen Hose des Feindes an. Die Träger legten ihn unsanft auf den Tisch und hielten ihn fest. Als Letzter trat McGuire in den Schatten der Buckboards. »Sind Sie mit Ihrem Patienten fertig, Doc Williams? Dann habe ich hier einen weiteren. Ich vermute, dass sein Arm zu retten ist, wenn sich jemand ausreichend darum kümmert.« Mit diesen Worten drehte er sich um und ging.

Einer der Sanitäter sagte an David gewandt: »Doc McGuire hat den anderen Docs verboten, diesen Yankee unters Messer zu nehmen. Wenn es klappt, so sagte er, sei das gut, wenn nicht, müssten Sie, Doc, ihm persönlich den Arm abnehmen.«

David atmete kurz und heftig durch die Nase aus und wandte sich seinem neuen Patienten zu. Er hielt ihn am Kopf fest und zwang ihn so, ihn anzusehen. »Ich werde versuchen, Ihren Arm zu retten. Dafür müssen Sie aufhören, wie wild um sich zu schlagen. Haben Sie mich verstanden?«

Schweißperlen glänzten auf dem schmerzverzerrten Gesicht des Lieutenants, doch die Panik in seinen Augen wechselte zu Hoffnung.

David operierte lange, und als der Mann schließlich mit beiden Armen am Leib davongetragen wurde, brachte McGuire einen weiteren Verletzten zu den Versorgungswagen, dessen Fuß er gerettet haben wollte. Es schien sich um einen weitläufigen Verwandten des obersten Feldarztes zu handeln.

Erschöpft, da er in der vergangenen Nacht kaum geschlafen hatte, machte sich David erneut an die Arbeit. Ihm war nicht klar, ob McGuire ihn bestrafen wollte oder so viel von ihm hielt, dass er ihm einige besondere Patienten zuführte.

Die Hitze nahm beständig zu, dennoch ging Annie jeden Tag mit Washington auf dem Grundstück der Jacksons spazieren. Die Felder verwilderten, die wachsende Unruhe unter den schwarzen Hausbewohnern war fast mit Händen greifbar. Die Plantage war führungslos, und die seither in Unselbstständigkeit gehaltenen Sklaven wussten entweder nicht, was sie zu tun hatten, oder erfreuten sich ihrer plötzlichen Freiheit. Manchen von ihnen war bewusst, dass ihr Leben von einer Ernte abhing. Diese Frauen und Männer blieben auf Peacock Plantation, zogen sich aber möglichst weit vom Haus entfernt zurück und bebauten dort den Boden.

An diesem Morgen hatten Annie und der Hund einen Begleiter: Nathan. Um den Jungen zu schonen, setzten sie sich bald an den flachen Bach, der den Garten in zwei Teile trennte, und Annie streckten die Beine in das kühle Nass. Nathan runzelte darüber erst die Stirn, weil er das von einer weißen Frau nicht kannte, dann folgte er ihrem Beispiel, Washington begab sich auf Erkundungstour.

»Ich vermute, das ziemt sich für eine Dame nicht«, scherzte Annie.

Der Junge lachte laut auf, Annie lächelte. Nathan hatte seine schwere Erkrankung überwunden und würde auch den Tod seiner Mutter verkraften. Sie spritzte ihn durch eine heftige Bewegung ihres Beines nass. Er kicherte, zögerte kurz und spritzte dann zurück.

»Nathan Jackson!«, donnerte Pinnys tiefe Stimme, was sowohl den Jungen als auch Annie den Kopf einziehen ließ, da die Rüge ebenso für sie gedacht war. Ohne die Füße aus dem Bachbett zu nehmen, wandten die beiden sich zu der Frau um.

»Es ist Zeit zu gehen, Missi. Die ersten Feldsklaven standen vorhin an der Tür und wollten Lebensmittel haben.«

»Konntest du sie beruhigen, ihnen sagen, dass sie für ihre Mahlzeiten und ihr Auskommen selber sorgen müssen?«

»Ich habe es versucht, Missi. Sie sind wieder weg, aber...


Walker, Noa C.
Hinter dem Namen Noa C. Walker verbirgt sich das Autorenehepaar Elisabeth und Christoph Büchle. Elisabeth ist das "Gesicht" des Autorenduos und brachte bereits als Kind unzählig viele kleine Geschichten zu Papier. Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau im Groß- und Außenhandel und wurde anschließend noch examinierte Altenpflegerin. Im Jahr 2005 schickte sie ihr erstes Manuskript an einen Verlag, aus dem ihr Debütroman wurde.
Christoph ist Pädagoge und begeisterter Sportler. Von Beginn an war er maßgeblich am Autorenalltag beteiligt. Elisabeth und Christoph sind seit 30 Jahren verheiratet, haben fünf Kindern und vier Enkelkinder. Ihr Markenzeichen sind gut recherchierte, romantische und äußerst spannende Romane, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Gleich mehrere ihrer Romane standen in den Top Ten der BILD-Bestsellerliste.

Hinter dem Namen Noa C. Walker verbirgt sich das Autorenehepaar Elisabeth und Christoph Büchle. Elisabeth ist das "Gesicht" des Autorenduos und brachte bereits als Kind unzählig viele kleine Geschichten zu Papier. Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau im Groß- und Außenhandel und wurde anschließend noch examinierte Altenpflegerin. Im Jahr 2005 schickte sie ihr erstes Manuskript an einen Verlag, aus dem ihr Debütroman wurde.

Christoph ist Pädagoge und begeisterter Sportler. Von Beginn an war er maßgeblich am Autorenalltag beteiligt. Elisabeth und Christoph sind seit 30 Jahren verheiratet, haben fünf Kindern und vier Enkelkinder. Ihr Markenzeichen sind gut recherchierte, romantische und äußerst spannende Romane, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Gleich mehrere ihrer Romane standen in den Top Ten der BILD-Bestsellerliste.



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