E-Book, Deutsch, Band 326, 384 Seiten
Reihe: Bianca Exklusiv
Wallace / Forbes / Hannay Bianca Exklusiv Band 326
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-4879-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 326, 384 Seiten
Reihe: Bianca Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-4879-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
LIEBESSTART INS GLÜCK von BARBARA HANNAY
Matties Umzug nach Sydney ist der erste Schritt in ihr neues Leben. Doch statt Ruhe findet sie dort den aufregend gut aussehenden Jake Devlin vor. Der ist nicht nur unglaublich attraktiv, sondern auch ein einfühlsamer Liebhaber. Nur von Matties Geheimnis ahnt er nichts ...
DER KUSS DES PILOTEN von MARY J. FORBES
Um sie herum nur die Einsamkeit der kanadischen Wildnis, und an ihrer Seite Will, der Mann, dem sie zu gerne ihre ganze Liebe schenken würde: Savanna wähnt sich am Ziel ihrer Träume! Doch obwohl der Busch-Pilot sich auch verliebt hat, will er seine Freiheit nicht aufgeben ...
DAS GLÜCK EINER SOMMERNACHT von BARBARA WALLACE
Was könnte schöner sein als ein Sommer in den Berkshires? Begeistert sagt Kelsey zu, für den Autor Alex Markoff ein Manuskript abzuschreiben. Doch Alex duldet sie nur, weil sein Verlag es verlangt. Ist der Millionär wirklich für die Liebe verloren, oder können Kelseys Küsse ihn heilen?
Babara Wallace entdeckte ihre Liebe zum Schreiben, als eines Tages ihre beste Freundin Kim ihr einen Roman lieh, der von Katzen handelte. Einmal gelesen und sie war gefesselt. Sie ging nach Hause und schrieb ihre eigene Geschichte. Sinnlos zu erwähnen, dass es der Roman 'Ginger the Cat' (ihre eigene Katze) wurde. Dieser Roman kam leider nicht in die Bestsellerlisten, ebenso ihr zweiter Versuch nicht. Aber das hielt sie nicht vom Schreiben ab. Eine Autorin war geboren. Während andere Kinder in der High School Pac-Man spielten oder über neueste Sportergebnisse wetteiferten, blieb sie in ihrem Zimmer und schrieb mit ihrer manuellen Schreibmaschine Geschichten. Zurückblickend spielte 'Romantik' vom Beginn an eine zentrale Rolle in ihren Büchern. Egal für welches Genre sie schrieb (sie hatte alle versucht), immer hatten ihre Geschichten ein Happy End. Heute liegt ihr Fokus darauf, dass ihre Heldinnen und Helden ihre große Liebe finden. Ihr erster Harlequin Roman hatte sein Debut 2010. Ihr ganzes Leben lang lebt sie schon in Massachusetts mit ihrer großen Liebe und ihrem Sohn im Teenageralter. Sie können Babara Wallace auf Facebook folgen oder ihre Webseite im Internet besuchen.
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1. KAPITEL
Mattie konnte ihr Glück kaum fassen. Das hübsche Apartmenthaus war ganz im mediterranen Stil gehalten: weiße Wände, blaue Türen und sonnige Balkone, die zur Bucht hinausgingen. Und dies sollte ihr neues Zuhause sein.
Ihre Wohnung hatte die Nummer drei und befand sich im Erdgeschoss. Während der Schwangerschaft brauchte sie also keine Treppen zu steigen. Außerdem konnte sie Brutus jederzeit in den Garten lassen. Einfach ideal.
Sie parkte den Wagen. Als sie die pinkfarbenen Geranien am Eingang erblickte, malte sie sich schon ihr Leben hier aus. Morgens würde sie sich mit ihrem Laptop in den Garten setzen und bei der Arbeit die Bucht betrachten. Abends könnte sie mit Brutus am Wasser entlangspazieren.
Auch die Lage der Wohnung war optimal: Es war nicht weit zur Klinik, und die Aussicht war einfach wunderschön. Sogar aus dem Auto konnte sie noch einen Zipfel der Sydney Harbour Bridge sehen. Und diese freundliche Atmosphäre in der Anlage! Mattie würde es genießen, ein ganzes Jahr hier zu wohnen.
Ihr Vorhaben schien zu gelingen: Alles fügte sich perfekt zusammen. Sie hatte ausführlich mit den Ärzten geredet und die Sache aus allen Perspektiven beleuchtet. Sie hatte keinerlei Bedenken mehr, dass sie das Richtige tat.
Wenn alles gut ging, würde sie Ende des Jahres das ersehnte Baby für ihre Freunde zur Welt bringen. Nun fehlte bloß eine erfolgreiche Implantation, und ihre Leihmutterschaft konnte beginnen.
Mattie nahm den Wohnungsschlüssel aus ihrer Handtasche, hob Brutus aus seinem Korb und öffnete die Autotür.
Wham!
Aus Nummer drei dröhnte hämmernde Musik. Mattie spürte, wie ihr glückliches Lächeln verschwand. Erstaunt schaute sie auf den Schlüsselanhänger. Ohne Zweifel – die Nummer drei war die richtige Wohnung. Ihre Wohnung. Erst heute Morgen hatte Gina ihr das versichert, als sie ihr die Schlüssel gegeben hatte.
„Du kannst dort bleiben, solange du willst“, hatte sie gesagt.
Das Apartment gehörte Ginas Bruder Will, der zurzeit in einer Mine in der Mongolei arbeitete. Mattie wollte kein Geld dafür annehmen, das Kind auszutragen. Deshalb hatte Gina ihr stattdessen diese Unterkunft angeboten. Alles war bereits geplant worden.
Und nun gab es offenbar einen anderen Mieter. Noch dazu einen, der so laut Heavy Metal hörte, dass einem draußen schon die Ohren wehtaten. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie starrte die blaue Tür an und drückte Brutus unwillkürlich an sich.
Oder hatten womöglich irgendwelche Leute die Wohnung besetzt und feierten eine Party?
Fast wäre sie wieder ins Auto gestiegen und geflüchtet. Doch schließlich siegte ihr Sinn für Gerechtigkeit. Dies war ihre Wohnung. Das stand felsenfest. Sie hatte das Recht auf ihrer Seite.
Also nahm sie allen Mut zusammen, stieg die zwei Stufen hinauf und klopfte.
Keine Reaktion.
Sie klopfte noch einmal.
Dann schlug sie mit der Faust gegen die Tür.
Endlich wurde die Musik leiser gestellt. Als kurz darauf geöffnet wurde, trat Mattie hastig einen Schritt zurück.
Der Mann im Türrahmen sah nicht wie ein Hausbesetzer aus. Eher wie ein Pirat.
Das war jedenfalls ihr erster Gedanke bei seinem Anblick. Er hatte wildes schwarzes Haar und einen Dreitagebart. Sein Hemd war halb offen. Vergeblich versuchte sie, die Augen von seiner braungebrannten, muskulösen Brust abzuwenden.
Er lehnte sich mit seinen breiten Schultern gegen das Holz und musterte sie. In seinem Blick stand eine Mischung aus Gereiztheit und Langeweile. „Was kann ich für Sie tun?“
Als sie in diesem Moment seine Stimme hörte, dachte sie nicht mehr an Piraten. Genau genommen dachte sie an gar nichts mehr. Seine tiefe Stimme klang voll, samtweich und sehr verführerisch. In Verbindung mit dem offenen weißen Hemd war Mattie nicht mehr in der Lage, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Mit aller Mühe riss sie sich zusammen und sah ihm in die Augen. „Ich … glaube … hier liegt ein Irrtum vor.“
Er zog eine Augenbraue hoch. „Bitte?“
Erneut setzte Mattie an: „Es scheint sich um eine Verwechslung zu handeln.“ Sie hielt ihren Wohnungsschlüssel in die Höhe. „Dies ist meine Wohnung. Nummer drei. Ich sollte heute hier einziehen.“
Kurz schaute er zu dem kleinen Hund auf ihrem Arm, dann zu ihrem Kleinwagen, der bis unters Dach mit ihren Habseligkeiten bepackt war. Schließlich sah er über die Schulter ins Innere der Wohnung. Dort lag seine blonde Begleiterin mit einem Glas Wein in der Hand auf dem Sofa.
„Was will sie?“, rief die Frau.
Er antwortete nicht. Stattdessen betrachtete er Mattie mit zusammengekniffenen Augen. „Kommen Sie vom Immobilienbüro?“
„Nein.“ Sie straffte die Schultern. „Ich habe eine private Vereinbarung … mit dem Eigentümer. Er weiß über alles Bescheid.“
„Würden Sie mir den Namen des Eigentümers nennen?“
„Wie bitte?“, gab Mattie entrüstet zurück. „Wie kommen Sie dazu, mir solche Fragen zu stellen? Ich habe einen rechtmäßigen Anspruch auf dieses Apartment. Und Sie?“
Zu ihrer Verärgerung lachte er nur. Kurz darauf erhob sich die langbeinige Blondine, stellte ihr Weinglas ab und kam an die Tür. Sie legte den Arm um seine Schultern und fragte ihn: „Was ist denn los, Jake?“
„Nur eine Grenzübertretung.“ Der Mann, der offenbar Jake hieß, sah Mattie amüsiert an.
„Was?“
„Ein kleiner Streit um den Gebietsanspruch“, erklärte er der Blonden, ohne den Blick von Mattie abzuwenden.
Angestrengt bemühte sich Mattie, ihre Verlegenheit vor ihm zu verbergen. Sie wandte sich seiner unfreundlichen Begleiterin zu und hielt noch einmal den Schlüssel hoch. „Es geht um die Wohnung. Offenbar liegt hier ein Missverständnis vor. Eigentlich sollte ich hier nämlich einziehen.“
„Wann?“ Die Frau wirkte genauso wenig hilfsbereit wie ihr Freund.
„Heute. Jetzt.“ Mattie zeigte auf den Schlüsselanhänger mit der Nummer drei. „Ich habe einen Schlüssel.“ Finster sah sie zu Jake. „Haben Sie auch einen? Oder sind Sie eingebrochen?“
Anstatt zu antworten, verschränkte er die Arme vor der Brust und starrte sie mit düsterer Miene an.
„Sehen Sie“, versuchte Mattie es weiter. „Ich sagte Ihnen bereits, dass ich eine Vereinbarung mit Will Carruthers habe.“
„Will Carruthers hat Sie geschickt?“, bemerkte er erstaunt. „Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?“
Mattie war nicht weniger erstaunt. „Sie kennen Will?“
„Natürlich kenne ich ihn. Wir arbeiten zusammen in der Mongolei. Er ist mein bester Kumpel.“
„Ach so.“ Sie musste schlucken und fuhr unglücklich fort: „Dann weiß er sicher, dass Sie hier sind.“
„Selbstverständlich weiß er das. Ich habe Urlaub. Letzte Woche war ich in Japan, und nun bin ich für eine Woche in Sydney. Will hat darauf bestanden, dass ich sein Apartment benutze.“
Ihr blieb nur die stille Hoffnung, dass seine Woche hier bald vorbei war. „Wann sind Sie angekommen?“
„Vorgestern.“
Ernüchtert seufzte sie auf und schaute Brutus an. Der Hund winselte mitfühlend und versuchte, ihr Kinn zu lecken. „Anscheinend sind die Termine durcheinandergeraten.“
So wie es schien, hatte dieser Jake ebenso Anspruch auf die Wohnung wie sie. Außerdem war er zuerst dagewesen. In diesem Fall musste sie sich wohl oder übel für die Woche eine andere Bleibe suchen.
Aber wo sollte sie mit der Suche beginnen? Es durfte nicht zu teuer sein. Leider kannte sie sich in Sydney kaum aus.
„Pech für Sie“, flötete Jakes Freundin. Mit einem selbstgefälligen Grinsen legte sie den Kopf besitzergreifend an seine Schulter.
„Sie haben noch gar nicht erzählt, woher Sie Will kennen“, stellte Jake fest.
„Ich kenne ihn schon mein Leben lang“, erwiderte Mattie. Was tatsächlich der Wahrheit entsprach – wenn sie Will Carruthers in den letzten Jahren auch nur selten gesehen hatte. Sie waren beide in Willowbank im Hinterland von New South Wales aufgewachsen und hatten deshalb dieselben Freunde.
„Wills Schwester Gina ist meine beste Freundin“, erklärte sie weiter. „Die beiden haben miteinander abgesprochen, dass ich die Wohnung ein Jahr lang benutzen kann.“
Für einen Augenblick ließ er sich anscheinend die Situation durch den Kopf gehen, dann zuckte er die Achseln. „Wenn das so ist … Es gibt keinen Grund, weshalb Sie nicht hier einziehen sollten. Das Apartment hat immerhin zwei Schlafzimmer.“
Seine Begleiterin schnaubte verärgert.
Mattie überlegte. Sie hatte absolut keine Lust, sich nach einer anderen Unterkunft umzusehen. Abgesehen davon würde dieses Pärchen ja nur noch ein paar Tage hier wohnen. „Macht es Ihnen auch wirklich nichts aus? Ich will niemanden stören.“
„Ich habe es Ihnen doch angeboten“, gab Jake ungeduldig zurück. „Und ich bin ohnehin die meiste Zeit unterwegs.“ Er sah seine Freundin an. „Wir können auch gleich in die Stadt gehen, Ange. Dann lassen wir …“ Er hielt inne und schenkte Mattie die Andeutung eines Lächelns. „Wie heißen Sie?“
„Matilda Carey.“ Höflich streckte sie ihm die Hand entgegen. „Die meisten nennen mich Mattie.“
„Jake Devlin.“ Er schüttelte ihre Hand. „Und wer ist das?“, erkundigte er sich nach dem Hund.
„Brutus.“
Er lachte. „Oh, der Kleine sieht aber auch echt gefährlich aus.“ Offenbar fiel ihm nun seine Begleiterin ein. „Das ist...




