Wallace / Graham / Kendrick | Julia Extra Band 375 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 0375, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Wallace / Graham / Kendrick Julia Extra Band 375


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0384-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0375, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7337-0384-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



IM GOLDENEN KÄFIG DES ITALIENERS von KENDRICK, SHARON
Was für eine Nacht, und was für Folgen! Aber soll die schöne Sängerin Justina dem italienischen Millionär Dante D'Arezzo wirklich gestehen, dass sie ein Baby von ihm erwartet? Und ihre süße Freiheit gegen den goldenen Käfig eintauschen?
AUF DER JACHT DES MILLIARDÄRS von GRAHAM, LYNNE
Ein Monat auf seiner Jacht, in seiner Kabine, in seinem Bett: Wenn Kat das Angebot des Milliardärs Mikhail annimmt, ist ihre finanzielle Not vorbei. Aber der Preis für den Monat mit ihm ist gefährlich hoch: ihre Unschuld - und vielleicht sogar ihr Herz ...
ENTSCHEIDE DICH FÜR DIE LIEBE! von COX, MAGGIE
Ja ... nein ... vielleicht! Drei Gefühle streiten in der jungen Kellnerin Layla: Ja, Drake Ashton hat unglaublich viel Charisma. Nein, der erfolgreiche Architekt ist nicht der Richtige für sie. Und vielleicht ... sollte sie sich endlich eingestehen, dass er sie einfach schwachmacht?
EISKALTE TAGE, FEURIGE NÄCHTE von WALLACE, BARBARA
Die Gerüchteküche im Büro brodelt. Der Boss, von seinen Angestellten auch Eiskönig genannt, hat den Abend mit seiner Sekretärin verbracht! Was lief zwischen sexy Charles Bishop und der Single-Mutter Liz? Das wissen nur zwei - und die schweigen ...



Babara Wallace entdeckte ihre Liebe zum Schreiben, als eines Tages ihre beste Freundin Kim ihr einen Roman lieh, der von Katzen handelte. Einmal gelesen und sie war gefesselt. Sie ging nach Hause und schrieb ihre eigene Geschichte. Sinnlos zu erwähnen, dass es der Roman 'Ginger the Cat' (ihre eigene Katze) wurde. Dieser Roman kam leider nicht in die Bestsellerlisten, ebenso ihr zweiter Versuch nicht. Aber das hielt sie nicht vom Schreiben ab. Eine Autorin war geboren. Während andere Kinder in der High School Pac-Man spielten oder über neueste Sportergebnisse wetteiferten, blieb sie in ihrem Zimmer und schrieb mit ihrer manuellen Schreibmaschine Geschichten. Zurückblickend spielte 'Romantik' vom Beginn an eine zentrale Rolle in ihren Büchern. Egal für welches Genre sie schrieb (sie hatte alle versucht), immer hatten ihre Geschichten ein Happy End. Heute liegt ihr Fokus darauf, dass ihre Heldinnen und Helden ihre große Liebe finden. Ihr erster Harlequin Roman hatte sein Debut 2010. Ihr ganzes Leben lang lebt sie schon in Massachusetts mit ihrer großen Liebe und ihrem Sohn im Teenageralter. Sie können Babara Wallace auf Facebook folgen oder ihre Webseite im Internet besuchen.

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1. KAPITEL

Dante D’Arezzo konnte den exakten Zeitpunkt bestimmen, zu dem seine Exverlobte die Kathedrale betrat. Zuerst wurde es schlagartig still, und danach erhob sich ein aufgeregtes Raunen.

„Oh, das ist doch Justina Perry!“

„Wow!“

Dantes Herz hämmerte wild, während sich die Hochzeitsgäste nach Justina umdrehten. Sie wollten wissen, ob ihr Gesicht schon die ersten Altersspuren aufwies, und falls ja, ob sie diese kaschiert oder auch nicht kaschiert hatte. Ob sie zu- oder abgenommen hatte. Was für ein Kleid sie trug und so weiter und so fort. Die Leute wollten schlicht alles über Justina Perry wissen, die vor zehn Jahren eine Weile prominent gewesen war. Sobald jemand berühmt war, leitete die Öffentlichkeit daraus sofort eine Art Besitzanspruch ab.

Das alles wusste Dante. Immerhin hatte er Justina lange genug vom Spielfeldrand aus beobachtet, um die Schattenseiten des Ruhms zu kennen. Um zu wissen, dass Berühmtheit die Menschen korrumpieren, ihre Persönlichkeit zerstören und sich wie ein schleichendes Gift in ihrem Alltagsleben ausbreiten konnte.

Das rabenschwarze lange Haar kunstvoll hochgesteckt, bewegte Justina sich geschmeidig wie eine Raubkatze den breiten Mittelgang der Kathedrale von Norwich hinunter in Richtung Altar, wo gleich die Sängerin ihrer ehemaligen Band getraut werden sollte. Sie trug ein orientalisch anmutendes, mit Drachen und Blumen besticktes Kleid aus elfenbeinfarbenem Satin, das auf den ersten Blick fast züchtig wirkte. Doch dann sah Dante den langen Schlitz an der Seite, der bei jedem Schritt auf ihren High Heels für einen quälenden Sekundenbruchteil ein langes nacktes Bein enthüllte.

Dante wurde von unerwünschtem Verlangen überschwemmt, dicht gefolgt von wütender Empörung. Sie machte sich also immer noch wie eine puttana zurecht. Und genoss die begehrlichen Blicke fremder Männer, die sich irgendetwas über diese Frau mit dem sündigen Körper und dem seelenvollen Gesicht eines dunklen Engels zusammenfantasierten …

Doch sein Verlangen war stärker als seine Wut. Er ließ Justina nicht aus den Augen, bis sie in einer der vorderen Bankreihen Platz nahm. Plötzlich konnte er nur noch daran denken, wie lange es her war. Fünf endlose Jahre hatte er sie nicht mehr gesehen. Eigentlich lange genug, um gegen ihre raubtierhafte Ausstrahlung immun zu werden, sollte man meinen. Aber warum dann jetzt dieses irre Herzklopfen? Und – weit katastrophaler noch – warum wurde er so hart, dass er sich das Blatt mit den Liedertexten sorgsam auf dem Schoß drapieren musste?

Als die Zeremonie begann, versuchte er an etwas anderes zu denken, doch weit kam er nicht. Vor allem, weil das ganze Ritual auch noch viel länger zu dauern schien als üblich. Was wahrscheinlich daran lag, dass der Bräutigam erst vor Kurzem in den Stand eines Dukes erhoben worden war. Und so purzelten in Dantes Kopf längst vergessen geglaubte Bilder wild durcheinander.

Justina, die sich zwischen zerwühlten weißen Laken unter ihm wand.

Justina mit ihrem pechschwarzen Haar, der blassen Magnolienhaut und den aufregenden bernsteinfarbenen Augen.

Er konnte fast die süße Enge ihres Körpers wieder spüren. Und sah diese betörenden kleinen Nippel vor sich, wie geschaffen dafür, um vom Mund eines Mannes verwöhnt zu werden. Ärgerlich schüttelte er den Kopf. Konnte er nicht endlich den einzigen schwerwiegenden Fehler seines Lebens ein für allemal hinter sich lassen, den einzigen Makel in seinem ansonsten makellosen Leben? Er hatte Vorfahren, auf die er stolz sein konnte. Darunter waren Gelehrte, Generäle und Diplomaten gewesen, alter Adel mit viel Land und wenig Geld.

Doch seit Dante die Familiengeschäfte übernommen hatte, entwickelten sich auch die Finanzen ausgesprochen positiv.

Heute besaß die Familie D’Arezzo außer einem großen Weingut bei Florenz fast überall auf der Welt ausgedehnte Ländereien. Dante hatte alles, was sich ein Mann nur wünschen konnte, dennoch war sein Herz seltsam leer.

Jetzt läuteten die Kirchenglocken triumphierend das Ende der Zeremonie ein. Und dann schwebte Roxy Carmichael, eingehüllt in eine weiße Wolke aus Tüll und perlenbestickter Seide, am Arm ihres frischgebackenen Ehemanns den Mittelgang hinunter. Dante schüttelte ungläubig den Kopf. Wer hätte das gedacht? Als er Roxy zum letzten Mal gesehen hatte, war sie, nur mit einem handbreitem Stück Glitzerstoff bekleidet, über eine riesige Bühne gewirbelt.

Roxy, Justina und Lexi hatten sich die „Lollipops“ genannt, die aufregendste Girl-Band der Welt. Und er war eine ganze Weile mehr als nur ein ganz normaler Fan gewesen.

Dante blieb noch sitzen, wartete, während sich die Kathedrale langsam leerte. Wie würde Justina reagieren, wenn sie ihn hier sah? Ob sie ihre Entscheidung jemals bereut hatte? Diese Entscheidung, die schließlich zum Bruch ihrer Verlobung geführt hatte? Gestern Abend hatte er nicht widerstehen können, eine Internetsuche nach ihr zu starten. Da hatte er erfahren, dass sie immer noch unverheiratet und kinderlos war. Mit fast dreißig. Wurde es da nicht langsam Zeit für ein Kind? Ein hartes Lächeln zuckte um seine Mundwinkel. Justina doch nicht! Was sollte Justina mit einem Kind? Ihre Karriere bedeutete ihr alles. Absolut alles.

Sein Blick scannte ihr blasses Gesicht ab, während sie auf ihn zukam. Als sie ihn entdeckte, erstarrte sie. Er schaute ihr in die ungläubig aufgerissenen bernsteinfarbenen Augen, die jetzt fast golden wirkten, weil sie noch blasser geworden war. Sah in den Tiefen dieser Augen etwas aufblitzen, das er nicht einordnen konnte. Und auch nicht einordnen wollte, weil es ihm schlicht egal war, was Justina Perry fühlte oder dachte. Trotzdem verspürte er eine Art Genugtuung, als er sah, dass sie bei seinem Anblick plötzlich nervös schluckte.

Sie war jetzt auf selber Höhe mit ihm. So nah, dass ihm ihr Duft in die Nase wehte, eine Mischung aus Honig und Jasmin. Und dann war sie auch schon vorbei, und er wurde auf eine hübsche Blondine in der Reihe vor ihm aufmerksam, die sich lächelnd zu ihm umdrehte.

Aber Dante erwiderte ihr Lächeln nur sehr flüchtig. Er war nicht hier, um Frauenbekanntschaften zu machen. Obwohl er eigentlich gar nicht so genau wusste, warum er dieser gänzlich unerwarteten Einladung überhaupt gefolgt war. Um endlich ein Gespenst ein für alle Mal zur Ruhe zu betten? Um sich selbst zu beweisen, dass ihn die einzige Frau, die ihm jemals unter die Haut gegangen war, inzwischen völlig kaltließ?

Er trat aus der dämmrigen Kathedrale hinaus in das kühle Licht des Tages, wo ihm der Duft der Blüten in die Nase stieg, mit denen das Kirchenportal geschmückt war. Prompt fiel sein Blick auf Justina. Sie stand auf der anderen Seite des Innenhofs inmitten einer Ansammlung von Leuten, die um ihre Aufmerksamkeit buhlten. Aber sie sah sich suchend um, und als sie ihn entdeckte, und sie sich ansahen, durchzuckte es ihn heiß, auch wenn ihm schleierhaft war, warum.

Wie magisch angezogen begann Dante auf sie zuzugehen. Beim Näherkommen sah er, wie sich ihre Schneidezähne in ihre volle weiche Unterlippe gruben. Dabei musste er daran denken, wozu diese schönen Lippen imstande waren. Und wurde jäh ein weiteres Mal von einer Welle der Lust überschwemmt.

Nachdem ihn die Leute, die sich um Justina scharten, einen Moment lang neugierig angestarrt hatten, wichen sie zur Seite, um ihn durchzulassen.

„Na, so was“, sagte er, als er bei ihr angelangt war. „Wen haben wir denn da?“

Justinas Herz klopfte zum Zerspringen. All ihre Sinne waren schlagartig zum Leben erwacht; es war, als ob sie einen Stromschlag erhalten hätte. Ihre Brustwarzen kribbelten, und zwischen ihren Beinen entwickelte sich eine feuchte Hitze. Verdammt, was war das denn? Sie wollte diesen betrügerischen Bastard nicht begehren! Sie musste unbedingt nach außen hin cool bleiben! Auch wenn das gar nicht so leicht war. Wie auch, wo sein Gesicht plötzlich wieder so nah war … das schönste, beeindruckendste Gesicht, das sie je gesehen hatte. Sein dunkler Blick bohrte sich in ihre Augen, sein kraftvoller Körper brannte sich in ihr Bewusstsein ein. Plötzlich fühlte sie sich so kraftlos und schwach, als ob man ihr alles Blut aus dem Körper gepumpt und durch Wasser ersetzt hätte.

Reiß dich zusammen! befahl sie sich. Lass dir bloß keine Schwäche anmerken! Das hier ist Dante D’Arezzo. Der Mann, der Liebe mit Kontrolle verwechselt. Der dir kalt lächelnd den Laufpass gegeben hat, nur weil du es abgelehnt hast, dich von ihm wie eine Marionette behandeln zu lassen. Und der ohne mit der Wimper zu zucken gleich darauf mit einer anderen ins Bett gegangen ist, und …

Sie sah vor ihrem geistigen Auge ein Bett mit zerknüllten Laken, einen zerzausten langen blonden Haarschopf, einen runden knackigen Po. Und den auf dem Rücken liegenden Dante, der sich mit einem ekstatischen Lächeln auf den verräterischen Lippen von seiner nackten Gespielin jeden Wunsch erfüllen ließ …

Die lebhaften Bilder seines Verrats hatten sich so unauslöschlich in ihr Gedächtnis eingebrannt, dass sie auch nach fünf langen Jahren nicht verblasst waren. Sie durfte nicht daran denken. Das konnte sie sich einfach nicht leisten. Sie musste sich auf das konzentrieren, was wichtig war, und das war im Moment, ihn so schnell wie möglich loszuwerden.

Also strafte Justina ihn mit einem verächtlichen Blick und sagte: „Danke, dass du mir den Tag versaut hast. Wer hat dich eingeladen?“

Eine so unverhüllt feindselige Reaktion hatte Dante nicht erwartet, aber eigentlich konnte es ihm nur recht sein. „Na, wer wohl?...



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