Wallon | Mit dir in meiner Hängematte | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 22, 124 Seiten

Reihe: Romantic-Kiss

Wallon Mit dir in meiner Hängematte

Ein Romantic-Kiss-Roman - Band 27
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-95520-656-7
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein Romantic-Kiss-Roman - Band 27

E-Book, Deutsch, Band 22, 124 Seiten

Reihe: Romantic-Kiss

ISBN: 978-3-95520-656-7
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Wartet am Ende der Welt das große Glück? Der Romantic-Kiss-Roman 'Mit dir in meiner Hängematte' von Isabelle Wallon jetzt im eBook bei dotbooks. Was ist wichtiger im Leben: Freiheit, Geld oder Gefühle? Die New Yorker Anwältin Melanie Barnes hat die beschwerliche Reise ins australische Outback auf sich genommen, um den letzten Wunsch einer Klientin zu überbringen. Diese hat ihrem Neffen ein Vermögen vererbt - doch der lehnt ab! Mark Cunningham zeigt kein Interesse daran, in Amerika die Geschäftsführung eines erfolgreichen Unternehmens zu übernehmen. Stattdessen will er auf seiner staubigen Rinderfarm in der Mitte von Nirgendwo bleiben. Nicht nur deswegen fliegen zwischen ihm und der überzeugten Großstädterin die Funken. Aber so wenig Melanie den markanten Naturburschen versteht, so sehr fühlt sie sich auch gegen ihren Willen zu ihm hingezogen - und das hat für beide unvorhersehbare Konsequenzen ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: der Romantic-Kiss-Roman 'Mit dir in meiner Hängematte' von Isabelle Wallon. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Isabelle Wallon, geboren 1957, schreibt seit über 20 Jahren Romane in den unterschiedlichsten Genres. Bei dotbooks veröffentlichte Isabelle Wallon zahlreiche Hot-Romance- und Liebesromane wie »My Hot Cowboy«, »Liebe ist wie Sommerwind« oder »Ein Abenteurer zum Verlieben« - ihre Einzeltitel sind in verschiedenen Sammelbänden erhältlich.
Wallon Mit dir in meiner Hängematte jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


»Mr. Fisher, das soll wohl ein Witz sein, nicht wahr?«, fragte Melanie den Mann, der auf der anderen Seite ihres Schreibtisches Platz genommen hatte. »Wissen Sie eigentlich, was Sie da von mir verlangen?«

»Das weiß ich sehr wohl, Miss Barnes«, erwiderte Horace Fisher, der stellvertretende Geschäftsführer der Sportartikelfirma Finmore Inc. »Aber bitte bedenken Sie – die Lage ist äußerst prekär, weil ganz schnell eine Lösung gefunden werden muss. Ihnen ist doch wohl klar, dass unsere Firma in dieser Angelegenheit keinen Aufschub dulden kann. Bedauerlicherweise hat Mrs. Finmore in ihrem Testament nun einmal diesen Mark Cunningham als Erben eingesetzt. Dass dieser Mann am anderen Ende der Welt wohnt, ist zwar sehr bedauerlich, aber leider nicht zu ändern …« Er räusperte sich kurz, bevor er noch einmal seine Bitte vortrug. »Miss Barnes, bitte helfen Sie uns. Finmore Inc. wird es Ihnen danken.«

»Gütiger Himmel«, stöhnte Melanie, als ihr klarwurde, dass sie wohl tatsächlich in den sauren Apfel beißen musste, denn Dr. Bill Gresham, ihr Partner in dieser Anwaltskanzlei, hatte mit dem umfangreichen Testament der kürzlich verstorbenen Evelyn Finmore ohnehin schon genug zu tun.

»Ausgerechnet Australien«, klagte sie. »Konnte sich dieser Mark Cunningham denn keinen Ort aussuchen, der etwas näher bei New York liegt?«

»Leider nein, Miss Barnes«, antwortete Horace Fisher, sichtlich erleichtert, dass die junge Anwältin jetzt offenbar bereit war, sich auf die Reise zu machen. »Vielleicht ist Ihnen nicht bekannt, dass Mr. Cunningham vor einigen Jahren schon einmal in den Staaten gelebt hat – jedoch zog er es vor, unserer Gesellschaft den Rücken zu kehren, und baute sich in Australien eine neue Existenz auf – eine Rinderfarm.«

»Auch das noch«, seufzte Melanie, die sich im Geiste einen Cowboy mit Lasso und Colt vorstellte, den es zu überreden galt, sie nach New York zu begleiten. »Haben Sie wenigstens schon versucht, diesen Mark Cunningham per Mail zu erreichen? Oder ihn anzurufen? Ich meine, weiß er überhaupt schon, dass er ein millionenschwerer Erbe ist?«

»Versucht schon, Miss Barnes«, erwiderte ihr Gegenüber mit einer bedauernden Geste. »Sogar mehrmals. Aber ein direkter Kontakt ist nie zustande gekommen. Es kam einfach keine Reaktion. Das liegt vielleicht daran, dass diese Rinderfarm etwas – sagen wir mal – abgelegen liegt …«

»Drücken Sie sich bitte etwas deutlicher aus, Mr. Fisher«, forderte Melanie ihn auf, der immer mehr klar war, dass die bevorstehende Aufgabe alles andere als leicht werden würde. »Was meinen Sie mit abgelegen? Sagten Sie nicht gestern, dass sich diese Rinderfarm in der Nähe von Darwin befindet? Ich habe mich doch nicht verhört, oder?«

»Keinesfalls, Miss Barnes«, erwiderte Fisher und sah etwas verlegen auf seine Krawatte. »Nur gelten in Australien etwas andere Maßstäbe. Verstehen Sie das bitte richtig. Australien ist ein unermesslich weites Land mit gigantischen Ausmaßen, und da bedeutet es eben, dass …«

»Bitte, Mr. Fisher«, unterbrach Melanie ihn. Sie konnte es nicht ausstehen, wenn jemand um den heißen Brei herumredete. »Wie weit ist die Farm von Darwin entfernt?«

»Ungefähr zweitausend Meilen, Miss Barnes«, gestand Fisher. »Sie befindet sich im sogenannten Outback, der australischen Wildnis, und …«

»Sie wollen mir doch nicht etwa sagen, dass ich von Darwin aus noch zweitausend Meilen hinaus in die Wildnis muss, um diesen Mark Cunningham ausfindig zu machen?«

»Ich befürchte, ja«, Horace Fisher wurde immer kleiner. »Wie bereits gesagt – wir haben Mark Cunningham bisher auf keine Weise erreichen können, und nach Lage der Dinge bleibt uns also nichts anderes übrig, als ihn selbst ausfindig zu machen. Da Sie als Partnerin unseres Hausnotars unser vollstes Vertrauen haben, Miss Barnes, halten wir Sie für die geeignete Person, diese Aufgabe zu übernehmen.« Er nahm seine Brille ab, um sie Sekunden später wieder aufzusetzen. »Bitte helfen Sie uns. Ich würde auch selbst fahren, aber ich habe dringende Termine. Mrs. Finmores plötzlicher Tod hat eine Menge Probleme in der Firma verursacht, die bewältigt werden müssen. Sie können sich ja gar nicht vorstellen, in welchem Chaos wir uns zurzeit befinden …«

»Okay, Mr. Fisher«, sagte Melanie schließlich, weil sie nun wirklich nicht in der Stimmung war, Mitleid mit ihm zu heucheln. »Ich bin ja einverstanden. Ich fliege nach Australien, um diesen Mark Cunningham ausfindig zu machen.«

Horace Fisher stand strahlend auf. »Ich wusste, dass wir uns auf Sie verlassen können. Vielen Dank! Und die Reise nach Australien wird Ihnen sicher gefallen.«

»Sicher«, erwiderte Melanie – allerdings ohne selbst davon überzeugt zu sein …

***

»Natürlich kenne ich Tennant Creek«, sagte der bärtige Pilot und steuerte das Flugzeug in einer weiten Schleife auf die ferne Hügelkette zu. »Ein nettes kleines, verschlafenes Nest. Aber in dem Pub von Joe Maguire gibt es einen verdammt guten Whisky, Lady …«

Die Worte des Piloten trugen nicht gerade dazu bei, das Stimmungstief zu vertreiben, in dem Melanie sich gerade befand. Schuld daran war die Propellermaschine, in die sie in Darwin umsteigen musste und die sie auf direktem Wege nach Tennant Creek bringen sollte – einem Ort am äußersten Zipfel der zivilisierten Welt. Fliegen war ohnehin nicht gerade Melanies große Leidenschaft – erst recht nicht in so einem komischen Vogel!

Überhaupt hätte sie sich schon mehrfach ohrfeigen können, dass sie sich hatte überreden lassen, nach Australien zu fliegen. Nun war ihr klar, was sie da auf sich genommen hatte. Zusammen mit einem Piloten, der anscheinend für Whisky schwärmte, überflog sie einen öden Landstrich, auf dem weit und breit keine menschliche Behausung zu erkennen war.

Ihr Misstrauen verstärkte sich noch, als sie die hellbraune Wolke am Horizont bemerkte, die auf einmal genau vor ihnen auftauchte. Jetzt bloß nichts anmerken lassen, nahm sie sich vor.

»Mister«, wandte sie sich betont lässig an den Piloten, der sich ihr als Snuffy Simpson vorgestellt hatte, und zeigte auf die Staubwolke. »Was ist das dahinten denn Interessantes?«

»Ach, nur ein kleiner Sandsturm«, erklärte der Bärtige. »Ist nichts Besonderes hier draußen. Das können Sie mir ruhig glauben, Lady. Der alte Snuffy Simpson kennt sich hier nämlich verdammt gut aus. Wird zwar ein wenig wackeln, wenn wir da durchfliegen – ist aber wirklich nicht schlimm. Sie werden sehen, dass ich recht habe.«

Simpsons Worte trugen nicht gerade dazu bei, um Melanies Pessimismus zu vertreiben. Im Gegenteil, Angst und Misstrauen wurden immer stärker, je näher die braune Wolke kam. Wenn ihr Simpson jetzt einen Whisky anbieten würde, würde sie nicht nein sagen!

Die ersten Ausläufer des Sandsturmes hatten die kleine Cessna jetzt erreicht. Melanie merkte, dass der Flug etwas unruhig wurde, die Maschine aber die Höhe beibehielt. Sekunden später jedoch traf sie der Sandsturm mit ziemlicher Wucht. Melanie wurde unsanft hin- und hergeschüttelt und hatte Mühe, sich ihre Panik nicht anmerken zu lassen.

»Ist doch ein wenig stärker, dieser Sturm«, meinte Simpson überheblich grinsend. »Na ja, das haben wir gleich überstanden, Lady!«

»Ihr Wort in Gottes Ohr, Mr. Simpson«, presste Melanie mühsam hervor und spürte, dass es immer schwieriger wurde, den unangenehmen Magendruck zu ertragen. Dass dieser Mensch die ganze Zeit so blöd grinsen muss!, dachte sie wütend.

»Halten Sie sich gut fest – es kann jetzt wirklich ein wenig wacklig werden …«

Die nächsten Minuten sollte Melanie für den Rest ihres Lebens nicht vergessen. Sie waren jetzt mitten im Sandsturm. Zu sehen war nichts außer gelblichem Nebel. Aber Melanie hätte sowieso nichts gesehen, da sie vor Angst die Augen geschlossen hatte und das immer heftiger werdende Auf und Ab der Maschine nur am Rande einer Ohnmacht überstehen konnte. Selbst Simpson war auf einmal still geworden – bis er auf einmal laut jubelte, dass jetzt alles vorbei sei.

Melanie stieß einen lauten Seufzer aus, als sie die Augen aufschlug und wieder stahlblauen Himmel sah. Vor allem aber genoss sie die Ruhe, mit der das Flugzeug jetzt wieder dahinschwebte. Gleichzeitig erkannte sie in der Nähe der Hügelkette, die nach dem Abflauen des Sturmes wieder sichtbar geworden war, eine kleine Ansammlung von Gebäuden.

»Das da vorne ist Tennant Creek, Lady«, erklärte Snuffy Simpson und drückte den Steuerknüppel etwas tiefer, weil die Landung nun unmittelbar bevorstand. »Schön gelegen, nicht wahr?«

»Das kann man wohl sagen«, stöhnte Melanie, als sie im Anflug weitere Einzelheiten erkannte. Sie, die in der Großstadt aufgewachsen war, hatte sich bis jetzt nicht vorstellen können, dass ein Mensch überhaupt dazu in der Lage war, freiwillig an so einem Ort zu leben. Für sie war der Central Park schon Wildnis. Und jetzt war sie heilfroh, als die Cessna endlich auf der staubigen Piste mit einem sanften Ruck aufsetzte und allmählich ausrollte. Zum Glück war dieser Teil der anstrengenden Reise jetzt wenigstens beendet.

***

»Probieren Sie Ihr Glück mal in Joe Maguires Pub«, schlug Snuffy Simpson ihr vor, als er sich von Melanie verabschiedete. »Da kann man Ihnen sicher sagen, wie man am besten hinaus auf die Cattle-Farm von Mark Cunningham kommt. Und vergessen Sie nicht, Joes Whisky zu probieren. Nach dem Stress eben können Sie sicher einen Schluck vertragen.«

...


Wallon, Isabelle
Isabelle Wallon, geboren 1957, schreibt seit 20 Jahren Romane in den unterschiedlichsten Genres. Sie lebt und arbeitet in Hessen. Bei dotbooks erscheinen ihre folgenden Romantic-Kiss-Romane: „Urlaub – Liebe inbegriffen“ / „Der Geliebte aus Texas“ / „Zu viel Liebe – gibt es das?“ / „Immer wenn ich von dir träume“ / „Verführung in Caracas“ / „Liebe, so stürmisch wie das Meer“ / „Ein total verrücktes Wochenende“ / „Halt mich fest in deinen Armen“ / „Bleib heute Nacht bei mir“ / „Mit dir in meiner Hängematte“ / „Traumfrau ohne Trauschein“ / „Paris-New York mit Turbulenzen“



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.