Ward | Star Trek - Discovery 2: Drastische Maßnahmen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 380 Seiten

Reihe: Star Trek - Discovery

Ward Star Trek - Discovery 2: Drastische Maßnahmen

Roman zur TV-Serie
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-95981-673-1
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman zur TV-Serie

E-Book, Deutsch, Band 2, 380 Seiten

Reihe: Star Trek - Discovery

ISBN: 978-3-95981-673-1
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der zweite Teil der epischen Saga zum Netflix-Hit STAR TREK - DISCOVERY! Während sie auf die Versetzung zu ihrem nächsten Posten wartet, wird Commander Philippa Georgiou mit der Aufgabe betraut, eine kleine hastig zusammengestellte Gruppe Ersthelfer nach Tarsus IV zu bringen, wo eine schlimme Hungersnot herrscht. Man hofft, so die missliche Lage dort zu stabilisieren, bis weitere Hilfe eintrifft. Doch Georgiou und ihr Team stellen fest, dass sie zu spät kommen: der bösartige Gouverneur Kodos hat bereits einen abscheulichen Plan in die Tat umgesetzt. Und so müssen Georgiou und Lorca jetzt den Mann jagen, den die Geschichtsbücher eines Tages 'Kodo, der Henker' nennen werden.

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1


Gabriel Lorca hatte beide Arme vor sich ausgestreckt und umklammerte den Phaser mit beiden Händen. Er unterbrach sein Vorrücken durch den Flur, als die Tür am anderen Ende des Durchgangs sich öffnete. Jenseits des Türrahmens standen zwei Männer. Sie gehörten nicht zu Lorcas Team. Beide Männer trugen die Uniform der Sicherheitsleute der Kolonie und hatten einen Phaser. Ihre Augen weiteten sich überrascht, als sie Lorca nur wenige Meter vor sich stehen sahen.

»Sie sind nicht das Hausmädchen.«

Er schoss.

Nur einer der Männer schaffte es, seinen Phaser in Anschlag zu bringen. Lorcas Betäubungsstrahl raubte ihm das Bewusstsein, noch bevor er auf dem Boden aufschlug. Ein einzelner Schuss aus seiner eigenen Waffe riss ein Loch in den Boden. Lorca feuerte erneut. Der andere Mann sackte neben seinem Gefährten zu Boden. Sie lagen so nah an der Tür, dass die Sensoren blockierten.

Lorca zog kurz in Erwägung, dass ihm vielleicht besser gedient gewesen wäre, wenn er einen der Männer bei Bewusstsein gelassen hätte – wenigstens lange genug, um ihm einige nützliche Informationen zu entlocken. Er verwarf den Gedanken. Die Eindringlinge waren betäubt und die Tatsache, dass sie sich Zugang zu einer Anlage der Sternenflotte verschafft hatten, genügte, um ihre Absichten zu erraten. Man konnte sie befragen, wenn die Situation unter Kontrolle und der Außenposten wieder sicher war.

Lorca näherte sich den liegenden Männern und versicherte sich, dass sie außer Gefecht gesetzt waren, bevor er ihre Waffen an sich nahm. Die Narbe im Boden von der Waffe seines Gegners verriet ihm, dass beide Waffen auf Töten eingestellt waren und nicht auf Betäubung.

»Aber warum?«

Auch mit den Notfallmaßnahmen, die von der Kolonialregierung als Reaktion auf die aktuelle Krise in Kraft gesetzt worden waren, gab es keinen Grund für so extreme Handlungsweisen, wie sie diese Sicherheitsleute von New Anchorage – der Hauptstadt des Planeten – offenbar an den Tag legten. Was könnte zu solch einer vorschnellen Entscheidung geführt haben? Lorca und sein Team hatten Gouverneurin Gisela Ribiero und ihrer Führung bereits ihre volle Unterstützung zugesichert, um mit der Situation, der sie sich gegenübersahen, fertigzuwerden. Das Verhältnis zwischen der Zivilbevölkerung der Kolonie und dem Beobachtungsposten der Sternenflotte hier auf Tarsus IV bestand aus gegenseitiger Kooperation und reichte bis zu den Gründertagen der Kolonie vor einigen Jahrzehnten zurück. Hatte die Gouverneurin den Verstand verloren? Wenn sie bereit war, Truppen mit einer Mordmission hierherzuschicken, wozu mochte sie sonst noch fähig sein?

.

Lorca stellte die Waffen auf Betäubung ein und verstaute sie im Hosenbund seiner Zivilhose. Als Nächstes schob er mit seinem Fuß die Männer von der Tür weg, kehrte in den Flur zurück und ließ die Tür zugleiten. Er tippte einmal auf die Kontrolltafel, die in die Wand neben der Tür eingelassen war, und aktivierte den Verschlussmechanismus. Jetzt konnte sie nur noch von dieser Seite aus geöffnet werden.

.

Schritte rannten in seine Richtung. Lorca drehte sich mit schussbereitem Phaser um und sah den Flur entlang. Doch er senkte die Waffe, als Ensign Terri Bridges um die Ecke bog und in sein Sichtfeld kam. Sie gehörte ebenfalls zu dem fünfköpfigen Team des Außenpostens. Im Gegensatz zu ihm trug die junge Offizierin der Sensorkontrolle eine Dienstuniform der Sternenflotte, doch ihr braunes, schulterlanges Haar wirkte zerzaust. Als ihre Blicke sich trafen, breitete sich Erleichterung auf ihrem Gesicht aus.

»Gott sei Dank, ein freundliches Gesicht!«

Glücklich, ein Mitglied seines eigenen Teams zu sehen, spürte Lorca, wie seine Anspannung sich etwas legte, wenn auch nicht sehr viel. »Sind Sie in Ordnung?«

Bridges nickte. »Ja.« Sie zeigte mit dem Daumen über ihre Schulter in die Richtung, aus der sie gekommen war. »Ich habe noch zwei in der Nähe des zweiten Eingangs betäubt. Ihre Waffen waren auf Töten eingestellt, Sir. Die internen Sensoren zeigen, dass noch ein Dutzend weitere im oder um den Außenposten herum unterwegs sind. Haben Sie eine Ahnung, was zum Teufel hier eigentlich los ist, Commander?«

»Ich könnte raten, aber das wäre wirklich ein Schuss ins Blaue.« Lorca bedeutete ihr, mit ihm zu kommen. Dann folgte er einer Abzweigung, die zum Hauptkontrollraum der Anlage führte. »Es muss mit den Sicherheitsprotokollen zu tun haben, die von der Gouverneurin in Kraft gesetzt wurden, aber nur, wenn sie komplett den Verstand verloren hat. Die sind wohl kaum nur hinter unseren Lebensmittelvorräten her. Außerdem haben wir bereits alles Verfügbare zugesichert, um so gut wie möglich auszuhelfen.«

Den letzten Berichten aus dem Büro der Gouverneurin zufolge war die Pilzinfektion, die in den Siedlungen auf Tarsus IV wütete, immer noch nicht identifiziert. Ihre Ursprünge waren ebenso wenig bekannt. Unstrittig war jedoch die Auswirkung der Seuche auf die Lebensmittelvorräte der Kolonie. Die Pilze zerstörten organische Lebensmittel in alarmierender Geschwindigkeit und so blieben nur Fertigmahlzeiten und Packungen mit Feld- oder Notfallrationen, um die mehr als achttausend Kolonisten zu ernähren. Der Pilz hatte außerdem die Bauernhöfe und Hydrokulturen der Kolonie befallen und das Erdreich durchdrungen. Dadurch waren New Anchorage und alle kleineren umliegenden Siedlungen dazu gezwungen, die Ernten und Pflanzen zu vernichten. Ausrüstung zur Lebensmittelverarbeitung, die aus rohem, ungenießbarem Material Mahlzeiten herstellte, war ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Ingenieure bauten die Maschinen auseinander und dekontaminierten sie, während der größte Teil der betroffenen Lebensmittelbestandteile in dem verzweifelten Versuch, wenigstens etwas des Materials zu retten, vernichtet wurde. Solange die Infektion allerdings nicht eingedämmt war, würden all diese Maßnahmen natürlich vergeblich sein.

Das noch drängendere Problem war, dass selbst großzügigsten Schätzungen zufolge die verbliebenen Lebensmittelreserven niemals ausreichen würden, um alle für eine angemessene Zeitspanne zu ernähren. Man hatte einen Notruf abgesetzt und Hilfe war unterwegs. Allerdings war man besorgt, dass diese nicht eintreffen würde, bevor die bereits begrenzten Vorräte aufgebraucht waren. Als Reaktion auf diese dramatische Lage hatte die Kolonialregierung strenge Verordnungen erlassen, um die Verteilung der noch verbliebenen Lebensmittel zu regeln. Zusätzlich war eine Ausgangssperre zwischen 2200 und 0600 verhängt worden. Sicherheitspersonal wurde damit beauftragt, die neuen Regelungen durchzusetzen und die Ordnung aufrechtzuerhalten, wobei die neuen Befugnisse in keinem Verhältnis zu dem relativ ruhigen alltäglichen Verhalten standen, das typisch für das Leben der Bevölkerung auf Tarsus IV war.

Lorca zog seinen Sternenflottenkommunikator aus der Gesäßtasche und klappte den Deckel auf. Das Gerät gab nicht das übliche Zirpen von sich, um seine Aktivierung anzuzeigen. War es funktionsuntüchtig?

»Hier ist Lorca, an alle Mitglieder des Außenpostenteams. Antworten Sie.« Es kam keine Antwort von den anderen drei Offizieren des Trupps, deren Aufenthaltsort und Lage unbekannt waren. Stattdessen hörte er nur ein tiefes Zischen, das auf ein Problem mit der Kommunikationsfrequenz hindeutete. Er gab Bridges ein Zeichen, ihren Kommunikator auszuprobieren. Dann wartete er mit wachsendem Unbehagen, während sie den Ruf an die anderen Mitglieder der Sternenflottentruppe in der Anlage mit demselben Ergebnis absetzte.

»Wenn ich raten müsste«, meinte sie, »würde ich sagen, wir werden irgendwie blockiert. Um sicherzugehen, bräuchte ich allerdings einen Trikorder, um auf die internen Sensoren zugreifen zu können.«

Lorca wischte den Vorschlag beiseite. »Ich bin mir sicher genug. Kommen Sie.« Er bedeutete Bridges, ihm zu folgen. »Wir müssen das Operationszentrum erreichen. Nachdem der Computer das unbefugte Eindringen angezeigt hat, habe ich befohlen, den Bereich abzuriegeln und ihn nur auf Stimmbefehle des Teams zu öffnen. Das wird niemanden davon abhalten, die Türen aufzuschneiden, aber es sollte uns etwas Zeit verschaffen.«

Ohne auf Widerstand zu treffen, liefen sie durch das einzige Stockwerk der Anlage. Sie ließen die Mannschaftsquartiere und Freizeitbereiche hinter sich und gingen an den Abteilungen vorbei, die für die Stromerzeugungs- und Verteilungssysteme sowie für Computer-, Sensor- und Kommunikationsausrüstung des Außenpostens vorgesehen waren. Die meisten dieser Bauelemente funktionierten automatisch, obwohl sie regelmäßige Wartung und gelegentliche Reparaturen von Lorca und seinen Leuten benötigten. Ansonsten drehten sich die Hauptpflichten der Teammitglieder um die Analyse der...



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