Warner | Red Rock Ranch 04: Mike Parkers Flucht | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 262 Seiten

Reihe: Red Rock Ranch

Warner Red Rock Ranch 04: Mike Parkers Flucht


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-95719-342-1
Verlag: Blitz Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 4, 262 Seiten

Reihe: Red Rock Ranch

ISBN: 978-3-95719-342-1
Verlag: Blitz Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Mike Parkers Flucht Sein Name ist Mike Parker. Ein Mann ohne dunkle Vergangenheit, wie es scheint. Die Menschen schätzen seine Hilfsbereitschaft. Doch Parker trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Als US-Marshal Clay Taylor einen flüchtigen Postkutschenräuber sucht, begegnet er Mike Parker. Vieles deutet darauf hin, dass Parker der Gesuchte ist, doch der entzieht sich der Verhaftung. Clay nimmt die Verfolgung auf. Unter falschem Verdacht Big John Taylor, sein Sohn Billy und zwei Cowboys der Red Rock Ranch werden verdächtigt, einen Überfall begangen zu haben. Ein übereifriger Hilfsmarshal aus Lordsburg sperrt sie ein und will sie hängen sehen, denn es hat Tote bei dem Überfall gegeben. Die Bewohner werden aufgehetzt. Die Lage der Gefangenen spitzt sich zu.

Seit 1959 schreibt Helmut Werner Western - zunächst für österreichische Heftroman-Reihen (z.B. ROCKY TOCKY), später für deutsche Leihbuch-Verlage (z.B. Feldmann) und schließlich für klassische Heftroman-Serien. Darunter z.B. SANTANA, SKULL-RANCH, LASSITER etc.?? Für den BASTEI WILDWEST-ROMAN hatte er eine eigene 12-teilige Subserie über den Totengräber Old Jed Hawkins und seinen jungen Begleiter Jivaro geschrieben. Eine gute Portion Italowestern ist auch dabei, wenn Banditen einen Toten aus dem Sarg klauen und stattdessen ihre Beute drinnen verstecken, um sie später auszugraben.?? Aktuell (2021) werden Western des Autors in den Bastei-Serien SKULL-RANCH, WINCHESTER und WESTERN-ASS neu aufgelegt. Persönliche Daten des Autors sind kaum verfügbar. Er wurde 1939 in der Steiermark geboren und lebt heute in Oberösterreich. Mit dem Internet hat er 'nichts am Hut', wie uns sein Landsmann und Autorenkollege Friedrich Tenkrat verriet...??
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Unter falschem Verdacht

Grau und braun war das Land und mit Kakteen bestanden, das vor den vier Reitern in der glühenden Nachmittagssonne lag. Big John Taylor, der Boss der Red Rock Ranch, hob die Linke und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Als er die Hand wieder wegnahm, bemerkte er in der Ferne eine ziehende Staubwolke, die schnell auf sie zukam.

„Sieh mal“, sagte er zu seinem Sohn Billy. „Da kommen Reiter!“

Billy nickte. Er ließ seinen Braunen etwas langsamer laufen und hielt schirmend die Hand an die Augen, damit die schräg im Westen stehende Sonne ihn nicht blendete. Aus Südwesten kamen die fremden Reiter, sie schälten sich aus dem Staub und zeichneten sich dunkel gegen den blauen Himmel über dem Horizont.

Hank Coleman und der Cowboy Al Reed, die hinter den Taylors ritten, mäßigten ebenfalls die Gangart ihrer Pferde. Über den Kopf der Tiere hinweg blickten sie in die Richtung, aus der lauter werdender Hufschlag erklang.

„Amerikaner“, brummte Billy. „Nur drei. Keine Gefahr für uns, Pa.“

Die drei Reiter schienen die Leute der Red Rock Ranch bereits gesehen zu haben, denn plötzlich rissen sie ihre Gäule hart nach links und jagten jetzt geradeaus nach Norden. Einer von ihnen, dessen Haar rot leuchtete, führte ein Packpferd am Zügel. Sie brachten einen kahlen Hügelrücken zwischen sich und die andere Gruppe, tauchten am Nordende des Hügels noch einmal auf und verschwanden dann in einem großen Feld riesiger Saguaro-Kakteen.

Big John schüttelte verwundert den Kopf. „Komisch“, sagte er. „Sieht ganz so aus, als wollten diese Leute eine Begegnung vermeiden.“

„Diesen Eindruck habe ich auch“, pflichtete Billy seinem Vater bei. „Außerdem scheinen sie es mächtig eilig zu haben.“

„Vielleicht haben sie was ausgefressen“, meinte Al.

Big John warf dem Cowboy einen rügenden Blick zu. „Keine voreiligen Schlüsse, Al. Schließlich wissen wir nichts über sie.“

„Stimmt, Boss. Aber man muss immerhin einen triftigen Grund haben, wenn man sich so verhält, wie sich diese Leute verhalten haben.“

„Vielleicht haben sie uns nicht über den Weg getraut. In diesem Land wimmelt es ja von weißem und rotem Gesindel. Nicht zu vergessen die Mexikanerbanden, die immer wieder über die Grenze kommen, um hier ihre Raubzüge zu starten.“

Billy blickte in die Kakteen, zwischen denen die Reiter verschwunden waren und über denen nur noch rötlicher, in der Sonne flimmernder Staub zu sehen war, und sagte: „Ich glaube, es war eine Frau dabei.“

„Eine Frau?“ Big John sah seinen Sohn überrascht an. „Ich habe nur gesehen, dass einer rote Haare hatte wie Hank.“

„Einer der Reiter war eine Frau“, beharrte Billy. „Eine Frau in Männerkleidung. Aber das kann uns ja egal sein.“

„Richtig.“ Big John ließ die Zügel locker und trieb seinen Hengst, den er kurz angehalten hatte, mit einem Schenkeldruck weiter. „Kommt, Jungs, wir wollen uns nicht länger aufhalten!“

Billy, Hank und Al folgten dem Rancher, ritten weiter nach Südwesten, wo irgendwo die Grenze zwischen New Mexico und Arizona verlief.

Meile um Meile blieb zurück, der Nachmittag ging seinem Ende entgegen. Die Männer der Red Rock Ranch und ihre Pferde wurden von Stunde zu Stunde immer mehr von einer dichten Staubschicht überzogen. Um sie war das einsame Land, und der singende Wind begleitete sie mit dem Hämmern der Hufe wie eine alte Melodie.

Schließlich hielt Billy seinen Braunen zurück, der seit einer Weile unregelmäßig lief, und rief so laut, dass ihn alle hören konnten: „Wartet mal ein wenig! Bei meinem Gaul ist was nicht in Ordnung.“

Die Männer zügelten ihre Pferde und blickten auf Billy, der abstieg und den rechten Vorderhuf des Braunen untersuchte.

„Was ist?“, fragte Big John.

„Das Eisen ist locker.“

„Verdammt, das hat uns noch gefehlt!“

„Bis Lordsburg wird es halten, denke ich. Und dort gibt es einen Schmied.“ Billy saß wieder auf und griff nach den Zügeln.

Schon wollten die Männer weiterreiten, da drang Hufschlag an ihre Ohren. Wieder war im Südwesten eine Staubwolke sichtbar. Diesmal war sie ziemlich groß, und sie bewegte sich auch sehr schnell. Sieben Reiter schälten sich insgesamt aus ihr.

Diese Reiter wichen nicht nach Norden aus. Sie kamen in unvermindertem Tempo näher, und alle hielten ihre Fäuste an den Waffen. An der Brust des vordersten Reiters glänzte ein fünfzackiger Stern.

Die Männer der Red Rock Ranch ritten noch ein Stück und zügelten dann ihre staubbedeckten Pferde, um dem Aufgebot gelassen, aber wachsam entgegenzublicken.

Schon war die Posse heran. Die sieben Reiter zügelten ihre Pferde und machten Front vor Big John Taylor und seinen Leuten, die den aufgewirbelten Staub zu spüren bekamen. Sieben Augenpaare musterten den Rancher und seine Gefährten forschend und hart. Gewehrläufe richteten sich auf sie.

Dann winkte der Marshal ab, woraufhin seine Begleiter die Gewehre sinken ließen. Der Marshal schob sein Gewehr sogar in den Scabbard zurück und ritt zwei Pferdelängen vor.

„Sind Sie nicht John Taylor?“, fragte er mit rauer, aber nicht unfreundlicher Stimme.

„Sie haben es erraten.“ Big John, erfreut, weil der andere ihn kannte, nickte. „Und Sie sind Marshal Blackwater aus Lordsburg, nicht wahr?“

„Ja, Taylor. Ich bin mit meinen Leuten hinter einer Bande her, die heute Vormittag die Postkutsche beraubt hat. Haben Sie zufällig verdächtige Reiter gesehen?“

Big John dachte sofort an die kleine Gruppe, die ihnen ausgewichen war. „Vor zwei oder drei Stunden sind uns Reiter begegnet“, antwortete er. „Sie hatten ein Packpferd bei sich.“

„Mit einer Kiste darauf?“

„Kann sein, Marshal. Ja, es war eine Kiste, glaube ich.“ Big John sah, dass Blackwater und einige seiner Leute argwöhnisch auf Hank Coleman blickten, und fügte hinzu: „Das ist einer meiner Cowboys. Starrt ihr ihn an, weil er rothaarig ist?“

„Ja“, brummte Blackwater. „Denn einer der Gesuchten hat rote Haare. Aber wenn der Mann hier zu Ihnen gehört, kommt er wohl nicht in Frage.“

„Ganz bestimmt nicht“, versicherte Big John. „Wir kommen aus Fort Bayard, wo wir Pferde verkauft haben. Am frühen Nachmittag sind uns die drei Reiter mit dem Packpferd entgegengekommen, sind aber schnell nach Norden abgebogen, bevor wir auf sie stießen. Trotzdem konnten wir sehen, dass einer rothaarig war.“

„Dann sind sie es!“, sagte Marshal Blackwater zufrieden. „Was ist euch noch an ihnen aufgefallen?“

„Mein Sohn glaubt, dass eine Frau dabei war.“

„Eine Frau? Unmöglich!“, entgegnete der Marshal. „Das sind lauter beinharte Burschen.“

„Ich habe mich bestimmt nicht geirrt“, sagte Billy. „Ich würde sogar noch allerhand wetten, dass ich mich nicht getäuscht habe.“

„Na, wir werden ja sehen.“ Blackwater sah wieder John Taylor an. „Ich muss die Kerle fassen, Taylor. Diese Hundesöhne haben einen Passagier niedergeschossen und fast dreitausend Dollar geraubt. Der Angeschossene ringt in Lordsburg mit dem Tod. Ich glaube nicht, dass er durchkommen wird.“

„Eine schlimme Sache“, erwiderte Big John. „Wir hätten das ahnen sollen. Dann hätten wir etwas unternommen, als uns die Bande entgegenkam. Inzwischen dürfte sie einen schönen Vorsprung gewonnen haben.“

„Zum Glück sind Spuren da“, brummte Blackwater. „Zwei Stunden werden wir ihnen heute noch folgen können.“

Big John nickte. „Wir wären gern mit Ihnen gekommen. Aber unsere Gäule sind schon ziemlich abgetrieben. Außerdem hat der Braune meines Sohnes ein lockeres Hufeisen.“

„Danke für den guten Willen“, entgegnete Marshal Blackwater. „Aber ich habe genug Leute.“

„Das sehe ich. Viel Glück, Marshal!“ Big John und der falkenäugige Marshal nickten sich zum Abschied zu. Dann trennten sich die beiden Gruppen. Die eine, die aus den Männern des Aufgebots bestand, jagte auf den Spuren der Banditen nach Norden, während die andere Richtung Lordsburg ritt.

Die sinkende Sonne übergoss das Land mit einer verschwenderischen Fülle feurigen Lichts und schien die weißen Adobehäuser von Lordsburg in Paläste aus rosa Marmor zu verwandeln. Big John und seine Freunde erreichten die Stadt, an deren Eingang sich eine alte Schmiede befand.

Sie zügelten die Pferde; Big John wandte sich an Billy und sagte: „Hier kannst du den Beschlag deines Braunen in Ordnung bringen lassen. Wir warten auf dich im Saloon an der Hauptstraße. Ich hoffe, dass wir dort für die Nacht ein Zimmer bekommen. Also, bis später.“

Big John, Hank Coleman und Al ritten weiter, während Billy sein Pferd auf die Schmiede zu lenkte.

Wenig später erreichten die drei Reiter den Saloon. Sie schwangen sich aus den Sätteln, leinten die Pferde an den Holm und klopften sich mit den Hüten den Staub von der Kleidung. Dann betraten sie durch die knarrende Schwingtür das verräucherte Lokal.

Der Keeper, der eben mit einigen Gästen gesprochen zu haben schien, grüßte mit einem eingeübten Grinsen. Er wartete, bis sich Big John und seine Gefährten an einen Tisch gesetzt hatten, dann kam er hinter der Theke hervor näher, fegte mit einem Putzlappen einige Krümel vom Tisch und schaute den Rancher mit schiefgelegtem Kopf fragend an.

„Wir möchten hier essen und schlafen“, sagte Big John. „Aber zuerst wollen wir was für unseren...



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