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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1591, 160 Seiten

Reihe: Bianca

Warren Ein traumhaftes Angebot


1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86295-907-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1591, 160 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-86295-907-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wie wird es sein, wenn sie Tür an Tür mit diesem blendend aussehenden Mann schläft? Nina ahnt, dass aufregende Nächte vor ihr liegen, als sie in das Luxusapartment des Unternehmers David Hanson zieht. Tagsüber nimmt sie an seiner Seite geschäftliche Termine wahr, aber nachts liegt sie in ihrem Bett und träumt vom großen Glück. Und mit jeder Stunde in Davids Nähe wächst die Versuchung. Trotzdem zögert sie, seinem leidenschaftlichen Werben nachzugeben: Will David nur Sex? Oder sehnt er sich wie sie nach der Liebe für ein ganzes Leben?



Wendy lebt mit ihrem Ehemann in der Nähe der Pazifikküste. Ihr Haus liegt nordwestlich des schönen Willamette-Flusses inmitten einer Idylle aus gigantischen Ulmen, alten Buchläden mit einladenden Sesseln und einem großartigen Theater. Ursprünglich gehörte das Haus einer Frau namens Cinderella, die einen wunderbaren Garten mit Tausenden Blumen hinterließ. Wendy und ihr Mann bewirtschaften diesen eifrig, allerdings mit wechselndem Erfolg ... Wendy Warren ist Mitglied bei den 'Romance Writers of America' und war bereits Finalistin für den RITA®-Award. Wenn sie nicht schreibt, unternimmt sie gern lange Spaziergänge mit ihrem Hund, chattet mit guten Freunden und kocht für sich und ihren Ehemann.
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1. KAPITEL


Aus. Vorbei. Nie wieder. Traurig strich Nina Baxter über die Lehne des Bürostuhls, auf dem sie fünf Tage die Woche gesessen hatte, seit sie bei der Hanson Media Gruppe zur Sekretärin in der PR-Abteilung befördert worden war.

Jetzt hatte man sie gefeuert. Entlassen, verbesserte sie sich bitter in Gedanken.

„Es liegt nicht an Ihnen“, hatte die Personalleiterin beteuert, „aber Sie wissen ja, dass wir wegen der großen Probleme der Firma leider Personal abbauen müssen.“

Natürlich lag es nicht an ihr. Die Hanson Media Gruppe war ihr zweites Zuhause gewesen, seit sie sich als Neunzehnjährige hier als Schreibkraft beworben hatte – frisch verheiratet, mit ihrem ersten Kind schwanger, und begeistert über die erste richtige Arbeitsstelle.

Sie hatte sich hochgearbeitet, war aufgestiegen zu einer der Sekretärinnen in David Hansons PR-Abteilung. Und dann war der Job plötzlich überlebenswichtig geworden. Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern brauchte sie nicht nur das Geld, sondern auch das beruhigende Gefühl, selbst für ihre Familie sorgen zu können.

Aus und vorbei.

„Wenn Sie noch Sachen hier haben, die Sie mitnehmen wollen, können Sie die am Montag abholen“, hatte die Personalleiterin vorgeschlagen.

Doch Nina hatte keine Lust, sich an einem Arbeitstag von ihren Kolleginnen zu verabschieden – mit Tränen in den Augen und einem Pappkarton mit ihren Habseligkeiten im Arm.

Deshalb hatte sie sich von ihrer Freundin und Kollegin Carolyn deren Firmenausweis geliehen, um das Gebäude am Sonntag betreten zu können – der Pförtner kannte sie schließlich vom Sehen und hatte den Ausweis, den sie ganz selbstverständlich ins Lesegerät gesteckt hatte, nicht weiter beachtet.

Wenn sie nur daran dachte, wie ihr Leben jetzt weitergehen sollte, wurde ihr ganz schlecht.

Um sich abzulenken, legte sie Mantel und Schal ab und machte sich an die Arbeit. Sie hatte eine große Umhängetasche mitgebracht, in die sie jetzt die persönlichen Gegenstände auf ihrem Schreibtisch einpackte. Zwei Fotos von ihren Kindern, ihre Lieblingsstifte, der lilafarbene Notizblock in Nilpferdform.

Als sie zu der goldfarbenen Plastiktrophäe mit der Plakette „Beste Sekretärin der Welt“ kam, hielt sie inne. Die hatte ihre Tochter Isabella ihr geschenkt, nachdem sie am Familientag Nina bei der Arbeit hatte besuchen dürfen.

Mit großen Augen hatte Isabella beobachtet, wie schnell und sicher ihre Mutter tippte, und Nina war so stolz gewesen, als hätte sie einen Weltrekord gebrochen.

Mit zitternden Händen steckte sie die Trophäe in die Tasche, und statt Wehmut spürte sie plötzlich Ärger. Schließlich war es nicht ihre Schuld, dass die Hanson Media Gruppe in Schwierigkeiten steckte. Keiner der Entlassenen konnte etwas dafür. Die Probleme kamen von oben, aus dem Management, aber das war den Verantwortlichen ja egal. Die hohen Herren schafften immer ihre Schäfchen ins Trockene, und die kleinen Angestellten konnten zusehen, wo sie blieben.

Und anstatt sich am Freitag schon darüber aufzuregen, hatte sich Nina nach ihrer Entlassung auch noch um die sichtlich gestresste Personalleiterin gekümmert und ihr ein Glas Wasser und zwei Aspirin gebracht.

„Was bin ich doch für ein dummes Huhn!“, schimpfte Nina vor sich hin. Von den Hanson-Leuten würde ihr keiner Tabletten bringen, wenn sie Kopfschmerzen bekam, weil sie nun Bewerbungen schreiben musste. Und es würde auch keinen kümmern, wenn sie die Miete nicht mehr bezahlen konnte und mit den Kindern auf der Straße stand.

„Die interessiert das doch einen Dreck!“, rief sie aufgebracht. Wütend griff sie nach dem ersten Gegenstand, der ihr in die Hände fiel – eine Plastikschachtel mit bunten Büroklammern –, und schleuderte ihn an die dicke Eichentür von David Hansons Büro.

David Hanson – der gehörte auch zu den hohen Tieren. Und bestimmt würde er in Zukunft nicht auf teure Abendessen im Nobelrestaurant verzichten, während seine entlassenen Angestellten von Tütensuppen lebten.

Die Büroklammerschachtel prallte mit einem beeindruckenden Scheppern von der Tür ab, aber das reichte Nina noch nicht. Also nahm sie ihren Duden und warf ihn gleich hinterher. Als nächstes griff sie nach dem Synonymwörterbuch. Und bei jedem Wurf benutzte sie ein Schimpfwort, das sie vorher noch nie im Leben in den Mund genommen hatte.

Aber immerhin fühlte sie sich schon ein bisschen besser.

„Was zum …“ David Hanson blickte von seiner Arbeit auf und starrte auf die geschlossene Tür im Vorzimmer seines Büros. Zuerst hatte er gedacht, dass jemand anklopfte, was am Sonntag ja schon seltsam genug war. Doch bereits beim zweiten Mal wurde ihm klar, dass es sich bei den lauten Schlägen an die Tür ganz bestimmt nicht um Klopfen handelte.

Draußen war jemand, und er warf mit Gegenständen um sich.

David kam überhaupt nicht auf die Idee, den Sicherheitsdienst zu rufen. Er stand einfach vom Schreibtisch auf, durchquerte das Vorzimmer und wartete, bis es draußen still wurde. Dann riss er die Tür auf …

… und konnte sich gerade noch ducken, bevor ein Edelstahl-Thermosbecher ihn am Kopf traf.

„Heiliger Bimbam!“ Als David sich wieder aufrichtete, sah er eine recht aufgelöste Blondine, die bereits wieder zum Wurf ausholte. „Genug jetzt!“ David hob die Hand, und als sie tatsächlich innehielt, fuhr er fort: „Verzeihung, aber was zum Teufel ist hier eigentlich los?“

Der Blondine hatte es offenbar die Sprache verschlagen. Wie vom Donner gerührt stand sie da.

Schnell blickte David sich um. So wie’s aussah, waren sie allein, also hatte er wohl eine Chance. Zielen konnte sie, das musste man ihr lassen, denn sie stand etwa zehn Meter von der Tür entfernt. Allerdings fiel ihm auf, dass sie dringend ein Taschentuch brauchte.

Tränen liefen ihr übers Gesicht, die Nase war geschwollen, und ihre Wangen glühten. Sie sah aus wie ein Häuflein Elend. Wenn sie nicht dabei gewesen wäre, das Büro zu zerlegen, hätte er sie bemitleidet.

Vielleicht sollte er doch den Sicherheitsdienst rufen? Schließlich hatte er genügend andere Probleme am Hals, da musste er sich nicht auch noch mit einer Verrückten anlegen.

Er war schon dabei, sich umzudrehen, als ihm etwas auffiel. Ungläubig kniff er die Augen zusammen. „Miss Baxter?“

Den Arm noch immer erhoben, zwinkerte die Blondine ihre Tränen weg, lächelte zittrig und erwiderte: „Ja?“

Liebe Güte, sie war es wirklich. Es musste an den wilden blonden Locken und ihrer legeren Kleidung liegen, dass er sie nicht gleich erkannt hatte. Die Miss Baxter, die er kannte, trug ein Kostüm oder Rock und Bluse, nicht Jeans und einen lockeren Pullover. Und das Haar normalerweise … er musste nachdenken … in einem Knoten?

„Was machen Sie denn da?“, fragte er stirnrunzelnd.

Offenbar war sie entschlossen, die Situation irgendwie zu retten, denn sie zuckte die Schultern, ohne die Topfpflanze, die sie noch immer wurfbereit hielt, abzustellen. „Ausräumen.“

Er besah sich die Bescherung vor seiner Bürotür. Zwischen verstreuten Büroklammern lagen zwei Bücher und der Edelstahlbecher. „Ausräumen?“

„Meinen Schreibtisch, Sir.“

Nach drei schwierigen Monaten voller unvorhergesehener Krisen konnte David eigentlich nichts mehr überraschen. Aber Nina Baxter gelang es trotzdem. Hatte in dieser umsichtigen Sekretärin immer schon eine Psychopathin gesteckt?

Und dann dämmerte es ihm …

Verflixt.

Nina Baxter war eine derjenigen, die die Fehler seines verstorbenen Bruders, des früheren Firmenchefs, ausbaden mussten.

David massierte sich die Stirn, weil seine Kopfschmerzen schlimmer wurden. Offenbar hatte er nicht einmal sonntags vor den endlosen Problemen in der Firma Ruhe.

Während David das Gesicht hinter seiner Hand verbarg, verabschiedete sich Nina gedanklich schon einmal von dem positiven Zeugnis, das sie sich erhofft hatte. Mit viel Glück würde sie vielleicht als Imbissverkäuferin enden.

Liebe Güte, was hatte sie sich auch bloß dabei gedacht? Fassungslos ließ sie die Hand sinken und starrte auf den Zimmerkaktus, den sie als Nächstes hatte werfen wollen – ein Geschenk ihrer Großmutter. Sonst war sie umgänglich und friedfertig, aber jetzt hätte sie David Hanson beinahe einen Kaktus an den Kopf geworfen. Was, wenn er die Tür ein wenig später geöffnet hätte? Die widerborstigen Stacheln hätten womöglich ernsthaften Schaden angerichtet.

„Ich hätte Sie beinahe umgebracht!“, platzte sie heraus. Ganz offensichtlich fehlte es ihr heute Morgen wirklich an Selbstbeherrschung. David Hanson wirkte mittlerweile auch nicht mehr ärgerlich, sondern sah ziemlich misstrauisch aus.

Die Hanson Media Gruppe würdevoll zu verlassen, konnte sie sich also wohl abschminken. Ganz im Gegenteil, sie würde als geistesgestört in die Firmenchronik eingehen.

Und wenn Mr. Hanson mitbekam, dass sie sich mit Hilfe von Carolyns Firmenausweis unerlaubt Zutritt verschafft hatte, würde die am Ende auch noch entlassen werden.

„Es tut mir furchtbar leid“, sagte Nina und eilte auf David Hanson zu, um die verstreuten Büroklammern aufzuheben. Je näher sie ihm kam, desto lauter wurde das Rauschen in ihren Ohren. Sie hatte sich in seiner Nähe immer befangen gefühlt, obwohl sie jetzt schon mehrere Jahre für ihn arbeitete. Zwar war er stets höflich und korrekt, wirkte dabei aber steif und unnahbar.

Außerdem war sie nur knapp eins sechzig groß, und er überragte sie um gut zwanzig...



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