Warren / Green / O'Reilly | Tiffany Sexy Band 57 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0057, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Sexy

Warren / Green / O'Reilly Tiffany Sexy Band 57

Mit Vollgas in den siebten Himmel / Partys, Sex und noch viel mehr / Happy Hour um Mitternacht /
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-224-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Mit Vollgas in den siebten Himmel / Partys, Sex und noch viel mehr / Happy Hour um Mitternacht /

E-Book, Deutsch, Band 0057, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Sexy

ISBN: 978-3-86295-224-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



MIT VOLLGAS IN DEN SIEBTEN HIMMEL von GREEN, CRYSTAL
Freiheit und Abenteuer! Lucy und ihre Freundin Carmen wollen die legendäre Route 66 entlangfahren. Doch kaum haben sie ihre Tour begonnen, lernt Lucy einen unwiderstehlichen Mann kennen - bei dem sie sofort einen längeren Zwischenstopp einlegt ...
PARTYS, SEX UND NOCH VIEL MEHR von WARREN, NANCY
Glamour, Shows, Blitzlicht: Die Moderedakteurin Kimi genießt die Fashionwoche in Paris - und ihre heiße Affäre mit dem Fotografen Holden MacGreggor. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Lover keineswegs ein Fotograf ist, sondern ein Detektiv, der undercover ermittelt ...
HAPPY HOUR UM MITTERNACHT von OREILLY, KATHLEEN
Oh, dieses Prickeln! Die hübsche Barkeeperin Tessa kapituliert: Sie verbringt mit Gabe O'Sullivan, ihrem besten Freund und Boss zugleich, eine sinnliche Nacht. Nur dieses eine Mal, schwört sie sich! Doch dann kommt die nächste Nacht. Und mit ihr erneut die Lust ...



Nancy Warren hat mehr als 20 erotische und witzige Liebesromane mit großem Erfolg veröffentlicht. Ihren großen Durchbruch hatte sie im Jahr 2000, als sie den Harlequin Blaze-Wettbewerb für bisher unveröffentlichte Autoren gewann. Daraufhin erhielt sie sogleich den Auftrag, drei Romane zu verfassen. Es folgten weitere Preise bei etlichen Wettbewerben. Zudem hat sie ihr Studium der englischer Literatur mit Auszeichnung abgeschlossen. Sie lebt im Nordwesten der USA, wo sie viel Zeit mit tagträumen über umwerfende Männer und abenteuerlustige Frauen verbringt. Um auf andere Gedanken zu kommen, geht sie gerne mit ihrem Hund im Regen spazieren oder verbiegt sich bei bizarren Yoga Übungen.
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1. KAPITEL

Es waren nur noch wenige Tage bis zu ihrem dreißigsten Geburtstag, als Lucy Christie eine überwältigende Erkenntnis hatte.

„Genau so verläuft auch mein Leben.“ Sie wandte sich an ihre Reisegefährtin Carmen, mit der sie gerade in einem Diner saß. Dann schaute sie wieder auf den Zeitplan für ihre Reise, die sie auf die Stunde genau geplant hatte. „Ich reise von Punkt A zu Punkt B, und dafür steht mir eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Jeder Moment ist exakt vorherbestimmt, und es gibt keine Überraschungen.“

Als sie wieder aufblickte, legte ihre Freundin die Digitalkamera weg und musterte Lucy nachdenklich.

Gerade eben noch hatten sie sich das Poster von Marilyn Monroe an der Wand angesehen und im Takt zu einem alten Song von Petula Clark genickt, und jetzt ging es um Lucys große Sinnkrise.

„Als ich gerade unseren Plan für Reisetag Nummer fünf durchgelesen habe, kam mir die Erkenntnis, dass ich, seit ich schreiben kann, mein Leben haarklein durchgeplant habe. Ich bin einfach langweilig, Carmen, und nur deswegen hat Greg mich verlassen, genau wie alle anderen zuvor auch. Ich bin langweilig, und mit meiner Angst, von meinen Plänen abzuweichen und meine hochgesteckten Ziele nicht zu erreichen, vertreibe ich jeden Mann.“

„So ein Unsinn.“

Doch Lucy wusste, dass es stimmte. Selbst jetzt noch, nach drei Monaten, erinnerte sie sich deutlich an Gregs Abschiedsworte: „Mir kommt es vor, als wären wir schon sieben Jahre verheiratet, dabei sind wir erst seit vier Monaten zusammen“, hatte er gesagt.

Danach hatte sie ihn weggeschickt. Jedes weitere Wort hätte ihr nur wehgetan. Dabei sehnte sie sich doch nur nach einer glücklichen Familie. Küsse am Morgen, zwei Autos in der Garage und im Garten eine Schaukel. Alles sollte genauso wie bei ihren Eltern sein. Viele ihrer Partner hatten das irgendwann gemerkt und sich unter Druck gesetzt gefühlt.

Mitfühlend schaute Carmen sie an. „Du hast nur Panik, weil du dreißig wirst, das ist alles. Ich habe das auch alles durchgemacht.“ Carmen lächelte selbstgefällig und lehnte sich zurück.

An Selbstbewusstsein hat es ihr wirklich noch nie gemangelt, dachte Lucy. Carmen Ferris trug ein modisches Tanktop mit schrillem Aufdruck. Das dichte rot gefärbte Haar reichte ihr stufig bis über die Ohren, und ihre hellbraunen Augen funkelten. Sie schien niemals auch nur im Mindesten an sich selbst zu zweifeln.

Das war schon auf dem College in San Diego so gewesen, wo Lucy Wirtschaftswissenschaften studiert hatte. Sie war Carmen in einem Grundkurs begegnet. Lucy, die sich Mühe gegeben hatte, im Studium nicht groß aufzufallen, war von Carmen angehalten worden, ein bisschen mehr aus sich herauszugehen und sich zu amüsieren. Deshalb hatte Carmen sie gleich mit zu einer Uni-Party geschleppt.

Jetzt richtete Carmen sich auf, atmete den Duft von gegrilltem Fleisch und Pommes frites ein, der in der Luft hing, und blickte suchend durch das Objektiv ihrer Kamera. „Zwei Wochen Spaß in Vegas, und dann fahren wir weiter. Wir haben uns zu diesem Urlaub entschlossen, um uns vor deinem Geburtstag zu amüsieren, vom Arbeitsalltag abzuschalten und dich nach der Katastrophe mit Greg ein bisschen aufzuheitern.“

Sofort fiel Lucy wieder die Trennung ein. Keine ihrer gescheiterten Beziehungen hatte so lange gehalten wie die mit Greg. Vier Monate waren sie zusammen gewesen. Vielleicht machte ihr das Aus deshalb so schwer zu schaffen, weil sie mit dieser Beziehung einen persönlichen Rekord aufgestellt hatte, bis der Mann die Flucht vor ihr ergriffen hatte.

Auch Carmen erholte sich gerade von der Trennung von ihrem Freund, doch sie war mit ihrem Ex über Jahre hinweg zusammen gewesen – eine Ewigkeit, wie Lucy fand.

Seufzend beugte sie sich wieder über ihren Reiseplan. Sie würden die Route 66 entlangfahren und keine Sehenswürdigkeit auslassen. Sie würden in schäbigen Straßenrestaurants ungesundes Essen zu sich nehmen und sich wie in einem Roadmovie fühlen. Lucy studierte noch einmal den Plan, und auf einmal kamen ihr die einzelnen Stopps nicht mehr wie kleine Abenteuer vor – eher wie Punkte, die es abzuhaken galt.

Im Grunde genommen waren auch ihre Liebesbeziehungen nicht mehr gewesen als Pflichtübungen.

Sorgfältig steckte sie den Plan wieder in ihre Ledertasche. So.

Sie hatte den Plan zwar nicht in Fetzen gerissen, aber er war weg. Ging es bei dieser Reise nicht darum, dass sie beide sich von allem befreiten, was sie zu Hause bedrückte?

Carmen sollte ihren Arbeitsalltag in dem Großraumbüro vergessen, in dem sie meistens nichts anderes tat, als im Internet für einen Blog Texte zu verfassen. Vielleicht schaffte Lucy es durch die Reise, ihren Drang, alles regeln und vorausplanen zu wollen, eine Zeit lang zu vergessen.

Seit ein paar Jahren arbeitete sie jetzt in der Personalabteilung einer Softwarefirma und beschäftigte sich dort mit Handlungsanweisungen und Regelungen für die Belegschaft. Anscheinend hatte sie, ohne es zu merken, angefangen, auch in ihren Beziehungen nach diesen strikten Regeln zu leben.

Die Kellnerin kam an ihren Tisch und erkundigte sich lächelnd, ob sie mit ihrer Mahlzeit zufrieden waren.

„Doch, doch“, versicherte Lucy schnell. Sie hatte aufgehört, die Kalorien zu zählen, die sie hier in sich hineinstopfte. Während sie den Bratfettduft einatmete, entspannte sie sich allmählich. Ah, Reisen kann so entspannend sein, dachte sie. Der dreißigste Geburtstag ist überhaupt nicht schlimm. Und so langweilig wie zu Hause ist’s hier auch nicht.

Aber konnte sie es wirklich schaffen, sich über Regeln und feste Pläne hinwegzusetzen?

Sie schaute sich um. Dort drüben am Tisch saßen Touristen, und das Pärchen da hinten stritt sich offenbar. In der Sitzecke dahinter saß ein Cowboy, der sich den Hut tief in die Stirn gezogen hatte. Unwillkürlich blieb Lucys Blick an ihm hängen.

Genauso stellte sie sich den typischen Cowboy vor. Sein Gesicht lag im Schatten der Hutkrempe, und der Mann wirkte sehr geheimnsivoll. Lucy glaubte sehen zu können, das der Fremde blaue Augen hatte. Sein Kinn war unrasiert. Er trug ein T-Shirt, alte Jeans und Cowboystiefel. Den Teller vor sich hatte er bereits leer gegessen.

Breite Schultern, groß und muskulös … Lucy wurde warm, und sie merkte, dass sie ihn anstarrte – und dass er zurückstarrte.

War das Angst oder Erregung, was sie da gerade wie ein Blitz durchfuhr?

Lucy hielt den Atem an und konnte kaum glauben, dass ihr zwischen den Schenkeln heiß wurde.

Eigentlich hatte sie ein ganz entspanntes Verhältnis zu Sex, aber sie schlief nur mit einem Mann, wenn sie in ihn verliebt war. Normalerweise geschah das im ersten Monat ihrer Beziehung. Im Verlauf des zweiten Monats war dann meist schon Routine im Bett eingekehrt, nichts Aufregendes passierte mehr, aber es war nett.

Dass ihre Reaktion jetzt …

Hastig wandte sie sich wieder ihrem Clubsandwich zu und tat so, als habe sie den Fremden gar nicht bemerkt. Dass ihr Herz schneller schlug, lag sicher daran, dass sie es aufregend fand, so weit weg von zu Hause zu sein.

Sie rutschte etwas nach vorn, was das lustvolle Prickeln nur noch steigerte. Lucy spürte, dass sie feucht wurde.

Am besten aß sie einfach auf und achtete nicht auf ihre Empfindungen. Schließlich war sie wegen des Essens im Diner. Und bevor sie im MGM-Hotel übernachteten, wollte sie sich mit Carmen noch die Geisterstadt Calico anschauen. Ihr Zeitplan war straff und sah keinerlei Flirts vor.

Oder sollte sie sich die Zeit einfach nehmen?

Lucy trank einen Schluck von ihrem Kirschshake und versuchte, nicht zu dem Cowboy zu blicken. Sonst würde sie nur noch erregter.

Ob er immer noch zu ihr hinschaute?

Gerade als sie das herausfinden wollte, wurde ihre Aufmerksamkeit auf die Eingangstür gelenkt. Sieben junge Studenten um die zwanzig polterten herein und machten es sich in einer Sitzecke in der Nähe von Lucy und Carmen bequem. Carmen ließ ihre Gabel, auf die sie gerade ein Stück Hühnchen aufgespießt hatte, sinken und musterte die Neuankömmlinge interessiert.

Einer aus der Gruppe erwiderte Carmens Blick. Der junge Mann war groß und schlank, und sein blondes Haar fiel ihm fast in die grünen Augen.

Vernehmlich räusperte sich Lucy und aß von ihren Pommes frites.

„Was denn?“ Betont unschuldig wandte Carmen sich ihrer Freundin zu. „Gucken ist doch nicht verboten.“

Lucy lachte. „Das wäre ja Kinderschändung. Der lag ja noch fast in den Windeln, als du auf die Highschool kamst.“

„Ja, mach mir nur meine Träume kaputt.“ Carmen aß weiter, aber erst, nachdem sie ihren halb leer gegessenen Teller fotografiert hatte. Dieser Urlaub bot ihr reichlich Stoff für ihren Internet-Blog. „Da stehe ich kurz vor meiner ersten Urlaubsaffäre, und du zerrst mich auf den Pfad der Tugend zurück.“

In dem Moment verspürte Lucy ein Kribbeln im Nacken, fast so, als könnte sie den Blick des Cowboys spüren.

Schau nicht hin, befahl sie sich, obwohl die Neugier sie fast umbrachte. „Irgendwer muss ja auf dich aufpassen. Deine Familie wird mir dankbar sein.“

„O je.“ Carmen seufzte. Ihr Vater war ein typischer Nordstaatler, nüchtern und sachlich, ihre Mutter dagegen, in deren Adern mexikanisches Blut floss, gab viel auf Traditionen. Carmens vier Schwestern konnten bereits Ehemänner und Kinder vorweisen, und genau das wurde auch von der letzten, noch unverheirateten Schwester erwartet....



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