E-Book, Deutsch, Band 0065, 304 Seiten
Reihe: Tiffany Sexy
Warren / Tarr / Hoffmann Tiffany Sexy Band 65
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-232-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Nur eine unverbindliche Affäre? / Wilder Sex im warmen Sand / Küsse, die man nie vergisst /
E-Book, Deutsch, Band 0065, 304 Seiten
Reihe: Tiffany Sexy
ISBN: 978-3-86295-232-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
NUR EINE UNVERBINDLICHE AFFÄRE? von WARREN, NANCY
Ein heißer Flirt mit dem sexy Barkeeper Johnny? Nur für eine Woche ist die Geschäftsfrau Natalie in der Stadt. Und deshalb tut sie etwas, was sie noch nie getan hat: Sie versüßt sich ihre Abende mit einer ebenso prickelnden wie unverbindlichen Affäre
WILDER SEX IM WARMEN SAND von HOFFMANN, KATE
Sinnliche Spiele am Strand, wilder Sex im Wasser: Die Pilotin Sophie fühlt sich wie im Paradies, seit sie mit ihrer kleinen Chartermaschine auf einer einsamen Südseeinsel notlanden musste - an Bord nur sie und der unglaublich attraktive Hotelerbe Trey Shelton
KÜSSE, DIE MAN NIE VERGISST von TARR, HOPE
Alexandras Gefühle fahren Achterbahn: Der aufregend gut aussehende Bodyguard, der auf Wunsch ihres Verlobten Tag und Nacht an ihre Seite sein soll, ist kein Unbekannter für sie! Cole war ihre große Liebe, ehe er vor fünf Jahren spurlos verschwand
Nancy Warren hat mehr als 20 erotische und witzige Liebesromane mit großem Erfolg veröffentlicht. Ihren großen Durchbruch hatte sie im Jahr 2000, als sie den Harlequin Blaze-Wettbewerb für bisher unveröffentlichte Autoren gewann. Daraufhin erhielt sie sogleich den Auftrag, drei Romane zu verfassen. Es folgten weitere Preise bei etlichen Wettbewerben. Zudem hat sie ihr Studium der englischer Literatur mit Auszeichnung abgeschlossen. Sie lebt im Nordwesten der USA, wo sie viel Zeit mit tagträumen über umwerfende Männer und abenteuerlustige Frauen verbringt. Um auf andere Gedanken zu kommen, geht sie gerne mit ihrem Hund im Regen spazieren oder verbiegt sich bei bizarren Yoga Übungen.
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1. KAPITEL
Der künstliche Weihnachtsbaum sah diesmal noch schlimmer aus als letztes Jahr. Die Plastiknadeln waren schon ziemlich ausgedünnt, und die Äste hingen durch. Sophie Madigan hängte die letzte Christbaumkugel an einen Zweige ganz oben und lächelte angestrengt. „Sieht er nicht festlich aus, Papa?“
Sie blickte über die Schulter zu ihrem Vater, der an dem riesigen Esstisch saß, die Lesebrille auf der Nasenspitze. Bücher übers Fliegen und Landkarten bedeckten fast die gesamte Tischplatte. Er nickte abwesend und nahm einen weiteren Schluck aus seinem Whiskeyglas. Es ist noch nicht einmal Mittag, und er hat sich schon den ersten Drink eingegossen, dachte Sophie besorgt.
„Ich hätte neue Glühbirnchen besorgen sollen“, fuhr sie fort. „Von denen hier ist ja die Hälfte kaputt.“
„Ach was. Es sieht prima aus, Liebes“,sagte ihr Vater, ohne aufzublicken.
Sophie seufzte und begann, die Kartons und Tüten vom Boden aufzusammeln. Wieso machte sie sich eigentlich die Mühe? Mitten im Südpazifik Weihnachten feiern zu wollen war ein aussichtsloses Unterfangen. Wie anders war das früher gewesen, als sie und ihre Eltern an Orte gereist waren, wo ganze Städte weihnachtlich dekoriert gewesen waren und es sogar geschneit hatte.
Hier auf Taratea, einer winzigen Insel in Polynesien, hatte man dank der Passatwinde das ganze Jahr über etwa dreißig Grad, und in der Regenzeit wurde es unglaublich schwül. Der schwere Duft der Hibiskusblüten und das sanfte Rauschen des Regens drangen durch die Ritzen der Fensterläden. Manchmal kam es Sophie vor, als würde es nie wieder aufhören zu regnen.
Sophie hatte gehofft, Weihnachten bei ihrer Mutter in Paris sein zu können. Doch zum dritten Mal in Folge hatte sie die Einladung dann doch noch abgelehnt, um die Feiertage stattdessen mit ihrem Vater, auch bekannt als Jack „Madman“ Madigan, zu verbringen. Weihnachten in Paris wäre wundervoll gewesen. Ihre Onkel und Tanten waren alle hervorragende Köche. Man hätte gegessen, Geschenke ausgetauscht und wieder gegessen.
Als sie das Thema angesprochen hatte, hatte ihr Vater sie natürlich ermuntert, nach Paris zu fliegen. Aber je näher der Zeitpunkt ihrer Abreise gerückt war, desto tiefer war er in seiner Depression versunken. Er hatte niemanden außer Sophie. Keine Verwandten. Kaum Freunde. Seit er nur noch schlecht sehen konnte, hatte er sich fast völlig aus der Gesellschaft zurückgezogen.
Sophie ging zu ihm und tätschelte seine Schulter. „Woran arbeitest du?“
Er hatte eine Karte der Society Islands vor sich ausgebreitet und versuchte, mithilfe einer Lupe die winzige Schrift zu entziffern, die zu einem kleinen Archipel gehörte. Die Augen ihres Vaters wurden seit fünf Jahren immer schlechter. Man hatte ihm sogar die Pilotenlizenz entzogen.
Sophie hatte seinen Job in ihrer kleinen Charterflugfirma übernehmen müssen. Sie boten fast täglich Flüge zwischen Tahiti und allen vierzehn bewohnten Inseln ringsum an. Um aus den roten Zahlen herauszukommen, hatten sie vier der fünf Flugzeuge verkauft. Jetzt bestand die Firma nur noch aus einem Flugzeug und einer Pilotin – sie selbst –, und sie verdienten gerade genug Geld zum Leben.
Sophie hatte versucht, ihren Vater auch zum Verkauf des letzten Flugzeugs zu überreden, damit sie zurück in die Vereinigten Staaten gehen könnten. Dort hätte er die Möglichkeit, sich medizinisch behandeln zu lassen, und sie, einen besser bezahlten Job zu finden. Jack hoffte jedoch noch immer darauf, dass sein Augenlicht plötzlich zurückkehren und er wieder als Pilot arbeiten würde. „Machen wir eine Reise?“, fragte sie.
„Ich stelle einen Flugplan für morgen auf“, murmelte er.
„Ich wusste gar nicht, dass es für morgen einen Auftrag gibt.“ Sophie sah ihren Vater fragend an. „Papa, morgen ist Weihnachten. Meinst du nicht, wir sollten uns einen Tag freinehmen und ein bisschen feiern? Der Baum ist geschmückt. Ich mache uns morgen ein schönes Essen. Danach packen wir unsere Geschenke aus und legen ein paar weihnachtliche CDs auf. Was hältst du davon?“
„Der Mann ist bereit, für drei Flugtage zehntausend US-Dollar zu bezahlen. Ich dachte, den Job willst du dir sicher nicht entgehen lassen.“
Sophie staunte. „Zehntausend Dollar? Für drei Tage Arbeit?“
Jack nickte und drückte ihr ein Stück Papier in die Hand. „Sein Name ist Peter Shelton. Er ist irgendein hohes Tier bei der Shelton Hotelkette. Sie wollen hier eins dieser superluxuriösen Hotels bauen und dafür eine ganze Insel kaufen. Es soll wohl richtig exklusiv werden. Du musst ihn morgen um acht in Faaa abholen, direkt beim Hangar.“
Sophie blickte auf den Namen und die Telefonnummer, die auf dem Zettel standen. „Quelle chance“, murmelte sie. „Peter Shelton. Shelton Hotels.“ Das musste ein ganz besonders wichtiger Mann sein. Wer an Weihnachten arbeitete und über dreitausend Dollar pro Tag für einen Charterflug bezahlte, war offensichtlich wichtig. Und reich. „Warum hat er ausgerechnet uns beauftragt?“
„Wahrscheinlich weil sonst niemand an Weihnachten diesen Job machen wollte“, erwiderte Jack. „Hier.“ Er deutete auf die Karte. „Flieg ihn zu diesem kleinen Atoll. Das hat genau die richtige Größe und eine nette kleine Lagune.“
„Suaneva? Hat man dort nicht schon einmal versucht, ein Hotel zu bauen?“
„Ja, vor ungefähr dreißig Jahren. Aber der Investor ist pleitegegangen. Die Lagune ist ein bisschen klein, doch ein guter Pilot schafft es, dort zu landen und zu starten. Ha, wenn er sich entscheidet, dort zu bauen, kann ich alle seine Angestellten fliegen. Und sämtliche Lieferungen, und später die Hotelgäste. Vielleicht bekommen wir einen langfristigen Vertrag, und wir können ein paar neue Flugzeuge kaufen. Du musst unbedingt einen guten Eindruck machen, mein Mädchen. Ihm klarmachen, dass eine Partnerschaft mit Madigan Air für beide Seiten sehr profitabel wäre.“
Sophie legte ihrem Vater die Hand auf die Schulter. „Ja, Papa.“ Sie wusste, es war alles nur ein schöner Traum. Oder erwartete er tatsächlich von ihr, dass sie den Rest ihres Lebens hierbleiben und für ihn fliegen würde? Sie hatte in Sydney einen Arzt ausfindig gemacht, der eine einfache, aber sehr teure Operation vorgeschlagen hatte, um das Augenlicht ihres Vaters zu retten. Doch als sie Papa davon erzählt hatte, hatte er abgewinkt. Er zog die Heilkräuterbehandlung vor, die ihm eine Tahua, eine Heilkundige aus Tahiti, angedeihen ließ.
Im Übrigen fehlte ihnen das Geld für die Operation. Die zehntausend Dollar des Amerikaners würden die Sache zwar in greifbare Nähe rücken, jedoch immer noch nicht ausreichen. Früher oder später würde Sophie sich wohl damit abfinden müssen, dass sich ihr Leben hier abspielte, dass sie für ihren Vater sorgen und irgendwie den Lebensunterhalt für sie beide verdienen musste.
Sie blickte sich um. Das kleine Haus, das sie besaßen, stand an einem Hang mit Aussicht auf den Ozean. Es war ein Pfahlbau und hatte nicht viele Zimmer. Die meiste Zeit verbrachten sie im Freien, auf der Veranda, die rund um das ganze Haus verlief.
Für Touristen lebte sie im Paradies, doch für Sophie fühlte es sich oft wie ein Gefängnis an. Sie hatte kaum Augen für all die Schönheit, die sie hier umgab. Sie sehnte sich nach dem Leben in der Großstadt.
Sie trat aus dem Haus und ging über das kleine Rasenstück, das oberhalb der Bucht lag. Es gab Menschen, die Tausende von Dollars für so eine Aussicht bezahlten, so eine Umgebung: üppige Vegetation, türkisfarbenes Meer, weißer Sand, ein hübsches kleines Haus, um das sich Kletterpflanzen rankten.
Vielleicht könnte sie ihren Vater wenigstens dazu überreden, es zu verkaufen und mit ihr nach Papeete zu ziehen. Vielleicht könnte sie dort Leute in ihrem Alter kennenlernen, vielleicht sogar einen Mann finden, der sie ein bisschen von ihren Sorgen ablenkte. Sophie ließ sich auf den feuchten Rasen fallen.
Sie war erschöpft, gleichzeitig jedoch von einer inneren Unruhe erfüllt. Mit geschlossenen Augen hielt sie das Gesicht in den Regen und strich mit den Händen über ihren Körper. Dabei fiel ihr ein, wie lange es her war, dass die Hände eines Mannes sie so berührt hatten.
Fast ein Jahr war vergangen, seit sie sich den Freuden hingegeben hatte, die der Körper eines Mannes zu bieten hatte. Ihr Vater – halb Ire, halb Amerikaner – hätte Sophie wohl am liebsten in einem Kloster gesehen. Ihre französische Mutter jedoch hatte ihr eine sehr praktische, lebensnahe Einstellung zum Sex vermittelt. Eine Frau hatte Bedürfnisse, und die mussten befriedigt werden. Sich entsprechend zu verhalten hatte nichts mit Sünde zu tun. Wenn beide einverstanden sind, sind leere Versprechungen am Morgen danach überflüssig.
Wenn sie mit dem Job für Peter Shelton fertig wäre, könnte sie ein bisschen von dem Geld nehmen, sich ein neues Kleid kaufen und nach einem Mann Ausschau halten. Es gab immer Touristen in den Hotels auf Tahiti und Bora Bora. Gut aussehende Männer, mit denen sie wenigstens für eine Weile ihren Spaß haben würde.
Ja, sie würde das neue Jahr im Bett eines sexy Lovers begrüßen. „Ich werde es tun“, sagte sie laut, streckte die Arme über den Kopf und bog den Rücken durch. „Ein Lover für Silvester. Und für Neujahr.“
Aber würden ein paar Nächte im Bett eines Mannes wirklich genügen? Brauchte sie nicht eine wesentliche Veränderung in ihrem Leben, um glücklich zu sein? „Erst mal ein Lover“, sagte sie und setzte sich auf. „Dann sehen wir weiter.“
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