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E-Book

E-Book, Deutsch, 196 Seiten

Washington Washington D.C.

X-Akten
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7412-5502-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

X-Akten

E-Book, Deutsch, 196 Seiten

ISBN: 978-3-7412-5502-1
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Unerklärliche Begebenheiten und merkwürdige Ereignisse - das bergen die geheimen X-Akten der amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. Gibt es Beweise oder Anhaltspunkte für die Existenz dieser Akten? Fest steht nur, dass es Menschen gibt, denen unfassbare Dinge zugestoßen sind, die etwas erlebt haben, was sie sich nicht erklären konnten. Tagtäglich geschehen irgendwo auf der Welt Dinge, die nicht rational begründet werden können. Oft werden sie verschwiegen oder unter Verschluss gehalten. Dennoch werden einige dieser vermeintlichen Erlebnisse aufgezeichnet - und irgendwo gelagert und gespeichert. Vielleicht sucht man längst nach den Antworten und hat möglicherweise bereits einige finden können. Und vielleicht ist so manche Antwort näher und klarer als wir sie uns je vorzustellen vermögen?

Pit wuchs in geordneten Verhältnissen auf. Schon als Kind schrieb er emsig - und nach vielen Umwegen und etlichen Versuchen und Wegen landete er schließlich beim Radio als Moderator und Redakteur. Endlich etwas, das richtig Spaß macht - so Pits Einstellung dazu. Dann aber folgte eine lange schwere Krankheit - zehn Jahre später jedoch folgte sein erstes Buch! Seine Sporen verdiente er sich mit Kinderbüchern und Textbänden. Und Stück für Stück entstanden drei Sparten, die Pit auch heute noch bedient: Kinderliteratur, Lyrik und Fantasy. Mittlerweile veröffentlichte Pit -auch unter Pseudonymen- über hundert Werke. Jetzt ist eine neue Zeit angebrochen - und es kommen neue Bücher. Doch eines hat sich Pit immer bewahrt: die Liebe zum Wort, zu seinen Eltern und die ewige Neugierde auf das Leben.
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DC – STORY 2


Ashley lebte in einem einsam gelegenen Haus am Rande von Beverly Hills und fühlte sich richtig wohl. Von der großzügigen Erbschaft ihres Mannes, der vor zwei Jahren an Leukämie verstorben war, lebte es sich sehr gut.

Eigentlich hätte sie rundum glücklich sein können, doch sie war es nicht. Irgendetwas fehlte und dann sah sie auf ihren Biedermeiersekretär, der vorm Fenster stand und betrachtete sich das Bild ihres Sohnes. Der lebte seit vielen Jahren in San Diego und war sehr erfolgreich in der Computerbranche tätig. Sehnsuchtsvoll dachte sie dann an die vielen Jahre, in welchen sie alle zusammen waren und noch in Los Angeles lebten. Doch die Zeiten hatten sich nun mal geändert und sie musste sich damit abfinden.

An jenem lauen Sommerabend saß sie noch lange auf ihrer Terrasse und genoss die Ruhe. Da vernahm sie plötzlich Kinderstimmen. Sie mussten ganz aus ihrer Nähe kommen und als sie ihre Augen öffnete und in ihren riesigen Garten schaute, bemerkte sie drei Kinder, die ungehindert über die Wiese tollten. Sie schienen eine Menge Spaß zu haben und sich gar nicht daran zu stören, dass sie sich auf einem fremden Grundstück befanden. Obwohl sich Ashley schließlich im Garten zeigte und laut nach den Kindern rief, nahmen sie doch keine Notiz von ihr. Ganz im Gegenteil, sie winkten ihr fröhlich zu und sprangen weiterhin ungestört über die Wiese.

Doch es wurde noch seltsamer. Immer dann, wenn sie auf die Kinder zulief, um sie von der Wiese zu verjagen, verschwanden sie vor ihren Augen. Sie lösten sich einfach in Luft auf und Ashley konnte nicht fassen, was da geschah. Jedes Mal hoffte sie, die Kinder würden nicht mehr zurückkommen.

Doch da irrte sie gewaltig. Es wurde sogar schon so schlimm, dass sie bereits am Morgen, wenn sie wach wurde, die Kinderstimmen im Garten hörte. So konnte es unmöglich weitergehen und sie ging schließlich zur Polizei. Als aber der Officer zu ihr nach Hause kam, um sich von der Anwesenheit der Kinder zu überzeugen, waren die nicht mehr da. Offenbar wussten sie, dass die Polizei hinter ihnen her war und zeigten sich deswegen nicht.

Doch kaum war der Officer fort, da sprangen sie auch schon wieder quietsch vergnügt über die Wiese. Ratlos und verzweifelt zog sich Ashley zurück und schloss sich schließlich tagelang in ihr Haus ein. Sie begann sich vor den merkwürdigen Kindern zu fürchten. Denn es gab nichts, womit sie die Kinder vertreiben konnte. Als sie den Officer noch einmal um Hilfe bat, riet der ihr nur, diese Kinder einfach zu ignorieren, dann würden sie schon verschwinden. Doch sie verschwanden nicht. Ashley lebte fortan nur noch hinter ihren heruntergelassenen Jalousien und hinter verschlossenen Türen. Ihre Furcht wuchs zu einer nie dagewesenen Angst und sie wurde schließlich krank.

Ihr Sohn Cheb, den sie erst sehr spät von ihren Beobachtungen und ihrem daraus resultierenden Zustand unterrichtete, kam bestürzt zu ihr und wollte sie zu sich nach San Diego holen. Sie weigerte sich jedoch. An diesem Ort war sie zu Hause und wollte nicht mehr weg von dort. So blieb Cheb einige Tage bei ihr und wollte sich selbst von der Anwesenheit der Kinder überzeugen.

Als er sie im Garten herumspringen sah, lief er hinaus und wollte mit ihnen sprechen. Doch da verschwanden sie wie schon die vielen unzähligen Male, als Ashley nach ihnen sah. Cheb gab jedoch nicht auf. Er holte seine Digitalkamera und fotografierte die Kinder.

Als er später die Bilder an seinem PC betrachtete und sogar vergrößerte, erschrak er. Denn das, was er da auf seinem Monitor sah, waren keinesfalls spielende Kinder. Es waren schrecklich anzuschauende Gestalten, die mit ihren bleichen entstellten Gesichtern in die Kamera starrten. Und die netten Kinderstimmen waren auch keine Kinderstimmen, sondern ein grausiges Geschrei von furchterregenden Monstern.

Cheb hingegen hatte keine Angst. Vielmehr interessierte ihn, warum diese Wesen in diesem Garten waren. Was war der Anlass für ihr Erscheinen und was hatte es mit den Kindern auf sich, in deren Hülle diese Wesen geschlüpft waren? War vielleicht irgendetwas mit diesem Haus nicht in Ordnung? Er fragte seine Mutter danach. Doch die meinte nur, dass es nie Probleme mit dem Haus gab. Es war ja auch ein Neubau und konnte demzufolge keine böse Vergangenheit haben. Cheb gab sich damit nicht zufrieden- sein Interesse war geweckt.

Er wollte herausfinden, was sich früher auf diesem Grundstück befand. Und da ihm seine Mutter nicht weiterhelfen konnte, suchte er einen Pfarrer auf.

Pfarrer Jenkins war schon ein alter Mann, dem man nicht mehr viel von der Welt erklären musste. Er hatte schon alles erlebt und auch gesehen und wunderte sich über gar nichts mehr. Als ihn Cheb jedoch mit seinen Beobachtungen und schließlich auch noch mit den Fotos seiner Kamera betraute, wurde es selbst ihm ganz duselig. Dennoch schien er nicht erschrocken und Cheb wollte mehr von ihm wissen.

Er bat Cheb in einen Nebenraum der Kirche und schloss ihn von innen ab. Dann begann er zu erzählen: „Vor Jahren war das Grundstück, auf welchem nun das Haus Ihrer Mutter steht, ein alter Friedhof. Doch es war ja nicht ungewöhnlich, dass man solche Grundstücke irgendwann auch zu anderen Zwecken nutzte. Auf diesem Friedhof jedoch geschah einst ein grausamer Mord. Drei Kinder wurden eines nachts tot dort aufgefunden. Den Täter hatte man nie gefasst.“

Wieso allerdings ausgerechnet zum gegenwärtigen Zeitpunkt diese Kinder erschienen, wusste selbst er nicht.

Cheb bedankte sich und wollte schon gehen. Da rief der Pfarrer hinter ihm her: „Halt, warten Sie einen Moment. Da gibt’s noch etwas, das Sie wissen sollten. Die Wiesen, auf denen die Kinder spielen, wurden von einem gewissen Arnold Blackwood angelegt. Der war mal ein recht bekannter Landschaftsgärtner in der Gegend und man hatte ihn, nachdem er das Grundstück von Mrs. Rivers angelegt hatte, nicht mehr gesehen. Das einzige, was ich über ihn erfuhr, steht in einer alten Tageszeitung. Hier sehen Sie.“

Mit diesen Worten zog er eine zerknitterte alte Zeitung aus einem Schubkasten hervor und reichte diese Cheb. „Aber nun muss ich wirklich Schluss machen. Hoffentlich habe ich Ihnen nicht schon zu viel erzählt.“

Der Pfarrer komplimentierte Cheb aus seinem Büro und verschwand schließlich im Gewirr der vielen Gänge. Cheb setzte sich auf eine der zahlreichen Holzbänke vor dem Altar und las die Titelseite der Zeitung: „Ist Arnold ein Kinderschänder?“

Der darunter befindliche Artikel bekundete, dass man Arnold eines Missbrauchsdeliktes bezichtigte. Doch man konnte es ihm nicht beweisen, so verschwand er schließlich von der Bildfläche. Für Cheb stand fest, er musste diesen mysteriösen Arnold unbedingt finden. Nur, wo sollte er ihn suchen. Der Pfarrer würde ihm nicht weiterhelfen können. Der glaubte ja schon jetzt, zu viel erzählt zu haben. Aber es musste irgendein Zusammenhang zwischen Arnold und den Kindern auf der Wiese geben.

Wieder fuhr Cheb zum Haus seiner Mutter. Die war ganz aufgelöst, denn schon wieder hatte sie die Kinder auf der Wiese gesehen und sie fürchtete sich wirklich sehr. Cheb versuchte sie zu beruhigen und lief hinaus. Er wollte sich die Wiese noch einmal etwas genauer betrachten.

Und als er so durch das frische Gras schlenderte, entdeckte er zwischen den Grashalmen ein goldenes Kettchen, an welchem sich ein kleiner Anker befand.

Er nahm das Kettchen und betrachtete es. Wenn die Kinder an genau dieser Stelle spielten, dann wollten sie vielleicht ein Zeichen geben. Einen Hinweis auf Arnold vielleicht?

Obwohl ihn dieser Verdacht mehr als wage erschien, ließ er sich dennoch nicht von diesem verwegenen Gedanken abbringen. Und so spann er einfach weiter – vielleicht war diese Ankerkette ein Hinweis auf Arnolds derzeitigen Aufenthaltsort? Ein Anker, das hatte etwas mit Meer und Schiffen zu tun. Vielleicht lebte Arnold gar nicht weit entfernt, im Hafen von Los Angeles?

Er überlegte nicht lange, setzte sich in seinen Wagen und fuhr nach L.A. Dort fuhr er sofort zum Hafen und befragte einige Hafenarbeiter nach einem gewissen Arnold Blackwood. Doch niemand hatte diesen Namen je gehört und keiner konnte sich an einen Arnold erinnern. Noch einmal holte er das Ankerkettchen aus seiner Jackentasche und betrachtete es genau. Dabei entdeckte er einen winzigen Schriftzug, den er wohl übersehen haben musste, weil er zu klein war. Er hielt den Anker ganz dicht vor seine Augen und entzifferte einen Namen: Chamäleon. Sofort kam ihm ein Verdacht: das musste der Name eines Bootes sein.

Er suchte das gesamte Hafengelände ab, fand jedoch keinen Kahn und auch kein Schiff mit diesem Namen. Enttäuscht setzte er sich auf eine Bank und beobachtete das Meer. Da bemerkte er, wie ein kleines Motorboot im nicht weit entfernten Jachthafen anlegte.

Ein stämmiger Mann in Jeans ging von Bord und band das Boot an einen Pflock. Cheb stand auf und lief zu dem Boot. Er tat so, als würde er sein eigenes Boot suchen, wollte jedoch in Wahrheit nur den Namen des soeben eingetroffenen Bootes sehen. Und seine Mühe wurde belohnt, vor ihm lag die „Chamäleon“. Vermutlich war dieser stämmige Mann Arnold Blackwood.

Der vermeintliche Arnold...



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