Weber | Auf dem Weg zu Gott | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

Weber Auf dem Weg zu Gott

Eine spirituelle Betrachtung
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7526-3243-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Eine spirituelle Betrachtung

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

ISBN: 978-3-7526-3243-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, vielleicht auch so viele wie zu Gott? Doch wie können wir diese finden? Gewiss, es gibt in der Geistesgeschichte der Menschheit zahl-reiche Bewegungen und Religionen, die sich diesem Thema widmen. Und doch lebt die heutige Menschheit in einer Gott-ferne wie selten zuvor. Eine einseitige Naturwissenschaft und ein Materialismus, der auf dem Ausleben individueller und egoisti-scher Neigungen beruht, kann die Seele in ihren tiefen Gründen nicht wirklich befriedigen. Zahlreiche Krankheiten und soziale Zerwürfnisse entstehen daraus. Erst wenn sich die Seele in ihrem Ursprung und in ihrer Entwick-lungsaufgabe wiederfinden kann, wird sie auch die Wege erken-nen können, die sie in einem umfassenden Sinne mit dem Welt-ganzen und damit auch mit der göttlichen Welt verbinden kann. Dazu sind in dem hier vorliegenden Werke zahlreiche Mit-teilungen und Anregungen mitgegeben.

Franz Weber ist Autor, Forscher, Therapeut und freischaffender Künstler. Im Perceval-Institut für Kosmologie und christliche Hermetik wird Forschung und Beratung zu folgenden Themen getätigt: Spiritueller Schulungsweg und Gral, Partnerschaft und Gesundheit, Kunst und Religion, Gesellschafts- und soziale Fragen...
Weber Auf dem Weg zu Gott jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Soziale Gerechtigkeit


Heutzutage wird immer öfters ausgesprochen, dass vor allem das kapitalistische Wirtschafts-System die Ursache ist für die sozialen Ungerechtigkeiten in vielen Ländern und Gesellschaften. Die Reichen können durch dieses System die Armen und Schwachen immer weiter ausbeuten - und dies ganz „legal“. Jedoch, wo ist der Ursprung, wo ist die geistige Idee und wo ist die Ursache für dieses System zu finden, das die einen besser und reicher, die anderen dagegen ärmer und schlechter stellt?

Dieses System der Erniedrigung einzelner, damit andere gewisse Vorteile haben, gibt es nicht erst seit dem sogenannten Kapitalismus, sondern es reicht weit in die Vergangenheit zurück, wenn man zum Beispiel die Sklavenhaltung oder ähnliches betrachten will. Nur können wir heute mit wissenschaftlichen Begriffen solche Mechanismen besser verstehen, wie sie zum Beispiel auch in der Biologie durch den Darwinismus beschrieben sind.

Die natürliche Auslese, so wie diese in bestimmten Verhaltensweisen in der Natur beschrieben ist, wo dann in der Art-Erhaltung nur die Besten und die Stärksten, auch die Anpassungsfähigsten weiterkommen, wurde und wird bis heute in vielen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens angewandt, des Öfteren nicht einmal bewusst. Jedoch, unser gesellschaftliches System lebt in vielen Bereichen gerade von und aus solchen Gedankengründen. Und das fängt schon sehr früh an, in der Erziehung, in der Schule und pflanzt sich durch den Konkurrenz- und Wettbewerbsgedanken durch alle Gesellschaftsbereiche fort.

Doch schaut man den Darwinismus, auch den Sozial-Darwinismus, wie dieser in vielen Arbeitszusammenhängen heute dargelebt wird, etwas näher an, so können darin sehr erschreckende Auswüchse gefunden werden. Zunächst kann selbst auf der biologischen Ebene ein einseitiger Darwinismus zu einer Verminderung der Artenvielfalt führen, wie das zum Beispiel in den Wäldern Kanadas beobachtet werden kann oder selbst in Gärten und in der Landwirtschaft, wenn sich bestimmte Arten ausbreiten und damit andere verdrängen. Eine blühende Vielfalt der Kulturlandschaften in der Natur ist ohne das Eingreifen und Pflegen des Menschen nur in Tropengebieten möglich, wo das Leben noch im Überfluss vorhanden ist. In den gemäßigten Breitengraden entstehen ohne ein menschliches Einwirken eher eintönige Landschaften, worin sich eben nur bestimmte Arten durchsetzen.

Im menschlich-sozialen Gebiet bewirkt der Darwinismus, also die Auslese und der Kampf ums Dasein, fast noch Schlimmeres. Es ist bis in unsere Tage erschreckend zu beobachten, wie an unseren Schulen immer noch Konkurrenz, Druck und Einschüchterung an der Tagesordnung stehen, als hätte man von der Geschichte nichts gelernt.

Ein Friedrich Nietzsche, als Beispiel, der den „Übermenschen“, quasi den „Supermann“, also eine gewisse „Elite“ anstrebte und sich vom „Pöbel“, den Ungebildeten absondern wollte, ist selbst daran zerbrochen. Auch ein Adolf Hitler, der den „Herrenmenschen“ aus Rasse und Ideologie erschaffen wollte, ist zutiefst gescheitert.

Doch der Darwinismus lebt weiter, bis in unser Schulsystem hinein. Vor allem Gymnasien und manche Privatschulen, also unser leistungsorientiertes Schulsystem ist ausersehen, gewisse Eliten heranzubilden. Doch was für „Eliten“ entstehen daraus?

Immer weniger wird oftmals auf eine Allgemeinbildung wert gelegt. Die musischen und künstlerischen Fächer führen zumeist ein Schattendasein und praktische Fähigkeiten braucht ein Gymnasiast scheinbar nicht, denn die anfallende „Drecksarbeit“ sollen ja die „Dummen“ machen. Das naturwissenschaftliche und abstrakte Denken wird enorm forciert, Kopfarbeit ist angesagt, Spezialisierungen werden vorangetrieben. Durch Notendruck und Einschüchterungen fordert man eine Anpassung an das System. Wer sich nicht fügt, wird selektiert.

In der Ökologie hat man inzwischen erkannt, dass biologische Systeme nicht allein vom Darwinismus, von der natürlichen Auslese abhängen, sondern vor allem von der Symbiose, von der Vernetzung und dem Zusammenwirken der verschiedenen Arten. Ein ökologisches System kann nur gedeihen, wenn alle Arten mitwirken, wenn also die Artenvielfalt gewahrt bleibt. Ein gegenseitiges Gebrauchtwerden ist hier die treibende Kraft, denn in einem Ökosystem hängt alles mit allem zusammen. So auch in einem gesellschaftlichen Leben.

Nehmen wir als Beispiel eine Schulklasse. Da wird es immer ein paar herausragende Schüler geben, eine größere Anzahl Mittelmaß und dazu ein Grüppchen von Schülern, die leistungsmäßig hinterherhinken, dafür oftmals in ihrem sozialen Verhalten etwas aufmüpfiger und frecher sind. In einem Sozial-Darwinismus werden diese meistens recht schnell ausselektiert, sie bleiben sitzen oder verlassen die Schule nach erheblichem Druck und Mobbing seitens der Lehrerschaft. Und im gesellschaftlichen Leben landen die vermeintlich Schwächeren oftmals in den Sozialämtern beziehungsweise in der Arbeitslosenverwaltung. Sie wurden quasi auch ausselektiert. Auf der politischen Ebene hätte man in entsprechender Weise die ärmeren Länder Europas, wie zum Beispiel Griechenland während der Finanzkrise, am liebsten nicht mehr dabei. Aber das wäre das Ende eines sozialen und gemeinschaftlichen Europas.

Denn zu was führt es, wenn nur noch die „Eliten“, die Besten, die Angepasstesten, die „Schleimer“ und Opportunisten das Sagen haben? Was geschieht in einem Klassenorganismus, wenn die Schwächeren aussortiert werden? Ja, welchen Sinn haben denn die Schwächeren, könnten sie haben in einem System der Symbiose, wenn sie nicht ein Opfer des Darwinismus werden?

Hilft der Stärkere den Schwächeren kann er selbst soziale Fähigkeiten erlangen, die er ohne diese nicht entwickeln könnte. Der Schwächere profitiert natürlich auch von solchen Hilfen. Ein sozialer Organismus wächst zusammen.

Durch das verkürzte Gymnasium und damit mit einer Stoffesfülle einhergehend, die eben in kürzerer Zeit aufgenommen werden muss und die von vielen nur mehr über ein „Bulimie-Lernen“ zu schaffen ist, also ohne eine Vertiefung und Verwurzelung, sowie der oftmaligen Ausrichtung der Lehrerschaft auf die „Guten“ hin, die man zum Maßstab für alle machen will, entsteht eine Schieflage, die den sozialen Organismus einer Klasse beschädigt. Und das ist ja nicht nur in der Schule so. Sämtliche Bereiche des sozialen Lebens sind davon betroffen.

Wo die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, wo viele Menschen durch die hohen Leistungserwartungen im Beruf krank werden und andere, die Arbeitslosen nichts zu tun bekommen, ist der soziale Organismus sehr beschädigt, ja krank. Auch in Europa kann zwischen den einzelnen Ländern kein wirklich soziales System entstehen, wenn ein paar „Musterschüler“ die Arbeit für viele machen, weil sie halt „besser“ sind und manche Länder, wie die „Faulpelze“ in der Schule, quasi sitzen bleiben.

Ja, viele Probleme werden durch diese vermeintlichen „Eliten“ eben erst richtig geschaffen. Wäre zum Beispiel die deutsche Wirtschaft nicht so expansiv und damit im sogenannten Wettbewerb nicht so ehrgeizig und dominierend, würde Griechenland und einige andere Länder des Südens wirtschaftlich gesehen nicht so schlecht dastehen. So sind die „Reichen“ immer auch mitverantwortlich für die „Armen“, denn in einem ökologischen und sozialen System hängt schließlich alles mit allem zusammen und dann auch voneinander ab.

Würden die Leistungsstarken an unseren Schulen auch ein soziales Mitempfinden, eine Empathie und eine Hilfsbereitschaft für die Schwächeren erlernen können, so bräuchte es später im gesellschaftlichen Leben keine Manager mehr geben, die ohne große Gewissensbisse Tausende von Arbeitern und Angestellten auf die Straße setzen und das zumeist aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen.

Ein neues System braucht neue Menschen, braucht Lehrer und Unternehmer, die sich nicht wie „Herren und Despoten“ über die Schüler und Angestellten stellen, sondern braucht Lehrer, die bereit sind, auch von den Schülern zu lernen und die eine Schule als Lernanstalt für das wahre Lernen am Leben selbst begreifen. Ebenso kann der Unternehmer und Vorgesetzte menschlich weiterkommen, wenn er sich mit seinen „Untertanen“ auf Augenhöhe austauschen lernt. Denn in den zwischenmenschlichen Beziehungen hat wohl niemand wirklich ganz ausgelernt oder könnte sich jemand als „Elite“ bezeichnen. Wir sollten deshalb alle Lernende bleiben, die Guten, wie die weniger Guten. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Einseitigkeiten in der Bildung führen zu Einseitigkeiten im gesellschaftlichen Leben. Ein egoistischer Kampf um Stellung, Status und Geld führt unweigerlich in eine Vereinseitigung hinein. Bestimmte Bereiche werden forciert, andere liegen brach. Doch ein ökologisch-soziales System erfordert eine Ganzheitlichkeit, alle Spezialisierungen führen dagegen zu gewissen Einseitigkeiten. Ein gesundes System...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.