Buch, Deutsch, 112 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 357 g
Warum gute Menschen Böses tun, wenn man ihnen die Macht dazu gibt
Buch, Deutsch, 112 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 357 g
ISBN: 978-3-565-25443-9
Verlag: epubli
Im Sommer 1971 verwandelte der Psychologe Philip Zimbardo den Keller der Stanford University in ein Scheingefängnis. Er rekrutierte 24 psychisch stabile, gesunde Studenten und teilte sie per Münzwurf in zwei Gruppen ein: Wärter und Gefangene. Was als zweiwöchige Studie geplant war, musste nach nur sechs Tagen abgebrochen werden, weil die Situation in sadistische Gewalt und psychische Zusammenbrüche eskalierte.
"Der Luzifer-Effekt" analysiert das berühmteste und kontroverseste Experiment der Psychologiegeschichte. Es zeigt erschreckend deutlich, dass "Böse" keine Charaktereigenschaft ist, sondern oft das Produkt toxischer Systeme und Situationen. Wenn man normalen Menschen eine Uniform und absolute Macht über andere gibt, erodiert ihre Moral schneller, als wir es uns eingestehen wollen.
Das Buch zieht Parallelen zu realen Ereignissen wie den Misshandlungen in Abu Ghraib und erklärt die psychologischen Mechanismen der Deindividuation und des Gehorsams. Es ist eine Warnung an jeden, der glaubt, er sei immun gegen die Verführung der Macht, und ein Plädoyer für Wachsamkeit gegenüber Strukturen, die Entmenschlichung fördern.




