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E-Book, Deutsch, 592 Seiten

Wegmann Dichtung und Warenzeichen

Reklame im literarischen Feld 1850?-?2000
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-8353-2179-3
Verlag: Wallstein Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Reklame im literarischen Feld 1850?-?2000

E-Book, Deutsch, 592 Seiten

ISBN: 978-3-8353-2179-3
Verlag: Wallstein Verlag
Format: PDF
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Die Fiktionalisierung von Produkten und die Produktion von Fiktionen. Reklame hat sich als massenmediale Praxis seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland etabliert. Besonders literarische Texte der klassischen Moderne reagieren auf die zunehmend vertextete und bebilderte Welt. Sie nutzen die werbliche Warenwelt für eigene ästhetische Verfahren, nicht selten durch Zweckentfremdung, De- und Rekontextualisierung. So montiert Alfred Döblin beispielsweise Slogans, Anzeigen und Schlagzeilen in seinen Roman 'Berlin Alexanderplatz'. Warum interessiert sich Literatur überhaupt für Reklame, ein kommerzielles und vermeintlich kunstfernes Massenmedium? Dieser übergeordnet kulturgeschichtlichen Frage geht Wegmann in seiner Arbeit nach. Dabei beschränkt er sich nicht auf eine motivgeschichtliche Spurensuche, sondern operiert mit der theoretischen Konstruktion des literarischen Feldes, die es erlaubt, den gesamten Literaturbetrieb in den Blick zu nehmen. Reklame in der Literatur aber auch die Präsenz von Literatur in Rezensionen, Verlagsprospekten und Annoncen sowie der Autor als Werbetexter sind Thema der Studie.

Der Autor Thomas Wegmann, geb. 1962, Literaturwissenschaftler, lehrt an der HU Berlin. Gastprofessuren an der Cornell University, der University of Virginia und der Universität Greifswald. Die vorliegende Arbeit wurde mit dem Scherer-Preis 2010 der HU Berlin ausgezeichnet.
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1;Umschlag;1
2;Titel;4
3;Impressum;5
4;Inhalt;6
5;Prolog;8
6;1. Einleitung;12
7;2. Vom Marktschreier zum Markenkonstrukt: Medialisierung von Reklame;35
7.1;2.1 Reclamare lautstark;39
7.2;2.2 Gedruckte Reklame und die Konstruktion des Konsumenten;48
7.3;2.3 Semiotische Gesichter für seriell Gefertigtes: Zur Entstehung von Marken;59
7.4;2.4 Ein vergessener Markenartikel in einem unvergessenen Klassiker;70
8;3. Werbung: Semiosphäre der Moderne;88
8.1;3.1 Moderne als Label;92
8.2;3.2 Urbane Reklame;100
8.2.1;3.2.1 Zeitgenössische Reflexionen oder Die Reklame-Debatte I;107
8.2.2;3.2.2 Zur Ästhetik von Litfaß und Licht;121
8.2.3;3.2.3 Ausstellungswerte und Schaufenster;136
8.3;3.3 Produktinszenierungen:Zur Versprechenssemantik ausgewählter Marken;156
8.4;3.4 Dichter als Werbetexter: Ein Kapitel literarischer Produktionsästhetik;184
8.4.1;3.4.1 Frank Wedekind, die Reklame und der Schwindel;187
8.4.2;3.4.2 Joachim Ringelnatz zwischen werblicherund literarischer Kasualpoesie;193
8.4.3;3.4.3 Kurt Schwitters: Reklame im Gesamtkunstwerk;203
8.4.4;3.4.4 Werbung als Werkelement;215
8.5;3.5 Die Reklame-Debatte II;235
8.5.1;3.5.1 ›Genieße froh, was Du nicht liest‹;244
9;4. Markenbildung im literarischen Feld: Auto(r)inszenierungen als Steuerung von Aufmerksamkeit;260
9.1;4.1 Schwierige Geldverstecke: Hugo von Hofmannsthal;262
9.2;4.2 Nicht-Verstehen als Ereignis: Stefan George;277
9.2.1;4.2.1. Verbreitung durch Verknappung;279
9.2.2;4.2.2 Der Dichter als mediale Erscheinung;290
9.2.3;4.2.3 Religion, Reklame und die Ökonomie der Gabe;294
9.3;4.3 Sekundäre Naivität:Peter Altenberg als literarischer Selbst-Erfinder;311
10;5. ›Die Macht auf Erden‹ oder Idole, Konsum und Werbetexte(r) in Romanen der Weimarer Republik;327
10.1;5.1 Irmgard Keun oder die Ästhetik von Konsumnomadinnen;330
10.2;5.2 Gabriele Tergit oder Die mediale Verfertigung von Prominenz;356
10.3;5.3 Zwischenstück oder Kinder als Reklamekönige;364
10.4;5.4 Erich Kästner oder Die Welt als werbender Text;371
10.5;5.5 Martin Kessel oder Wiederholung als werbliches und poetisches Programm;383
11;6. Reklame, Propaganda und die Logik der Ansteckung: zur Genealogie eines Diskurses;400
11.1;6.1 Exkurs: Zur Propaganda und Werbung im ›Dritten Reich‹;433
11.2;6.2 Warenadvent und das literarische Feld nach 1945;457
11.3;6.3 Erst propagandistisch, dann werblich infiziert: Kurze Ätiologie einer längeren Krankheit;498
11.4;6.4 Viren als Paradigmen des Parasitären;507
11.5;6.5 Marken, Pop und Masken;518
12;Literaturverzeichnis;542
13;Bildnachweise;587
14;Dank;588
15;Register;589


Wegmann, Thomas
Thomas Wegmann, geb. 1962, Literaturwissenschaftler, lehrt an der HU Berlin. Gastprofessuren an der Cornell University, der University of Virginia und der Universität Greifswald. 2010 erhielt er für seine Arbeit „Dichtung und Warenzeichen“ den Scherer-Preis der HU Berlin.



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