Weiß | Schneeflockenfunkeln | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Weiß Schneeflockenfunkeln


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8246-3
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7517-8246-3
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Neuanfang in Colorado, eine Liebe voller Hoffnung und ein Weihnachtsfest, das alles verändert

Auf der Suche nach einem Neubeginn reist Lynn kurz vor Weihnachten in die verschneite Kleinstadt Starwood. Sie freut sich darauf, in dem kleinen Laden ihrer Tante auszuhelfen, und hofft, den Schmerz ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Als sie einen Weihnachtsbaum fürs bevorstehende Fest aussuchen möchte, trifft sie auf Miles. Er verkauft nicht nur die schönsten Tannenbäume, sondern lässt auch Lynns Herz höherschlagen.

In den nächsten Tagen sucht Miles immer wieder Lynns Nähe. Er spürt ihre Verletzungen und weiß nur zu gut, wie sich das anfühlt. Doch gerade als Lynn beginnt, wieder an die Liebe zu glauben, droht ein unerwarteter Besuch, ihr neu gewonnenes Glück zu zerstören.

Ein herzerwärmender Roman über Liebe, Hoffnung und den Zauber der Weihnachtszeit.

ebooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

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Veronika Weiß, geboren 2000 in der Nähe von München, hat die Liebe zum Schreiben schon früh für sich entdeckt. Bereits in der Grundschule schrieb sie ihre ersten Geschichten und hat seitdem nicht mehr damit aufgehört. Wenn sie nicht gerade an ihren Buchprojekten arbeitet, liebt sie es, zu verreisen oder lässt sich von Musik und der Natur inspirieren.

Weiß Schneeflockenfunkeln jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


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Kapitel 3


Schläfrig öffnete ich am nächsten Morgen die Augen. Mein Handydisplay zeigte neun Uhr vormittags an. In Seattle war es erst acht. Ich gähnte und streckte mich. Nachdem Rebecca mich gestern zu sich nach Hause gebracht hatte, waren wir nach einem kurzen Getränk direkt ins Bett gefallen. Ich hatte mir noch nicht einmal die Mühe gemacht, meinen Koffer auszuräumen.

Ein sanftes Klopfen erklang an der Tür. Kurz darauf wurde sie einen Spaltbreit geöffnet.

»Hey.« Rebecca streckte ihren Kopf herein. »Bist du schon wach? Ich habe Waffeln gemacht.«

Bei dem Wort Waffeln schoss ich beinahe senkrecht aus dem Bett hoch. »Oh, mein Gott«, nuschelte ich und schlug die Bettdecke beiseite. »Allein von deinen Worten beginne ich zu sabbern.«

Rebecca lachte. »Komm runter, wenn du so weit bist. Es steht schon alles bereit.« Sie zwinkerte mir zu und schloss die Tür hinter sich.

Rebeccas Mandelwaffeln waren die allerbesten der Welt, und ich hatte seit meiner Kindheit jedes Mal bei einem Besuch gehofft, dass sie welche backen würde.

Ich gähnte noch einmal ausgiebig, bevor ich aus dem Bett schlüpfte und meinen kuscheligen Hoodie, eine Jogginghose und dicke Socken mit Rentiernasen-Motiv anzog. Mein Plan sah vor, in den nächsten Wochen nur noch in diesen überdimensional großen, gemütlichen Sweatpants zu leben. Meine blonden Haare schlang ich zu einem unordentlichen Dutt.

Rebeccas Haus strahlte eine Gemütlichkeit aus, die ich schon immer geliebt hatte. Die Holzmöbel verliehen den Räumen eine angenehme Wärme, und der dunkle Dielenboden unter meinen Füßen knarzte bei jedem Schritt. Sie hatte ihr Haus schlicht, aber sehr liebevoll eingerichtet und dekoriert. Man fühlte sich direkt wohl.

Als ich ins Wohnzimmer trat, knisterte bereits das Feuer im Kamin. Ein wohliges Gefühl stieg in mir auf. Lächelnd trat ich an den Esstisch heran, wo mir augenblicklich der Duft von Waffeln und zimtigem Tee in die Nase stieg.

»Du bist die Beste.« Ich seufzte vor Wonne und rutschte auf einen der Holzstühle.

»Ich weiß.« Schmunzelnd goss sie mir eine dampfende Tasse Bratapfeltee ein. »Hast du gut geschlafen?«

»Hervorragend. Dein Gästebett ist so groß, dass ich mich dreimal darin umdrehen könnte. Da falle ich garantiert nicht raus.«

»Passiert dir das immer noch?« Sie ließ sich mir gegenüber nieder und griff nach der Schale mit fluffig geschlagener Sahne.

»Manchmal. Wenn ich unruhige Träume habe, wälze ich mich immer viel zu sehr herum. Aber hier bei dir habe ich geschlafen wie ein Baby.« Das erste Mal seit Langem war ich nicht mitten in der Nacht aufgeschreckt. Bilder von der Arbeit hatten mich in den letzten Wochen oft genug heimgesucht. Es war eine Wohltat, dass ich diese Nacht davon verschont geblieben war.

Rebecca lächelte mich an und reichte mir die Schüssel mit der Sahne. Ich häufte mir eine großzügige Portion auf meine warme Waffel.

Als ich mir den ersten Bissen in den Mund schob und der weiche Teig auf meiner Zunge zerging, stieß ich ein wohliges Stöhnen aus. »So, so gut«, nuschelte ich.

Rebecca sah mir amüsiert dabei zu, wie ich die ganze Portion verschlang.

Satt, zufrieden und mit einem angenehmen Nachgeschmack im Mund lehnte ich mich zurück. »Kann ich dir heute schon im Laden helfen?«

Sie schüttelte den Kopf. »Das ist lieb, aber komm ruhig erst mal an. In ein paar Tagen könnte ich dich gut gebrauchen, aber ich will dich nicht direkt am ersten Tag überfallen. Gönn dir Ruhe und schau dich in Starwood um.«

»Das wäre aber überhaupt kein Problem. Ablenkung ist nicht das Schlechteste.« Sein Gesicht ploppte vor meinem inneren Auge auf. Sofort schüttelte ich den Kopf und zwang alle Gedanken an die Firma in die hinterste Ecke meines Kopfes.

Rebeccas mitfühlender Blick begegnete mir. Auch ohne große Worte wusste sie, was in mir vorging, und spürte, dass ich nicht darüber sprechen wollte.

»Weißt du, was du für mich tun könntest?«, fragte sie nach einer Weile.

Fragend sah ich sie an.

»Du könntest einen Weihnachtsbaum fürs Wohnzimmer aussuchen. Ich bin noch nicht dazu gekommen, einen zu holen.«

Ich riss die Augen auf und drehte meinen Kopf. »Stimmt! Dort neben dem Kamin steht normalerweise jedes Jahr ab Thanksgiving dein Weihnachtsbaum.«

Meine Tante nickte. »Dieses Jahr war ich lange nicht in der richtigen Stimmung, und dann habe ich es zeitlich nicht geschafft. Wenn du Lust hast, könntest du in den nächsten Tagen bei den Montgomerys auf der Farm nach einem Baum schauen. Er muss nicht der schönste oder größte sein, aber das weißt du ja.« Weiche Fältchen drückten sich um ihre Augen, als sie lächelte.

Das Bild eines kleinen, krummen Tannenbaums stieg vor meinem inneren Auge auf. Jedes Jahr hatte Rebecca ein Exemplar mit irgendeinem äußerlichen Merkmal herangeschleppt.

»Du hast ein Herz für besondere Bäume, nicht wahr?«

Rebecca nickte. »Auch die unperfekten brauchen Liebe.«

»Da sprichst du ein wahres Wort.« Ich rückte das Besteck auf meinem Teller zurecht und setzte mich aufrecht hin. »Ich glaube, da mache ich mich heute gleich auf den Weg. Ich verspreche dir, dass ich einen wundervollen Baum finden werde.«

Sie strahlte mich über den Tisch hinweg an. »Daran habe ich keinen Zweifel.«

Dick eingepackt in Winterjacke, Schal und Mütze machte ich mich wenig später mit Rebecca auf den Weg in ihren Laden. Er befand sich sehr zentral in Starwood und war eins der beliebtesten Geschäfte der Stadt. Besonders jetzt in der Adventszeit boomte er, und die Leute kauften Weihnachtsschmuck und Dekoartikel wie warme Semmeln.

Die Klingel ertönte, als Rebecca die Tür aufsperrte und öffnete. Warme Luft, die nach Vanille-Duftkerzen roch, empfing uns. Mit einem Lächeln ließ ich meinen Blick über die vollbepackten Regale schweifen. Bunte Kugeln glitzerten zwischen Holzfiguren und Rentierhausschuhen hervor. Rebecca hatte wirklich alles, was das Weihnachtsherz begehrte. Kerzen, Lichterketten, Tannenzweige, Weihnachtsbaumschmuck, Kuschelsocken, Zubehör für Krippen, Geschenkpapier und so viel mehr. Ich bewunderte Rebecca aus tiefstem Herzen dafür, dass sie es gewagt hatte, sich mit diesem Laden in einer kleinen Stadt wie Starwood selbstständig zu machen. Dass die Leute das Geschäft damals sofort so gut angenommen hatten, freute mich sehr.

»Wenn ich einen Baum gefunden habe, bringe ich ihn gleich zu dir nach Hause. Passt das?«

Rebecca nickte und wickelte den dicken Schal von ihrem Hals. »Viel Glück bei der Suche.« Sie drückte liebevoll meinen Arm, streckte mir einen Hausschlüssel entgegen, dann schälte sie sich aus ihrem Mantel und verschwand hinten im Büro.

Ich sog ein letztes Mal die vertraute Luft in ihrem Laden ein, dann trat ich wieder nach draußen in die Kälte. Es herrschte vorweihnachtlicher Trubel, und zahlreiche Menschen wuselten über den großen Stadtplatz vor mir, in dessen Mitte ein Brunnen stand. Ein Schneeräumdienst hatte die Wege bereits freigeschaufelt, lediglich am Straßenrand türmten sich die Schneemassen. Im Hintergrund ragten die Rocky Mountains in den eisblauen Himmel. Ich liebte es, dass Starwood mitten in den Bergen lag. Besonders im Winter war der Anblick ein absoluter Traum.

Ich genoss das Stimmengewirr und die geschäftigen Schritte um mich herum, während ich gemächlich über den Platz schlenderte und in die Schaufenster spähte. Dieser Kleinstadtcharme war wirklich etwas Besonderes. Eigentlich war ich Großstädterin durch und durch und wollte die bequemen Verkehrsanbindungen, die langen Öffnungszeiten der Geschäfte und die Möglichkeit, an jeder Ecke einen Kaffee zu bekommen, nicht missen. Dennoch hatten Kleinstädte wie Starwood etwas an sich, das mich faszinierte. In mir regte sich ein Gefühl, das ich lange Zeit nicht mehr gespürt hatte. Ich presste eine Hand gegen meine Brust. Es war ein sehnsüchtiges, beinahe nostalgisches Gefühl. Ich war in meiner Kindheit und meiner Jugend gern in Starwood zu Besuch gewesen. Auch wenn Mom und Rebecca kein enges Verhältnis zueinander hatten, war meine Mutter doch jedes Jahr wegen ihrer Eltern nach Starwood gekommen. Als diese verstorben waren, hatten unsere Reisen hierher deutlich abgenommen, und ich war als Teenager nur noch allein nach Colorado geflogen.

Während ich meinen Blick über die süßen Häuser mit ihren verschneiten Dächern streifen ließ, fragte ich mich, wie Mom jemals von hier hatte wegziehen können. Seattle war nicht nur ihre Wahlheimat geworden, weil sie dort studiert und meinen Dad kennengelernt hatte. Rebecca hatte oft erzählt, dass Mom schon als Jugendliche gesagt hatte, dass sie aus der Kleinstadt wegwollte. Während Rebecca das entschleunigte Leben dort geliebt hatte, war es für Mom erdrückend und einengend gewesen.

Wie mein Leben wohl bis jetzt verlaufen wäre, wenn meine Eltern mich in Starwood und nicht in Seattle großgezogen hätten? Ich atmete tief durch. Weiße...


Weiß, Veronika
Veronika Weiß, geboren 2000 in der Nähe von München, hat die Liebe zum Schreiben schon früh für sich entdeckt. Bereits in der Grundschule schrieb sie ihre ersten Geschichten und hat seitdem nicht mehr damit aufgehört. Wenn sie nicht gerade an ihren Buchprojekten arbeitet, liebt sie es, zu verreisen oder lässt sich von Musik und der Natur inspirieren.

Veronika Weiß, geboren 2000 in der Nähe von München, hat die Liebe zum Schreiben schon früh für sich entdeckt. Bereits in der Grundschule schrieb sie ihre ersten Geschichten und hat seitdem nicht mehr damit aufgehört. Wenn sie nicht gerade an ihren Buchprojekten arbeitet, liebt sie es zu verreisen oder lässt sich von Musik und der Natur inspirieren.



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