E-Book, Deutsch, 248 Seiten
Reihe: tredition GmbH
Weiss Von Termin Frust zu Termin Lust
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-347-85426-0
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wege zu qualitativen Terminen für Körpernahe Dienstleister wie Masseure, Fußpfleger, Kosmetiker, Friseure und interessierte
E-Book, Deutsch, 248 Seiten
Reihe: tredition GmbH
ISBN: 978-3-347-85426-0
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Roland Weiss ist zuständig für die Neukundengewinnung und -betreuung sowie der Betreuung von Bestandskunden. Er entwickelt Strategien und Taktiken, um über Produkte und Dienstleistungen zu informieren, Interesse zu wecken und die Nachfrage zu steigern. Er nahm weltweit an mehr als zwölf Fitnessmeisterschaften teil und wurde mehrfach österreichischer Meister sowie Vizeweltmeister und wurde zum Fitnessexperten 2008 gekürt. Abseits vom Sport wurde er als Model und Sportrepräsentant gebucht. Er übernahm die Spa-Leitung des Sporthotel Alpina Ressorts nach seiner sportlichen Karriere. Er verwirklichte schließlich seinen Traum von einer Praxis mit privatem Fitnessstudio als ausgebildeter Masseur und Sporttrainer. Seine bisherigen Kunden sind Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter der SGKK Salzburg, der AK Oberösterreich, der SSB Sanierung Straße und Brücken Bau GmbH, der Sparda-Bank München eG, der Volksbank, der Metsälitto Gruppe gehörende M-Real AG. Und österreichische kleine und mittlere Unternehmen im Bereich Werbung, IT, Handwerk, Beratung und Management Training
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
VORWORT
DEN TERMINKALENDER
MIT QUALITATIVEN TERMINEN FÜLLEN
UND EMPFEHLUNGEN ERHALTEN
Die Dinge, die wir wirklich wissen,
sind nicht die Dinge, die wir gehört oder
gelesen haben, vielmehr sind es Dinge,
die wir gelebt, erfahren, empfunden haben.
(C. WOODWARDS)
Dieses Buch ist eine Bilanz aus praktischen Erfahrungen, Zusammenarbeit mit Fachleuten und intensiver Recherche in den Bereichen Vermarktung, Verkauf und Leistungserbringung.
Es soll Masseuren, Fußpflegern, Kosmetikern, Hairstylisten und natürlich auch allen anderen Interessierten zu qualitativen Terminen verhelfen. Qualität ist ein subjektiver Begriff. So unterschiedlich die Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Interessen und Bestrebungen.
Unabhängig davon, welche Ziele ein körpernaher Dienstleister wie Masseur, Fußpfleger, Hairstylist oder Kosmetiker verfolgt – Maßstab kann nur die Zufriedenheit der Kundschaft und die eigene Zufriedenheit sein.
Eine weitere Messlatte ist die Begeisterung. Sind die Kunden vom Angebot begeistert und wie sieht es mit der persönlichen Freude aus? Wie fühle ich mich, wenn ich meinen Terminkalender betrachte? Vor allem, welches Gefühl haben die Kunden nach einer Behandlung oder nach dem Friseurtermin?
Qualität kann eine unvergessliche Zeit sein, für Sie selbst und für Ihre Kunden.
Den Terminkalender füllen und die eigene Lebensqualität steigern
Genau diese Fragen sollen behandelt werden: Wie erhalten Masseure, Fußpfleger, Hairstylisten oder Kosmetiker qualitative Termine? Wie können wir einen guten Kundenstamm aufbauen oder erweitern, als Gründer oder Etablierter, ohne uns ständig mit Absagen und nicht eingehaltenen Terminen abzumühen? Vielleicht sind Sie gerade in einer Ausbildung und spielen mit dem Gedanken, in diesem Bereich tätig zu werden. Es stellt sich jedoch die Frage, was ein voller Terminkalender nützt, wenn Sie selbst zu kurz kommen und Ihr Leben Sie nicht wirklich erfüllt. Es ist schön, seine Leidenschaft ausleben zu können – wenn wir das erreichen, sind wir frei und können selbstbestimmt leben.
Es hat den Anschein, dass der Begriff „Verkaufen“ nicht gut mit körpernahen Dienstleistungen harmoniert. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es für mich lange schwierig war, diese beiden Komponenten zu vereinen. Warum war das so? Ist es unethisch Körperbehandlungen, Friseurtermine oder ein Fitnessprogramm anzubieten und angemessen daran zu verdienen? Vielleicht hängt es einfach mit der Thematik des Verkaufens zusammen.
Verkaufen mit Stil und Niveau
Ich hatte aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen immer ein negatives Bild von einem Verkäufer. Meistens waren das Menschen, die mir etwas andrehen wollten, was ich nicht brauchte. Sie waren aufdringlich und ihnen war es gleichgültig, wie ich darüber denke. Hauptsache war, sie konnten mir etwas verkaufen. Erst später fand durch mein eigenes Erleben ein Paradigmenwechsel in mir statt. Ich erlebte Top-Verkäufer in unmittelbarer Nähe. Einer davon war ein guter Kunde, ein erfahrener Geschäftsmann, der Verkaufstrainings anbot. Ich trainierte ihn körperlich, während er mich im Verkauf trainierte. Eine Verkaufs-Akademie, mehrere Seminare im Verkauf, die Lektüre einschlägiger Bücher zum Thema Verkauf, Forschung und Recherche, die praktische Erfahrung im Verkaufsaußendienst und eine kaufmännische Ausbildung führten mich zu vielen Aha-Erlebnissen, aber erst durch die praktische Umsetzung, das Trainieren in der Praxis, gelangte ich zu tieferen Erkenntnissen. Dank einer Begegnung mit einem weisen Mann fand ich einen Weg, wie der Verkaufsprozess mit körpernahen Dienstleistungen verbunden werden kann. Da ich keinen Kassenvertrag hatte, musste ich Menschen für Behandlungen und Training begeistern. Es war nicht einfach, aber ich schaffte es – und das mit großem Erfolg. Trotz meiner Titel als Vize-Weltmeister und mehrfacher österreichischer Fitnessmeister sowie der Medienpräsenz, die ich als Fitnessmodel und Repräsentant für Sportprodukte erhielt, fiel es mir schwer, mein Angebot zu verkaufen. Es soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass es damals keine sozialen Plattformen wie Instagram gab und auch Facebook war noch in der Anfangsphase und steckte noch in den Kinderschuhen. Heute ist es in vielerlei Hinsicht leichter, wenn man es richtig macht, da mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Trotzdem glaube ich, dass etwas fehlt, wenn nicht von Grund auf der klassische (offline) Weg eingeschlagen wird. Bei vielen modernen Internet-Selbstständigen ist dies bemerkbar. Werbeanzeigen hören sich fast alle gleich an. Dasselbe Gerede, dieselben Inhalte, die fünf oder fünfzig andere Personen schon zuvor gepostet haben.
Erfahrungen mit der Selbstständigkeit
Vor 15 Jahren machte ich mich selbstständig und fühlte mich wie aus der Urzeit. Es schien mir, als würde die Menge an Wissen, die ich in diesem Bereich erlangen konnte oder sollte, kein Ende nehmen. Was ich wusste, war zu wenig für eine erfolgreiche Selbstständigkeit. Ich hatte zwar eine fundierte Ausbildung, aber keine Erfahrung als Selbstständiger. Ich fühlte mich wie ein Neandertaler. Nicht, weil ich als Mensch zurückgeblieben gewesen wäre, sondern wegen den Anforderungen durch die Selbstständigkeit, die mir abverlangt wurden. Als Angestellter war ich frustriert und lebte in zwei Welten. Die eine frustrierte mich, während die andere mein Leben inspirierte. Ich hatte eine leidenschaftliche Vision. Ich wollte um jeden Preis in die körpernahe Dienstleistung. Mein Wille war stärker als der Urmensch in mir und ich wollte unbedingt einen Arbeitsplatz einnehmen, bei dem ich meine Arbeitszeiten selbst bestimmen konnte.
Am Ende meiner (Fitness-)Karriere erlebte ich eine Phase der Unzufriedenheit. Das bemerkte damals ein enger Freund und ermutigte und unterstützte mich, sodass ich den Weg in die Selbstständigkeit wagte. Zwei Jahre später war der tief verwurzelte Traum zur Wirklichkeit geworden, vor allem durch die Hilfe und Unterstützung meines Freundes. Schon bald kam jedoch die Ernüchterung: ich hatte zwar ein Studio mit fertig eingerichteten Räumen, eine hochgelobte Website und ansprechende Folder und Visitenkarten, aber die Kunden konnte ich trotzdem an einer Hand abzählen. Das erste Jahr war ein Kampf, doch ich gab nicht auf und suchte Wege, meine Ziele in der Selbstständigkeit weiterhin zu verfolgen. Ich war zum Teil frustriert, aber mein Freund unterstützte mich tatkräftig. Trotzdem musste ich mich immer wieder emotional aufrichten, um nicht die Flinte ins Korn zu werfen und dranzubleiben.
Konstant lernen und wachsen in der Selbstständigkeit
Die Realität der Selbstständigkeit frustrierte mich, aber sie konnte mich nicht von meinem Wunsch abbringen, mit Menschen arbeiten zu wollen. Ansonsten hätte ich im Angestelltenverhältnis bleiben können. Meine Leidenschaft war stark und meine Vision trieb mich immer wieder an. Ich lernte und verbesserte mich konstant, indem ich viel Geld investierte, vor allem im Bereich Verkauf und Marketing. Um mehr Menschen zu erreichen, denen mein Trainingskonzept, Behandlungen guttun würden. Ich trainierte gezielt das Verkaufen in der Praxis, sodass ich immer mehr Verkäufe erzielen konnte, die meine Selbstständigkeit bereicherten. Meine Termine häuften sich – es war ein Durchbruch. Ich hatte über einen längeren Zeitraum bis zu zehn Kunden am Tag zu betreuen. Meine Tage waren streng durchgetaktet mit Terminen, Vorträgen, Workshops und Personaltrainings.
Ich war angekommen – dachte ich zumindest. Aber so war es nicht. Zwar hatte ich das Ziel der erfolgreichen Selbstständigkeit erreicht, aber ich war ständig im Tun. Wie auf einer Schaukel, hin und her, bewegte ich mich zwischen Kundengenerierung, Fortbildung und Leistungserbringung. Zudem musste ich meine Buchhaltung sowie finanzielle und bürokratische Aufgaben erledigen. Irgendwann dachte ich mir: Das kann es nicht sein. Der nächste Schritt war klar: Ich musste mir eine unternehmerische Denkweise aneignen und dementsprechend handeln. Mehr und mehr entwickelte ich eine Struktur in Bezug auf meine unternehmerische Tätigkeit – angefangen von Verkaufsprozessen, Buchhaltung, Marketing-Maßnahmen, bis hin zur Büroarbeit. Schließlich engagierte ich eine Bürokraft auf geringfügiger Basis, die mich beim Schriftverkehr unterstützte.
Zurückblickend habe ich mehr richtig als falsch gemacht. Man muss nicht alles können, aber viel selbst machen. In meiner Naivität hätte ich manche Entscheidungen nicht besser treffen können. Die Entscheidung, in die Selbstständigkeit zu gehen, war definitiv richtig. Der Druck wurde weniger, war aber nicht weg. Ich hatte zwar Einnahmen, musste aber einen Kredit zurückzahlen. Es war nicht mein Ziel, hoch profitabel zu sein. Ich hatte eine Leidenschaft und die Vision, mit Menschen zu arbeiten und nicht das Ziel, viel Geld damit zu verdienen. Die Wahrheit ist, egal in welcher Sparte man als selbstständige Person...




