Weißenborn | Finance meets Logistics | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 517 Seiten

Reihe: SAP Press

Weißenborn Finance meets Logistics

Integrierte Prozesse für Finanzwesen und Logistik in SAP S/4HANA
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-8362-8384-7
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Integrierte Prozesse für Finanzwesen und Logistik in SAP S/4HANA

E-Book, Deutsch, 517 Seiten

Reihe: SAP Press

ISBN: 978-3-8362-8384-7
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Integrierte Prozesse für Finanzwesen und Logistik in SAP S/4HANA

Mit diesem Handbuch für Logistikerinnen und Logistiker sowie Mitarbeitende im Controlling optimieren Sie Ihre Prozesse und sorgen für reibungslose Abläufe . Christian Weißenborn »übersetzt« zwischen den Fachbereichen und stellt Ihnen typische Szenarien für die Integration von MM, PP, SD und FI/CO vor. Ob Lieferanten-Konsignation, Fremdbearbeitung oder Variantenfertigung – dank anschaulicher Prozessdiagramme und passender Buchungsschemas sind Sie bestens gerüstet für Ihr nächstes SAP-Projekt!

  • FI/CO reibungslos mit MM, PP und SD integrieren
  • Ganzheitliche Geschäftsprozesse modellieren
  • Beispiele für typische Szenarien: Lohnbearbeitung, Kundeneinzelfertigung, Kundenauftrags-Controlling u. v. m
  • Vom Blick über den Tellerrand profitieren

Aus dem Inhalt:

  • Grundlagen und SAP-Fachbegriffe
  • Schwimmbahndiagramme und Buchungsschemas
  • Szenarien ohne Produktion, z.B. Einkauf Lagermaterial, Streckengeschäft
  • Szenarien mit anonymer Produktion, z.B. Diskrete und Serienfertigung
  • Szenarien mit kundenauftragsorientierter Produktion, z.B. Kundeneinzelfertigung und Automotive-Rückmeldung
  • Szenarien mit Kundenauftrags-Controlling
  • Servicaufträge
  • Kundenprojekte
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material




  Einleitung ... 15


  1.  Grundlagen und SAP-Fachbegriffe ... 19


       1.1 ... Buchhaltung ... 19

       1.2 ... Controlling ... 25

       1.3 ... Logistik ... 32

       1.4 ... Prozessdarstellung ... 41

       1.5 ... Organisationsstruktur ... 43

       1.6 ... Elemente des Buchungsschemas ... 45



  2.  Szenarien ohne Produktion ... 47


       2.1 ... Einkauf Lagermaterial ... 48

       2.2 ... Verkauf Eigenerzeugnis aus Lager ... 53

       2.3 ... Handelsware mit Verkauf ab Lager ... 67

       2.4 ... Handelsware mit Einzelbestellung ... 72

       2.5 ... Streckengeschäft ... 83

       2.6 ... Streckengeschäft ohne Lieferavis ... 90

       2.7 ... Lohnbearbeitung ... 96

       2.8 ... Lieferantenkonsignation ... 109

       2.9 ... Kundenkonsignation ... 116

       2.10 ... Buchungskreisübergreifender Verkauf ... 126



  3.  Szenarien mit anonymer Produktion ... 139


       3.1 ... Diskrete Fertigung ... 140

       3.2 ... Diskrete Fertigung mit Ware in Arbeit und Abweichung ... 155

       3.3 ... Serienfertigung ... 182

       3.4 ... Serienfertigung mit WIP und Abweichung ... 197

       3.5 ... Fremdbearbeitung ... 221

       3.6 ... Fremdbearbeitung mit Lohnbearbeitung ... 234

       3.7 ... Fertigungsauftrag mit Produktkostensammler ... 248

       3.8 ... Kuppelproduktion mit Fertigungsauftrag ... 264



  4.  Szenarien mit kundenauftragsorientierter Produktion ... 289


       4.1 ... Kundeneinzelfertigung ... 289

       4.2 ... Variantenfertigung ... 310

       4.3 ... Kundenauftragsorientierte Serienfertigung ... 328

       4.4 ... PP/DS-Produktionsrückmeldung ... 344



  5.  Szenarien mit Kundenauftragscontrolling ... 375


       5.1 ... Kundenauftragscontrolling mit bewertetem Kundenauftragsbestand ... 375

       5.2 ... Kundenauftragscontrolling mit unbewertetem Kundenauftragsbestand ... 396



  6.  Weitere Szenarien ... 425


       6.1 ... Serviceauftrag mit aufwandsbezogener Faktura ... 425

       6.2 ... Kundenprojekt ... 450



  7.  Zusammenfassung ... 489


       7.1 ... Anwendung der Buchungsschemata ... 489

       7.2 ... Aus der Praxis ... 494



  Anhang ... 495


       A ... Kontenzuordnung Bilanz- und GuV-Struktur ... 497

       B ... MM-Kontenfindung -- Vorgänge ... 501

       C ... Transaktionen ... 505



  Autor ... 511


  Index ... 513


Einleitung


Als Berater fiel mir bereits in vielen SAP-Projekten die Aufgabe der Integration zwischen Finanzwesen und Logistik zu. Dabei fehlte mir aber immer ein Überblick über die möglichen Szenarien, wie ein Unternehmen im SAP-System abgebildet werden kann, sodass es zum einen von Buchhalter*innen und Controller*innen, zum anderen aber auch von Logistiker*innen verstanden wird – zwei Gruppen, die in einem Unternehmen letztendlich aufeinander angewiesen sind, auch wenn sie das nicht gerne zugeben, und die oft am liebsten getrennte Systeme hätten, obwohl doch die Integration einer der entscheidenden Vorteile einer Standardsoftware wie SAP ist. Dieses Buch wendet sich an all diejenigen, die über den Tellerrand blicken wollen, weil sie Interesse am jeweils anderen Thema haben, an diejenigen, die einfach in einem Projekt oder in der täglichen Arbeit besser mit dem Menschen aus der angeblich ach so fremden Welt kommunizieren möchten, und an diejenigen, die verstehen wollen, wo ihre Daten herkommen oder wo sie verwendet werden.

Denn dies ist eins der Hauptprobleme: Buchhalter*innen und Controller*innen erstellen die Belege nicht selbst, sondern bekommen sie automatisch aus logistischen Transaktionen, die sie meist nicht kennen.

Logistiker*innen sind hingegen oft froh, wenn die für sie wichtigen Prozesse im Finanzwesen des SAP-Systems, also in den Komponenten (vormals Module genannt) Finanzwesen (FI) und Controlling (CO), verbucht werden konnten und es keine Fehlermeldungen gab. Was genau im Hintergrund passiert und wozu es dient, wissen sie oft nicht. Es ist anzumerken, dass der Begriff Logistik hier in seiner weiten Fassung gebraucht wird und alles beschreibt, was die Komponenten Materialwirtschaft (MM), Produktion (PP) und Vertrieb/Versand (SD) umfasst.

Dieses Buch soll Ihnen eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten liefern, SAP integriert einzusetzen, um die Entscheidungen zu unterstützen, für welche Prozesse im Unternehmen welche Szenarien infrage kommen. Ich hoffe, es hilft Ihnen in Ihren bereichsübergreifenden Diskussionen und beim Treffen von Entscheidungen, welche Prozesse wie im System abgebildet werden können. Wenn es das geschafft hat, hat es sein Ziel erreicht.

Was Sie in diesem Buch finden


26 grundlegende Prozesse aus den Bereichen Einkauf, Produktion und Fertigung, die in vielen Unternehmen Verwendung finden, werden durch drei Darstellungen beschrieben:

  • Prozessdarstellung

  • Buchungsschema

  • mehrere Screenshots der benötigten Transaktionen

Vor allem bei den Buchungsschemata habe ich die Erfahrung gemacht, dass Sie mit ihnen Verständnisschwierigkeiten zwischen verschiedenen Bereichen begegnen können, da die Parteien gemeinsam an einem Bild arbeiten und immer wieder darauf zurückkommen können, über welchen Prozessschritt gerade diskutiert wird und wo genau das Problem liegt. Das Ausräumen dieser Verständnisschwierigkeiten wird Ihnen in der Praxis Stunden bis Wochen an Arbeit ersparen, ganz zu schweigen von den geschonten Nerven.

Es geht hier um eine generelle Verdeutlichung von integrierten Prozessen mit gleichzeitigem Aufzeigen des Look-and-Feel anhand von Beispielen im SAP-System. Es ist für diejenigen gedacht, die einen Prozess nicht nur in verbaler Beschreibung oder anhand von Grafiken verstehen wollen, sondern im System nachvollziehen möchten. Die Screenshots geben Ihnen einen Eindruck, wie etwas im SAP-System aussieht, aber ohne den Aufwand, jeden Prozess selbst vollständig zu customizen oder anhand von SAP Best Practices durchzuspielen.

Anders ausgedrückt, schaut dieses Buch mehr in die Breite als in die Tiefe. Für viele Themen gibt es weitere Fachliteratur, in der beleuchtet wird, welche Einstellungen im Einzelnen nötig sind, um einen bestimmten Prozess zum Laufen zu bringen und im Detail zu verstehen, und welche Rolle welche Customizing-Einstellung dabei spielt. Ziel dieses Buches ist es hingegen, dass Sie wissen, was in Ihrem SAP-System möglich ist. Dann finden Sie auch einen Weg, um die richtigen Einstellungen dafür vorzunehmen oder vorzunehmen zu lassen. Für diesen Zweck kann dieses Buch für Sie zu einem wertvollen Nachschlagewerk werden.

Was Sie in diesem Buch nicht finden


In diesem Buch wird auf viele Details, die für einen sinnvollen Einsatz des SAP-Systems absolut notwendig sind, nicht eingegangen, weil sie entweder reine Finanzthemen oder reine Logistikthemen sind, die für die Integration nur wenig Bedeutung haben. Ebenso ist dieses Buch keine Schulungsunterlage und auch keine Customizing-Anweisung. Generell wird das Customizing der Prozesse bewusst außen vor gelassen; nur an wenigen Stellen werden einige wichtige Details beleuchtet. Auch die gewählten Transaktionen in den Beispielen stellen meist eine vereinfachte Version dar. Im praktischen Einsatz sind oft noch weitere Detailschritte sinnvoll bzw. nötig, um die Arbeit zu vereinfachen. So betrachte ich hier immer die manuelle Einzelverarbeitung, die im Alltag bei Massendaten nicht sinnvoll wäre. Dafür werden an vielen Stellen Sammeltransaktionen und automatische Jobs benötigt.

Aufbau des Buches


In Kapitel 1, »Grundlagen und SAP-Fachbegriffe«, werden ausgewählte Aspekte aus Finanzwesen, Controlling und Logistik erklärt, die von beiden Seiten verstanden werden sollten. Je nach Fachgebiet mag Ihnen durch Ihr Vorwissen einiges davon bereits bekannt sein, anderes hingegen nicht. Ich versuche dabei, die Themen allgemeinverständlich darzustellen. Eventuell werden Sie feststellen, dass Ihnen Details bekannt sind, die hier nicht erwähnt werden. Aus Gründen der allgemeinen Verständlichkeit beschränke ich mich hier auf die absolut notwendigen Objekte und Einstellungen, die die Integration betreffen.

Kapitel 2, »Szenarien ohne Produktion«, behandelt speziell die Prozesse mit Lieferanten und/oder Kunden, bei denen die Form der Fertigung keine Rolle spielt oder gar keine eigene Fertigung vorliegt, wie z. B. bei einem Streckengeschäft oder einer Lohnbearbeitung.

Produktionsszenarien ohne Bezug zu einem speziellen Kundenauftrag werden in Kapitel 3, »Szenarien mit anonymer Produktion«, betrachtet. Im Wesentlichen unterscheide ich hier zwischen der diskreten Fertigung, d. h. einer Fertigung von Losen, und der Serienfertigung. Hinzu kommen Szenarien, in denen einzelne Vorgänge durch einen Dienstleister erbracht werden (auch Fremdbearbeitung genannt).

Findet eine Produktion nur statt, wenn ein Kundenauftrag vorliegt, und wird das fertiggestellte Produkt auch für genau diesen Auftrag gesondert im Bestand geführt, sodass es nicht aus Versehen für andere Kunden verkauft wird, liegt eine Kundenauftragsorientierung vor. Hierzu stelle ich Ihnen in Kapitel 4, »Szenarien mit kundenauftragsorientierter Produktion«, drei gängige Szenarien vor, die durch ein viertes, sehr spezielles Szenario ergänzt werden. Dies ist die sogenannte PP-/DS-Rückmeldung, die für sehr hohe Auftragsvolumen mit jeweils geringen Auftragsmengen konzipiert ist, wobei aber jeder Auftrag aus einer großen Zahl verschiedener Materialien besteht.

In Kapitel 5, »Szenarien mit Kundenauftragscontrolling«, werden zwei Szenarien betrachtet, in denen der Kundenauftrag selbst das Controllingobjekt darstellt, auf dem Kosten und Erlöse gebucht werden. Kundenauftragsorientierung und Kundenauftragscontrolling klingen sehr ähnlich, sind doch zwei verschiedene Ansätze, die zu unterscheiden sind.

Die Szenarien in Kapitel 3, Kapitel 4 und Kapitel 5 basieren alle auf einer Fertigung in der Komponente PP (Produktionsplanung). In Kapitel 6, »Weitere Szenarien«, werden zwei weitere Möglichkeiten der Fertigung behandelt, die eine Integration in andere Komponenten bieten: Zum einen ist dies die Abwicklung mit Serviceaufträgen der Komponente CS (Customer Service) und zum anderen eine Abwicklung mit einem Kundenprojekt aus der Komponente PS (Projektsystem).

In allen Szenarien sind die Prozessschritte durchnummeriert. Diese Nummern entsprechen in der Gliederung den Überschriften der dritten Ebene. So können Sie leicht zwischen den einzelnen Schritten navigieren.

Einzelne Schritte sind in den verschiedenen Szenarien sehr ähnlich und hier und da ließe sich sicher mit einem Verweis ein Screenshot einsparen. Mein Ziel ist es jedoch, jedes Szenario in sich geschlossen und vollständig zu zeigen, sodass Sie zu einem späteren Zeitpunkt zurück zu diesem Buch greifen und sich nur genau ein ganz bestimmtes Szenario ansehen können, um ein bestimmtes Detail noch einmal zu beleuchten.

Kapitel 7, »Zusammenfassung«, erklärt in Ansätzen, wie Sie die einzelnen Szenarien kombinieren können, denn in den seltensten Fällen kommen die Szenarien in der Praxis alleinstehend vor. Jedes Unternehmen hat seine spezifischen Eigenheiten, und in Einführungsprojekten geht es oft darum, wie diese in einer Standardsoftware, die nur einen begrenzten Grad an Flexibilität aufweist, abgebildet werden können. Dazu ist...


Weißenborn, Christian
Christian Weißenborn ist seit 1999 als SAP-Berater tätig, zunächst als Inhouse-Consultant und seit 2006 selbstständig als SAP-Controlling-Berater (www.anakaino-consulting.de). Sein Schwerpunkt liegt in der Automobilindustrie, er war aber ebenso in viele Projekte in den Berei-chen Maschinenbau, Medizintechnik, Energieversorgung und Versicherung involviert, sowohl im europäischen Umfeld (D, UK, PT, RUS) als auch in Asien und Südamerika (CN, JP, BR,AR, MX).



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