Wenham-Jones | Die Frauen von Broadstairs | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 432 Seiten

Wenham-Jones Die Frauen von Broadstairs

Roman - Eine englische Kleinstadt, drei Freundinnen, eine Weinbar und jede Menge Liebeschaos
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98690-851-5
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman - Eine englische Kleinstadt, drei Freundinnen, eine Weinbar und jede Menge Liebeschaos

E-Book, Deutsch, 432 Seiten

ISBN: 978-3-98690-851-5
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach einen Cocktail draus! Der spritzige Liebesroman »Die Frauen von Broadstairs« von Jane Wenham-Jones jetzt als eBook bei dotbooks. Endlich haben sich die Freundinnen Gaynor, Sarah und Claire ihren gemeinsamen Traum erfüllt: eine eigene Weinbar in dem malerischen Küstenstädtchen Broadstairs! Doch statt von nun an im »Greens« jeden Abend Drinks zu mixen und mit Gästen zu plaudern, haben sie mit allerlei Problemen zu kämpfen: Während die alleinerziehende Sarah gerne mal wieder einen Abend für sich hätte, sehnt sich Dauersingle Claire nach der wahren Liebe - und Gaynor steht das größte Chaos ins Haus: Denn als sie im Schrank ihres Freundes Victor ein fremdes Damen-Dessous findet, scheint alles darauf hinzudeuten, dass ihr vermeintlicher Traummann es mit der Treue nicht so genau nimmt. Inmitten dieser aufwühlenden Gefühlsstürme wird das »Greens« schon bald zum sicheren Hafen - und so manch ein Gast zu dem perfekten Zuhörer, den die ein oder andere von ihnen gerade braucht ... »Lustig, lebensnah und voll Scharfsinn«, sagt Bestsellerautorin Katie Fforde Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der romantische Roman »Die Frauen von Broadstairs« von Jane Wenham-Jones wird alle Fans von Mhairi MacFarlane und Alexandra Potter begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Jane Wenham-Jones (1962-2021) wurde in England geboren und arbeitete als Journalistin für das Radio, TV und verschiedene Magazine. Sie ist die Autorin zahlreicher Romane und wurde unter anderem mit dem renommierten Romantic Comedy Award ausgezeichnet. Nach ihrem Tod wurde dieser ihr zu Ehren in den Jane-Wenham-Jones-Award umbenannt. Die Website der Autorin: janewenham-jones.co.uk/ Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin ihre Romane »Die Frauen von Broadstairs«, »Ein Traumhaus auf den zweiten Blick« und »Liebe braucht kein Alibi«.
Wenham-Jones Die Frauen von Broadstairs jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Kapitel 2:
Rheingau Riesling


Ein aufregendes Schlückchen, nicht frei von Nebenwirkungen

»Nurofen Plus«, sagte Sarah und hielt Gaynor zwei Tabletten hoch dosiertes Ibuprofen mit Codein-Beimischung und ein Glas Wasser hin. »Die hättest du schon vor Stunden nehmen sollen!«

Gaynor saß zusammengesunken am Küchentisch oben in der Wohnung über dem Greens, zwischen gebrauchten Kaffeebechern und Packungen mit Frühstücksflocken und stöhnte laut auf. »Ich war völlig weggetreten!«

Sarah, die immer noch ihren Morgenmantel trug und sich noch nicht gekämmt hatte, schüttelte mitleidvoll den Kopf. »Vorausplanen! Ich habe den Wecker auf fünf Uhr dreißig gestellt, damit ich die Dinger runterschlucken kann und noch eine weitere Stunde Schlaf abbekomme, ehe dieses Schicksal auch mich trifft! Und jetzt haben wir keine Milch mehr!«

Sie hielt einen leeren Milchkanister in die Höhe. »Das ist deine Schuld!«, klagte sie ihren ältesten Sohn Luke an, der gerade in Boxershorts hereingeschlendert kam. »Hättest du nicht etwas für die Frühstücksflocken übrig lassen können?«

Luke zuckte mit den Schultern.

Sarah drückte ihm ihr Portemonnaie in die Hand. »Zieh dich an und lauf zum Büdchen rüber und hol einen Liter! – Nein, halt, mach zwei draus!«, schrie sie ihm hinterher, als er schlurfend die Küche verließ. »Dreizehn und verputzt mehr als ich und die beiden anderen zusammen! Lass ihn auch nur eine Sekunde aus den Augen, dann ist der Vorratsschrank bald leer!«

Der zehnjährige Charlie hielt die Packung Cornflakes immer noch besitzergreifend in der Hand und war offensichtlich knatschig. »Er trinkt immer die ganze Milch aus!«

»Was hältst du denn von Toast?«, fragte Sarah ihn. Sie nickte Gaynor zu. »Du solltest übrigens auch etwas essen.« Gaynor schauderte es. Charlie schüttelte einfach nur den Kopf.

»Ich möchte auch Cornflakes ...« Bel erschien im Türrahmen und sah in ihrem Schlafanzug noch schlafwarm und ganz verkuschelt aus. Gaynor breitete für das kleine Mädchen ihre Arme aus.

Sarah seufzte. »Also los, ihr zwei!« Sie klatschte in die Hände, zuckte dabei aber zusammen, was für Gaynor ein untrügliches Zeichen dafür war, dass die Schmerztabletten ihren Zweck nicht erfüllt haben konnten. »Zieht euch an. Luke wird bestimmt gleich zurück sein!«

Die beiden Kleinen trollten sich. Sarah setzte sich wieder an den Tisch und stützte den Kopf in die Hände.

»Verdammte Scheiße!« Sie sah auf. »Wieso bist du eigentlich hier so früh hereingeschneit?«

»Ich wollte Victor und Chloe aus dem Weg gehen.«

Gaynor hatte sich nach dem Aufstehen wie erschlagen gefühlt. Vorsichtig war sie aus dem Bett geschlüpft und hatte gebetet, Victor möge weiterschlafen, während sie mit dem Arm voller Kleidungsstücke die Treppe hinunterwankte.

Sie wusste, dass sie furchtbar aussah. »Kann ich hier mal unter die Dusche springen?«

Sarah machte eine auffordernde Handbewegung. »Klar. Wenn du sie findest.«

Gaynor trank noch einen Schluck Wasser und betrachtete die Stapel von Umzugskartons und die halb gefüllten schwarzen Säcke. »Es wird bestimmt richtig fabelhaft«, meinte sie ermutigend.

»Ach. Eines Tages vielleicht. Wenn ich jemals dazu komme. Ich bin es so leid, aus Pappkartons zu leben! Hast du einen Blick ins Wohnzimmer geworfen? Oder in die Kinderzimmer?«

»Du wirst es euch hier richtig hübsch machen.«

Sarah besaß dieses Talent. Wo sie wohnte, fühlte man sich immer gleich zu Hause. So war auch ihr letztes Haus ein Ort gewesen, den man nicht mehr verlassen wollte. Okay, für Sarah war die ganze Sache mit Paul schrecklich, der reine Stress. Sarah hatte erklärt, die Atmosphäre im Haus sei einfach nur noch grässlich, aber für Gaynor war da immer noch ein heimeliges Gefühl. Sie hatte das Haus geliebt, hatte jedes Detail bewundert, das Sarah stilsicher gesetzt hatte: die Farben der Vorhänge, wie die Decke auf dem Sofa, der Topf im Kamin, ein Kissen in einem alten Korbstuhl drapiert war.

Es hatte eine Zeit gegeben, in der Gaynor geglaubt hatte, alles sei nur eine Frage der Raumgestaltung. Damals war sie immer unzufrieden nach Hause gekommen, immer in der Meinung, auch sie müsse eine gelbe Küche und blutrote Wände haben. Sie konnte sich daran erinnern, wie sie Sarah an einem düsteren Winternachmittag besucht hatte: Das Feuer knisterte im Kamin, die Lampen brannten in den Ecken, und auf dem Boden spielten die Kinder. Gaynor hatte gespürt, wie eine riesige Gefühlswoge in ihr aufwallte. Auf einem Küchenstuhl sitzend hatte sie beobachtet, wie Sarah umsichtig Zwiebeln in Olivenöl wendete, Stücke Hühnerfleisch in eine irdene Kasserolle schichtete, mit der einen Hand im Topf rührte und mit der anderen hinunterlangte, um Bel übers Haar zu streichen, als das Kind die Ärmchen um das Bein seiner Mutter schlang.

Gaynor hatte die nach Wein und Kräutern duftende Luft tief eingesogen, und in diesem Augenblick, der ihr wie ein Stich mitten ins Herz gegangen war, war ihr klar geworden, dass dieses heimelige Gefühl nichts mit der Farbauswahl oder der Art und Weise zu tun hatte, wie Gegenstände im Raum arrangiert waren. Das alles hier war einfach die Essenz eines Zuhauses: die Behaglichkeit, die entstand, wenn Menschen zusammen waren, die zusammengehörten. Gaynors eigenes Haus war wunderschön – alle sagten das –, aber es war eben nur ein Haus, eine Ansammlung von Zimmern. Es gab keine Wärme dort ...

»Aber wann werde ich jemals Zeit dafür haben?« Sarah hob die Stimme. »Charlie! Bel! Zieht euch bitte jetzt an!« Sie schaute wieder zu Gaynor. »Warum wolltest du den beiden denn aus dem Weg gehen?«

Gaynor schluckte. »Victor will mir bestimmt den Marsch blasen. Er war richtig wütend auf mich, hat behauptet, ich hätte mich bis auf die Knochen blamiert. Und Chloe mag ich nicht gegenübertreten.«

Sarah stellte Gaynor eine Tasse Kaffee hin. »Du hast dich übergeben müssen, das ist alles. Oder etwa nicht?«

»Ich habe ein bisschen zu viel getrunken, aber ...«

»Du hast absolut und nicht nur ein bisschen zu viel getrunken! Aber bisher hast du dich nie gleich übergeben.«

»Nein. Na ja, mir ist da eben etwas auf den Magen geschlagen.«

»Und was?«

Das Problem lag ihr wie ein schwerer Stein im Magen. Es war schon schwierig, es auszusprechen.

Sie sah Sarahs Augen besorgt zur Uhr huschen, aber sie beugte sich vor und drückte Gaynors Arm. »Ich dachte, du hättest dich entschieden, keine zu wollen.«

»Habe ich auch. Na ja, in gewisser Weise hatte ich das. Ich bin mir eben nicht sicher, ob ich wirklich eine gute Mutter wäre. Was ganz in Ordnung ist, weil ich ja eh nicht schwanger werden kann. Aber ich ertrage es trotzdem nicht, dass sie jetzt eins bekommt ...«

»Aber war das nicht zu erwarten, dass sie früher oder später schwanger wird?«, fragte Sarah. Sie klang vernünftig. »Wie alt ist Chloe? Siebenundzwanzig?«

»Und ich, verdammt noch mal, werde Großmutter mit achtunddreißig!«

»Nur eine Stiefoma! Das zählt nicht. Besteht denn keine Chance, dass du doch noch schwanger werden könntest?«

»Ich habe keine Ahnung. Tatsächlich habe ich sogar heute Nachmittag einen Termin bei meinem Gyn, schon komisch, nicht?« Sie hob ihren Kaffeebecher, setzte ihn aber gleich wieder ab. »Sogar verdammt komisch! Vielleicht sage ich den Termin ab. Mach dafür die Arbeiten von Claires Liste. Ich glaube, Victor möchte sowieso nicht noch ein Kind. Nicht mit mir jedenfalls. Du hättest ihn letzte Nacht mal hören sollen ...«

Sarah hob die Augenbrauen. »Vielleicht hat sich Victor über Danny geärgert. Du solltest wirklich mal ein Wörtchen mit dem Kerl reden«, fuhr sie in gelassenem Ton fort. »Wer euch beobachtet, könnte auf die Idee kommen, ihr zwei habt eine Affäre.«

»Haben wir aber nicht!«

»Und: Hast du ihm das auch klargemacht?«

Nachdem sie geduscht und etwas Make-up aufgelegt hatte, fühlte sie sich besser – zumindest so viel besser, wie es mit dickem Kopf und chronischer Dehydrierung möglich war. Sarah gab ihr ein Pfefferminzbonbon. »Bitte atme nicht in der Nähe der Richter aus, wenn’s geht«, bat sie und schnitt eine Grimasse. »Du riechst wie Laterne ganz unten!«

Die Anhörung über die endgültige Erteilung der Schanklizenz für Spirituosen sollte an diesem Morgen stattfinden. Zwar würden nur Sarah und Claire Lizenznehmerinnen sein, aber Gaynor wollte sie gern begleiten. Sie wusste, dass es nur darum ging, einen weiteren Stempel abzuholen. Immerhin hatten sie ja schon eröffnet, und wie Claire es so schön ausgedrückt hatte: Wer sollte etwas dagegen haben, wenn sie außer Wein auch gelegentlich Gin Tonic verkauften? Aber das Greens schien ihr momentan das einzig Gute in ihrem Leben, und daher wollte sie dabei sein, wenn dem Weinlokal die offizielle Genehmigung mit Brief und Siegel erteilt würde.

»Wann sollen wir noch mal da sein?«

»Die Anhörung beginnt um zehn. ZIEH DICH ENDLICH AN!« Sarah fuhr sich energisch durch ihr noch feuchtes Haar, während sie über die Diele hinweg Charlie anbrüllte. Sie seufzte, als sie sich im Spiegel sah. »Sieh dir nur an, in welchem Zustand ich mich befinde! Ich weiß wirklich nicht, was ich mit dem verdammten Föhn gemacht habe!«

Gaynor zog Bel auf ihren Schoß. »Soll ich dir die Haare machen, Süße?«, fragte sie das kleine Mädchen, war aber schon dabei, ihr einen Zopf zu flechten. Sarahs Haar stand immer noch wild in alle Richtungen ab. »Kämm es einfach glatt!«, schlug Gaynor vor. »Dann sieht’s schon ganz okay aus.«

»Mr. Darling möchte, dass wir schon um halb zehn da sind.« Sarah drehte sich verzweifelt zur Uhr. »Das kann ich unmöglich schaffen! Mach...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.