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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2602, 144 Seiten

Reihe: Julia

West Endlich bist du wieder mein


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1861-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2602, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-1861-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Gefunden! Lange hat Cesare Brunetti nach seiner Ehefrau Ida gesucht, die ihn einen Tag nach ihrer Hochzeit verlassen hat. Jetzt hat er sie endlich aufgespürt. Der italienische Milliardär will nur eins: ihre Unterschrift unter den Scheidungspapieren. Doch er hat nicht mit der verblüffenden Erkenntnis gerechnet, dass Ida damals genau wie er Opfer von falschen Versprechungen geworden ist! Noch mehr allerdings überrascht Cesare sein glühendes Verlangen nach seiner Ex - das mit jedem Tag unter der Sonne der Toskana unbezähmbarer wird ...



Annie verbrachte ihre prägenden Jahre an der Küste von Australien und wuchs in einer nach Büchern verrückten Familie auf. Eine ihrer frühesten Kindheitserinnerungen besteht darin, nach einem Mittagsabenteuer im bewaldeten Hinterhof schläfrig ins Bett gekuschelt ihrem Vater zu lauschen, wie er The Wind in the Willows vorlas. So bald sie lesen konnte, entdeckte sie die Welt der Romane für sich. Sie verschlang Abenteuerromane und bestaunte die Märchen Illustrationen. In ihren Gedanken, war sie eine der tanzenden Prinzessinen, Rapunzel, eine schlafende Schönheit und natürlich Cinderella. Ausflüge in die Bücherei wurden zu einem regelmäßigen Vergnügen, bei dem sie ferne Welten entdecken und sich in tagträumen verlieren konnte, in denen sie die Heldin in einer der Geschichten spielt. Durch ihre Familie wurde Annie nicht nur ermutigt eine Leidenschaft für Bücher zu entwickeln, sondern sie brachten ihr auch bei das Reisen und den australischen Busch zu lieben. Oft schaffte sie es alle drei Dinge zu kombinieren. Auf ihren Wanderungen und beim Zelten hatte sie immer einen Roman mit im Gepäck. Schon früh wurde sie verrückt nach Liebesromanen. In ihrer Jugend verbrachte sie viele lange Nachmittage damit mit ihrem besten Freund Tennis zu spielen. Zwischen den schier endlosen Sätzen auf kochend heißem Kies, wankten sie zu dem Haus ihres Freundes, um sich wieder zu erholen. Dieses Haus war vollgestopft mit Büchern. Alle mit der markanten Rose auf dem Cover. So geschah es, dass Annie Liebesromane für sich entdeckte und seitdem nicht mehr davon loskam. Glücklicherweise fand sie ihren eigenen romantischen Helden, während sie auf der Universität studierte. Trotz dieser schönen Ablenkung vollendete sie ihr Studium mit Auszeichnung. Außerdem hatte sie weiterhin das Glück viel reisen zu können. Als Rucksacktourist durchstreifte sie Ägypten und Griechenland, trampte durch Neuseeland, bestaunte Sehenswürdigkeiten in Europa und lebte eine Zeit lang in Deutschland. Annie verließ die Universität ohne konkreten Karriereplan in der Tasche zu haben und nahm eine Stelle im öffentlichen Dienst an. Die beste Vorbereitung für einen Autor! In ihrem ersten dauerhaften Job, verbrachte sie sechs Wochen damit den Regierungs Beschaffungsleitfaden Korrektur zu lesen. Jedes. Einzelne. Wort. Davon. Den Text eines Romans zu kontrollieren macht eindeutig mehr Spaß. Für mehrere Jahre schrieb, berichtigte, änderte und verbesserte Annie Regierungspläne, Kabinettentwürfe und Berichte für das ...

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1. KAPITEL


Die Musik setzte ein, und Cesare hörte hinter sich ein vielstimmiges Raunen. Designerkleider raschelten, als Hunderte Gäste sich zur Braut umwandten.

Er selbst hielt den Blick starr auf den vergoldeten Schmuck der Renaissancekirche gerichtet und dachte an die Umstände, die ihn zu diesem Schritt zwangen.

Das kollektive Seufzen der Gäste schien die Atmosphäre um ihn herum zu verdichten. Der aufwendige Blumenschmuck verbreitete einen schweren Duft.

Der Priester nickte ihm zu, und Cesare wusste, er musste sich umdrehen.

Sein Blick fiel auf die weiße Gestalt im Mittelgang. Darum also das Seufzen der Gäste.

Ida Montrose wirkte fast durchscheinend zart in ihrem langen Kleid aus hauchdünner Seide, das über und über mit Spitze besetzt war.

Gesicht und Schultern waren von einem Spitzenschleier bedeckt. Darunter schimmerte goldrot ihr Haar, und er sah den Glanz dieser großen, scheinbar unschuldigen grünen Augen.

Gegen seinen Willen wanderte sein Blick tiefer, zu den süßen Rundungen ihrer Brüste, die nur gerade eben von Spitze bedeckt waren, und weiter zur schmalen Taille, die er so gern umfassen wollte.

Das Kleid schmiegte sich an vollkommene Hüften und fiel dann in transparenten Falten hinab, die sowohl zu einer Blumenfee als auch zu einem Unterwäschemodel gepasst hätten.

Cesares Verlangen erwachte sofort.

Sein Atem stockte, während er sich vorstellte, wie er das hauchdünne Kleid zerriss, sodass die seidige Haut darunter zum Vorschein kam. Wie er ihren Körper überall berühren würde, bis sie ganz und gar ihm gehörte.

Hitze flammte in ihm auf, als hätte jemand Benzin in ein Feuer gekippt. Der Schweiß brach ihm aus, und sein Kiefer schmerzte vor Anspannung, diese Begierde im Zaum zu halten.

Mitten in einer feierlichen Zeremonie vor den wachsamen Augen der ältesten und einflussreichsten Familien Europas. Der reichen Elite des Kontinents.

Mühsam riss er den Blick von seiner Braut los und wandte sich dem Mann zu, der sie mit selbstzufriedenem Grinsen den Gang entlangführte. Fausto Calogero.

Seit Jahren war der weißhaarige Mann nicht mehr in Rom gewesen, und dennoch nickte und grüßte er zu allen Seiten, als kenne er auch nur die Hälfte der hochwohlgeborenen Gäste.

Cesare atmete tief durch.

Natürlich bildete er sich nicht ein, er könnte Calogero direkt nach der Hochzeit loswerden. Dennoch würde sich einiges ändern. Dafür würde Cesare sorgen.

Ida und ihr Großvater hielten an den Altarstufen, und Cesares Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf seine Braut. Aus der Nähe erkannte er das nervöse Zittern des Schleiers und des orange-weißen Brautstraußes in ihren Händen.

Das Kinn jedoch hielt sie gerade, und sie erwiderte seinen Blick.

Sie wollte diese Hochzeit.

Cesare lächelte. Nicht mehr lange, dann würde auch er bekommen, was er wollte.

Eigentlich müsste Ida erschöpft sein.

Letzte Nacht hatte sie kaum geschlafen, und die Feierlichkeiten hatten ewig gedauert.

Bereits am frühen Morgen hatte sie sich der Inspektion durch ihren Großvater unterzogen. Er hatte für alles bezahlt und sich daher das Recht herausgenommen, eine ganze Armee von Stylistinnen, Make-up-Artists und Frisörinnen anzubrüllen.

Ida hatte nicht mitbestimmt, wie sie an ihrem Hochzeitstag aussehen wollte. Dabei fand sie die hautfarbene Seide unter der weißen Spitze ein wenig vulgär.

Aber niemand diskutierte mit Fausto Calogero.

Fertig gestylt war sie in Roms bedeutendste Kirche gebracht worden – zu einer Zeremonie vor Hunderten reicher, hoch angesehener Gäste, allesamt Fremde für sie.

Zum Schluss noch der Empfang: Stunden höflicher Konversation bei exklusivem Essen, das sie vor Aufregung nicht heruntergebracht hatte, und Weinsorten, von denen sie nie gehört, die ihr Großvater jedoch goutiert hatte.

Sie hatte getanzt, bis ihre Füße geschmerzt hatten, und für die Fotografen gelächelt, bis ihre Wangen sich fast verkrampft hatten. Und die ganze Zeit hatten die Leute sie angestarrt, weil alle sich fragten, warum Cesare Brunetti ausgerechnet sie heiratete.

Sie müsste erschöpft sein.

Doch an Schlaf war nicht zu denken. Viel zu aufgeregt fühlte sie sich in der opulenten Luxussuite von Roms teuerstem Privathotel. Ihr Ehemann wartete im Nebenzimmer.

Ida zitterte. Es war die Aufregung, die ihr Herz schneller schlagen ließ. Vor lauter Vorfreude war sie ganz kribbelig.

Im Spiegel erkannte sie harte Brustspitzen, die sich unter dem mitternachtsblauen Seidennegligé abzeichneten. Sie strich über den hauchdünnen Stoff.

Diese Empfindung war absolut neu. Nicht nur hatte sie noch nie ein sexy Negligé getragen, sondern sie stellte sich auch vor, wie es sein würde, Cesares Hände auf ihrer Haut zu spüren. Würde er es langsam und zärtlich angehen oder rau und heftig? Ihr Atem beschleunigte sich, und dieses ungewohnt schwere Gefühl in ihrer Mitte wurde zu einem sehnsüchtigen Pochen.

Ida sah ihre Augen im Spiegel – groß und leuchtend vor fiebriger Erwartung.

Die Haare fielen ihr über die Schultern. Auch das fühlte sich wie ein zärtliches Streicheln an.

Würde Cesare erkennen, was in ihr vorging?

Sie runzelte die Stirn, schlüpfte in den dunkelblauen Seidenmantel und band sich den Gürtel fest um die Taille. Nun waren die harten Knospen kaum noch zu sehen.

Ida schüttelte den Kopf. Wozu sich verstellen? Sobald Cesare sie berührte, würde er wissen, wie sehr sie sich nach ihm verzehrte.

Hoffentlich verdarb ihre Unerfahrenheit nicht die erste gemeinsame Nacht. Ein Mann wie Cesare, ein fabelhaft gut aussehender Aristokrat mit Geld, Anziehungskraft und einer mächtigen Aura, hatte sicher mit einigen Frauen geschlafen.

Umso erstaunlicher, dass er ausgerechnet sie geheiratet hatte.

So naiv zu glauben, dass er sie liebte, war sie nicht. Ihr Großvater war sein Geschäftspartner, und Cesare brauchte nach eigenen Worten eine Frau.

Nur warum hatte er sich ausgerechnet für sie entschieden?

Er war umgeben von kultivierten Prominenten, deren Blicke sie bei der Feier wie Stiche gespürt hatte. Sogar eine glamouröse Prinzessin war eingeflogen und hatte ihn angesehen, als hätte sie ihn am liebsten verspeist.

So war Ida nicht.

Immerhin spürte sie eine gewisse Zuneigung, auf der sie aufbauen konnten.

Sie erkannte sie, wenn er sie ansah, und in seinem seltenen, aber umwerfenden Lächeln. Er war der Einzige, der ihr tatsächlich zuhörte.

Es hatte sogar Momente gegeben, in denen ihr Großvater harsch mit ihr umgesprungen war und sie Cesares Blick aufgefangen hatte. Da hatte sie Verständnis gespürt, Unmut über das Verhalten des Großvaters.

Cesare … ihr Ehemann … ließ sich von ihrem Großvater nicht einschüchtern. Und das war es, was ihr Hoffnung verlieh. Er hatte sie zur Frau genommen, weil er sie wollte.

Ebenso sehr wie sie ihn.

Und nun gehört er mir.

Sie war neunzehn Jahre alt, und das schlafende Verlangen in ihr war zum Leben erwacht.

Bisher hatte sie schlicht keine Möglichkeit gehabt, sich mit Männern zu treffen. All das würde sie mit ihm nachholen. Sie freute sich auf die sinnlichen Genüsse, die Cesare ihr zweifellos bereiten konnte.

Nachdenklich betrachtete Ida ihre linke Hand. Da steckte der schlichte goldene Ehering vor dem Verlobungsring mit dem riesigen Diamanten.

In ein paar Jahren tauschten vielleicht auch sie die liebevollen, strahlenden Blicke, an die sie sich bei ihren Eltern erinnerte.

Dieser Gedanke machte ihr Hoffnung. Seit sie mit acht Waise geworden war, sehnte sie sich nach der Liebe ihrer Eltern zurück.

Sie schob das Kinn vor, streifte den Morgenmantel ab und legte ihn sorgsam über eine Sessellehne. Dann atmete sie durch und griff nach dem goldenen Türknauf.

Cesare war im luxuriösen Wohnbereich der Suite. Allerdings nicht bequem auf dem Sofa, sondern mit dem Telefon am Ohr vor dem Fenster, das über die Dächer von Rom hinausblickte.

Der Klang seiner italienischen Muttersprache mit dieser tiefen, rauchigen Stimme ließ sie an dunkle, geschmolzene Schokolade denken. Instinktiv leckte sie sich die Lippen. Wie er wohl schmeckte? Der Kuss in der Kirche war viel zu flüchtig gewesen.

Ein genüsslicher Schauer lief ihr über den Rücken, und sie rieb die klammen Hände an ihren Hüften.

Vielleicht hätte sie den Morgenmantel anbehalten sollen. Cesare war vollständig angezogen, bis hin zum maßgeschneiderten schwarzen Jackett, das sich perfekt um breite Schultern und eine schmale Taille legte.

Noch nie hatte sie ihn in Jeans und T-Shirt gesehen. Trotzdem erkannte sie, dass unter den geschäftsmäßigen Anzügen ein starker, trainierter Mann steckte. Er strahlte Männlichkeit und Selbstbewusstsein aus. Deshalb ließ er sich von ihrem Großvater auch nicht beeindrucken.

Idas Blick wanderte zu Cesares langen Beinen, und sie erinnerte sich, wie sie die Oberschenkel beim Tanz zwischen den Beinen gespürt hatte. Da hatte auch in seinem Blick eine unerwartete Hitze gelegen.

Sie war unerfahren, aber nicht dumm. Dieser Blick war ein sinnliches Versprechen gewesen, das sie nun einlösen wollte.

Mit nackten Füßen auf dem dicken Teppich trat sie lautlos und unbemerkt näher.

Dann wandte er sich um. Zufrieden beobachtete sie, wie seine Augen sich weiteten.

Erleichtert stellte sie fest, dass ihm gefiel, was er sah. Das Negligé umspielte ihren...



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