Westendorf | Golden Sands Resort: 3 Bände in einem Bundle! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 924 Seiten

Reihe: Golden Sands Resort

Westendorf Golden Sands Resort: 3 Bände in einem Bundle!

Knisternde New Adult Romance mit traumhaften Setting in einem Luxushotel an der Ostsee
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-646-61280-6
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Knisternde New Adult Romance mit traumhaften Setting in einem Luxushotel an der Ostsee

E-Book, Deutsch, 924 Seiten

Reihe: Golden Sands Resort

ISBN: 978-3-646-61280-6
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Tiefgehende Emotionen, knisternde Romantik und ein Luxushotel an der Ostsee**  The Darkness in Our Lights Zoé von Steinberg, Tochter eines millionenschweren Hoteliers, braucht einen Fake-Boyfriend. Und dafür ist niemand besser geeignet als der begehrte Milan van Houten, ebenfalls Erbe einer Hoteldynastie. Denn von Zoé ist ein Foto viral gegangen, das es nicht geben dürfte. Sie muss den Skandal beruhigen und ihr Image retten. Womit sollte das besser gelingen als durch einen beliebten und attraktiven Mann an ihrer Seite? Doch was berechnend beginnt, entwickelt sich zu einer komplizierten Gefühlswelt, als zwischen den beiden echte Emotionen aufkeimen. Und Zoé beschließt, sich auf diese Gefühle einzulassen. Was sie dabei nicht ahnt: Sie ist nicht die Einzige, die eine Inszenierung geplant hat. Denn Milan ist nicht aus eigenem Antrieb auf ihre Date-Bitte eingegangen ...   The Secret of Our Hope Louisa Bergmann ist die kleine Schwester seines besten Freundes - und aus vielen Gründen tabu. Doch Jonas von Steinberg braucht sie. Denn er muss sich endlich als Tänzer beweisen. Eigentlich soll er eine sichere Zukunft im Hotelbetrieb seiner Familie planen. Aber er träumt von einer Tanz-Profi-Karriere. Dieser Traum scheint endlich in greifbarer Nähe, als er eine Einladung bekommt. Er soll für das neue TV-Format 'Dance with the Ocean' vortanzen. Allerdings hat die Teilnahme an der Fernsehshow einen unerwarteten Haken: Louisa wird ihm als Tanzpartnerin zugeteilt. Vor Jahren hat ein Kuss zu falschen Hoffnungen und Louisas Hass geführt. Doch ihre Liebe zum Tanzen zwingt beide zur Zusammenarbeit. Als sie beginnen, die Mauern zwischen sich einzureißen, steht Jonas plötzlich vor einer Entscheidung, die nicht mehr nur seine Karriere aufs Spiel setzen könnte ...  The Shadows of Our Love Um ihren Traum zu erfüllen, muss Carolina von Steinberg den von Luca zerschlagen. Denn sie soll das familiäre Hotelimperium übernehmen. Ihr Plan, sich zu behaupten und das Hotel gemäß den Visionen ihres Vaters auszubauen, stößt allerdings auf Widerstand. Für die Expansion soll eine Strandbar weichen. Doch der attraktive Besitzer und Barkeeper Luca hat nicht vor, ihr das Feld zu überlassen. Seine charmante Art löst mehr als nur Herzklopfen in Carolina aus. Zwischen Diskussionen, Bauplänen und Cocktails am Strand kommen sie sich immer näher. Sehr zum Missfallen ihres Vaters, der andere Fortschritte sehen will. Wie kann Carolina sich auf Luca einlassen, wenn sein Lebenswerk ihre Zukunft verbaut?  Im »Golden Sands Resort« trifft die High Society auf Fake Dating, Second Chance und Opposites Attract! Die Sammelausgabe der emotionalen Romance-Trilogie! //Dieses Bundle enthält alle Bände der gefühlvollen »Golden Sands Resort«-Romance. Jeder Roman kann einzeln gelesen werden. -- The Darkness in Our Lights -- The Secrets of Our Hope -- The Shadows of Our Love//  Diese Reihe ist abgeschlossen.

Marie Westendorf ist eine junge, deutsche Autorin, die, seit sie denken kann, romantische Geschichten schreibt. Wenn sie nicht gerade vor dem Laptop sitzt, verbringt sie ihre Zeit mit einem guten Buch, ihrer Familie oder ihren Freunden oder arbeitet als Ergotherapeutin. Mit dem Kopf voller Ideen vergeht allerdings kaum ein Tag, am dem sie nicht an ihre Protagonist*innen denkt.
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Kapitel 2


Zoé


Schon seit einer Stunde wandern wir durch die Läden der Rostocker Innenstadt. Jule trägt bereits etliche Tüten mit sich herum. Ihre Handgelenke müssen inzwischen schmerzen von all dem Gewicht, das an ihnen hängt. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so viel gekauft habe wie sie, aber es muss eine Ewigkeit her sein. Für meine Kleidergröße gibt es in den Geschäften nicht allzu viel Auswahl, weshalb ich seit einigen Jahren dafür sorge, dass Onlineshops regelmäßig von meinem Konto Unmengen an Geld einziehen dürfen.

»Soll ich dir etwas abnehmen?«, frage ich. »Dann brauchst du nicht alles allein tragen.«

Kopfschüttelnd lehnt sie ab. »Nein, danke. Das ist auch Training. Hab das Gym heute sausen lassen. Keine Lust auf Cardio.«

Ich lache. »Bei den Temperaturen kann ich mir auch etwas Besseres vorstellen als zum Sport zu gehen.«

»Ich gehe gerne hin, aber an manchen Tagen ist einfach der Wurm drin«, gibt sie zu und zuckt mit den Schultern.

»Aber das ist doch okay, oder? Pausen sind auch wichtig.«

»Genau«, stimmt sie mir zu und grinst, bevor ihr Kopf nach rechts zu einem Laden deutet, den sie wohl als nächstes ins Visier genommen hat. »Da muss ich unbedingt noch rein. Auf TikTok haben die so tolle Kleider und Outfits gezeigt, dass ich mich einfach persönlich davon überzeugen muss.«

Ein wissendes Grinsen schleicht sich auf meine Lippen. »Also kaufen wir den ganzen Laden leer. Du bist wirklich eine Shoppingqueen.«

»Hast du gesehen, was ich trage? Das ist Voraussetzung dafür«, erwidert sie grinsend. »Vielleicht finden wir für dich auch etwas Schönes. Für die Party.«

»Ja, vielleicht«, antworte ich wenig überzeugt, will ihr die gute Laune aber auch nicht nehmen. Jule und ich sind schon öfter aneinandergeraten, weil sie nicht versteht, dass es für mich als übergewichtige Person manchmal nicht so leicht ist, shoppen zu gehen. Wobei das Wort übergewichtig in meinen Augen sehr negativ behaftet ist und ich mich eher als mehrgewichtige Person bezeichnen würde. Während ich meistens nicht viel dazu sage, außer, dass es okay ist, wenn ich ihr einfach bei der Anprobe behilflich bin, versucht sie mir immer weiszumachen, dass ich ein falsches Bild von meinem Körper hätte. Dass ich mit einer Konfektionsgröße 46 oder 48 nicht in einen Rock passe, der für Größe 40 ausgelegt ist, will sie aber trotzdem nicht akzeptieren. Meist bleibe ich daher zuhause, wenn vorab der Shoppingtrip schon erwähnt wird. Das erspart mir einiges an Nerven – und manchmal sogar Tränen.

Wir betreten den unscheinbar aussehenden Laden. Drinnen liegt ein blumiger, femininer Duft in der Luft, während ich feststelle, dass in diesem Geschäft definitiv kein Ordnungsfanatiker das Sagen hat. Als ich musternd meine Blicke über die ausgestellte Kleidung wandern lasse, bemerke ich, dass hier weder nach Größe noch Kleidungsstil sortiert ist, sondern nach Farbe. Der ganze Laden wirkt durch die pinken Wände, die vielen Blumen und die farblich sortierten Kleidungsstücke wie eine elegante, erwachsenere Version von Candyland – nur eben ohne die Süßigkeiten. In der hinteren Abteilung verwandelt sich das Pink in Schwarz und bildet einen starken Kontrast zu den sonst so hellen, auffälligen Farben der Kleidungsstücke.

»Hallo und herzlich willkommen in meiner Boutique«, begrüßt uns jemand aus der hinteren Ecke. Es ist die helle, fröhliche Stimme einer Frau in den Dreißigern. In einem Kleid, bestehend aus roten, pinken und weißen Quadraten, fällt sie in der bunten Kleiderauswahl kaum auf, während sie gerade eine Kundin berät. Dennoch grüßt sie uns schnell mit einem freundlichen Lächeln. »Schaut euch um und probiert an, was ihr möchtet. Ich bin sofort bei euch, wenn ihr Hilfe benötigt.«

»Danke«, erwidere ich, dann schaue ich Jule fragend an, in der Hoffnung, dass sie den Anfang macht.

»Komm. Ich glaub, ich finde das Pastellpink dahinten perfekt für mich!« Jule stupst mich auffordernd an und ich trotte ihr hinterher.

»Gibt es hier nur Klamotten für Frauen?«, frage ich, als ich im Vorbeigehen eine große Auswahl an Krawatten entdecke. »Irgendwie wirken die hier fehl am Platz.«

»Ich glaube, die Männermode ist weiter hinten«, antwortet Jule abwesend und bindet ihre Haare zusammen, bevor sie die einzelnen Kleidungsstücke ansieht. Zuerst folge ich ihr ein wenig unbeholfen, ehe ich ein Kleid entdecke, das mir gefällt. Es ist hellblau und aus leichtem, dünnem Stoff. Perfekt für den Sommer. Die Ärmel reichen ungefähr bis zum Ellenbogen und haben eine kleine Raffung, sodass der Stoff in schöne Falten gelegt wird. Der Ausschnitt ist etwas tiefer, aber nicht so, dass ich mich damit unwohl fühlen würde. Mit einem Kribbeln in den Fingern greife ich danach und schaue viel zu hoffnungsvoll auf die Größe.

42/44.

Schade.

Enttäuscht lasse ich das Kleid wieder los und sehe mich um. Jule hält inzwischen mehrere Teile in der Hand und sieht mich abwartend an. »Willst du das anprobieren?«

Schnell winke ich ab, um das Thema und vor allem die Enttäuschung schnell abzuhaken. »Die Größe passt nicht ganz.«

»Sieht für mich aber relativ groß geschnitten aus«, meint Jule und geht an mir vorbei, um nach dem Kleid zu greifen. »Und der Stoff ist auch dehnbar.«

»Ja, aber … Ach, ist schon okay«, sage ich und zwinge mich zu einem Lächeln. »Ich habe ein ähnliches Kleid online gesehen und werde es mir dort einfach bestellen.«

»Unsinn. Ich sehe doch, dass du es anprobieren möchtest«, versucht Jule es noch einmal. »Komm schon. Wenn es dann immer noch nicht passt, gebe ich Ruhe.«

»Nein, Jule. Ich habe gesagt, ich möchte nicht«, sage ich mit mehr Nachdruck.

»Warum nicht? Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass es zu klein ist.«

Es ist anstrengend, Menschen zu erklären, wie es sich anfühlt, wenn die Klamotten im Laden selten in der eigenen Größe ausgestellt sind. Manchmal ist es hart, sich die Tränen zu verkneifen. Wenn man sieht, wie unvorteilhaft Kleidung in großen Größen geschnitten ist oder wenn Motive von Disney und Co. auf die Shirts gedruckt sind … Das ist alles, was eine Zwanzigjährige in den meisten Fällen nicht anziehen möchte. Zumindest diese Zwanzigjährige hat es satt, wie ein Kind oder eine ältere Frau angezogen zu sein, mit all diesen inspirierenden Zitaten, die in Schnörkelschriften auf Brusthöhe aufgedruckt sind. Stay lovely, be yourself, trust in you und weitere Floskeln, von denen alle wissen, dass nichts davon wirklich inspirierend ist, sondern im Grunde einfach nur hässlich. Die Hosen, die in großen Größen am Knöchel genauso groß und ausgestellt sind wie an den Oberschenkeln, die im Schritt komische Falten werfen und alles andere als The Perfect Skinny sind.

»Ich möchte das Kleid nicht anprobieren, Jule«, mache ich noch einmal deutlich. Etwas zu deutlich, wie ich ihrem Gesichtsausdruck nun ansehe.

»Na schön. Ich meine doch nur, dass es dir stehen könnte. Und fühl doch mal. Der Stoff ist wirklich sehr stretchy«, meint sie und schaut mich traurig an. »Ich sehe doch, dass es dir gefällt.«

Ich seufze, weil ich weiß, dass im Grunde nicht ich im Unrecht bin, sondern sie, die mich zu etwas drängen möchte. Dennoch entschuldige ich mich. »Tut mir leid. Du weißt doch, dass das für mich nicht so leicht ist.«

Frustriert sieht sie mich an, ehe sie spricht. »Weil du es dir viel zu schwer machst. Das sage ich dir jedes Mal. Vielleicht passt das Kleid ja. Hier stehen zwar Größen drauf, aber meistens sind die doch ganz anders geschnitten. Ich muss ständig zwischen drei Größen variieren. Vielleicht verpasst du die Chance auf ein wunderschönes Kleid für Anna van Houtens Party. Oder wo auch immer du das anziehen möchtest.«

Wieder entfährt mir ein Seufzen, aber dieses Mal ist es resigniert. Jule schaut mich aus so traurigen Augen an, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme. Super gemacht, Zoé.

»Okay«, stimme ich nun doch etwas widerwillig zu. »Ich werde es anprobieren. Aber wenn es schlecht aussieht, werden wir nie wieder darüber sprechen, in Ordnung?«

Ein aufgeregtes Quietschen entfährt ihr und sie klatscht erfreut. »Ahhhh, ich bin ja so gespannt, wie es aussehen wird. Los! Lass uns gehen!«

Auf dem Weg zu den Umkleidekabinen, die etwas weiter hinten im Laden liegen, greife ich nach dem hellblauen Kleid. Auch ich kann jetzt nicht mehr leugnen, nicht doch ein kleines bisschen aufgeregt zu sein, ob das Kleid nicht vielleicht doch passt. Bei den Umkleidekabinen angekommen, entdecke ich auch die Verkäuferin wieder, die gerade einer Kundin einen ziemlich großen Hut andrehen möchte. Er ist so groß, dass die Person, die ihn trägt, vollkommen davon verschluckt wird.

Ich atme tief durch, als wir in jeweils eine Umkleide treten. Skeptisch blicke ich das blaue Kleid noch einmal an, ehe ich damit beginne, mich auszuziehen.

Einige Augenblicke später schlüpfe ich in das Kleid und ignoriere mein Spiegelbild dabei streng, damit die üblichen Zweifel gar nicht erst aufkommen. Der Stoff spannt schon etwas an meiner Brust, doch als dieses Hindernis überwunden ist, denke ich zunächst, dass das Kleid wirklich passen könnte. Tut es aber nicht. Es sitzt merkwürdig am Bauch, reicht mir nur knapp über den Hintern und allgemein habe ich das Gefühl, dass alle meine Unsicherheiten an meinem Körper zu stark in den Vordergrund geschoben werden.

Als meine Augen zu brennen beginnen, schließe ich sie und ignoriere, dass meine Hände ganz feucht werden. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Ich schaffe es nicht mehr richtig zu atmen und das Gefühl von Panik...



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