Whittenburg / Dalton | Bianca Special Band 1 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 320 Seiten

Reihe: Bianca Spezial

Whittenburg / Dalton Bianca Special Band 1

Daddy gesucht - Herz verloren
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86295-709-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Daddy gesucht - Herz verloren

E-Book, Deutsch, Band 1, 320 Seiten

Reihe: Bianca Spezial

ISBN: 978-3-86295-709-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



DER PLAYBOY UND DAS BABY von TOLLER WHITTENBURG, KAREN
Vergnügt gluckst das Baby und strampelt mit den Füßchen. 'Es ist so niedlich', sagt Krista weich und zärtlich. Doch im Blick ihres heimlich geliebten Chefs Neil Chandler liest sie Protest. Ausgerechnet er - der bindungsscheue Playboy - soll der Vater des süßen kleinen Wesens sein, das da in seinem Büro ausgesetzt wurde ...
HIER SOLL DEIN ZUHAUSE SEIN von DALTON, EMILY
Das sinnliche Lächeln ihres neuen Gasts erregt Mikelle sehr. Seit Greg Chandler in ihrer Pension aufgetaucht ist, verspürt die junge Mutter lang vergessene Gefühle. Aber warum kümmert er sich so liebevoll um ihr Adoptivbaby Jamie? Mikelle verdrängt diese Frage, als Greg sie heiß küsst. Bis sie erfährt, wer er ist ...



Karen Toller - Whittenburg hat an beiden Küsten Amerikas gelebt - der Atlantik- und der Pazifikküste. Sie bevorzugt die Landschaft von Nordost - Oklahoma, wo sie aufgewachsen ist. Sie mag den Wechsel der Jahreszeiten in Tulsa, wo sie mit ihrem Ehemann, einem Fotografen lebt. Schon in frühen Jahren hat Karen begeistert gelesen. Aber sie schrieb auch schon als Kind Geschichten und begann eine ernstzunehmende Karriere als Autorin 1981 als ihr erstes Buch veröffentlicht wurde. In einem Kurs für angehende Autoren lernte sie, dass das Schreiben eines Romans nicht so einfach war, wie es aussah. Aber sie beendete ihr erstes Manuskript nach ein paar Monaten und fing ein neues an. Und ein neues...und ein neues...Heute hat sie acht Romane unter dem Pseudonym Karen Whittenburg veröffentlicht. Momentan schreibt sie an ihrem nächsten Roman.

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1. KAPITEL

Greg trank schon die dritte Tasse Kaffee und blickte ungeduldig zur Tür des kleinen Bistros gleich an der Fifth Avenue. Mr. Smith verspätete sich bereits um eine halbe Stunde. Greg hasste Verspätungen, doch Mr. Smith war einer der besten Privatdetektive von New York City und hatte versprochen, heute die gewünschte Information zu liefern. Heute sollte Greg erfahren, wer seinen Sohn großzog.

Ein Monat war seit Hayleys überraschendem Besuch vergangen. Sein Sohn nannte bereits einen anderen Mann „Daddy“, doch das störte Greg nicht. Er musste sich nur davon überzeugen, dass es ein gutes Zuhause war.

„Mr. Chandler?“ Mr. Smith stand in einer verknitterten Khakihose, einer abgewetzten Kordjacke und alten Turnschuhen neben ihm: Columbo ohne Trenchcoat.

„Setzen Sie sich, Mr. Smith, und erzählen Sie mir, was Sie herausgefunden haben.“

Mr. Smith setzte sich, nahm vom Kellner die Speisekarte entgegen und studierte sie so ausgiebig, als wären seine Informationen weniger wichtig als die Tagessuppe. Endlich schickte er den Kellner weg, ohne etwas zu bestellen, klopfte sich auf den Bauch und meinte seufzend: „Ich würde liebend gern eine Kalorienbombe essen, aber meine Frau hat mich auf Diät gesetzt. Reiskuchen, Obst und Gemüse. Haben Sie schon einmal Reiskuchen gegessen, Mr. Chandler? Das Zeug schmeckt wie Styropor.“

„Könnten wir zur Sache kommen, Mr. Smith?“ Greg warf dem Privatdetektiv einen gereizten Blick zu.

„Wie Sie wünschen, Mr. Chandler.“ Mr. Smith hakte die Daumen in die Gürtelschlaufen seiner Hose. „Er heißt James Bennet und wird Jamie gerufen.“

„Sie haben ihn James genannt?“ Greg wusste nicht, warum ihn das traf. „Wer sind die Bennets? Wo wohnen sie? Haben sie noch mehr Kinder?“

Mr. Smith hob abwehrend die Hand. „Langsam, Mr. Chandler. Hier habe ich alles für Sie.“ Aus seinem abgewetzten Aktenkoffer holte er einen dicken Umschlag und stand auf.

Greg nahm sich zusammen, um den Umschlag nicht sofort aufzureißen, und griff stattdessen nach seinem Scheckbuch.

Mr. Smith winkte erneut ab. „Ich schicke Ihnen eine Rechnung.“

„Und wenn ich mehr wissen will? Was ist, wenn dieser Umschlag nicht alle Informationen enthält, die ich brauche?“

„Keine Sorge“, erwiderte Mr. Smith selbstsicher. „Ich garantiere, dass meine Klienten zufrieden sind.“

„Stimmt.“ Greg betrachtete den Umschlag, der Angaben über Leute enthielt, die er nicht kannte und die seinen Sohn großzogen. Wenn er nun etwas Negatives über das Paar herausfand, das seinen Sohn adoptiert hatte, was sollte er dann tun?

Plötzlich erinnerte er sich wieder an Mr. Smith, doch der Privatdetektiv war bereits gegangen.

Greg riss den Umschlag auf, zog drei eng beschriebene Seiten und zwei Fotos heraus. Das eine zeigte eine Frau, schätzungsweise Ende Zwanzig, in einem sportlichen Rock und einem T-Shirt, das dunkle Haar zum Pferdeschwanz gebunden. Sie saß am Strand und hielt ein stämmig wirkendes Baby auf dem Arm.

Das zweite Foto war eine Großaufnahme des lächelnden Kindes, blond und pausbäckig.

Greg schnürte sich die Kehle zu. Ein attraktives Kind, aber was verstand er schon als fünfunddreißig Jahre alter Junggeselle davon?

Wo war Mr. Bennet? Wo war der Daddy? Er überflog den Bericht, übersprang die unwichtigen Details und las, dass Mr. Bennet vor neun Monaten bei einem Bootsunfall bei Nantucket Island noch vor Abschluss der Adoption umgekommen war. Eine Witwe zog seinen Sohn groß!

Alleinstehende Mütter waren nicht so ungewöhnlich, aber war Mrs. Bennet fähig, ein Kind allein zu erziehen? Und ohne Geschwister war das Kind auch innerhalb der Familie allein. Greg erinnerte sich an seine eigene Einsamkeit als kleiner Junge.

Er las noch einmal den Bericht, und zehn Minuten später warf er einen Zwanzig-Dollar-Schein auf den Tisch, ging ans nächste Telefon und reservierte ein Ticket für den ersten Flug am nächsten Morgen nach Nantucket Island. Mikelle Bennet betrieb auf der Insel eine Frühstückspension, die sich „Little Gray Lady“ nannte.

Laut Bericht war sie sehr liberal eingestellt, Künstlerin und Vegetarierin. Ihre politischen Ansichten waren vermutlich so grün wie ihr Essen. Das war natürlich alles akzeptabel, obwohl Greg selbst konservativ und ein leidenschaftlicher Fleischesser war.

Greg wollte sich nur seinen Sohn und dessen Adoptivmutter ansehen, mehr nicht. Allein schon seine Vaterschaft komplizierte sein Leben mehr als genug!

Keine Einkaufszentren, keine Hochhäuser, Neonreklamen und nicht einmal Verkehrsampeln. Bei der Fahrt über die gepflasterte Hauptstraße von Nantucket Town genoss Greg den nostalgischen Charme der Insel. Durch das offene Fenster des Wagens trieb die salzige Seeluft herein. Am Flughafen hatte er einen Jeep gemietet und war nun zur Little Gray Lady unterwegs.

Als Architekt betrachtete er interessiert die schönen alten Häuser und die hübschen kleinen Läden. Auch die Bürgersteige waren gepflastert und ausgetreten. Ulmen mit goldgelben Blättern wuchsen entlang der gewundenen Straße.

Er bog nach rechts in die Quaker Road und noch einmal rechts in die Vestal Street ein und erreichte schließlich die Little Gray Lady. Das graue, einstöckige Gebäude besaß zahlreiche Fenster mit weißen Läden und eine Veranda, die sich über die ganze Länge zog. Zwei schlanke Säulen hielten das Dach der Veranda.

Auf dem Schindeldach entdeckte er eine Galerie mit einem Fernrohr. Mr. Smith hatte in seinem Bericht erwähnt, dass Jim Bennet sich für Astronomie interessiert hatte.

Greg wendete an der nächsten Kreuzung und parkte auf der anderen Straßenseite drei Häuser von der Pension entfernt. Er hatte sich die New York Times und ein Sandwich gekauft. Falls jemand vermutete, er wollte die Gegend für einen Einbruch auskundschaften, würde er behaupten, er hätte angehalten, um zu essen.

Es war elf Uhr vormittags, der richtige Zeitpunkt für die Besitzerin einer Pension, Besorgungen zu machen oder mit einem Kind spazieren zu gehen. Die Gäste hatten jetzt schon gefrühstückt und …

Jemand kam aus einer Seitentür und ging zur Garage. Sogar aus dieser Entfernung erkannte er Mikelle Bennet nach dem Foto. Sie trug eine Jeans und ein rotes, überweites Top. Das dunkle Haar fiel auf die Schultern, und sie hielt ein Baby im Arm. Jamie!

Die beiden verschwanden sofort in der Garage. Greg faltete die Zeitung zusammen, verstaute das Sandwich und startete den Motor. Ein blauer Volvo Kombi rollte rückwärts auf die Straße. Jamie saß hinten in einem Kindersitz. Greg folgte ihnen in einigem Abstand und hielt hinter ihnen vor einem kleinen Lebensmittelladen.

Er schloss den Wagen ab, obwohl Mikelle das nicht tat. Im Laden entdeckte er sie und Jamie in der Gemüseabteilung. Wahrscheinlich plante sie einen Brokkoli-Auflauf. Er nahm sich einen Einkaufswagen und fuhr zu den Artischocken. Die mochte er, und Mikelle und Jamie waren außerdem nur einen Meter entfernt … richtig, beim Brokkoli.

Während er so tat, als wäre er vollständig mit dem Aussuchen einer perfekten Artischocke beschäftigt, betrachtete er seinen Sohn zum ersten Mal aus der Nähe. Der Junge kam ihm groß vor für zehn Monate, aber was verstand er schon davon? Jamie trug einen Overall aus blauem Kord und winzige Basketballschuhe. Der Kleine bewegte sich so lebhaft, dass Greg froh war, dass Mikelle ihn im Kindersitz des Einkaufswagens festgeschnallt hatte.

Plötzlich bemerkte Jamie, dass Greg ihn ansah, und lächelte. Er kniff die Augen zusammen, blies die rosigen Wangen auf und zeigte einige winzige weiße Zähne. Greg glaubte, sein Herz würde schmelzen, lächelte zurück und musste an sich halten, um Jamie nicht auf den Arm zu nehmen. Dermaßen starke Gefühle jagten ihm einen gewaltigen Schrecken ein.

„Entschuldigen Sie, junger Mann“, sagte eine Frauenstimme, „aber ich möchte an die Artischocken. Sie suchen sich schließlich keine Braut aus. Also brauchen Sie auch nicht so wählerisch zu sein.“

Betroffen drehte er sich zu einer älteren Frau mit einem Strohhut und in einem rosa Trainingsanzug um. „Entschuldigung“, murmelte er, steckte hastig drei Artischocken in eine Tüte, warf sie in den Wagen und ging weiter zu den Tomaten.

Mikelle betrachtete ihn neugierig. Sobald sich jedoch ihre Blicke trafen, sahen sie beide weg.

„Hi, Annabelle“, sagte Mikelle zu der Frau in Rosa. Sie hatte eine angenehme Stimme, ziemlich tief und melodisch.

„Mikelle!“, rief Annabelle. „Ich habe Sie gar nicht gesehen. Sie kaufen ein? Wie läuft es in der Little Gray Lady?“

„Im Moment ist nicht viel los“, erwiderte Mikelle.

Greg sah schon den finanziellen Ruin vor sich. Verdammt, wie sollte sie Jamie das College bezahlen? Wenn er womöglich Medizin oder Jura studieren wollte …

„Ich habe noch nie begriffen, wieso im Herbst nicht mehr Leute vom Festland auf die Insel kommen. Es ist die schönste Zeit im Jahr. Im Moment wohnt nur ein Rentnerehepaar aus Kansas bei mir.“

„Ach, es wird schon wieder bergauf gehen. Nutzen Sie die Freizeit, um mit Jamie zu spielen.“

Greg hörte Jamie gurgeln und begeistert quietschen. Er riskierte einen Blick und sah, wie Annabelle seinen Sohn unter dem Kinn kitzelte. Leider bemerkte Mikelle, dass er hinsah, und betrachtete ihn misstrauisch. Er steckte einige Tomaten in eine Tüte und ging zu den Gurken.

„Jamie ist ja so gewachsen“, bemerkte Annabelle. „Für Sie ist er ein Gottesgeschenk, nicht wahr?“

„Ohne Jamie wäre das letzte Jahr schrecklich gewesen“, erwiderte...



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