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Wich | Die drei !!!, 2, Betrug beim Casting (drei Ausrufezeichen) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 160 Seiten

Reihe: Die drei !!!

Wich Die drei !!!, 2, Betrug beim Casting (drei Ausrufezeichen)


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-440-50711-7
Verlag: Kosmos
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 160 Seiten

Reihe: Die drei !!!

ISBN: 978-3-440-50711-7
Verlag: Kosmos
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die drei !!! knacken jeden Fall!
Alle sind im Casting-Fieber! Auch Marie will wissen, ob ihr Talent als Sängerin sie in eine Fernseh-Show bringen wird. Doch dann fällt die Jury eine äußerst ungewöhnliche Entscheidung. Kim, Franzi und Marie wittern einen neuen Fall und nehmen sofort die Ermittlungen auf.

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MORD IM WOHNZIMMER


Marie drückte den letzten Rest aus der Tube mit Lebensmittelfarbe und beugte sich konzentriert über die Kuchenplatte. Nur noch ein Ausrufezeichen, dann hatte sie es geschafft. Da klingelte es Sturm an der Wohnungstür.

»Mist!«, schimpfte sie. Das Ausrufezeichen war total verrutscht. Marie pfefferte die Tube in die Ecke und lief zur Tür. Draußen standen Kim und Franzi. »Könnt ihr nicht einfach wie normale Menschen klingeln?«, begrüßte sie ihre Freundinnen vom Detektivclub, mit denen sie sich zu einem Krimi-Filmabend verabredet hatte.

»Was ist denn mit dir los?«, fragte Kim besorgt. »Geht’s dir nicht gut?«

Franzi zeigte kichernd auf einen Klecks roter Farbe auf Maries Nase. »Haben wir dich beim Schminken gestört?«

»Nein«, sagte Marie und rieb sich die Nase. »Das hab ich schon heute Morgen erledigt. Ich hab für euch geschuftet.« Kim und Franzi folgten ihr in die Küche.

»Wow, du hast Muffins für uns gebacken!«, rief Franzi überrascht. »Wie hast du das denn geschafft neben den Gesangsstunden, den Theaterproben und deinem Musical-Dance-Kurs?«

Marie zwinkerte ihren Freundinnen zu. »Ich kann mich klonen, wusstet ihr das nicht?«

Kim und Franzi lachten. »Die Muffins sehen jedenfalls super aus«, sagte Kim. »Und du hast extra überall drei Ausrufezeichen draufgespritzt.«

Marie nickte. »Klar, schließlich haben die drei !!! was zu feiern. Vier Wochen gibt es unseren Detektivclub jetzt schon. Ehrlich gesagt, hab ich die Muffins gekauft. Nur die Glasur hab ich selbst gemacht.«

Franzi konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. »Super Idee, wenn es mal schnell gehen muss. Das merke ich mir.« Sie sah Marie zu, die rasch noch die Arbeitsfläche mit einem feuchten Tuch abwischte, und fragte: »Kann ich was helfen?«

»Ja«, sagte Marie. »Bring die Muffins schon mal rüber ins Wohnzimmer. Was wollt ihr trinken?«

»Cola!«, riefen Kim und Franzi wie aus einem Mund.

»Alles klar«, sagte Marie.

Kurz darauf saßen sie auf dem riesigen Sofa im Wohnzimmer und ließen sich die Muffins schmecken.

Kim leckte sich die Lippen. »Hmm, sehr lecker gebacken!«

Marie grinste. »Finde ich auch.«

Kim ließ die Schokostückchen der Muffins auf der Zunge zergehen. Bei Schokolade konnte sie selten widerstehen, die war eine gute Nervennahrung, wenn Kim gerade ein kniffliges detektivisches Problem löste oder an einer Krimigeschichte schrieb.

Franzi sah sich inzwischen bewundernd im Wohnzimmer um. Neben dem Sofa stand ein schwarzer Flügel und auf dem glänzenden Parkett lagen wunderschöne Orientteppiche. Marie hatte es echt gut. Ihr Vater verdiente als Schauspieler so viel, dass er sich eine sündhaft teure Altbauwohnung im nobelsten Viertel der Stadt leisten konnte. Am besten fand Franzi den Swimmingpool auf dem Dach und den Fitnessraum mit Sauna im Keller. Und es musste aufregend sein, einen Schauspieler als Vater zu haben. Helmut Grevenbroich spielte nämlich den Hauptkommissar Brockmeier in der Vorstadtwache, und Franzi ließ sich keine einzige Folge der spannenden Krimiserie entgehen.

Da hob Marie ihr Colaglas. »Lasst uns endlich anstoßen. Auf die drei !!! und auf viele neue, spannende Fälle!«

»Auf die drei !!!«, riefen Kim und Franzi.

Dann stand Marie auf und ging zum Fernseher. »Wollt ihr streamen oder lieber eine DVD aus der Sammlung meines Vaters aussuchen?«

Kim warf einen Blick auf das Regal, das vom Boden bis zur Decke mit DVDs gefüllt war. »Dein Vater hat noch DVDs? Cool!«

Marie lächelte. »Papa würde seine Krimi-Sammlung niemals aufgeben.«

»Ja, lass uns eine DVD anschauen«, schlug Franzi vor.

»Und welchen Krimi wollt ihr sehen?«, fragte Marie. »Ein paar Folgen der Vorstadtwache oder was anderes?«

»Mord im Orientexpress«, sagte Kim wie aus der Pistole geschossen.

Franzi lachte. »Das war ja klar. Damit hat alles angefangen. Wisst ihr noch, wie wir uns das erste Mal im Café Lomo getroffen haben? Kim, du mit deinem Buch Mord im Orientexpress als Erkennungszeichen in der Hand und ich mit Tim und Struppi

»Natürlich«, sagte Kim. Sie konnte sich noch an jede Einzelheit erinnern. Wie aufgeregt sie gewesen war! Sie hatte auf der Homepage des Jugendzentrums eine Anzeige aufgegeben und Krimifans für einen Detektivclub gesucht. Franzi und Marie waren die einzigen ernsthaften Kandidatinnen gewesen, mit denen sie schließlich ein Treffen vereinbart hatte.

»Damals wollte ich gleich wieder gehen«, sagte Marie und drehte sich grinsend zu Franzi um. »Ich dachte, ihr sitzt nur herum, quatscht und wartet darauf, dass zufällig ein Verbrecher um die Ecke spaziert.«

Franzi verzog das Gesicht. »Und ich dachte, mit dem Star vom Heinrich-Heine-Gymnasium will ich nichts zu tun haben. Du warst schon sehr cool mit deiner Sonnenbrille, hast uns mit Fremdwörtern beeindruckt und gleich von deinem berühmten Daddy erzählt.«

»Tja, ohne mich säßen wir jetzt gar nicht hier«, sagte Kim und schob sich genüsslich ihren zweiten Muffin in den Mund. »Wenn ich nicht zwischen euch vermittelt hätte, hättet ihr nie festgestellt, dass ihr euch doch ganz gut leiden könnt, und wir hätten nie unseren ersten Fall gelöst.«

»Das stimmt«, sagte Marie. »Ohne dich läuft hier gar nichts.« Franzi nickte. »Du bist der Kopf der drei !!!.«

Kim wurde rot. »Übertreibt mal nicht.« Sie stand nicht gerne im Mittelpunkt.

»Ach übrigens«, sagte Marie, »du hast doch bestimmt Kontakt zu Michi. Wie geht es ihm denn?«

»Gut«, sagte Kim und wurde schon wieder rot.

Bei ihrem letzten Fall hatten die drei !!! Michi Millbrandt kennengelernt und Kim hatte sich in ihn verknallt. Zum Glück lenkte Franzi von dem heiklen Thema ab. Sie packte Kim am Arm. »Das Beste muss ich euch noch erzählen! Ich hab meine Eltern gefragt, ob wir den alten Pferdeschuppen bei uns hinterm Haus benutzen dürfen, und sie haben nichts dagegen!«

»Toll!«, rief Kim.

»Super!«, sagte Marie. »Du hast aber deinen Eltern hoffentlich nicht verraten, wozu wir den Schuppen brauchen?«

Franzi tippte sich an die Stirn. »Natürlich nicht. Ich hab kein Wort davon gesagt, dass wir dort das Hauptquartier für unseren Detektivclub einrichten. Stattdessen hab ich erzählt, dass wir jetzt total gut befreundet sind und einen Raum brauchen, in den wir uns zurückziehen können.«

»Das ist ja nicht mal gelogen«, sagte Kim, die am liebsten ehrlich war und niemandem etwas vormachen wollte.

»Wie groß ist der Schuppen eigentlich?«, fragte Marie.

Franzi sah sich noch mal im Wohnzimmer um. »Hm, bestimmt halb so groß wie der Raum hier.«

»Dann können wir uns ja so richtig ausbreiten«, sagte Kim. Franzi nickte. »Ja, aber erst, wenn wir das ganze Gerümpel rausgeräumt haben. Der Schuppen ist randvoll mit alten Möbeln und Brettern. Die können wir bestimmt noch teilweise gebrauchen. Ach ja, und in einer Ecke steht auch noch eine alte Pferdekutsche. Die könnten wir drinlassen und neu anstreichen. Dann hätten wir noch eine weitere Rückzugsmöglichkeit, wenn wir mal ganz geheime Dinge besprechen wollen.«

»Eine Pferdekutsche?«, rief Marie erstaunt. Sie wusste, dass Franzi leidenschaftlich gerne ritt, aber von einer Kutsche hatte ihre Freundin bisher noch nichts erzählt. Marie konnte mit Pferden nicht viel anfangen, und manchmal fand sie es langweilig, wenn Franzi von ihrem Pony Tinka schwärmte. Denn wenn Franzi erst einmal davon anfing, was sie bei ihrem letzten Ausritt alles Spannendes erlebt hatte, hörte sie meistens so schnell nicht mehr auf.

»Warum nicht?«, entgegnete Franzi.  

Marie dachte kurz nach. »Du hast recht, Franzi, eine Kutsche ist gar nicht schlecht, vielleicht gibt es da ja ein Geheimfach unter dem Sitz, wo wir wichtiges Beweismaterial verstecken können.«

»Super, das mit der Kutsche«, fand auch Kim. »Dann haben wir eine geheime Zentrale wie die drei ??? auf dem Schrottplatz.«

»Noch ist es nicht so weit«, sagte Franzi. »Ich warne euch, das wird echt viel Arbeit. Da brauchen wir schon ein paar Tage dafür. Hoffentlich schaffen wir das überhaupt alleine mit dem Ausmisten.«

»Wir können Michi ja fragen, ob er uns hilft«, schlug Kim möglichst beiläufig vor.

»Gute Idee«, sagte Franzi.

Plötzlich leuchteten Maries Augen auf. »Und dein großer Bruder könnte uns auch helfen, Franzi! Stefan hat doch ein Auto. Damit kann er für uns die Sachen zum Wertstoffhof fahren.« Seit Marie Franzis Bruder kennengelernt hatte, dachte sie irgendwie oft an ihn. Er war schon achtzehn und natürlich viel zu alt für sie, aber Marie fand ihn ziemlich nett.

»Ich werde ihn fragen«, sagte Franzi. »Trotzdem muss jeder mit anpacken. Das wird kein Spaziergang.«

»Kein Problem, ich bin dabei«, sagte Marie, legte die DVD ins Laufwerk und griff zur Fernbedienung. »Aber jetzt entspannen wir uns!«

Die nächsten eineinhalb Stunden starrten sie gebannt auf den großen Flachbildschirm. Der Klassiker von Agatha Christie war einfach superspannend. Auch wenn die drei !!! natürlich schon vorher wussten, wie die...



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