E-Book, Deutsch, Band 0251, 384 Seiten
Reihe: Bianca Exklusiv
Wilding / Templeton / Steele Bianca Exklusiv Band 251
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-3013-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0251, 384 Seiten
Reihe: Bianca Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-3013-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
EIN HERZ AUS PUREM GOLD von WILDING, KAY
In den Armen des begüterten Unternehmers Jack Sherrodan glaubt Frances an der Reling des Kreuzfahrtschiffs für Momente: Dies ist der Mann ihres Lebens! Aber wieso sollte Jack sich für eine wie sie interessieren? Außer ihrer Liebe hat sie ihm doch nichts zu bieten ...
DIE ANTWORT KENNT NUR DEIN HERZ von STEELE, JESSICA
Ist Jack der Vater ihrer süßen Nichte - oder ist er ein perfekter Schauspieler, der alles abstreitet? Leyne weiß nicht, was sie dem einnehmenden Millionär glauben darf. Denn seit sie ihn ausfindig gemacht hat, kümmert er sich liebevoll um die Kleine. Und um sie. Warum?
DU BRINGST LACHEN IN MEIN LEBEN von TEMPLETON, KAREN
Grant Braeburn erkennt sein Leben kaum wieder, seit sich die lebhafte Mia in seinem luxuriösen Haus um seine kleine Tochter kümmert. Mit der schönen Frau sind Glück und Liebe zurück gekehrt - doch wie lange noch? Denn er weiß etwas über sie, das dieses Glück zerstören wird.
Manche Menschen wissen, sie sind zum Schreiben geboren. Bei Karen Templeton ließ diese Erkenntnis ein wenig auf sich warten ... Davor hatte sie Gelegenheit, sehr viele verschiedene Dinge auszuprobieren, die ihr jetzt beim Schreiben zugutekommen. Und welche waren das? Zuerst, gleich nach der Schule, wollte sie Schauspielerin werden und schaffte tatsächlich die Aufnahmeprüfung in die Schauspielklasse der North Carolina School of Art. Eine Weile lang war das das Richtige, doch nach zwei Jahren merkte Karen Templeton, dass ihr diese Bretter doch nicht die Welt bedeuteten. Also wechselte sie zum Kostümdesign, und dort wurde ihr zweierlei klar: Erstens wollte sie nicht ihr Leben lang Kostüme nähen. Und zweitens hatte sie nicht vor, New York jemals wieder zu verlassen. Denn sie hatte hier die Liebe ihres Lebens getroffen! So blieb sie also im Big Apple und schlug sich mit unterschiedlichen kleinen Jobs durch. Zum Beispiel arbeitete sie im renommierten Kaufhaus Saks Fifth Avenue in der Abteilung für Brautkleider. Und dann war es auch für sie selbst so weit: Sie heiratete denn Mann ihres Lebens und bekam innerhalb der nächsten Jahre zwei Söhne. Die vier zogen nach Albuquerque, die Heimatstadt von Karens Mann, und dort kamen zwei weitere Söhne zur Welt. Es war Zeit für neue berufliche Herausforderungen! Karen Templeton gründete einen Versandhandel für Handarbeitsmaterial. Mit dieser Firma war Karen zehn Jahre lang erfolgreich, doch dann sollte sich durch zwei Dinge wieder alles ändern: Karens größter Werbeträger ging in Konkurs, und Familie Templeton schaffte ihren ersten Computer an. Einfach so, zum Ausprobieren, setzte sich Karen Templeton mal daran und schrieb drauf los: Eine Romance sollte es werden. Das Projekt gelang ganz gut, Karen machte weiter und schrieb insgesamt drei Romane. Einer davon wurde schließlich im März 1996 von einem Verlag gekauft. Und so konnte Karen Templeton bald hauptberuflich schreiben; sie war zu ihrer Passion gekommen, zu der Arbeit, die ihr wirklich richtig Spaß macht und bei der sie all ihre Erfahrungen einfließen lassen kann. Große Freude macht sie ihren Leserinnen besonders mit der Schilderung von Persönlichkeiten und vor allem Kindern, die nicht selten zu Tränen rühren.
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PROLOG
Das Testament war eine Überraschung.
Frances Lanier hatte gewusst, dass es dieses Testament gab, natürlich. Jeder, der ihren Vater auch nur entfernt kannte, wusste, dass er ein Testament gemacht hatte. Schon vor mehr als zwanzig Jahren hatte er dieses Testament aufgesetzt, kurz nach dem Tode seiner Frau, doch keiner aus der Familie wusste genau, was es enthielt. Die Überraschung aber kam, als das Testament nach seinem Tode eröffnet wurde. Und Frances war genauso schockiert wie all die anderen, als sie erfuhr, dass sie Alleinerbin ihres Vaters war.
Als sie jetzt darüber nachdachte, entschied sie allerdings, dass es wohl richtig so war. Immerhin hatte sie ihn die letzten dreizehn Jahre seines Lebens versorgt, hatte ihn gepflegt nach mehreren Schlaganfällen, seit sie mit siebzehn Jahren die Schule verlassen hatte.
Außerdem wusste sie und auch ihre Schwester Juli sowie ihr Bruder Howie, dass ihr Vater nicht viel Geld hinterlassen würde. Da war das Haus in einer Arbeitergegend in Charlotte, aber sowohl das Haus als auch die Nachbarschaft ließen einiges zu wünschen übrig. Von dem Verkauf des Schrotthandels war vielleicht noch ein wenig Geld übrig geblieben, aber viel konnte es nicht sein, denn Frances und ihr Vater hatten schon seit Jahren von diesem Kapital gelebt. Vielleicht ist das Geld ja auch längst aufgebraucht, dachte Frances mit schwerem Herzen.
Richard Morrison, der langjährige Freund ihres Vaters, der auch sein Anwalt gewesen war, hatte diesen Verkauf damals in die Wege geleitet, er kümmerte sich auch um die persönlichen und finanziellen Verhältnisse Howard Laniers. Für Frances hatte er ein besonderes Konto eingerichtet, von dem sie die Ausgaben für den Haushalt bestreiten konnte. Und er hatte ihr gesagt, sie könne immer zu ihm kommen, wenn sie mehr Geld brauche, obwohl sie das nie in Anspruch genommen hatte. Jetzt fragte sie sich, ob sie ihm vielleicht sogar noch Geld schuldete.
Die Stimme Richard Morrisons lenkte sie von ihren Überlegungen ab. Sie setzte sich ein wenig aufrechter und versuchte, sich auf das zu konzentrieren, was der Anwalt gerade sagte. Es hatte etwas mit dem angewachsenen Wert des Besitzes ihres Vaters zu tun, mit der Summe, die sie schließlich erben würde. Sie verstand nur Bruchstücke von dem, was er erklärte – Erbschaftssteuer … Abschreibungen … Investitionen in Aktien … Schatzbriefe und noch einige andere Dinge, die sie nicht verstand, weil Richard Morrison so undeutlich sprach. Deshalb war Frances überrascht, als ihr Bruder plötzlich aufsprang.
„Was?“, schrie Howie.
Richard Morrison rückte seine Brille zurecht und blickte auf das Blatt Papier, das er in der Hand hielt. „Ungefähr neun-achtzig oder neunzig“, sagte er. „Das ist der ungefähre Betrag, den Frances erben wird.“
„Das kann nicht sein!“ Howie schrie noch immer.
Frances runzelte die Stirn. Der Ausbruch ihres Bruders machte sie verlegen. Auch wenn Howie selbst Anwalt war, so hatte er doch nicht das Recht, Mr Morrison anzuschreien. Sie fragte sich, warum er sich nur so aufregte. Neunhundertachtzig oder neunhundertneunzig Dollar waren doch gar nicht so schlecht. Das bedeutete, dass sie Mr Morrison kein Geld schuldete.
„Ich versichere Ihnen, die Zahlen sind korrekt.“ Mr Morrison nahm seine Brille ab und sah Howie an. Frances war erstaunt, als sie das zufriedene Lächeln sah, das sich auf Mr Morrisons Gesicht stahl. Doch gleich hatte er es wieder unterdrückt. Was hatte das zu bedeuten?
„Das ist natürlich der Betrag nach dem Abzug der Steuern und der anderen rechtlichen Kosten“, sprach er weiter. „Aber die augenblicklichen vierteljährlichen Zinsen auf die Investitionen sind noch nicht berücksichtigt. Der Betrag, den Frances erhalten wird, könnte die Millionengrenze überschreiten. Ich habe absichtlich eine geringere Summe genannt, um sicherzugehen.“
„Was haben Sie da gesagt?“, fragte jetzt auch Juli mit schriller Stimme und sprang von dem Sofa, auf dem sie bis jetzt gesessen hatte, auf.
Frances blinzelte. Sie wollte etwas sagen, doch sie brachte kein Wort heraus. Sie sah, dass Mr Morrison ihr zublinzelte! Und jetzt verbarg er auch nicht länger sein selbstzufriedenes Lächeln.
„Ich habe gesagt, dass Frances nach dem Abzug der Steuern fast eine Million Dollar erbt.“
„Sie meinen, unser Vater hatte so viel Geld?“ Julis Stimme klang beinahe hysterisch. „Und er hat alles Frances hinterlassen?“
„Es ist Ihnen doch wohl klar“, mischte sich jetzt Howie ein, „dass die Tatsache, dass unser Vater seine anderen beiden Kinder in seinem Testament nicht begünstigt hat, genügt, um das Testament sofort für ungültig erklären zu lassen.“
„Ihr Vater und ich haben uns über diesen Punkt unterhalten.“ Mr Morrison nickte. „Und er hat sich entschieden, Ihnen beiden auch ein Erbteil zu hinterlassen.“
„Wie viel hat er uns hinterlassen?“, wollte Juli wissen.
Frances beobachtete die anderen. Sie war nicht fähig, sich zu bewegen oder etwas zu sagen, während Mr Morrison seine Brille wieder aufsetzte und aus dem Testament vorzulesen begann. „Meiner Tochter Julianna, die zuerst ihren Namen auf Julia verkürzt hat und sich jetzt Juli nennt und meinem Sohn Howard Junior, der sich ohne jeden ersichtlichen Grund Howie nennt, hinterlasse ich … nur meine besten Wünsche, denn das ist alles, was ich von ihnen je bekommen habe.“
„Das ist nicht …“, begann Howie, doch Richard Morrison hob die Hand und brachte ihn so zum Schweigen.
„Es geht noch weiter“, meinte Mr Morrison, dann las er weiter. „Mein guter Freund und Anwalt jedoch hat mir geraten, dass ich für meine beiden anderen Kinder einen Geldbetrag festsetzen soll, damit das Testament nicht angefochten werden kann. Deshalb hinterlasse ich Juli und Howie je einen Dollar.“
Frances hielt den Atem an, als Mr Morrison jetzt seine Brille wieder absetzte und sie in seine Tasche steckte. Einen Augenblick lang herrschte absolute Stille, dann begannen alle gleichzeitig zu reden.
„Frances!“
Als sie ihren Namen hörte, blickte Frances auf. Die Frau ihres Bruders stand vor ihr. „Lisa.“ Frances lächelte sie an. Ihre Schwägerin war diejenige, die ihr in der Familie am liebsten war, sie fühlte sich zu ihr mehr hingezogen als zu ihrer eigenen Schwester.
Jetzt schüttelte Lisa ihr die Hand. „Meine Schwägerin, die reiche Erbin. Ich kann es nicht glauben! Donnerwetter! Eine Million Dollar!“
„Ich kann es auch noch nicht glauben“, meinte Frances. „Ich denke immer, ob nicht vielleicht doch jemand einen Fehler gemacht hat. Vielleicht wollte Pops gar nicht, dass ich all das Geld bekommen sollte.“
Lisa schüttelte den Kopf. „Es gab keinen Fehler“, erklärte sie entschlossen. „Und die Gerechtigkeit hat gesiegt.“
Frances blickte zu ihrer Schwester und ihrem Bruder, die in eine hitzigen Debatte mit Mr Morrison verwickelt waren. „Ich bezweifle, dass Juli und Howie dir da zustimmen.“
„Keine Sorge“, wehrte Lisa ab. „Howie ist überrascht worden, und er mag keine Überraschungen, besonders keine unangenehmen. Aber ich kenne meinen Mann, er wird sich schon wieder beruhigen. Dafür werde ich schon sorgen. Juli wird hinter dir her sein, damit du dein Erbe mit ihr teilst, aber du wirst doch mit ihr fertig.“
„Du kennst mich doch, Lisa. Mit Juli bin ich noch nie fertig geworden.“
Lisa runzelte die Stirn. „Dann solltest du vielleicht für eine Weile verschwinden. Du könntest einen langen Urlaub machen.“
„Einen Urlaub?“, wiederholte Frances, als habe sie dieses Wort noch nie gehört. Und es stimmte, sie hatte noch nie daran gedacht, Urlaub zu machen. „Wohin denn?“
„Das ist doch egal. Nur lang muss er sein. Gibt es nicht einen Ort, an den du schon immer einmal reisen wolltest?“
Frances dachte nach. „Nun ja“, meinte sie nach einer Weile. „Ich habe im Fernsehen immer gern die Serie ‚Traumschiff‘ gesehen und davon geträumt, eines Tages auch einmal eine Kreuzfahrt zu machen.“
„Wunderbar, dass ich nicht selbst daran gedacht habe. Einige unserer Freunde haben im letzten Jahr eine Kreuzfahrt gemacht, und es hat ihnen sehr gut gefallen. Es ist genau das, was du jetzt brauchst, Frances. Die Mannschaft des Schiffes kümmert sich um alles, du wirst unendlich verwöhnt.“
Der Gedanke klang verlockend. „Aber was ist mit Howie und Juli?“
„Keine Sorge, die werden noch hier sein, wenn du zurückkommst. Doch bis dahin wirst du dich verändert haben.“
Frances kicherte. „Wieso glaubst du, dass ich mich verändern werde?“
„Du wirst entspannt sein, selbstsicher …“
„Ich? Selbstsicher?“
„Und ob. Denn bis dahin wirst du begriffen haben, dass du Geld hast. Geld bedeutet Macht, und daraus erwächst Selbstvertrauen. Ich weiß nicht einmal, ob ich mich danach noch in deine Nähe trauen werde, mit all deinem Geld und deinem Selbstvertrauen … ganz zu schweigen von dem reichen, gut aussehenden Mann, den du auf der Kreuzfahrt kennenlernen wirst.“
Frances lachte. „Du bist ja verrückt.“
„Das bin ich“, stimmte Lisa ihr zu. „Aber vergiss das jetzt, vergiss deine geldgierigen Geschwister … und segle dem Sonnenuntergang entgegen. Amüsiere dich zur Abwechslung einmal!“
Als er aus dem Aufzug trat, der ihn von seiner Penthouse-Wohnung in sein Büro hinunterbrachte und ihn die junge hübsche Frau am Empfang mit ihren großen blauen Augen ansah, in denen Tränen standen, wusste er gleich,...




