Wilhelm | Koihaltung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

Wilhelm Koihaltung

Das aktuelle Praxishandbuch für Koiliebhaber in 2023
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7578-4817-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Das aktuelle Praxishandbuch für Koiliebhaber in 2023

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

ISBN: 978-3-7578-4817-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die Infos in diesem Buch ermöglichen es dir deinen Koiteich zu bauen, zu betreiben, deine Koi zu kaufen, einzusetzen, richtig zu füttern und auf ihre Gesundheit zu achten. Ich habe versucht alle Informationen nach dem neuesten Stand der Technik und den aktuellsten Erkenntnissen aufzubereiten, die uns im Jahr 2023 vorliegen. Weiterführende Infos und viele YouTube-Videos rund um das Thema Koihaltung findest du außerdem auf www.teichundgarten4you.com.

Der Ingenieur, Autor und Blogger Florian Wilhelm kommt aus dem Weserbergland in Niedersachen. Seit 2015 bereist er regelmäßig private Koiteiche, sowie Koihändler in ganz Deutschland. Die auf diesem Weg gewonnen Informationen teilt er bis heute, in unterhaltsamen Videos auf seinem YouTube-Kanal und der Webseite www.TeichundGarten4you.com, mit mehreren tausend Koifreunden. Er betreibt das einzige offizielle Koihändler-Verzeichnis www.KOIWELTEN.de und vertreibt die sehr beliebte Futtermarke www.DAS-KOIFUTTER.de. Als professioneller Planer für Koiteiche in ganz Deutschland, bietet er seine Expertise auf www.KOITEICH-PLANUNG.de an.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Teichbau und Teichmanagement


Um Koi zu halten braucht es einen Teich. Eigentlich logisch und nichts leichter als das, denken sich viele. Genauso sehen dann meist auch der eigene Koiteich und auch das Teichmanagement aus. Die Probleme sind vorprogrammiert. Also wie sollte ein Teich beschaffen sein? An welchen Eckpunkten macht man ein gutes Teichmanagement aus? Dies möchte ich in den nächsten Kapiteln erklären. Denn wer einen Koiteich planen möchte, muss dies immer im Gesamten tun. Hier liegt meiner Meinung nach einer der Kardinalfehler der sehr häufig gemacht wird. Die erwähnte Gesamtheit umfasst sowohl die Beschaffenheit des Teiches, als auch das später erforderliche Teichmanagement. Also den baulichtechnischen Aspekt, als auch die Bereitschaft wieviel Zeit und Geld ich in den Betrieb des Teiches investieren möchte und welche Tätigkeiten ich als Koihalter regelmäßig durchführen und beherrschen sollte. Es kann großen Einfluss darauf nehmen, wieviel Spaß das Hobby später macht. Die meiste Arbeit sollte man daher immer in die Planung investieren. Gerade bei einem bereits errichteten soliden Koiteich sind Änderungen im Nachgang meist aufwendig und teuer, sofern sie sich überhaupt noch umsetzen lassen.

Koiteiche im Wandel der Zeit


Nachdem in den 90er Jahren ein regelrechter Koiboom entstand, flachte der Hype danach langsam wieder ab. Erst in den letzten Jahren nahm das Interesse an Koi, Koiteichen und anderen Themen rund um den Koi wieder stark zu. Ich denke dies ist auch auf die neuen Medien, Internetforen und diverse Gruppen in sozialen Netzwerken zurückzuführen. Diese Medienpräsenz gab es damals noch nicht. Heute sind Facebook und YouTube ein essentieller Bestandteil der Koiszene. Leider prallen im Internet oftmals zwei Welten aufeinander. Nämlich zum einen die derer Leute die bereits lange das Hobby ausüben, viel ausprobieren mussten und sich die Erfahrung mitunter durch Leid und verbrannte Euros verdienen mussten. Und die Welt derer, die bereits Zugriff auf weitreichende Informationen hatten und die Möglichkeit von vornherein auf moderne Filtertechnik und ausgewogenes Teichmanagement zu setzen.

Nichts desto trotz wurden natürlich auch schon vor 20 Jahren Koiteiche gebaut die heute noch erfolgreich betrieben werden, sofern einige Dinge beachtet wurden. Dabei geht es vorwiegend um essentielle Dinge, die damals wie heute beim Bau eines Koiteiches berücksichtigt werden sollten. Dazu zählen Bodenabläufe, eine gute Durchströmung und eine Filterung die aus einem Vorfilter und einem Biofilter besteht, in dem die Filtermedien gut angeströmt werden. Das was sich im Laufe der Zeit geändert hat, sind im Wesentlichen nur die verwendeten Materialien, einiges an neuer Technik und eventuell die Ansprüche der Koihalter, die aus diesem tollen Hobby keine Wissenschaft mehr machen wollen, oder die Möglichkeiten der Moderne schätzen.

Mit dem Markteintritt von Trommel- Vlies- und Endlosbandfiltern vor etlichen Jahren, haben bereits viele Enthusiasten ihre Teiche umgerüstet. Und nachdem vor wenigen Jahren auch die ersten PP-Trommelfilter auf den Markt kamen, wurden vollautomatisch abreinigende Vorfilter plötzlich, für fast jeden erschwinglich. Die Vorteile liegen eigentlich auch klar auf der Hand. Wo im Vorfeld noch alle paar Wochen der Bürstenfilter per Hand gereinigt werden musste, oder ein riesiger Vortex den Garten einnahm, erspart sich der Teichbesitzer heute viel Platz und Zeit. Eine richtig konzipierte Filterstrecke benötigt heute eigentlich kaum Zutun mehr. Eine langwierige und bei jedem Wetter anfallende Reinigung des Filters entfällt. Außer den jährlichen Wartungsarbeiten und gelegentlichen Kontrollen, ist ein moderner Koiteich keine Wissenschaft mehr und lässt sich auch für Anfänger oder ältere Menschen leicht managen. Natürlich nur dann, wenn einige grundlegende Dinge im Vorfeld berücksichtigt wurden.

Der optimale Koiteich


Es stellt sich die Frage, wie man sich einen optimalen Koiteich vorzustellen hat. Mal ganz abgesehen von den optischen Aspekten, sollten folgende Dinge an jedem Teich vorhanden sein: „.“ - So und genau so, sollte ein Koiteich funktionieren!

Es ist wie ein großer Kreislauf. Alle genannten Dinge beeinflussen sich gegenseitig und führen in Summe zu einem Koiteich, der diesen Namen auch verdient. Das klingt eventuell leicht überzogen. Doch genau hier liegt das Problem. Die fehlenden Mindestanforderungen an die Koihaltung führen dazu, dass sich viele halbgare Meinungen im Internet halten und das Verständnis sowie die Akzeptanz für den Bau und Betrieb eines soliden Koiteiches nachhaltig und negativ beeinflussen konnten.

Leider gibt es viele Teiche die augenscheinlich gut funktionieren, aber den ein oder anderen Baumangel beherbergen, der sich im schlimmsten Fall erst nach vielen Jahren zeigt. Solche Teiche, die oftmals kostengünstig errichtet wurden, positiv hervor zu heben, funktioniert in den ersten Jahren selbstverständlich gut und zieht Nachahmer an. Nur leider kommt das dicke Erwachen oft zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich herausstellt, dass die Technik mit dem angewachsenen Besatz völlig überfordert ist.

Koi sind Karpfen, das ist wohl wahr. Allerdings sind sie längst nicht mehr so robust wie das Gegenstück in freier Wildbahn. Wir haben es beim Koi mit einem hochgezüchteten Farbkarpfen zu tun, der vorwiegend auf die Merkmale Optik und Größe gezüchtet wird, aber nicht zwingend nach Robustheit. Diesen Fakt blenden manche oft aus und behaupten, dass Koi auch problemlos in Gartenteichen ohne viel Technik gehalten werden können. Ich frage einfach mal frei heraus:

Das Teichvolumen und die Besatzdichte


Der gesamte Planungsprozess eines Koiteiches wird meiner Meinung nach maßgeblich von drei Faktoren bestimmt, die sich gegenseitig beeinflussen. Dabei ist es egal wo man anfängt oder aus welcher Perspektive man an die Planung seines eigenen Teiches herangeht. Deswegen muss man versuchen alle diese Faktoren in ein Gleichgewicht zu bringen. Das von mir entworfene Drei-Faktoren-Modell ist die einfache Möglichkeit für jeden Anfänger einen Koiteich in den Grundzügen zu planen. Es berücksichtigt das Teichvolumen, die entstehen Baukosten und die Anzahl der Fische, die in einem bestimmten Teichvolumen Platz finden sollten.

Der spätere Fischbesatz sollte mit dem Teichvolumen harmonieren. Übrigens, ein Teichvolumen von 15.000 Litern mit dem Besatz von fünf Koi stellt aus meiner Sicht, in der Outdoor-Koihaltung, das Minimum da. Hierbei handelt es sich aus auch um eine Frage des Tierschutzes. Die Fische brauchen Bewegungsfreiheit und gleichzeitig den Schutz einer Gruppe. Zu kleine Teiche und die Haltung sehr weniger Fische, führt zu anhaltenden Stress bei den Tieren, welcher Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Ausgehend dieser Festlegung gebe ich nun zwei Formeln vor, mit denen man sich Teichvolumen und Besatzdichte errechnen kann.

Hat man eine Vorstellung des Teichvolumens, welches man erreichen möchte, eignet sich die folgende Formel um die Anzahl der Fische zu bestimmen, die für dieses Volumen Sinn machen. Ausgangslage ist eventuell eine begrenzte Fläche, die einem im Garten zur Verfügung steht und das Volumen von vorn herein festlegt.

Wunschvolumen in Liter – 5.000 Liter/1000 = Anzahl der Fische

Hat man keine Vorstellung vom Teichvolumen, aber eine Vorstellung wie viele Fische man mal halten möchte z.B., weil man es bei Bekannten gesehen hat wie es wirkt, wenn 20 Koi herum wuseln, kann man die zweite Formel verwenden.

(Anzahl der gewünschten Fische + 5) x 1.000 = Teichvolumen in
Liter

Mit diesen beiden Formeln kann man nun selbst ausrechnen wie groß der Teich sein sollte, oder wie viele Fische im Teich sinnvoll gehalten werden können, wenn man absoluter Anfänger ist. Ich verweise hier allerdings nochmals darauf, dass ich ein Mindestvolumen von 15.000 Litern und ein Besatz von 5 Koi als das Minimum ansehe. Und man sollte bitte beachten, dass es sich bei den Formeln um eine Hilfestellung für all jene handelt, die überhaupt nicht wissen, wie sie beginnen sollen. Bei ambitionierter Koihaltung und einer gewissen Erfahrung sind natürlich auch höhere Besatzdichten denkbar.

Ein Überblick der...




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