Williams | Das Herz des Drachen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 233 Seiten

Williams Das Herz des Drachen

Gay Fantasy-Romance
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7396-8062-0
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Gay Fantasy-Romance

E-Book, Deutsch, 233 Seiten

ISBN: 978-3-7396-8062-0
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Dass Drachen ihre Gefährten beim alle fünfundzwanzig Jahre stattfindenden Thing finden, gehört nicht mehr zu den Besonderheiten. Wenn aber Zwillingsdrachen feststellen, dass ihnen derselbe Gefährte vom Schicksal zugedacht ist, kann es schon kompliziert werden. Bei den Drachen sind Zwillingsgeburten sehr selten, und wenn dann noch ein Junge und ein Mädchen geboren werden, gilt das regelrecht als Wunder. Daras und Dareen begleiten kurz nach ihrem achtzehnten Geburtstag ihren Großvater, den Drachenkönig, zum Thing nach Hastadoom. Dort begegnen sie dem Menschenkrieger Adric aus den Nordlanden. Schnell erkennen die drei, dass sie einen gemeinsamen Gefährtenbund haben. Leider stellt sich fast genauso schnell heraus, dass Adric mit einem männlichen Feuerspucker so gar nichts anfangen kann. Verzweifelt zieht sich Daras von den beiden zurück und beschließt, sein Heil in der Fremde zu suchen. Doch kann er dem einzig möglichen Glück für sich auf ewig fernbleiben? Finden Dareen und Adric gemeinsam ihr Glück oder fehlt ihnen doch ein Dritter im Bunde? Dieses Buch enthält homoerotische Handlungen und ist nur für volljährige und aufgeschlossene Leser geeignet.

Williams Das Herz des Drachen jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Ankunft in Hastadoom
  Der Anflug auf Hastadoom stellte trotz der eher schlechten Sicht am späten Abend kein Problem für die drei gewandten Flieger dar. Vorneweg flog der schwarzgeschuppte Drachenkönig Taliqu Killian Assanii, gefolgt von zwei wunderschön anzusehenden weißen Drachen. Die Schuppen der weißen Flugechsen schimmerten in hellem Perlmuttweiß und die Flügelkanten und Schwanzspitzen wurden von einem wunderschönen Mokkabraun akzentuiert. Alle drei Drachen hatten fast die gleiche Körpergröße und strahlten eine enorme Gelassenheit aus. Man merkte bereits auf den ersten Blick, dass sich jeder von ihnen wohl in seiner Haut fühlte. Mit einem lauten Schrei kündigte der Drachenkönig ihre Landung an und sofort bildete sich ein freier Platz mittig auf dem ehemaligen Exerzierplatz von Hastadoom. Jetzt diente die Freifläche meist nur noch als Versammlungsort und Landebahn. Soldaten übten dort nur noch selten ihr kriegerisches Geschick. Kaum hatten die drei Feuerspucker den Boden berührt und sich gewandelt, fand sich auch schon der großgewachsene blonde Gefährte des Drachenherrschers ein. Fest umarmte Einar seinen noch immer nackten Geliebten und küsste ihn vor aller Augen. Sie hatten sich seit fünf Tagen nicht gesehen,  wasfür Blutgebundene eine gefühlte Ewigkeit darstellte. Grinsend stießen sich Dareen und Daras mit den Schultern an und feixten über die so öffentlich zur Schau gestellte Zärtlichkeit. Als Drachen kannten sie diesen absoluten Drang nach Partnerschaft, im Gegensatz zu vielen Menschen, nicht wirklich. Sie waren in ihren Entscheidungen freier als geschlüpfte Drachen. Sie konnten sich nicht nur viel früher und stabiler wandeln als ihre ausgebrüteten Kollegen, sie hatten auch die Möglichkeit einen Gefährtenbund abzulehnen. Ein weißer Drache, die Schuppenfarbe verriet, dass es sich wie bei jedem weißen Feuerspucker um einen geborenen und nicht um einen geschlüpften handelte, hatte die Wahl und konnte danach trotzdem weiterleben. Geschlüpfte überlebten die Trennung nicht. Bei zu großer Entfernung und zu langer Trennung krepierten sie elendig an Organversagen. Dieses Schicksal blieb Eivians Nachwuchs erspart. Dankend nahmen die beiden weißhaarigen Drachen die angereichte Kleidung entgegen. Dareen trug nun ein bis zu den Knien reichendes, weich fallendes Leinenkleid mit einem tief auf der Hüfte sitzenden Ledergürtel, der perfekt ihre zierliche Gestalt und ihre hohen kleinen Brüste betonte. Ihrem Bruder hatte man eine einfache, schmal geschnittene, dunkelbraune Lederhose gereicht, die ihm wie angegossen passte. Seine fast alabasterweiße Haut bildete einen fantastischen Kontrast zu dem dunklen Material. Besonders auffällig an den Zwillingen war das vollständige Fehlen von Hautmustern, wie sie bei Feuerspuckern normalerweise üblich waren. Im Laufe eines sehr langen Drachenlebens bildeten sich für alle Erlebnisse Bildnisse auf der Haut und zeigten den Sprachkundigen, was ihr Träger erleiden musste und welches Glück ihm widerfahren war. Wenig später trug auch der Drachenkönig eine schwarze Leinenhose, die einen Teil seiner Hautglyphen verdeckte. Er und Einar gaben ein Bild von unerschütterlicher Loyalität, Liebe und Stärke ab. Nur ein dummer Mensch, Drache oder Magier legte sich freiwillig mit diesem Paar an.   Voller Neugierde folgten Daras und Dareen ihrem Großvater und dessen Gefährten Einar. Killian führte das Zwillingsdrachenpaar zwischen den vielen Schaulustigen hindurch. Ihr gemeinsamer Weg führte sie direkt zu den hoch aufgerichteten Steinsäulen mit den Gefährtentafeln. Zielstrebig peilten die Zwillinge sofort die ganz linke Steele an. Dort fanden sich die Tontafeln der Männer und Frauen mit weißen Drachensiegeln. Konzentriert betrachteten sie die Aushänge und fanden nur eine Tafel mit passendem Siegel. Das Siegel des Nordlandkriegers Adric hatte eine weiße Grundfarbe und wenige graue und braune Elemente. Er konnte also der Gefährte von einem der Zwillinge sein. Hoffnung schimmerte in Dareens Blick. Seit der Pubertät träumte sie davon, Mutter zu werden, auch wenn sie sich das Leben an der Seite eines anderen Mannes als Daras nicht wirklich vorstellen konnte. Dieser Wunsch wütete regelrecht in ihr. Dass sie dazu einen Gefährten finden musste und sich notgedrungen ihr ganzes Leben ändern würde, akzeptierte sie als notwendiges Übel. Ginge es ohne Gefährte, würde sie es sein lassen. Natürlich hatte sie die Möglichkeit, auch ein Ei zu legen, doch dafür musste sie noch mindestens dreißig Jahre warten, denn erst dann könnte ihr Drachenkörper ein solches produzieren. Vielleicht hatte sie ja Glück und dieser Adric gehörte zu ihr. Nachdenklich betrachtete Daras die Tafel und hoffte, dass Dareens Wunsch erfüllt wurde. Er wünschte seiner Schwester nur das Beste. Für sich selbst wollte er eher noch ein wenig die Freiheit genießen. Er mochte es, ungebunden herumzureisen, zumal sein Vater ihm dazu bereits die Erlaubnis erteilt hatte. In gewandelter Form, also in seiner schuppenbewährten Feuerspuckergestalt konnte man ihm nicht viel anhaben und in seiner menschlichen im Grunde auch nicht, zumal er ein ausführliches Kampftraining durch den Drachenkönig und seinen Vater erhalten hatte. Cerven, sein Vater, war ein ehemaliger Hirrogen, also ein Assassine, der jede Form des Tötens perfekt beherrschte. Einen Großteil seines Wissens hatte er an seinen Sohn weitergegeben in dem genauen Wissen, dass dessen angeborene Drachenehre ein Missbrauch dieser Fähigkeiten stets verhindern würde. „Ob dieser Adric bereits in Hastadoom ist?“, kam es ganz aufgeregt von Dareen. Mit einem Augenzwinkern erklärte Daras, der oft rationaler dachte als seine Schwester: „Wir fragen beim Quartiermeister nach. Der kann uns darüber Auskunft geben und ihm eine Nachricht zukommen lassen. Wir wollen ihn ja nicht einfach so überfallen.“ Die letzten Worte kommentierte er mit einem frechen Augenzwinkern. Welches seine Schwester wiederum mit einem Schnauben erwiderte. Lachend erklärten die Zwillinge, dass sie den Quartiermeister aufsuchen wollten und verabschiedeten sich von ihren Verwandten.   Lächelnd sah Einar den beiden jungen Drachen hinterher und zog dann Killian fest an seine Brust. „Die beiden entwickeln sich prächtig. Eivian und Cerven können sehr stolz auf die zwei sein.“ „Ja, allerdings. Mir macht nur Dareens Wunsch so schnell wie möglich Mutter zu werden extreme Sorgen. Sie verrennt sich darin und wird sehr darunter leiden, wenn dieser Adric nicht zu ihr gehört. Noch schlimmer wird es, sollte er Daras’ Gefährte sein“, erwiderte der Drachenmonarch. Seufzend nickte Einar: „Wir können nur das Beste hoffen.“ Trotz dieser gutgemeinten Worte blieb den beiden Männern eine gute Portion Sorge und sie sahen den Drachengeschwistern nachdenklich hinterher.   Beim Quartiermeister ging alles recht zügig. Der etwa fünfzigjährige Menschenmann sah in sein Belegungsbuch und fand sehr schnell die passende Eintragung. Nickend lächelte er das Drachenpaar an und schickte sofort einen Boten los, mit dem Wunsch, Adric am nächsten Vormittag am Heiligtum zu treffen. Anschließend erkundigte sich der ältere Mensch, ob die beiden Drachen ebenfalls ein Quartier wünschten. Doch beide lehnten es höflich ab, da sie vor hatten in Drachengestalt entweder auf dem großen Platz oder draußen in den Wäldern zu schlafen. Gefressen hatten sie heute schon, also würde ihnen zumindest eine Jagd in der Dunkelheit erspart bleiben. Mit ihren extrem guten Augen stellte zwar das Finden der Beute kein wirkliches Problem dar, aber zurzeit hielten sich verdammt viele Feuerspucker in Hastadoom auf, dem entsprechend weit würde man für Beutegut fliegen müssen. Freudig erregt marschierte Dareen wieder in Richtung Thingplatz und Daras folgte ihr wie ein Schatten. Dies beschrieb auch am besten die Art ihrer Beziehung. Dareen war extrovertiert, aufgeschlossen, lebenslustig und zog immer alle Blicke auf sich. Ihr Bruder hingegen war still, zurückhaltend und aufmerksam. Durch seine für einen Mann eher geringe Größe und seine überschlanke Statur wirkte er weder bedrohlich noch einschüchternd. Erst wenn jemand seine Liebsten und ganz besonders seine Schwester bedrohte, konnte er zum Berserker werden. Durch seine vielseitige Kampfausbildung konnte Daras mit jedem Gegner fertig werden und den Kampf immer lebend überstehen. Natürlich kam er nicht gegen den Drachenkönig, dessen Gefährten, Bahier oder Rotaran an. Die wenigen Gegner die er nicht bezwingen konnte, entstammten seiner eigenen Familie und stellten somit keine Gefahr dar. Konzentriert schlüpfte Dareen durch die Menschenmassen und verließ sich blind darauf, dass ihr Bruder wie ein Schatten an ihr klebte. Ihre speziellen Drachenfähigkeiten, jeder Drache hatte etwas Besonderes an sich, waren es intuitiv vorauszuahnen, wie jemand unmittelbar auf etwas reagieren würde, daher kollidierte sie nie mit irgendwelchen Passanten bei solchen Manövern und in Gesprächen schaffte sie es problemlos, allen verbalen Fallstricken aus dem Weg zu gehen. Daras hingegen hatte eine ganz andere Fähigkeit. Er trumpfte durch...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.