Williams | Drachenfeuer - Liebe ist universell | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 164 Seiten

Reihe: Drachengefährten

Williams Drachenfeuer - Liebe ist universell

Gay Romance / Fantasy
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7309-8671-4
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Gay Romance / Fantasy

E-Book, Deutsch, Band 1, 164 Seiten

Reihe: Drachengefährten

ISBN: 978-3-7309-8671-4
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Krieg herrscht in den Nordlanden. Die Menschen befinden sich in äußerster Bedrohung durch die Magier. Ein Bündnis mit den Drachen soll Hilfe und Rettung bringen. Doch als Einar, Thronfolger und Kommandeur des Menschenvolkes, in Kontakt mit den Drachen tritt, zieht dies mehr Auswirkungen nach sich, als er ahnen kann, denn er trifft dort auf Killian, sein Schicksal, sein seelenverwandter Drache. Das Glück scheint zum Greifen nahe, aber kann er es auch erkennen und ist er bereit, sich darauf einzulassen oder hindern ihn seine Pflichten als Nachfolger des Königs? Ein steiniger Weg liegt vor den Gefährten, bei dem Killian einige Überzeugungsarbeit leisten muss. Wird es letzten Endes reichen, um eine gemeinsame Zukunft möglich zu machen? Band 1 der Drachengefährten-Reihe steht unter dem Zeichen: Liebe ist universell. Das E-Book wurde hinsichtlich orthografischer Fehler korrigiert und überarbeitet, enthält jedoch keine inhaltlichen Veränderungen. Band 2: Drachenglut - Liebe bedeutet Freiheit Band 3: Drachenhitze - Liebe überwindet alles Band 4: Drachensiegel - Liebe findet ihren Weg Band 5: Drachenmagie - Von Liebe erweckt Band 6: Drachengefährten Band 7: Drachensohn - Liebe braucht ihre Zeit Band 8: Drachenzauber - Die Liebe des Magiers Bonusbände (kostenfrei bei BookRix lesen): Drachenreise und Perlen für den Drachen

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Eingetroffen
Seufzend zügelte Einar sein Schlachtross vor der Festungsmauer aus schwarzen, gerade behauenen Basaltsteinen. Dieses Bollwerk war einzigartig, so hoch wie die Burg seines Vaters und extrem breit, musste es auch sein, denn es gab keinen Wehrgang. Die Drachen patroulierten direkt auf der Mauer und das in Drachengestalt. Über dem großen geschlossenen Holztor mit extrem klobigen Metallbeschlägen lag ein grauer Drache und sah auf sie herab. Er hatte eine monströse Größe und die drei Männer, die Einar begleiteten, wurden zusehends nervös, dabei konnten sie von dem Wesen nur den Kopf, Hals und Teile seiner Brust sehen. Seine Vorderklauen wölbten sich wie überdimensionale Krummdolche über die Mauerkante. Auch die Pferde tänzelten ängstlich. Der Feuerspucker wölbte den Hals stärker, fasste die vier Menschen direkt ins Auge und musterte sie eingehend. Das tiefe Einatmen konnten sie hören, ebenso registrierten sie das kurze Luftanhalten und das feste Ausstoßen des Atems. Nickend drehte sich der Drachenkopf kurz weg und ein lauter Pfiff ertönte. Drachen konnten pfeifen? Man lernte nie aus. Das schwere Tor schwang langsam auf. Es glitt behäbig nach außen. Ein großer, braun-grüner Drache kam in Sicht. Starke Vorderbeine drückten die Flügel des Tores langsam auf und vergrößerten die Öffnung zusehends. Die Besucher schwangen sich nun von ihren Pferden und banden diese an einen in der Mauer eingelassenen Metallring. Als die Öffnung das Eintreten ermöglichte, drehte sich der Drache seitlich und gewährte der Delegation das Durchqueren, indem er einladend die Klaue hob und in den Tunnel hinein wies. Ohne Zögern trat Einar durch das Wehrtor und ging mit schnellen gleichmäßigen Schritten den Gang entlang. Die Passage wirkte wie ein Tunnel, war es aber nicht, die Optik entstand durch die extreme Mauerbreite. Der zwanzig Meter lange, gewölbte Gang, den mindestens drei Kämpfer in Drachengestalt, oder ein halbes Bataillon menschlicher Soldaten mit Streitrössern und in voller Bewaffnung gleichzeitig passieren konnten, endete auf einem runden Platz. Noch einmal wälzte Einar seine geplanten Worte. Oft hatte er mit seinem Vater, dem Menschenkönig, zu tun und auch der Umgang mit Diplomaten aus Anderreichen war ihm geläufig. Doch mit den Drachen hatte niemand mehr seit der Zeit seines Großvaters verhandelt und diese konnte man damals nicht als Erfolg bezeichnen. Daran trugen aber eindeutig nicht die Drachen die Schuld. Einars Großvater war ein diktatorischer Bastard gewesen und kein guter König. Warum hatte er herkommen müssen? Diese Frage beschäftigte Einar immer wieder. Jutrier, sein Schwager, war der geborene Diplomat und doch hatte der König darauf bestanden, dass er ging. Von Krieger zu Krieger, hatte er gemeint. Einar seufzte nochmal leise. Dies entging seinem Stellvertreter nicht. „Muss ich mir Sorgen machen?“, erkundigte sich dieser dann auch leise. Als einzige Antwort erhielt er ein leichtes Kopfschütteln, während die Delegation aus dem Dunkel des Ganges heraus auf den Rundhof trat. Die Blicke der Männer glitten gewohnheitsgemäß über die Freifläche und sie erfassten sofort die Lage. Vor ihnen lag ein runder, ebenmäßiger Platz, ausgelegt mit Basaltplatten, wahrscheinlich spiegelglatt, wenn es regnete. Der riesige, aber wenig frequentierte Hof entsprach den Bewohnern, die selbst riesige Dimensionen aufwiesen. Nun, selbst kleine, zierliche Drachen hatten das fünffache Gewicht eines ausgewachsenen Schlachtrosses. Die gegenüberliegende, große Tür stand leicht offen und auf der rechten Seite des Hofes arbeite ein Mann an einem Amboss. Niemand empfing sie, obwohl sie angekündigt und pünktlich eingetroffen waren, doch Einar gehörte nicht zu den Menschen, die zögerten. Sofort lenkte er seine Schritte hinüber zu dem Schmied. Sein Blick glitt prüfend über den arbeitenden Mann, halbnackt, schlank, aber trotzdem gut proportioniert, sicherlich ein guter Kämpfer, auch in Menschengestalt. Seine mit verschnörkelten Bildern überzogene Haut schien eine Geschichte zu erzählen. Einar beobachtete die Hammerschläge und staunte über dessen Arbeitsweise. In einer menschlichen Schmiede heizte man mit einem Blasebalg ein Feuer an, doch hier erzeugte der Drache die Hitze selbst. Seine linke Hand umschloss das zu bearbeitende Metall und brachte es zum Glühen, mit der rechten schwang er den großen, schweren Hammer. Leise erklangen die Beschwörungen, die der Handwerker leise vor sich hin murmelte, und Einar hatte das Gefühl, diese nicht unterbrechen zu dürfen. Sein Instinkt sagte ihm, dass er besser noch etwas wartete, auch wenn er dies hasste. Nervös traten seine Männer hin und her, ganz im Gegensatz zu ihrem Kommandanten. Einar stand vollkommen unbeweglich, wechselte nicht einmal das Gewicht von einem Bein auf das andere. Nach nur wenigen Schlägen schien der Dunkelhaarige fertig zu sein, denn er hob die Metallklinge mit einer schweren Zange an und versenkte sie in einer großen, mit einer dunkelroten Flüssigkeit gefüllten Wanne. Es zischte und brodelte, während das Metall sehr schnell erkaltete. Der aufsteigende Dampf kräuselte sich um den schweißnassen Körper des Schmiedes und bildete Kringel und Schnörkel in der Luft. Der Drache hob seinen Blick, folgte den Verwehungen und sagte leise zu wer weiß wem: „Sehr schön. Die Beschwörung war erfolgreich. Diese Klinge wird nie mehr beschädigt werden.“ Einars Haut überzog sich blitzschnell mit einer Gänsehaut. Die Stimme drang in ihn ein und brachte sein ganzes Wesen zum Klingen. Nur seine Disziplin als Soldat verhinderte ein Aufstöhnen. Hitze rann durch seinen ganzen Körper, sein Blut rauschte durch seine Adern und sein Herz schlug mit doppelter Geschwindigkeit innen gegen die Rippen. Der Drache drehte sich zu ihm um und musterte ihn. Killians Augen glitten über den Menschen, genauso groß wie Rotaran, doch noch muskulöser, erkannte er. Ein breites Kreuz, lange, extrem muskulöse Arme, die Brust massig und mit Muskelbergen bepackt und ein ansehnliches Sixpack vervollkommneten diesen Kriegerkörper. Entsprechend der Art der Nordlandtruppen trug er lange, feste Stoffhosen, Stiefel aus stabilem Leder und über seine Brust spannten sich breite Lederriemen, die das große Breitschwert auf seinem Rücken in Position hielten. Am Gürtel trug er einen langen Kampfdolch und seine Unterarme wurden von Lederstulpen mit Kreuzschnürung verhüllt. Der Hals des Mannes war trotz des ausgeprägten Stiernackens lang und sehnig, sein Gesicht markant und interessant. Attraktiv? Nun, nicht im herkömmlichen Sinn, eher als männlich zu bezeichnen. Seine Augen hatten eine azurblaue Färbung und blickten tief in die schwarzen Augen des Drachenkönigs. Ein leichtes Lächeln legte sich auf Kills volle Lippen. Dieser Mensch gefiel ihm. Einar trat noch etwas näher, blickte in die Wanne und runzelte leicht die Stirn. Ein leichtes Räuspern läutete die Frage ein: „Wieso erfolgreich? Was ist das für eine Flüssigkeit?“ Der Körper des Drachen wurde wie von unsichtbarer Hand gepackt. Die Tonlage sendete Stöße durch seinen Leib. Seine Brustwarzen zogen sich zusammen, stellten sich auf und auch sein Glied wurde in der Hose steif. Fuck. Seine Pupillen weiteten sich kurz und zogen sich dann blitzschnell zusammen, als er sein Gegenüber fixierte. Tief einatmend trat er einen kleinen Schritt auf den Kommandanten der Menschen zu und atmete sachte dessen Duft ein. Zimt, Sandelholz und ein wenig Moschus. Killians Seele begann zu schwingen und sein inneres Wesen wälzte sich in dem Duft. Einmal tief durchatmend antwortet er dem Menschen: „Die Rauchverwirbelungen sind wie Glyphen, sie erzählen mir, ob die Beschwörung funktioniert hat oder nicht. Sie hat. Und die Flüssigkeit ist Drachenblut. Meines, um genau zu sein.“ Die Tenorstimme klang leicht kratzig und stich über die Nerven des Menschen wie Fingernägel über Schiefer. Wieder bildete sich eine Gänsehaut auf dem Körper des großen Mannes und Kill betrachtete sich die Haut genauer. Sein Blick erfasste jeden Zentimeter freiliegenden Fleisches und er freute sich schon auf den Tag, an dem er diese mit den Händen erkunden durfte. Drachengefährte, schrie sein Innerstes und lächelnd schüttelte er den Kopf. Drachen waren asexuelle Wesen. Doch wenn Drachen Geschlechtsverkehr hatten, dann ausschließlich mit Menschen, mit männlichen oder mit weiblichen, das war egal, doch nur, wenn dieser Mensch der Gefährte oder die Gefährtin dieses Drachens war. Und dieser hier, schien der seine zu sein. „Deines? Das sind mehrere Liter!“ Die Stimme des Kriegers klang leicht erschrocken, während er auf den kleineren herab sah. Doch dieser lachte nur. „Ein Drache in Drachengestalt hat viele Liter Blut. Diese geringe Menge fällt da nicht ins Gewicht. Es ist meine Waffe und da sie an mich gebunden sein soll, muss es auch mein Blut sein.“ Die Erklärung erfolgte zügig und scheinbar ohne Bedenken. Ein Vertrauensvorschuss sozusagen, abzuwarten, ob er gerechtfertigt sein würde. Kill drehte den Kopf leicht und rief mit lauter Stimme über den Hof: „Rotaran!“ Kurz darauf betrat der Gerufene den Hof und überquerte diesen zügig. Sein Blick musterte die...



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