E-Book, Deutsch, Band 7, 181 Seiten
Reihe: Drachengefährten
Williams Drachensohn - Liebe braucht ihre Zeit
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7368-6048-3
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Gay Romance / Fantasy
E-Book, Deutsch, Band 7, 181 Seiten
Reihe: Drachengefährten
ISBN: 978-3-7368-6048-3
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Was soll man tun, wenn man als erwachsener Mann vom Schicksal einen Drachen als Gefährten zugewiesen bekommt, der gerade einmal vier Jahre alt ist? Ganz besonders schwierig macht die Sache, dass der kleine Drache Thoreen der Enkelsohn des Menschenkönigs ist und zugleich der Ziehsohn des Drachenkönigs. Stelgard steht vor der Herausforderung seines Lebens und ihm fehlen vollkommen die Voraussetzungen dazu, dies zu schaffen. All seine Gefühle und all sein Streben sind auf Thoreen konzentriert, doch dieser sieht in dem erwachsenen Krieger nur einen Freund und Beschützer. Ob dies die Zeit noch ändern wird? Dieses Buch enthält homoerotische Handlungen und ist für Leser unter 18 Jahren und für homophobe Menschen nicht geeignet.
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Aufbruch
Nach der Zeremonie stand der Drachenkönig mit seiner Familie zusammen. Einar hatte seinen Daumen in Killians Hosenbund gehakt und seine große Hand lag fest auf dem Hintern seines Drachen, während er sich zeitgleich angeregt mit seiner Schwester Loreana unterhielt. Venec hielt seine Gefährtin dabei zärtlich im Arm und lauschte aufmerksam den Gesprächen, da er selbst nicht sprechen konnte, übermittelte er alles, was er sagen wollte entweder seiner Frau oder dem Drachenkönig, der einer der begabtesten Telepathen der Welt war. Dass Venec und Loreana telepathisch kommunizieren konnten, verdankten sie alleine Killians Hartnäckigkeit. Denn dieser bestand darauf, dass sie zu Palato reisten, der über noch größere Fähigkeiten im Bereich der Telepathie verfügte. Dieser knüpfte ein mentales Band zwischen Loreana und Venec und seither konnten sie sich problemlos per Telepathie verständigen. Thoreen stand neben Stelgard und unterhielt sich angeregt mit Iradine und deren Gefährten Thurston. Stelgard schwieg die meiste Zeit und hört nur aufmerksam zu. In den vergangenen Jahren hatte er sich dieses Verhalten angewöhnt, da sein blonder großer Drache über ein sehr einnehmendes Wesen verfügte und meist die Gespräche an sich riss. Der Mensch störte sich daran nicht, es gefiel ihm, dass er nicht im Mittelpunkt stand, so hatte er seine Ruhe und konnte ungeniert seinen Drachen bestaunen, da dieser in diesen Momenten abgelenkt und anderweitig beschäftig war. Fest drückte Thoreen erst die junge Drachendame an seine muskulöse Brust und dann klopfte er Thurston aufmunternd auf die Schultern. Die Beiden brachen in Thurstons Heimat auf. Er hatte noch Verpflichtungen aus seinem Menschenleben und diese wollten sie gemeinsam erfüllen. Thurston hatte in jungen Jahren, direkt nach dem letzen Thing, eine Witwe geheiratet und mit ihr zusammen deren zwei Kinder aufgezogen. Nach dem Tod der Mutter vor über einem Jahr brauchten diese jungen Menschen noch etwas Zuwendung und Fürsorge, bevor man sie ins Erwachsenenleben entlassen konnte. Da sich Iradine sehr gut mit Thurstons Ziehkindern verstand freute sie sich auf diesen neuen Lebensabschnitt. Mit einem gewissen Bedauern hatte die Drachenlady akzeptieren müssen, dass sie beide diese jungen Menschen überleben würden. Doch Thurston hatte dies wieder relativiert, als er seine Geliebte darauf aufmerksam machte, dass sie für sehr lange Zeit über deren Kinder und Kindeskinder wachen konnten. Nur wenige Menschen wussten, dass sie bis zum Lebensende und auch ihre Nachfahren noch behütet und beschützt werden würden. Wehmütig sah Thoreen den Zweien hinterher und sagte laut und deutlich: „Das will ich auch!“ Dann sah er Stelgard auffordernd an. Doch dieser hatte keine Ahnung, wie er jetzt reagieren sollte. Wollte er ebenfalls eine Beziehung führen? Ja, er selbst wollte das auch, doch er ging nicht davon aus, dass Thoreen über ihre Verbindung gesprochen hatte. Wer weiß, was jetzt kam? Stelgard wedelte einmal kurz mit der Hand, forderte Thoreen stumm zum Weitersprechen auf, doch dieser sah wehmütig dem Paar hinterher. Sowohl Einar, als auch Killian hatten diese Erklärung vernommen und ahnten ebenfalls Übles, daher näherten sie sich den Beiden schnell. „Was genau willst du?“, erkundigte sich Stelgard und wappnete sich für die Antwort. Thoreens Blick ruhte noch immer auf der Ausgangstür, durch die das Drachenpaar verschwunden war, und erklärte: „Ich will ebenfalls meine Gefährtin finden. Ich werde zum Thing fliegen.“ Es fühlte sich an, als hätte jemand Stelgard mit einem Eimer eiskalten Wassers übergossen. Alle Wärme sickerte aus seinen Knochen und es blieb nur eine dumpfe Leere zurück. Nur seine jahrelange Disziplin sorge dafür, dass seine Gesichtszüge nicht entgleisten und er nicht offen zeigte, wie es ihm im Moment ging. Tröstend legte Einar seine warme Hand in Stelgards Rücken, zeitgleich kontaktierte Killian auf geistigem Wege den Gefährten des jungen Drachen:




