Williams | Ein CEO zum Verlieben | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 199 Seiten

Reihe: Gaylaxy-Reihe

Williams Ein CEO zum Verlieben

Gay Romance
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7396-0900-3
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Gay Romance

E-Book, Deutsch, Band 2, 199 Seiten

Reihe: Gaylaxy-Reihe

ISBN: 978-3-7396-0900-3
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Mit dem Arbeitsantritt bei ICM ändert sich Mikes ganzes Leben. Heraus aus dem studentischen Leben landet er direkt im Vorzimmer des Geschäftsführers von IdealCars Mannheim, Alexander Jäger. Der smarte und attraktive CEO fesselt auf Anhieb Mikes Interesse, doch der Playboy lässt aus Prinzip nichts anbrennen, nur die eigenen Angestellten sind für ihn tabu. Diese Disqualifikation schützt und quält Mike gleichermaßen. Hinzu kommt noch, dass Mike wie der typische Top aussieht und dabei gar keiner ist. Alexander hingegen interessiert sich für Männer und Frauen gleichermaßen, daher glaubt Mike auch nicht, dass er es schafft, Alexanders Interesse zu erringen und ihn auf Dauer zu fesseln. Nach einer aufregenden Geschäftsreise ändert sich alles. Finden die zwei so unterschiedlichen Männer einen gemeinsamen Weg, oder geht doch jeder in seine eigene Richtung weiter?   Diese Geschichte enthält homoerotische Szenen und ist daher nur für volljährige und aufgeschlossene Leser geeignet! Dieses Buch ist Band 3 der Gaylaxy Reihe, kann aber ohne Vorkenntnis der ersten Beiden Bände gelesen werden. Band 1: Gaylaxy - Heiße Beats und coole Drinks Band 2: Hot Bikes - Quer druch Europa Band 3: Ein CEO zum verlieben Lesen Sie auch die Specials bei BookRix! (Wurden in den 'Love Bites'-Bänden veröffentlicht.

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Nervöse Vorbereitung
  Als das Telefon klingelte, stand Mike gerade in Pants mit der Zahnbürste im Mund vor dem Waschbecken und grummelte vor sich hin. Trotzdem spuckte er den Schaum aus und holte sich das Mobilteil. „Eisenstein.“ Simpel und einfach, kein Schnickschnack. Am Handy meldete er sich grundlegend mit „Ja“. Jeder sollte wissen wen er mobil anrief, daher sollte die Nennung des Namens nicht nötig sein. „Hey Sweetheart. Bist du schon aufgeregt?“, kam die rauchige Altstimme seiner besten Freundin Susi durch den Äther. „Wart mal einen Moment“, antwortete Mike. Schnell drehte er das Wasser auf, nahm einen Mundvoll Wasser und spülte die Zahnpastareste aus. „Es geht so“, entgegnete er nun auf ihre Frage. „Störe ich gerade bei der Morgentoilette? Sorry. Ich wollte dir eigentlich nur viel Glück wünschen.“ „Danke, Süße. Ich hoffe, dass das klappt. Aber im Notfall hab ich noch immer die Zusage der BASF. Die Stelle ist mir sicher“, echote Mike in aufgeräumtem Ton. „Gut, dann wirst du entspannter sein, wenn nicht alles davon abhängt. Ich hab mich mal über ICM schlau gemacht. Die haben in den letzten Jahren im E-Mobil-Sektor so richtig Furore gemacht. Einige Experten bezeichnen die sogar als Alternative zu Tesla“, kam es von der attraktiven Blondine. Davon hatte Mike noch nichts gehört, aber es klang verdammt gut. „Ich hoffe wirklich, dass es klappt. Laut der Einladung zum Vorstellungsgespräch, treffe ich direkt auf den CEO, also kein Vorgespräch mit irgendeinem Heini aus der Personalabteilung. Hältst du das für ein gutes Zeichen?“ „Vielleicht. Ich hab im Internet gelesen, dass bei ICM eine gewisse persönliche Note vorherrscht. Die sind alle per „Du“ und der Chef nimmt Anteil am Leben seiner Angestellten. Es könnte also einfach nur Firmenpolitik sein, da er ja einen Assistenten sucht“, entgegnete Susi. „Auf jeden Fall drücke ich dir die Daumen, während ich im Seminar von Prof. Huber sitze.“ Susi studierte noch immer an der Mannheimer Uni BWL. Im Gegensatz zu Mike hatte sie einfach keine Eile. Ihre reiche Familie unterstützte sie und sie musste nicht unbedingt schnell Arbeit finden. Vermutlich wäre es für ihre Angehörigen auch okay, wenn sie nach dem Studium erst mal eine ausgedehnte Weltreise oder Ähnliches unternahm. Mike vermutete, dass Susi nie wirklich arbeiten würde und ihr Masterstudium nur dazu diente, überhaupt eine Ausbildung vorzuweisen. Es machte sich im Lebenslauf einfach besser, wenn man etwas war. Auch in den gehobenen Kreisen schätzte man intelligente Menschen mehr als hirnlose Hohlbrote. „Ja, mach das. Ich muss jetzt weiter machen, sonst könnte das noch knapp werden.“ „Na dann mach mal und melde dich, wie es gelaufen ist!“ Mit diesen Worten legte Susi einfach auf. Kein Tschüss oder ähnliches, dies entsprach ganz ihrer forschen Art.   Voll konzentriert band Mike seine dunkelblaue Krawatte. Diese passte perfekt zu dem hellblauen Hemd und dem dunklen Anzug. Ebenso betonte sie seine Augen, doch darauf legte er bei Geschäftsterminen eher weniger Wert. Trotzdem suchte er seine Kleider instinktiv nach solchen Kriterien aus, schließlich war er ein schwuler Mann mit Geschmack. Geschickt zog er den Knoten fest und richtete den Kragen, bevor er nach dem Sakko griff und hineinschlüpfte. Tief durchatmend gönnte er sich noch einen Kontrollblick und wünschte sich, dass es heute nicht zu warm werden würde. Es wäre Mist, wenn er durchgeschwitzt bei seinem Vorstellungsgespräch säße. Er hatte auch keine Ahnung, was ihn dort erwartete. Aber im Grunde spielte es auch keine Rolle, ob sie ihn bei ICM nahmen oder nicht, er hatte noch immer das Stellenangebot von der BASF in der Hinterhand. Bei dem Autobauer hatte er aber höhere Verdienstmöglichkeiten und fing gewissermaßen schon in gehobener Position an. In dem großen Chemiebetrieb müsste er sich erst hochdienen. Fest zog Mike seine Wohnungstür hinter sich zu und passierte das eher dunkle Treppenhaus. Dies lag daran, dass es in der typischen siebziger Jahre Wohnkaserne kein Fenster im Flur gab und zudem nur ein Teil der Leuchtstoffröhren Licht erzeugte. Wenigstens der Fahrstuhl funktionierte, auch wenn Mike ihn so gut wie nie benutzte. Da er im zweiten Stock wohnte musste er das auch eher selten. Nur wenn er Getränke kaufte, schleppte er sie nicht nach oben, sondern benutzte den Lift. Der komplette Stadtteil Käfertal war eigentlich nicht übel, aber Mike kannte hier niemanden. Er hatte keinerlei Bezug zu seinen Nachbarn, den ortsansässigen Vereinen und den Geschäften. Ursprünglich stammte Mike aus dem Schwäbischen, daher hatte er sich auch dazu entschlossen sich bei ICM zu bewerben. Die Firma stammte aus Schwäbisch Gmünd und war nach Mannheim umgesiedelt, als sie für den Standort dort zu groß wurde. Für die Konstruktionsfirma für hochwertige Elektroautos bot die Rhein-Neckar-Metropolregion einfach die bessere Infrastruktur. Als Mike um die Ecke bog, hielt gerade die Straßenbahn an der Haltestelle und er konnte nahtlos einsteigen. Da der Berufsverkehr durch war, bekam er sofort einen Sitzplatz. Aus seiner Umhängetasche zog er den Prospekt von ICM und studierte ihn noch ein letztes Mal. Es würde ihn maßlos ärgern, wenn er an einer Frage scheitern würde, deren Antwort hier im Flyer oder auf der Homepage gestanden hätte. Denn auch die Website hatte er gründlich studiert und sich die Fakten eingeprägt. ICM suchte einen Assistenten für ihren CEO Alexander Jäger. Der Mittdreißiger wirkte engagiert und durchsetzungsstark. Das Bild auf der Homepage hatte Mike schon beeindruckt. Hoffentlich war er als Chef so gut, wie er aussah. Weiter erfuhr er, dass das Unternehmen fünfhundert Angestellte hatte, wovon vierhundertfünfzig in der Produktion und Projektplanung arbeiteten und nur fünfzig in der Verwaltung. Eine zehn Jahre alte Firma, die man nicht als kopflastig bezeichnen konnte. Ebenso stand in der Philosophie des Unternehmens, dass Umweltschutz nicht nur ein Lippenbekenntnis darstellte und dass Alexander Jäger die Firma aus dem Nichts geschaffen hatte. Mit einer innovativen Idee und einem sehr fähigen Konstrukteursteam entwickelten sie in einer alten Lagerhalle einen Weltklasse-Elektrowagen der Superlative. Das Fahrzeug mit Carbonkarosserie konnte problemlos mit einem Tesla-Auto mithalten und sprach in seiner Exklusivität eine noch betuchtere Klientel an. Mit dem Erlös für das erste Auto finanzierten sie den ersten Umbau und produzierten bereits im zweiten Jahr vier Autos und das Personal verdoppelte sich. Diese Entwicklung steigerte sich bis heute und vor zwei Monaten bezogen sie ihr neues Firmengelände inklusive Verwaltungsgebäude hier in Mannheim, weg vom Hinterland, ab in die Metropol-Region. Blinzelnd registrierte Mike, dass er umsteigen musste und erhob sich schnell. Auf die Anschlussbahn musste er nicht lange warten und fuhr vom Bahnhof aus die wenigen Stationen zu seinem hoffentlich zukünftigen Arbeitgeber. Das Firmengrundstück lag gewissermaßen eingerahmt vom Flugplatz und dem Luisenpark und bot noch genügend Platz für eventuelle Erweiterungen und Anbauten. Im Moment bestand die Firma aus mehreren großen Industriehallen und einem fünfstöckigen quadratisch gebauten Bürogebäude. Vermutlich bot der Bau mehr Platz als die fünfzig Angestellten der Verwaltung brauchten. Die wenigen Meter von der Haltestelle bis zum Ziel legte er langsam und entspannt zurück. Bewusst konzentrierte sich Mike auf seine Atmung und seine gleichmäßigen Schritte. Das beruhigte ihn ungemein und linderte etwas sein Nervenflattern. Er litt nicht wirklich unter Lampenfieber, aber so kurz vor wichtigen Terminen übermannte ihn der Stress und legte sich erst, wenn er direkt in die Situation eintauchte. Meist verging sein Magengrummeln mit dem Händeschütteln oder einer allgemeinen Begrüßung. Als er das Gebäude betrat, empfing ihn angenehme Kühle, obwohl sich die Luft nicht typisch klimatisiert anfühlte. Vermutlich verfügte das Gebäude über ein passives Heiz- und Kühlsystem, zumindest würde das zur Firmenphilosophie passen. Am Empfang begrüßte ihn eine adrette
Frau Anfang Fünfzig. Lächelnd erklärte sie ihm den Weg und wünschte ihm viel Erfolg. Wie angewiesen fuhr Mike mit dem Lift in den fünften Stock und betrat dort den Eingangsbereich der Geschäftsleitungsetage. Hier hatten der Geschäftsführer, sein Stellvertreter und der Finanzchef ihre Büros. Der Chef der Planung hatte sein Büro bei der Konstruktionsabteilung, damit er sofort reagieren und eingreifen konnte. Dies alles erfuhr man, wenn man sorgfältig die Firmenwebsite studierte. Wieder nahm ihn eine hübsche Dame in Empfang und bat Mike Platz zu nehmen, er würde gleich hereingebeten werden. Da sonst niemand wartete, erkannte er, dass hier gut getaktet wurde. Es gab für Bewerber nichts Schlimmeres, als wenn sie mit Konkurrenten zusammen warten mussten. Neugierig sah sich Mike um. Dieser Empfangsbereich bestach durch seine offene, luftig helle Bauweise und die Grünpflanzen und das geschmackvolle Mobiliar machten es einladend. Wenn die ganze Firma dem hier entsprach,...



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