Williams | Game shot, Euer Ehren | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 255 Seiten

Reihe: Skycity

Williams Game shot, Euer Ehren

(Skycity 6) - Gay Romance
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7396-9842-7
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

(Skycity 6) - Gay Romance

E-Book, Deutsch, Band 6, 255 Seiten

Reihe: Skycity

ISBN: 978-3-7396-9842-7
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Da Ike Drewer in Chicago keine Verbesserung seiner Lage erkennen kann, seine Freunde sich von ihm distanzieren und seine Arbeitskollegen ihm wegen seines homosexuellen Lebenswandels das Leben zur Hölle machen, ergreift er die einmalige Chance, die sich ihm bietet, mit beiden Händen. Der Bürgermeister von Reno bittet ihn, für das Amt des Zivilrichters im Washoe County zu kandidieren. Jetzt lebt er in Reno, geht einer geregelten Arbeit nach, hat erste Verbindungen geknüpft und eckt so gut wie nie wegen seiner Sexualität an. Die Glücksspielstadt in Nevada zeigt sich ihm gegenüber sehr liberal. Probleme machen ihm beruflich nur die Anfeindungen durch den geschlagenen Gegenkandidaten. Peter O'Riordan kann es als rechter Populist und Chef der nationalistischen Bürgermiliz 'Reno Brotherhood' nicht auf sich beruhen lassen von einem Schwulen geschlagen worden zu sein. Nach mehreren teils sogar gefährlichen Ereignissen sucht Ike Schutz im Skycity, das seit Jahren mit dem Reno Police Department zusammenarbeitet. Zu Ikes Freude arbeitet sein Expartner Dwayne in dem Casino und er hofft, mit ihm wieder zusammenzukommen. Es kommt aber alles ganz anders, als er erwartet hat. Dieses Buch enthält homoerotische Elemente und ist daher nur für aufgeschlossene Leser geeignet. Für alle Anderen: Finger weg! Alle Bände der Skycity-Reihe: Band Eins: Rien ne va plus - Nichts geht mehr Band Zwei: Eye of sky - Kein Spiel ohne Risiko Band Drei: Texas Rodeo - Die Würfel sind gefallen Band Vier: Reno Nights Band Fünf: Texas Heat - Spiel mit gezinkten Karten Band Sechs: Game shot, Euer Ehren! Bonusband der Skycity-Reihe: Einsam an Valentin und Reno Summer Nights (Kostenfrei bei BookRix lesen)

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Gegenspieler
  Wütend stapfte Peter O’Riordan, Begründer der Bürgermiliz Reno Brotherhood durchs Clubhaus. Er war fuchsteufelswild. Er hatte sich für das Amt des nächsten Bezirksrichters von Washoe County beworben, da das Amt per Direktwahl durch die Bürger von Reno und dem Umland entschieden wurde. Bisher hatte es keinen Gegenkandidaten gegeben, doch ein Informant aus dem Kreis des Bürgermeisters hatte Peter gerade darüber informiert, dass ein Staatsanwalt aus Chicago Interesse bekundet hatte. Scheiße! Zwar hatte Peter sein Jurastudium wie sich das gehörte abgeschlossen, da er aber den familieneigenen Baufachhandel hatte übernehmen wollen, hatte er nie die Zulassung zum Anwalt angestrebt. In seiner Jugend hatte er seinen eigenen Weg gehen wollen, doch noch während des Universitätsbesuchs erkannt, dass er sich als Geschäftsführer des ‚O’Riordans‘ wesentlich leichter tat. Für eine richtige Karriere hätte er von Reno weg und in eine größere Stadt ziehen müssen, doch Peter liebte seine Heimat und wollte nicht als Anwalt für Kleinkriminelle und Bagatellfälle versauern. Daher hatte jeder praktizierende Jurist, egal in welcher Funktion, mehr Erfahrung als er. Natürlich war der Heimvorteil auf seiner Seite, aber an Fachkompetenz mangelte es ihm. Bisher hatte das, aufgrund eines fehlenden Mitbewerbers, keine Rolle gespielt. Vor dem PC ließ er sich auf den Bürostuhl fallen und hackte den Namen „Ike Drewer“ ins Suchfeld von Google. Schnell wurden ihm Ergebnisse angezeigt. Er fand zig Hinweise auf den smarten Anwalt aus Illinois mit Bildern, Biographie und Erfolgsstatistik. Der Scheißkerl war super erfolgreich als Verteidiger für reiche Leute und hatte auch Erfahrung mit Schwerverbrechern. Zornig schrie er auf, als er in dessen Vita las, dass er homosexuell war. Ein Schwuler trat gegen ihn an! Reno Brotherhood vertrat rechte Ansichten, inklusive der Meinung, dass man ausschließlich mit dem anderen Geschlecht verkehrte. Ganz besonders wütend machten ihn die Bilder des Scheißkerls. Der war groß, muskulös und sah gut aus. Wenn es Peter es nicht schwarz auf weiß vor sich hätte, hätte er den Anwalt nicht für schwul gehalten. Aufgebracht marschierte er ins Bad und warf sich erst einmal eine Handvoll Wasser ins Gesicht. Er musste sich beruhigen und sich dann eine Strategie zurechtlegen, wie er den Wahlkampf für sich entscheiden konnte. Es mangelte ihm an praktischer Erfahrung. Nun ja, daran konnte er nichts ändern. Dafür hatte er den Heimvorteil auf seiner Seite. Zwar wusste er, dass er die oberen Zehntausend nicht hinter sich bekam, denn sie stimmten mit seinen politischen Ansichten nicht überein. Beim Normalbürger sah die Sache anders aus. Gingen die aber wählen? Er musste die Bürger Renos also für diese Wahl begeistern und sie dazu bringen an die Wahlurnen zu gehen. Vom Optischen her machte Ike Drewer objektiv betrachtet mehr her als er selbst. Als verheirateter Mann genoss Peter die gute Küche seiner Frau und hatte sich ein wenig gehen lassen. Nicht das er fett wäre, nein, aber seine Körpermitte wurde von einem kleinen Bauchansatz verziert. Der musste weg. Natürlich hatte er noch die Tatsache auf seiner Seite, dass er mit einer Ehefrau und einem Sohn, also der perfekten amerikanischen Familie aufwarten konnte. Bei Wahlen um solche Ämter gewannen fast immer die gut bürgerlichen Kandidaten. Jetzt wusste Peter, was er tun musste. Mit den Mitgliedern von Reno Brotherhood würden sie eine Strategie austüfteln, wie sie Wahlbeteiligung steigern konnten. Außerdem würde Peter sein Aussehen verändern und das in mehrerer Hinsicht. Er würde sich einen guten und teuren Friseur suchen. Bei einem Herrenausstatter würde er für seine Auftritte ein paar Anzüge in Auftrag geben. Im Bereich seiner Figur würde er schnelle Ergebnisse brauchen, er würde also nachhelfen müssen. Hier konnte ihm ein Sympathisant der Bürgermiliz helfen. Der Kerl betrieb schon seit Jahren eine Kette von Muckibuden und kannte sich mit Gewichtverlust und Muskelaufbau aus, auch auf die chemisch unterstütze Weise. Zurück am Schreibtisch griff er sich das Telefon und machte seinen Anruf. Zufrieden legte er den Hörer wieder auf. Er hatte alles in die Wege geleitet. Jetzt konnte der Spaß losgehen. Ein wenig Wettkampf hatte noch keinem geschadet.   Vier Tage später traf sich Peter mit dem Betreiber des Fitnessstudios in dessen Büro und erhielt drei Einheiten Anabolika. Ausführlich bekam er den Umgang mit dem Mittel erklärt und wie er es dosieren musste. Im Grunde interessierte Peter nicht, was darin enthalten war, Hauptsache war, dass es ihm half schnell fit und durchtrainiert auszusehen. Auf dem Rückweg zum Clubheim hielt er wie angewiesen in der nächsten Apotheke und kaufte sich Einwegspritzen. Gleich würde er mit der Steroidtherapie beginnen und schon bald würde er besser aussehen als Ike Drewer.   Einige Tage später nahm das Reno Police Department einen Schmugglerring für illegale Substanzen hoch. Es wurden Drogen, Medikamente unterschiedlicher Art und Anabolika konfisziert. Im Polizeilabor ergaben die Tests, dass das Heroin mit Rattengift gestreckt und das Anabolikum hochgradig verunreinigt war. Normalerweise handelte es sich dabei um eine ausgewogene Mischung aus verschieden Steroiden und Testosteron. Doch es fanden sich neben einer zu hohen Dosis des männlichen Hormons auch noch verschieden schädliche Benzolverbindungen. Der Gerichtsmediziner vermutete, dass es bei einer dauerhaften Einnahme zu verschiedenen Nebenerscheinungen kommen konnte, beispielsweise zu Psychosen, Persönlichkeitsveränderungen, bis hin zum Verfolgungswahn. Ohne es zu wissen hatte Peter drei Flaschen genau dieser verunreinigten Anabolika gekauft und spritzte sich wie angeordnet jeden Tag eine Dosis von dreißig Millilitern. Er selbst bemerkte keine Veränderungen außer den gewünschten. Sein Gewichtetraining schlug schnell an und er verlor wie erwartet die überschüssigen Pfunde. Zur Wahl hatte er einen attraktiven und durchtrainierten Body.   Doch leider half ihm das wenig. Die Bürger Renos hatten sich zwar an die Wahlurnen treiben lassen, aber ihr gesunder Menschenverstand hatte nicht zugelassen, dass er die Wahl gewann. Das Wahlergebnis war für Peter niederschmetternd. Er hatte nur siebenundzwanzig Prozent aller Wählerstimmen erhalten. Die Schwuchtel hatte mit überragender Mehrheit gewonnen. In dieser Nacht wurde der Grundstein für seinen extremen Hass gegen Ike Drewer gelegt. Seine durch das Anabolika ausgelösten psychischen Störungen verstärkten noch diese Tendenz. Mit jedem Tag wurde er wütender und paranoider. Er glaubte mittlerweile, dass jeder ihn betrog und hinterging. Doch Peter hatte auch ein enormes schauspielerisches Talent. Er gaukelte seinem Umfeld vor, dass er sich nicht sehr verändert hatte, denn er wollte alle in dem Glauben lassen, dass er sie nicht durchschaute. So dachte er die Oberhand behalten zu können. Einzig Ike Drewer, der Stachel in seinem Fleisch, eiterte unkontrolliert weiter. Hier musste bald etwas unternommen werden. Reno Brotherhood schmiedete Pläne die Schmach ihres Präsidenten zu rächen. Sie würden es nicht dulden, dass so ein widernatürliches Etwas den Richterstuhl von Washoe County inne hatte.   ***   Resigniert fuhr Jennifer O’Riordan von der Arbeit in Richtung Highschool. Jeden Tag der verging wurde ihr Mann seltsamer. Sie hatten sich kennengelernt, als Jennifer selbst noch auf die Highschool ging und im O’Riordans, dem Baufachhandel von Peters Eltern, in den Ferien jobbte. Der junge Mann, der gerade mit dem Jurastudium fertig geworden war beeindruckte die hübsche Jennifer übermäßig und es war leicht sich in den gebildeten und gutaussehenden Peter zu verlieben. Sie gingen aus, lernten sich kennen und irgendwann schliefen sie auch miteinander. Es kam, wie es kommen musste, sie wurde schwanger. Doch Peter liebte seine Jennifer und die O’Riordans mochten sie ebenso, also heirateten sie und gründeten einen eigenen Hausstand. Damals war Jennifers Welt noch heil gewesen. Ihr Peter hatte moderate und gemäßigte Ansichten und benahm sich nicht wie die Axt im Walde. Doch dann wurde sein Vater krank, Alzheimer. Die schlimme Krankheit brachte Seiten an Jennifers Schwiegervater an die Oberfläche, die niemand jemals bei ihm vermutet hatte. Tief in seinem Inneren, verdeckt vom Anstand und der höflichen Fassade des Geschäftsmanns, lauerte ein rechtsradikaler Rassist. Der alte O’Riordan machte keinen Unterschied zwischen Schwarzen, Indianern, Mexikanern, Schwulen oder Frauen. Für ihn war jeder, der nicht weiß und männlich war, ein Mensch zweiter Klasse. Durch den regen Umgang und die Gewöhnung eignete sich auch Peter die eine oder andere Ansicht an und zu der Zeit als Jean, ihr Sohn, in die Vorschule kam, fand er übers Internet Gleichgesinnte. Schneller als Jennifer es für möglich gehalten hatte, organisierten sie sich und gründeten Reno Brotherhood. Anfangs hielt Jennifer es noch für eine Eintagsfliege, etwas, das irgendwann vorbeiging. Die meisten Hobbies verloren irgendwann ihren Reiz und versanken wieder in der Versenkung. Doch jetzt, zehn Jahre später, war ihr Mann extremer als jemals zu vor. Seine Gesinnung trieb...



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