Williams | Lautlose Sprache | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 292 Seiten

Williams Lautlose Sprache

Intuitive Kommunikation mit Tieren und Natur
Auflage der EPUB Ausgabe
ISBN: 978-3-941435-66-7
Verlag: Reichel Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Intuitive Kommunikation mit Tieren und Natur

E-Book, Deutsch, 292 Seiten

ISBN: 978-3-941435-66-7
Verlag: Reichel Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Der Gott unseres Zeitalters - die Vernunft - hat uns die Intuition geraubt. Doch wenn wir überleben wollen, müssen wir beginnen, wieder auf unsere Umwelt und unsere nicht-menschlichen Mitgeschöpfe zu hören. Lautlose Sprache zeigt mit berührenden Beispielen und einfachen Übungen wie wir lernen können, die ständig präsente Kommunikation von Tieren und Natur zu verstehen und unsere Verbindung mit allem Leben tief in uns zu erfahren. Ein klar strukturiertes Praxis- und Übungsbuch für Tier- und Naturliebhaber - und für alle, die die Erde ihr Zuhause nennen.

Marta Williams hat an der University of California einen Bachelortitel in Erhaltung natürlicher Rohstoffe und an der San Francisco State University den Master's in Biologie erworben. Bevor sie Tierkommunikatorin wurde, arbeitete sie viele Jahre als Naturbiologin und Umweltwissenschaftlerin. Die Autorin von Ohne Worte und Lautlose Sprache kommuniziert intuitiv mit allen Tierarten. Sie wird per Telefon und Email für Klienten auf der ganzen Welt tätig. Marta Williams lebt in Nordkalifornien und reist international, um Vorlesungen und Workshops über intuitive Kommunikation mit Tieren und der Natur zu halten.
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Zielgruppe


Für Menschen mit Interesse an Tieren und ihrer Sprache/Kommunikation.

Weitere Infos & Material


Einleitung
In Beziehung mit Allem sein


Als ich die junge schwarze Mustang Stute Whiskers zum ersten Mal traf, hatte sie vor allem Angst und es war schwer, mit ihr umzugehen. Es war unmöglich sie zu waschen, ihr einen Fliegenschutz am Kopf anzubringen oder sie einfach nur gefahrlos im Stall herumzuführen. Niemand wusste genau, was sie erlebt hatte, doch von ihrem Verhalten her zu urteilen, musste sie grausam misshandelt worden sein. Als ich in der stillen Sprache der Intuition mit ihr sprach, erzählte sie mir ihre Geschichte. Sie zeigte mir Bilder von ihrer Mutter, die von den Männern, die sie beide eingefangen hatten, getötet wurde. Dann sah ich Bilder, wie diese Männer Whiskers ärgerten und verhöhnten, weil sie so verängstigt und verstört reagierte. Ich empfing Gefühle von großer Angst, Einsamkeit und tiefer Trauer über den Verlust ihrer Mutter. Sie erklärte mir, dass sie Menschen nicht mehr vertrauen könne und ich verstand sehr gut, warum das so war.

Was konnte ich für diese kleine Stute, die so viel Schlimmes von Menschen erfahren hatte, tun? Ich schickte ihr Gefühle der Liebe und Bilder einer möglichen Zukunft, in der sie in Glück und Sicherheit leben konnte. Ich sagte ihr, dass es nicht richtig war, wie sie behandelt worden sei und dass kein Pferd ein solches Verhalten ertragen müsse. Ich versprach ihr, dass sie immer bei ihren jetzigen Menschen bleiben könne und nie mehr schlecht behandelt werden würde. Sie bat um einen neuen Namen und mir fiel der Name „Sadie“ ein und so heißt sie nun.

Sadie brauchte, ähnlich wie ein Mensch in dieser Situation, jemanden, der ihr zuhört, der sie unterstützt und ihr hilft, ihre Zukunft mit Zuversicht zu sehen, so dass sie nach und nach ihre Angst, ihre Trauer und ihren Schmerz loslassen konnte. Erst dann konnte sie den Menschen, die für sie sorgten, erlauben, ihr ein neues Leben anzubieten. Nach unserer Unterhaltung begann Sadie wieder zu vertrauen. Am nächsten Morgen schon durfte ihr Betreuer ihr zum ersten Mal einen Fliegenschutz anlegen. Weil ich gelernt hatte, Sadies Sprache zu sprechen, war es mir möglich, ihr zu helfen - es ist die Sprache der intuitiven Kommunikation, die Sprache allen Lebens.

An dem Tag als Sadie und ich miteinander sprachen, tauschten wir Gedanken, Gefühle und Bilder aus, denn so funktioniert intuitive Kommunikation. Ich verlasse mich vollkommen auf meine Intuition und mein inneres Wissen, wenn ich Informationen auf mentalem Weg sende und empfange. Im Allgemeinen wird der Begriff „Tierkommunikation“ verwendet, um die Fähigkeit der stillen Zwiesprache zu beschreiben. In diesem Buch jedoch wähle ich den Terminus „intuitive Kommunikation“, denn dieser schließt nicht nur die Fähigkeit der Kommunikation mit Tieren ein, sondern bezieht sich auch auf die stille Kommunikation mit allen Lebewesen. Es ist möglich, sich in der Stille mit allem auszutauschen, mit Glühwürmchen und Berglöwen, aber auch mit Flüssen, Bergen, den Elementen und den Kräften der Natur.

Ich weiß, das alles klingt etwas unwahrscheinlich und ich erwarte nicht, dass Sie mir blind Glauben schenken. Doch ich habe schon für mich selbst genügend überprüfbare Beweise vor allem in Anekdoten und Fallbeispielen aus meiner Arbeit mit Tieren zusammengetragen, dass ich von der Existenz dieser Fähigkeit überzeugt bin. Ich habe mir selbst die Realität dieser Kommunikation bewiesen und so hoffe ich, auch Sie zu überzeugen.

Menschen in ursprünglichen Kulturen betrachten intuitive Kommunikation als normales menschliches Verhalten. Tiere, Pflanzen und die besonderen Merkmale einer Landschaft sind für sie wie Verwandte, für sie besitzt jegliche Lebensform Gefühle, Intelligenz, Geist und die Fähigkeit zu kommunizieren. Eine weise Frau des kalifornischen Wintu Stammes verdeutlicht diese Haltung. Sie findet folgende Worte, um die Zerstörung der Natur durch den Goldrausch in Kalifornien zu kommentieren:

Dem weißen Mann war das Land, das Wild oder der Bär gleichgültig. Wenn wir Indianer ein Tier töten, essen wir alles auf. Wenn wir nach Wurzeln graben, machen wir kleine Löcher. Wenn wir Häuser bauen, graben wir kleine Löcher. Wenn wir wegen der Heuschrecken das Gras abbrennen, zerstören wir nicht. Wir schütteln die Eicheln und Pinienkerne von den Bäumen, wir hacken die Bäume nicht ab. Wir verwenden nur totes Holz. Aber die Weißen pflügen den Boden um, reißen die Bäume nieder, sie töten alles. Der Baum sagt: „Nein! Du tust mir weh, verletze mich nicht!“ Aber sie schneiden ihm die Zweige ab und hacken ihn um. Der Geist des Landes hasst die Weißen. Sie schlagen auf die Bäume ein und wühlen sie auf bis zu ihren Wurzeln. Sie sägen die Bäume um, das verletzt sie. Die Indianer verletzen niemals ein anderes Wesen, doch die Weißen zerstören alles. Sie sprengen die Felsen und zerstreuen sie über die Erde. Der Felsen spricht zu ihnen: „ Hört auf damit. Ihr verletzt mich!“ Doch sie beachten ihn nicht. Wenn die Indianer Steine verwenden, nehmen sie nur die kleinen runden für ihre Kochstelle. Wie kann der Geist der Erde den weißen Mann mögen? Überall wo er die Erde berührt hat, ist sie wund. 1

Walking Buffalo (Tatanga Mani) vom Stamm der Stoney Indianer in Alberta (Kanada) erhielt seine Schulbildung bei den Weißen, doch er gab seine enge Beziehung zur Natur niemals auf. Im Alter von 87 Jahren hielt er Ende der 1960er Jahre eine Rede, in der er seine Fähigkeit, mit Bäumen zu sprechen, beschrieb:

Wussten Sie, dass Bäume reden? Sie tun es wirklich. Sie unterhalten sich untereinander und sie sprechen auch mit Ihnen, wenn Sie zuhören. Das Problem ist nur, die Weißen hören nicht zu. Sie haben niemals gelernt, den Indianern zuzuhören und so nehme ich an, dass sie auch anderen Stimmen der Natur nicht zuhören werden. Aber ich habe sehr viel von den Bäumen gelernt, manchmal etwas über das Wetter, manchmal über die Tiere und manchmal etwas vom Großen Geist. 2

Um Beispiele von Menschen zu finden, die sich auf diese Weise mit der Natur verbinden können, müssen wir nicht in frühere Zeiten zurückgehen. Die Überzeugungen von Walking Buffalo und der weisen Frau der Wintu sind auch in unserer Zeit noch in den Kulturen der Ureinwohner in der ganzen Welt verbreitet. Auch wenn der moderne Mensch sich von der Natur entfremdet hat, scheint diese stille Kommunikation mit anderen Formen des Lebens unser wahres Erbe zu sein.

Die U’wa, ein Volksstamm, der seit tausenden von Jahren im Regenwald der kolumbianischen Anden lebt, sind ein aktuelles Beispiel für diese enge Beziehung zwischen Mensch und Natur. Wegen der Erschließung von Ölfeldern auf dem Stammesgebiet der U’wa ist dieser Volksstamm bedroht. Die beabsichtigte Erdölförderung durch die amerikanische Ölfirma Occidental Petroleum (Oxy) hätte die Zerstörung der gesamten Region und die Auslöschung der traditionellen Lebensweise der U’wa zur Folge. Als das Projekt sich immer weiter entwickelte, kamen die U’wa an einen Punkt, an dem sie schworen, lieber kollektiven Selbstmord zu begehen, als die Zerstörung ihrer Heimat mit anzusehen, denn sie glauben, Öl sei das Blut, das durch die Venen von Mutter Erde fließe. In ihren Worten klingt das so:

Öl ist das Blut der Mutter Erde...für uns ist es schlimmer das Öl zu nehmen als die eigene Mutter zu töten. Wenn ihr die Erde tötet, kann niemand mehr leben. 3

Wenn wir Menschen darauf hoffen wollen, auf dieser Erde zu überleben, zu wachsen und zu gedeihen, dann werden wir wieder lernen müssen, mit allen anderen Formen des Lebens in einer Partnerschaft zu leben.

Unser Denken über Tiere und über die Natur muss sich verändern hin zu einer Denkweise, wie sie noch bei unseren Vorfahren oder bei Menschen in Eingeborenen Stämmen unserer Zeit vorherrscht. Das Erlernen der intuitiven Kommunikation kann hierzu eine Hilfe sein.

Es liegt eine enorme Kraft in der Fähigkeit mit Tieren und der Natur auf intuitivem Wege zu kommunizieren - eine Kraft, die uns hilft, die Zerstörung zu beenden, die den Schutz der Natur mit sich bringt und alles zum Besseren wendet. Die U’wa dachten über ihren ursprünglichen Plan für ihren Umgang mit den Ölfirmen noch einmal nach und ersannen eine neue Strategie. Sie fassten den Entschluss, mit dem Öl direkt zu sprechen und es aufzufordern, „sich weg zu bewegen“ und zu verstecken vor den Bohrgeräten des Ölkonzerns. Kürzlich las ich, dass die multinationale Ölfirma Occidental Petroleum, die die Probebohrungen vornahm, ankündigte, auf die Kontrolle über das angestammte Land der U’wa zu verzichten, nachdem bei Testbohrungen des vorangegangenen Sommers nur trockene Stellen gefunden wurden. Eine derartige Zusammenarbeit zum Schutz der Natur wird möglich, sobald Sie die Fähigkeit, mit anderen Formen des Lebens auf intuitive Weise zu sprechen, entwickelt haben.

Wenn Sie noch ganz am Anfang Ihrer Übungen zur intuitiven Kommunikation stehen, ist es am einfachsten, mit Haustieren zu arbeiten statt mit wilden Tieren oder der Natur. Auf diese Weise können Sie auch die Genauigkeit der Informationen, die sie intuitiv erhalten, überprüfen. Sie könnten zum Beispiel eine Freundin bitten, Ihnen einige Fragen über ihr Tier zu geben. Die Fragen müssen nachprüfbar sein und die Antworten sollten Ihnen nicht bekannt sein. Sie könnten etwa fragen: „Magst du Kinder?“ oder „Magst du andere Tiere?“ Wählen Sie Fragen mit unvorhersehbaren Antworten, so dass es Ihnen nicht möglich ist, die Antworten durch logisches Denken zu erraten. Nachdem Sie das Tier befragt haben, bitten Sie Ihre Freundin, die Antworten zu verifizieren. Wenn Sie dann...


Williams, Marta
Marta Williams hat an der University of California einen Bachelortitel in Erhaltung natürlicher Rohstoffe und an der San Francisco State University den Master's in Biologie erworben. Bevor sie Tierkommunikatorin wurde, arbeitete sie viele Jahre als Naturbiologin und Umweltwissenschaftlerin. Die Autorin von Ohne Worte und Lautlose Sprache kommuniziert intuitiv mit allen Tierarten. Sie wird per Telefon und Email für Klienten auf der ganzen Welt tätig. Marta Williams lebt in Nordkalifornien und reist international, um Vorlesungen und Workshops über intuitive Kommunikation mit Tieren und der Natur zu halten.

Marta Williams ist Umweltpädagogin und sagt: "Ich schrieb dieses Buch für die Tiere der Erde, für die Pflanzen und Wälder, für die Flüsse und Berge, für die unberührten wunderbaren Plätze und für den Geist der Erde. Sie alle wollen, dass wir ihnen wieder zuhören und ihre Stimme als lebenswichtige Ratgeber nutzen."



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